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Berufswahl 2. Sek Zürich: der Fahrplan für 2026/27 und 2027/28

Berufswahl 2. Sek Zürich: der Fahrplan für 2026/27 und 2027/28

Bei der Berufswahl im Kanton Zürich erkundet Ihr Kind in der 2. Sek Berufe und schnuppert, in der 3. Sek bewirbt es sich. Laut Berufswahlfahrplan beginnen die Schnupperlehren im Januar, im Frühling folgen Stellwerk 8 und Standortgespräch. Lehrstellen für August 2028 sollen frühestens ab 1. August 2027 ausgeschrieben werden.

Was Sie im Herbst 2026 tun

Berufswahl 2. Sek in Zürich: der Fahrplan Monat für Monat

Die Monatsangaben sind Richtwerte aus dem Berufswahlfahrplan. Den konkreten Termin für die Elterninformation der Schule, die Klassenorientierung im biz oder den Stellwerktest gibt die Schule Ihres Kindes bekannt.

2. Sek, Schuljahr 2026/27

Wann (etwa)WasWer ist dranWas Sie als Eltern tun
August bis November 2026Elternorientierung der Berufsberatung, meist im regionalen biz, spätestens Ende NovemberBerufsberatung, LehrpersonTeilnehmen; dort lernen Sie die für Ihr Kind zuständige Berufsberatungsperson kennen
September bis November 2026Elterninformation der Schule, vor den StandortgesprächenSchuleTermine für Stellwerk und Standortgespräch notieren
September bis Dezember 2026Klassenorientierung im bizKlasse mit Lehrperson–
ganzes Schuljahreine Wochenlektion Berufliche OrientierungSchuleNachfragen, woran Ihr Kind gerade arbeitet
ab September 2026Info-Veranstaltungen und BerufsbesichtigungenKind, BetriebeMit Ihrem Kind Termine im Berufswahl-Portal aussuchen und gemeinsam hingehen
ab November 2026Beratung im biz, SchulhaussprechstundenBerufsberatungEinzelberatung anmelden, beim ersten Gespräch dabei sein
17. bis 21. November 2026Berufsmesse Zürich, Messe Zürich (Oerlikon)Kind, ElternMit Ihrem Kind hingehen
1. Januar bis 10. Februar 2027Anmeldung Kurzgymnasium und Handelsmittelschule (K+S-Gymnasium Rämibühl: bis 15. Januar 2027)FamilieNur falls eine Mittelschule in Frage kommt: anmelden, Gebühr CHF 50
ab Januar 2027Berufswahl-Schnupperlehren (bis etwa September 2027)Kind, BetriebeBei der Suche helfen, Termine mit der Schule klären
Februar bis April 2027Stellwerk 8, danach StandortgesprächSchule, Kind, ElternAm Standortgespräch teilnehmen
8. März 2027Aufnahmeprüfung Kurzgymnasium und HandelsmittelschuleKind–
Ende 2. Sek (Sommer 2027)Anmeldung für Eignungstests (Multicheck, Basic Check) möglichKind, ElternFrüh anmelden, falls ein Test nötig ist; manche Tests haben nur wenige Termine

3. Sek, Schuljahr 2027/28

Wann (etwa)WasWer ist dranWas Sie als Eltern tun
ab August 2027Bewerbungsphase beginnt; der Lehrstellennachweis LENA wird aufgeschaltetBetriebe, KindWunschbetriebe mit Ihrem Kind auf LENA suchen
25. Oktober 2027Aufnahmeprüfung InformatikmittelschuleKindMulticheck-Pflicht im Sommer davor beachten
ganzes SchuljahrBewerbungen, Selektions-Schnupperlehren, Vorstellungsgespräche; Wahlfach Berufliche OrientierungKind, Betriebe, SchuleBewerbungen gegenlesen; bei Absagen Ihr Kind nach den Gründen fragen lassen
23. bis 27. November 2027Berufsmesse ZürichKind, ElternFalls der Berufswunsch noch offen ist: nochmals hingehen
bis etwa März 2028EignungstestsKindErgebnis der Bewerbung beilegen, wenn der Betrieb es verlangt
Januar bis März 2028Anmeldung und Aufnahmeprüfungen für Kurzgymnasium, HMS, FMS und BM 1KindNur falls eine Mittelschule oder BMS in Frage kommt
Ende April und Ende Juni 2028Die Lehrperson meldet dem Kanton, wer welche Anschlusslösung hatSchuleWer noch nichts hat, kann Unterstützung der Berufsberatung bekommen

Schulferien 2026/27: Schnuppern in den Ferien

Die Ferien legen die Schulgemeinden selbst fest; der Kanton gibt nur den Schulbeginn und die Weihnachtsferien vor (Schulferien Kanton Zürich). Ausserhalb der Stadt Zürich, Winterthur und Uster gilt der Ferienplan Ihrer Schule. Winterthur zählt die Wochenenden vor und nach den Ferien mit; für die Stadt Zürich und Uster stehen die Daten von Montag bis Freitag.

FerienStadt Zürich (PDF)Stadt WinterthurSekundarschule Uster
Herbstferien5. bis 16. Oktober 20263. bis 18. Oktober 20265. bis 16. Oktober 2026
Weihnachtsferien21. Dezember 2026 bis 1. Januar 202719. Dezember 2026 bis 3. Januar 202721. Dezember 2026 bis 1. Januar 2027
Sportferien15. bis 26. Februar 20276. bis 21. Februar 202722. Februar bis 5. März 2027
Frühlingsferien26. April bis 7. Mai 202724. April bis 9. Mai 202726. April bis 7. Mai 2027
Sommerferienab 19. Juli 202717. Juli bis 22. August 202719. Juli bis 20. August 2027

Sport- und Frühlingsferien sind die ersten Ferien, die in die empfohlene Schnupperzeit fallen. Ob ein Betrieb in den Ferien Schnuppertage anbietet, erfährt Ihr Kind nur auf Anfrage. In einigen Berufen kann man laut biz-Merkblatt nur zu wenigen Zeiten schnuppern.

Herbst 2. Sek: Elternorientierung, Berufsmesse, erste Beratung

Die Elternorientierung der Berufsberatung ist der erste Termin, der Sie direkt betrifft. Laut Rahmenkonzept der Bildungsdirektion findet sie grundsätzlich im regionalen biz statt, meist ist die Klassenlehrperson dabei. Schule und Berufsberatung können sie auch schon in die 1. Sek legen, frühestens nach deren Frühlingsferien. Sie lernen dabei die zuständige Berufsberatungsperson und deren Angebote kennen.

Separat lädt die Schule zu einer Elterninformation ein. Dort geht es um Stellwerktest, Standortgespräch, die Gestaltung der 3. Sek und darum, welche Informationen Lehrperson und Berufsberatung über den Stand Ihres Kindes austauschen.

Die Berufsmesse Zürich in der Messe Zürich in Oerlikon ist Dienstag bis Freitag von 8.30 bis 17 Uhr offen, am Samstag von 10 bis 17 Uhr; der Eintritt ist frei (Messeinformationen der Berufsmesse Zürich). Laut Rahmenkonzept stellen sich dort über 240 Lehrberufe und Schulungsangebote vor, die Berufsberatung hat einen eigenen Stand.

Für die Einzelberatung ist das regionale biz zuständig; Eltern sind beim ersten Gespräch erwünscht (Rahmenkonzept). In der Stadt Zürich übernimmt das Laufbahnzentrum der Stadt diese Rolle statt eines biz; es arbeitet mit den Stadtzürcher Schulen nach einer eigenen Vereinbarung zusammen, die sich an das kantonale Rahmenkonzept hält.

Auf den Webseiten der biz Winterthur und Uster steht, welche Berufsberatungsperson für welche Sekundarschule zuständig ist. Ausserdem bieten die biz regelmässig Kurse für Eltern an. Im Berufswahl-Portal können Sie ein eigenes Profil anlegen, das parallel zu dem Ihres Kindes zeigt, welcher Schritt gerade ansteht.

Ab Januar: Schnupperlehren planen

Für die Berufswahl-Schnupperlehre empfiehlt das Berufswahl-Portal drei Schritte:

8 bis 10 Berufe genauer anschauen

Dafür eignen sich Berufsbeschreibungen und Berufsfilme auf dem Berufswahl-Portal, Broschüren im biz, Gespräche mit Berufsleuten und Bekannten, die Berufsmesse.

Zu den Top 4 bis 6 eine Info-Veranstaltung besuchen

Die Termine stehen im Berufswahl-Portal unter «Veranstaltungen».

2 bis 4 Berufe schnuppern

Eine Berufswahl-Schnupperlehre dauert meistens 1 bis 5 Tage. Ihr Kind lernt den Betrieb kennen und erledigt einfache Arbeiten.

Wo man Schnupperstellen findet: im Berufswahl-Portal unter «Schnuppern», bei Schnuppy und Yousty, auf den Websites der Betriebe, über Verwandte und Bekannte oder mit einem Anruf beim Betrieb. Manche Firmen verlangen schon für die Schnupperlehre einen Bewerbungsbrief, teils mit Lebenslauf und Zeugnisnoten. In grösseren Betrieben finden Schnuppertage teilweise in Gruppen statt. Das Merkblatt «Schnuppern in der Berufswelt» enthält eine Checkliste für das Telefongespräch, die Ihr Kind vor dem ersten Anruf durchgehen kann.

Beurteilung verlangen: Nach jeder Schnupperlehre soll Ihr Kind um eine schriftliche Rückmeldung bitten. Das Formular gibt es im biz oder im Berufswahl-Portal.

Was Ihr Kind tun darf: Ab 13 Jahren darf Ihr Kind beim Schnuppern leichte Arbeiten erledigen, zuschauen darf es schon vorher (Commitment der Verbundpartner). Dasselbe Papier erlaubt Betrieben, bei einer Berufswahl-Schnupperlehre im Einvernehmen mit Ihrem Kind und Ihnen die Kontaktdaten aufzunehmen und später zur Bewerbung einzuladen.

Nicht verwechseln: Die Selektions-Schnupperlehre gibt es erst in der 3. Sek. Ein Betrieb lädt dazu ein, wenn ihm eine Bewerbung gefällt. Er prüft so, ob Ihr Kind zur Lehrstelle passt.

Frühling: Stellwerk 8 und Standortgespräch

Stellwerk 8 ist im Kanton Zürich für alle Schülerinnen und Schüler der 2. Sek obligatorisch, egal ob Abteilung A oder B.

Was geprüft wird: Deutsch und Mathematik sind Pflicht, dazu mindestens zwei der drei Tests Französisch, Englisch sowie Natur und Technik. Welche Zusatztests es sind, entscheidet Ihr Kind mit der Lehrperson; die Wahl kann kurz vor dem Test fallen. Schwächere Lernende können sich frühestens im Januar entscheiden, nur Mathematik, Deutsch und einen weiteren Test zu machen (Bildungsratsbeschluss 14/2022). Das Ergebnis ist ein Leistungsprofil mit Punktwerten auf einer Skala von 200 bis 800.

Das Standortgespräch: Danach trifft sich die Lehrperson mit Ihrem Kind und Ihnen. Laut Dossier Standortgespräch liegen auf dem Tisch:

  • das Leistungsprofil des Stellwerktests, in dem Ihr Kind vorher höchstens drei Bereiche mit Lücken und höchstens drei mit Stärken markiert hat,
  • das Zeugnis des 1. Semesters der 2. Sek,
  • eine Selbsteinschätzung Ihres Kindes und eine Einschätzung der Lehrperson zu überfachlichen Kompetenzen, unter anderem zum Umgang mit Stress,
  • das Blatt «Meine momentane Berufswahlsituation» und der «Berufliche Interessenkompass»,
  • eine provisorische Planung der Fächer für die 3. Sek.

Am Ende steht eine schriftliche Zielvereinbarung für die 3. Sek: welche Lücken Ihr Kind schliesst und welche Stärken es ausbaut. Alle Anwesenden erhalten eine Kopie. Diese Ziele sind laut Rahmenkonzept verbindlich.

Zählt Stellwerk für die Lehrstelle? Es ist vor allem ein Werkzeug für die Schule. Ein Lehrbetrieb kann das Stellwerk-Profil aber als Beilage zur Bewerbung verlangen. Ist das Profil schwach, lesen Sie in Braucht mein Kind Nachhilfe?, wie Sie erkennen, ob Ihr Kind Unterstützung von aussen braucht.

Stellwerk, Multicheck, Basic Check: was ist was?

Stellwerk 8MulticheckBasic CheckTest des Betriebs oder Verbands
Wer führt durchdie Schuleprivater Anbieter (gateway.one)privater Anbieter (gateway.one)Lehrbetrieb oder Berufsverband
Pflicht?ja, für alle in der 2. Seknur wenn der Betrieb ihn verlangtnur wenn der Betrieb ihn verlangt; manche akzeptieren ihn statt Multichecknur wenn der Betrieb ihn verlangt
Wann2. SekAnmeldung ab Ende 2. Sek; laut Anbieter am besten in der 3. SekAnmeldung ab Ende 2. Sekwährend der Bewerbung, teils in der Schnupperlehre
WofürStandortgespräch, Ziele für die 3. SekEignung für ein Berufsfeld (7 Berufsfelder plus Attest EBA)berufsneutrale EignungEignung für einen bestimmten Beruf

Das Merkblatt «Eignungstests für die Lehrstellensuche» des Laufbahnzentrums der Stadt Zürich und des biz sagt dazu:

  • Erst testen, wenn der Beruf klar ist. Nicht jeder Betrieb verlangt einen; manchmal genügen Zeugnisse und die Schnupper-Beurteilung. Einige Betriebe akzeptieren Multicheck oder Basic Check, andere verlangen ausdrücklich den Multicheck. Fragen Sie beim Wunschbetrieb nach, bevor Sie zahlen.
  • Geprüft wird Schulstoff bis und mit 2. Sek in Deutsch und Mathematik, je nach Test auch Fremdsprachen, dazu logisches Denken, Merkfähigkeit und Konzentration. Ein Test dauert meist 1,5 bis 3,5 Stunden.
  • Vorbereitung: Stoff der 1. und 2. Sek repetieren und Demo-Aufgaben lösen. In allen biz-Infotheken gibt es kostenlose Übungen für den Multicheck. Eine hohe Punktzahl im Übungsprogramm garantiert laut Merkblatt kein gutes Resultat im echten Test.
  • Wiederholen: Multicheck und Basic Check lassen sich einmal wiederholen. Ein Multicheck ab Juni 2027 lässt sich laut FAQ von gateway.one noch während der Bewerbungszeit in der 3. Sek wiederholen; auf dem neuen Zertifikat steht dann auch das erste Resultat.

Das Rahmenkonzept des Kantons warnt ausdrücklich davor, Eignungstests zu überschätzen: Sie sagen kaum etwas über praktisches Geschick, Persönlichkeit oder Lernbereitschaft aus.

Ab wann dürfen Betriebe Lehrstellen vergeben?

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), die Konferenz der kantonalen Berufsbildungsämter (SBBK) und die Sozialpartner haben sich in einem Commitment auf drei Termine geeinigt. Für ein Kind, das heute in der 2. Sek ist und im August 2028 eine Lehre beginnen will, heisst das:

Regel im CommitmentFür Lehrbeginn August 2028
Lehrstellen werden frühestens ab 1. August des Vorjahres zur Bewerbung ausgeschriebenab 1. August 2027
Lehrverträge werden frühestens ein Jahr vor Lehrbeginn abgeschlossenab August 2027
Der Kanton genehmigt Lehrverträge frühestens ab 1. September des Vorjahresab 1. September 2027

Das Zürcher Rahmenkonzept übernimmt diesen Grundsatz. Das Commitment selbst begründet die Regel so: Zu früh abgeschlossene Lehrverträge können Jugendliche dazu verleiten, in der Schule nachzulassen.

Das Commitment ist eine Selbstverpflichtung der Beteiligten, kein Gesetz. Jeden Lehrvertrag muss aber die kantonale Behörde genehmigen. Gültig wird er erst mit dieser Genehmigung (Commitment; Informationen zum Lehrvertrag auf berufsbildung.ch).

3. Sek: Bewerben, Selektions-Schnupperlehre, Lehrvertrag

Die Lehrstellensuche beginnt im August 2027. Dann wird auch der Lehrstellennachweis LENA aufgeschaltet. Wie viel Auswahl es gibt, zeigt der Jahrgang vor Ihrem Kind: Am 25. September 2026 listete das Portal 13'206 Lehrstellen mit Lehrbeginn 2027 in 329 Berufen.

Das Bewerbungsdossier besteht laut Berufswahl-Portal aus Bewerbungsschreiben, Lebenslauf mit Foto, Kopien aller Oberstufen-Zeugnisse und den Schnupperlehrberichten, auf Wunsch mit Eignungstest-Ergebnissen. Warum eine knappe 4 in der 2. Sek deshalb kein Grund zur Beruhigung ist, erklärt «Noten um die 4 reichen doch».

Ihre Rolle: Das biz rät, bei der Bewerbung zu helfen, dem Kind die Arbeit aber nicht abzunehmen. Das Bewerbungsschreiben soll nach Ihrem Kind klingen. Nach dem Versand wartet Ihr Kind 2 bis 3 Wochen, bevor es nachfragt. Bei Absagen fragt es nach den Gründen; das hilft bei der nächsten Bewerbung.

Selektions-Schnupperlehre und Vorstellungsgespräch gehören bei vielen Betrieben zum Auswahlverfahren. Den Lehrvertrag unterschreiben Sie als Eltern mit.

Und wenn es eine Mittelschule oder BMS sein soll?

SchuleAus welcher KlassePrüfung, wenn Ihr Kind aus der 3. Sek antrittAnmeldung dafür
Kurzgymnasium2. oder 3. SekMontag, 6. März 2028voraussichtlich Januar bis Anfang Februar 2028, Frist noch nicht publiziert
Handelsmittelschule HMS2. oder 3. Sek, Abteilung A oder BMontag, 6. März 2028wie Kurzgymnasium
Fachmittelschule FMSnur 3. SekMittwoch, 8. März 2028wie Kurzgymnasium
Informatikmittelschule IMS3. SekMontag, 25. Oktober 2027voraussichtlich September 2027, Frist noch nicht publiziert
Berufsmaturitätsschule BM 13. SekMittwoch, 8. März 2028wie Kurzgymnasium
  • Bestehen: An der HMS und an der BM 1 braucht es eine Gesamtnote von mindestens 4,5 mit Vornote oder 4,25 ohne Vornote. An der BM 1 zählt die Vornote nur, wenn Ihr Kind eine öffentliche Zürcher Sek A besucht (bei Anforderungsstufen alle Fächer im höchsten Niveau) und in allen fünf Fächern eine Note hat; sonst zählt nur die Prüfung. Die Vornote ist dann der Schnitt aus Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik (nur Arithmetik und Algebra) sowie Natur und Technik und zählt zur Hälfte.
  • Für die IMS braucht es vorher einen Multicheck. Den Multicheck «Informatiker/in EFZ Applikationsentwicklung für IMS» muss Ihr Kind für die Prüfung 2027 voraussichtlich zwischen 1. Juni und 25. September 2027 ablegen. Nötig sind mindestens 50 Punkte in «Potenzial» und «berufsspezifische Fähigkeiten». Anders als den gewöhnlichen Multicheck darf es diesen Test nicht wiederholen. Die Anmeldefrist für die IMS-Prüfung 2027 ist noch nicht publiziert.
  • Die BM 1 setzt einen Lehrvertrag voraus, und zwar für eine drei- oder vierjährige Grundbildung. Er kann nach der Anmeldung nachgereicht werden, muss aber beim Eintritt in die BM 1 vorliegen.

Mehr zur Aufnahmeprüfung ins Gymnasium lesen Sie in unserem Artikel zur Vorbereitung auf die Gymiprüfung.

Was kostet die Berufswahl?

PostenKosten für die Familie
Beratung im bizkeine Gebühren für Jugendliche unter 20 Jahren; Besuch der Infothek und Kurzgespräche bis 15 Minuten sind für alle kostenlos (Gebühren der Berufsberatung)
Kurse und Seminare im biz, etwa für ElternBetrag steht in der jeweiligen Ausschreibung
Berufsmesse ZürichEintritt frei
Multichecklaut Anbieter CHF 60 bis 100; viele Lehrbetriebe übernehmen die Kosten mit einem Voucher
Eignungstests allgemein, z.B. Basic Checklaut biz in der Regel CHF 50 bis 100; betriebsinterne Tests sind meist kostenlos
Anmeldung zur Aufnahmeprüfung (Kurzgymnasium, HMS, FMS, IMS, BM 1)CHF 50 pro Schuljahr, auch bei mehreren Anmeldungen nur einmal; wird nicht zurückerstattet

Wenn es harzt: Unterstützung und Plan B

  • Schulhaussprechstunden: Die Berufsberatung kommt laut Berufswahlfahrplan von November der 2. Sek bis Juni der 3. Sek ins Schulhaus und beantwortet Fragen zu Berufswahl, Lehrstellensuche und Bewerbung.
  • Wahlfach Berufliche Orientierung in der 3. Sek: für Jugendliche, die mehr Begleitung brauchen, etwa beim Bewerbungsdossier oder beim Kontakt mit Betrieben.
  • SOS-Sprechstunde im biz Winterthur: Wer nach der Oberstufe dringend eine Anschlusslösung braucht, bekommt dort jeden Mittwoch von 16 bis 18.30 Uhr kostenlos und ohne Anmeldung Beratung.
  • Mentoring Ithaka: Ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren begleiten laut Rahmenkonzept ab Ende der 2. Sek Jugendliche, die zu Hause wenig Unterstützung bei der Lehrstellensuche haben.
  • Weitersuchen lohnt sich: Eine Lehrstelle zu finden ist laut biz-Merkblatt für Eltern mindestens bis Ende der Sommerferien nach Schulabschluss möglich. Das biz rät, nicht vorschnell auf ein Brückenangebot auszuweichen.
  • Brückenangebote: Wer nach der 3. Sek keine Lehrstelle hat, kann laut Rahmenkonzept zum Beispiel ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), ein Motivationssemester (SEMO) oder eine Vorlehre besuchen.

Amtliche Dokumente zur Berufswahl im Kanton Zürich

Stand der Angaben: 25. September 2026. Grundlagen sind das Rahmenkonzept der Bildungsdirektion (im Februar 2024 verabschiedet, Ausgabe Mai 2024), der Bildungsratsbeschluss 14/2022 vom 11. Juli 2022 zu Stellwerk 8 und das Commitment der Verbundpartner vom 10. November 2021.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was, wenn mein Kind noch gar keinen Berufswunsch hat?

Das Standortgespräch rechnet damit: Auf dem Blatt «Meine momentane Berufswahlsituation» im Dossier Standortgespräch gibt es die Aussage «Ich habe noch keine Idee, was ich lernen möchte.» Darunter hält Ihr Kind vor dem Gespräch die nächsten Schritte fest; ein weiteres Feld ist für Anliegen und Bedürfnisse von Eltern, Lehrperson und Berufsberatung vorgesehen. Einen Schritt können Sie selbst tun: mit Ihrem Kind Info-Veranstaltungen und Berufsbesichtigungen besuchen, wie es das biz-Merkblatt für Eltern empfiehlt.

Darf mein Kind während der Schulzeit schnuppern, und wie viele Tage?

Ja, mit einer Dispensation. Schnupperlehren und ähnliche Anlässe für die Berufsvorbereitung gelten laut Kantonsseite zu Absenzen, Jokertagen und Dispensationen als wichtiger Grund. Steht der Termin fest, stellen Sie als Eltern ein Gesuch an die Schulleitung; sie berücksichtigt dabei die persönlichen, familiären und schulischen Verhältnisse. Eine feste Zahl von Schnuppertagen nennt der Kanton nicht. Ohne Gesuch geht es nur mit einem der zwei Jokertage pro Schuljahr; dafür genügt eine Information an die Lehrperson oder die Schulleitung.

Erfährt die Berufsberatung, wie es bei meinem Kind in der Schule läuft?

Bevor die Berufsberatung mit der Lehrperson den Stand der Berufswahl bespricht, fragt sie nach, ob Ihr Kind in diesen Austausch eingewilligt hat (Rahmenkonzept).

Kann sich mein Kind für mehrere Aufnahmeprüfungen anmelden?

Ja, in der 3. Sek für bis zu drei pro Schuljahr (Prüfung Berufsmaturitätsschule): die IMS im Oktober, im März Kurzgymnasium, HMS oder beides sowie entweder FMS oder BM 1. Wer Kurzgymnasium und HMS will, meldet sich für das Kurzgymnasium mit Option HMS an; welche Schule Ihr Kind besuchen kann, hängt von der erreichten Gesamtnote ab.

Zeigt das Stellwerk-Profil Lücken in Mathematik oder Deutsch, bleiben bis zu den Eignungstests einige Monate, um den Stoff der 1. und 2. Sek aufzuarbeiten. Fokus Nachhilfe begleitet Jugendliche dabei im Einzelunterricht, ebenso bei der Vorbereitung auf die Kurzgymi- oder HMS-Prüfung. In einem kostenlosen Beratungsgespräch klären wir, was Ihr Kind konkret braucht.

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