Thema 1: Textgebundene Erörterung
Fasse den unten zitierten Textausschnitt in wenigen Sätzen und mit eigenen Worten zusammen. Zeige auf, mit welchen Schwierigkeiten, Aufgaben und Pflichten ein Teenager auf seinem Weg ins Erwachsensein konfrontiert ist. Wie könnten Eltern und Erwachsene ihn deiner Meinung nach dabei unterstützen? Begründe deine Meinung! Doch Hilfe ist in aller Regel unerwünscht. Denn sie verletzt. Jeder konkrete Ratschlag hat in den Ohren eines Pubertiers nur ein Echo: Du. Traust. Mir. Nichts. Zu! Dabei sind es ja schon Halb-Erwachsene, nur auf dem Papier noch Kinder. Und sie leisten auch schon so viel, denn im Grunde haben sie einen Job, den sie jeden Tag erfüllen müssen: Schule. Unbezahlt und oft ungeliebt, aber genauso zwingend wie ein regulärer Nine-to-five-Job. Sie müssen Hausaufgaben selbst bewältigen, haben Hobbies, die sie organisieren. Sie pflegen Freundschaften und wissen, wie man den Router neu startet und im Ernstfall auch die Waschmaschine bedient, wenn das Lieblings-T-Shirt müffelt. Sie ziehen immer weitere Kreise, mit Fahrrad, Bus und Bahn und im Sommer vielleicht mit der ersten Ferienfreizeit allein ins Ausland. Und dann machen sie auch noch ein Berufspraktikum, gehen zu Wildfremden in eine Firma und müssen sich da ganz allein durchschlagen. Das ist unglaublich viel und erschreckt manchmal selbst die Eltern. Viele Aufgaben und Pflichten fehlen noch, sicher, aber die werden sie auch noch bewältigen. Tanja Weisz. Die Würde des Teenagers ist antastbar, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. März 2019, leicht verändert.