Aufgabe 1: Fragen zum Textinhalt
5 Punkte
Kreuzen Sie die richtige Antwort an. Pro Teilaufgabe ist nur eine Antwort richtig. (5 Punkte)
Was nennt der Autor als «Chance» (Z.16) von mündlich geäusserten Sätzen?
Lösung
Ergebnis: Mündliche Aussagen kann man im Nachhinein zurechtbiegen.
- Lesen Sie Z. 15–17: Unüberlegte mündliche Sätze verflüchtigen sich.
- Darum kann man dem Gegenüber sagen, man habe es nicht so gemeint oder er habe es falsch verstanden.
- Man kann die Aussage also im Nachhinein zurechtbiegen. Die anderen drei Aussagen stehen so nicht im Text (mündliche Sprache ist laut Z. 14 sogar noch flüchtiger).
Weshalb fragt der Autor, ob der Leser oder die Leserin sich an verfasste und erhaltene elektronische Nachrichten erinnere?
Lösung
Ergebnis: Durch die zu erwartende Antwort gewinnt er die Leserschaft für seine Sichtweise.
- Die Fragen in Z. 4–6 sind rhetorische Fragen: Der Autor erwartet keine echte Auskunft.
- Die Antwort, die fast alle geben, lautet «Nein, ich weiss es nicht mehr».
- Damit bestätigt die Leserschaft selbst seine These, dass elektronische Sprache flüchtig ist. So gewinnt er sie für seine Sichtweise.
Welche Erkenntnis illustriert der Autor mit seinem Beispiel einer Zeitung?
Lösung
Ergebnis: Texte auf Papier überdauern die Zeit besser als solche in elektronischer Form.
- Z. 7–13: Elektronisch wird «fast nichts behalten», mit gedruckter Sprache sieht es anders aus.
- Eine Zeitung als Isolationsstoff in einer Wand könnte man noch in hundert Jahren lesen.
- Das Beispiel zeigt also: Gedruckte Texte überdauern die Zeit besser als elektronische. «Keine Halbwertszeit» ist zu absolut, und das Aussterben des Lesens wird nur als Bedingung erwähnt, nicht als Erkenntnis.
Welches Problem unterschätzen gemäss Text viele bei SMS-Nachrichten?
Lösung
Ergebnis: Ihre unbedachten Formulierungen werden von den Empfängern nicht als Versehen erkannt.
- Z. 18–21: SMS werden spontan und unüberlegt geschrieben, wie man spricht.
- Die Empfängerin oder der Empfänger kann den Text aber hundert Mal lesen und sich in einzelne Formulierungen «verbeissen».
- Eine unbedachte Formulierung wird so ernst genommen und nicht als Versehen erkannt.
Was passiert gemäss Autor sowohl in einem Telefongespräch als auch beim Verfassen einer SMS?
Lösung
Ergebnis: Die Haltung ist von der Mündlichkeit geprägt; deshalb formuliert man auch unüberlegt.
- Ein Telefongespräch ist mündlich, also spontan.
- Laut Z. 18–19 werden auch SMS «in einer mündlichen Ausdrucksweise» verfasst: spontan, oft unüberlegt und flüchtig.
- Gemeinsam ist beiden also die mündliche Haltung, die zu unüberlegten Formulierungen führt.