Laut der Lektionentafel Zürich hat ein Kind in der 2. bis 6. Klasse pro Woche je 5 Lektionen Mathematik und Deutsch, in der 1. Klasse 4 Mathematik und 6 Deutsch. In der Sek steigt Mathematik auf 6 Lektionen. In der 3. Sek haben beide Fächer weniger Pflichtlektionen, dazu kommen Wahlfächer.
Lektionentafel Zürich: Deutsch und Mathematik pro Klasse
| Klasse | Deutsch | Mathematik | Total Lektionen pro Woche | Deutsch pro Schuljahr | Mathematik pro Schuljahr |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Primar | 6 | 4 | 24 | 234 | 156 |
| 2. Primar | 5 | 5 | 24 | 195 | 195 |
| 3. Primar | 5 | 5 | 27 | 195 | 195 |
| 4. Primar | 5 | 5 | 27 | 195 | 195 |
| 5. Primar | 5 | 5 | 30 | 195 | 195 |
| 6. Primar | 5 | 5 | 30 | 195 | 195 |
| 1. Sek | 5 | 6 | 35 | 195 | 234 |
| 2. Sek | 5 | 6 | 34 | 195 | 234 |
| 3. Sek | 4 (Wahlfach Deutsch: 1 bis 3) | 4 (Wahlfach Mathematik: 5 bis 6) | 32 bis 36 | 156 ohne Wahlfach | 156 ohne Wahlfach |
Quelle: Lektionentafeln Kindergarten und Primarstufe und Sekundarstufe der Bildungsdirektion Kanton Zürich; Lektionen pro Schuljahr gerechnet mit 39 Schulwochen.
Stand: gültig im Schuljahr 2026/27. Grundlage ist der Beschluss des Bildungsrats vom 13. März 2017 (in Kraft seit 2018/19, für die 6. Klasse und die Sek seit 2019/20). Die Sek-Tafel wurde mit dem Beschluss des Bildungsrats vom 17. Mai 2021 angepasst und gilt so seit 2022/23. Deutsch und Mathematik blieben gleich.
Eine Lektion dauert im Kanton Zürich laut dem Stundentafel-Bericht der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren (PDF) 45 Minuten. Ein Kind in der 4. Klasse hat also pro Woche 3 Stunden und 45 Minuten Mathematik, übers ganze Schuljahr gut 146 Stunden.
Die Lektionentafel gilt für Kindergarten, Primar- und Sekundarschule. Am Untergymnasium (Langgymnasium) haben die Kantonsschulen eigene Stundentafeln innerhalb kantonaler Vorgaben. Die Lektionen für Deutsch und Mathematik unterscheiden sich je nach Schule.
Lektionentafel Zürich: alle weiteren Fächer
Im Kindergarten sind es 20 Lektionen pro Woche im 1. und 24 im 2. Jahr. Die Tafel teilt sie nicht nach Fächern auf. So viele Lektionen pro Woche haben die übrigen Fächer der Primarschule:
| Fach | 1. Kl. | 2. Kl. | 3. Kl. | 4. Kl. | 5. Kl. | 6. Kl. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Englisch | – | – | 3 | 3 | 2 | 2 |
| Französisch | – | – | – | – | 3 | 3 |
| Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG) | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Religionen, Kulturen, Ethik | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Bildnerisches Gestalten | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Textiles und Technisches Gestalten (meist Halbklassen) | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Musik | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Bewegung und Sport | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 |
| Medien und Informatik | – | – | – | – | 1 | 1 |
In der 3. Sek unterscheiden sich einige Werte nach Abteilung A, B oder C. Wo keine Abteilung steht, gilt der Wert für alle:
| Fach | 1. Sek | 2. Sek | 3. Sek |
|---|---|---|---|
| Englisch | 3 | 3 | A: 2 plus Wahlfach 1; B und C: Wahlfach 3 |
| Französisch | 3 | 3 | A: 3 plus Wahlfach 1; B und C: Wahlfach 3 |
| Natur und Technik | 3 | 3 | zusammen mit RZG 4 bis 6 |
| Räume, Zeiten, Gesellschaften (RZG) | 3 | 3 | zusammen mit Natur und Technik 4 bis 6 |
| Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | 3 (meist Halbklassen) | Freifach 2 | Wahlfach 3 |
| Religionen, Kulturen, Ethik | 2 | 1 | – |
| Bildnerisches Gestalten | 2 | 2 | Wahlfach 2 |
| Textiles und Technisches Gestalten | Freifach 2 | 3 (meist Halbklassen) | Wahlfach Textiles 3, Wahlfach Technisches 3 |
| Musik | 1 | 1 | Wahlfach 1 bis 2 |
| Bewegung und Sport | 3 | 3 | 3 |
| Medien und Informatik | 1 | – | 1, dazu Wahlfach 1 bis 2 |
| Berufliche Orientierung | – | 1 | Wahlfach 1 |
| Projektunterricht | – | – | 2 |
| Wahlfach Italienisch | – | – | 3 |
| Wahlfach Natur und Technik / RZG / Religionen, Kulturen, Ethik | – | – | 2 bis 5 |
In den Abteilungen B und C besuchen die Jugendlichen in der 3. Sek Englisch oder Französisch, sie können auch beide wählen. Ob ein Freifach angeboten wird, entscheidet laut dem Stundentafel-Bericht die Schulgemeinde. Quelle: Lektionentafel der Bildungsdirektion Kanton Zürich.
Was in der 3. Sek anders ist
Die je 4 Pflichtlektionen in Deutsch und Mathematik gelten für die Abteilungen A, B und C gleich. Dazu stehen laut Volksschulamt (Gestaltung 3. Sekundarklasse) bis zu 15 Lektionen Wahlfächer pro Woche zur Verfügung. Deshalb unterscheiden sich die Stundenpläne. Das Total liegt laut Tafel zwischen 32 und 36 Lektionen. Die Pflichtfächer machen nur noch 18 bis 25 Lektionen aus (in der Abteilung A mehr, weil Englisch und Französisch dort Pflicht bleiben). Den Rest füllen die Wahlfächer.
Die Wahlfächer werden laut Lehrplan Volksschule Zürich, Überblick (PDF) im Standortgespräch mit Klassenlehrperson, Kind und Eltern festgelegt. Dort entscheidet sich, ob Ihr Kind das Wahlfach Deutsch, das Wahlfach Mathematik oder beide belegt.
Wie anspruchsvoll der Unterricht ist, regelt nicht die Lektionenzahl, sondern laut der Elternseite des Kantons zur Sekundarschule die Anforderungsstufe: In Mathematik, Deutsch, Französisch und Englisch können Stufen I bis III geführt werden, Stufe I ist die anspruchsvollste.
Ist das viel oder wenig? Zürich im Kantonsvergleich
Der Stundentafel-Bericht (Stand 1. August 2025) zählt die Wochenlektionen aller Schuljahre einer Stufe zusammen, umgerechnet in 45-Minuten-Lektionen, und vergleicht sie mit einem Richtwert zum Lehrplan 21. Für die Sek wertet er nur die Stundentafeln der Schulen mit erweiterten Anforderungen aus. In Zürich gelten für Deutsch und Mathematik in allen Abteilungen dieselben Lektionen.
| Fach und Stufe | Zürich | Richtwert | Mittel der Kantone | Höchster Kantonswert |
|---|---|---|---|---|
| Mathematik, 1. bis 6. Primar | 29 | 30 | 31 | 36 |
| Deutsch, 1. bis 6. Primar | 31 | 32 | 33 | 48 |
| Mathematik, 1. bis 3. Sek (Pflicht) | 16 | 16 | 16 | 18 |
| Deutsch, 1. bis 3. Sek (Pflicht) | 14 | 14 | 13 | 15 |
In Mathematik hat Zürich in der Primarschule den tiefsten Wert der Deutschschweiz; alle anderen Kantone im Bericht liegen bei 30 bis 36. Über die ganze Primarschule hat ein Zürcher Kind damit 39 Lektionen Mathematik weniger, als der Richtwert vorsieht, also eine Wochenlektion in einem der sechs Schuljahre.
In Deutsch liegt Zürich ebenfalls eine Lektion unter dem Richtwert: Dieser sieht in der 2. Klasse 6 Lektionen vor, Zürich 5. Der Höchstwert 48 stammt aus dem Wallis, das in jeder Primarklasse 8 Lektionen Deutsch vorsieht. In der Sek entspricht Zürich in beiden Fächern genau dem Richtwert.
Warum der Stundenplan anders aussehen kann
Bis und mit 3. Klasse stehen im Stundenplan laut Lehrplan Volksschule Zürich, Überblick (PDF) grundsätzlich nur die Präsenzzeiten, erst ab der 4. Klasse die einzelnen Fächer. Lehrpersonen dürfen Fächer zu Blöcken zusammenlegen, müssen die Anteile der Lektionentafel aber übers Schuljahr einhalten. Eine Woche mit nur 4 Mathematiklektionen kann also vorkommen. Zudem sind laut Fussnote der Lektionentafel auf zh.lehrplan.ch 80 Prozent der Zeit für die Kompetenzen des Lehrplans einzusetzen, 20 Prozent dürfen Schulen, Lehrpersonen und Lernende für eigene Schwerpunkte nutzen.
Ändert sich die Lektionentafel 2026/27?
Nein, die Lektionentafel bleibt im Schuljahr 2026/27 unverändert. Das Volksschulamt führt in seiner Übersicht der längerfristigen Geschäfte (Stand 14. September 2026) bis 2029 keine Änderung der Lektionentafel auf. Auch Französisch beginnt laut der Elternseite der Bildungsdirektion zum Unterricht weiterhin in der 5. Klasse, mit 3 Lektionen pro Woche.
Der Kantonsrat hat am 1. September 2025 mit einer Motion verlangt, Französisch von der Primar- in die Sekundarschule zu verschieben (Bericht von SRF zum Kantonsratsentscheid und SDA-Meldung auf swissinfo.ch). Der Regierungsrat muss dem Kantonsrat dazu laut Lexikon des Kantonsrats zur Motion bis September 2027 Bericht und Antrag vorlegen. Die Frist kann um höchstens ein Jahr verlängert werden. Ob und wie sich die Lektionen für Deutsch und Mathematik mit einer Verschiebung von Französisch in die Sek ändern würden, ist nicht bekannt.
Zudem hat der Bundesrat am 12. Juni 2026 eine Änderung des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt, nach der eine zweite Landessprache in der Primarschule beginnen müsste. Anlass sind laut Bundesrat Bestrebungen in einzelnen, nicht genannten Kantonen, den Unterricht einer Landessprache in der Primarschule aufzuheben. Auf die Gesetzesänderung will er verzichten, wenn die Kantone bei ihrer bisherigen Sprachenstrategie bleiben.
Mehr dazu
Kommt Ihr Kind in Mathematik nicht mit, helfen die Tipps bei Mathematik-Schwierigkeiten in der Primarschule und der Artikel Was ist Matheschwäche?. Steht der Übertritt ans Gymnasium an, finden Sie Termine und Vorbereitung im Artikel zur Gymiprüfung. Wenn Sie Lücken in Deutsch oder Mathematik gezielt schliessen möchten, besprechen wir das gern in einem kostenlosen Beratungsgespräch mit Fokus Nachhilfe.



