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Gymnasiale Maturitätsquote nach Kanton: von 13,7 % in Uri bis 34,0 % in Genf

Gymnasiale Maturitätsquote nach Kanton: von 13,7 % in Uri bis 34,0 % in Genf

Je nach Kanton erwerben 13,7 % (Uri) bis 34,0 % (Genf) der Jugendlichen bis 25 eine gymnasiale Maturität, zeigen die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zur Maturitätsquote der Kantone für 2022–2024. Zürich liegt knapp unter dem Schweizer Mittel, St. Gallen deutlich.

Maturitätsquote nach Kanton: alle 26 Kantone in der Tabelle

RangKantonGymnasiale MaturitätBerufsmaturitätFachmaturitätMaturitätsquote total
1Genf34,0 %9,8 %8,1 %51,9 %
2Waadt33,6 %10,1 %6,4 %50,1 %
3Tessin32,4 %22,2 %2,3 %56,9 %
4Basel-Stadt31,1 %8,2 %9,5 %48,8 %
5Neuenburg28,8 %16,9 %4,3 %50,0 %
6Zug25,2 %19,0 %3,8 % ¹47,9 %
7Freiburg24,4 %17,0 %9,1 %50,5 %
8Basel-Landschaft24,2 %16,1 %8,2 %48,4 %
Schweiz23,2 %15,5 %4,2 %42,9 %
9Wallis22,4 %14,8 %10,1 %47,3 %
10Zürich22,2 %18,9 %1,4 %42,4 %
11Nidwalden21,6 %17,9 %1,3 % ¹40,8 %
12Jura20,6 %17,2 %7,0 % ¹44,8 %
13Bern20,0 %16,6 %2,7 %39,3 %
14Luzern19,3 %14,2 %1,9 %35,3 %
15Graubünden19,1 %17,2 %3,5 % ¹39,8 %
16Schwyz18,8 %13,3 %3,0 % ¹35,0 %
17Appenzell Innerrhoden18,3 % ¹13,5 % ¹1,9 % ¹33,8 % ¹
18Solothurn18,1 %12,3 %4,5 %34,9 %
19Aargau17,9 %16,7 %3,1 %37,7 %
20Obwalden17,8 % ¹14,7 % ¹1,7 % ¹34,2 %
21Thurgau16,6 %15,3 %2,5 % ¹34,4 %
22St. Gallen16,2 %14,9 %2,7 %33,8 %
23Appenzell Ausserrhoden15,8 %13,3 %4,0 % ¹33,1 %
24Schaffhausen14,4 %20,9 %3,9 % ¹39,1 %
25Glarus14,3 % ¹13,8 % ¹1,8 % ¹29,9 %
26Uri13,7 % ¹12,8 % ¹2,5 % ¹29,1 %

Anteil der Jugendlichen, die bis zum 25. Altersjahr den jeweiligen Abschluss erwerben, in Prozent. Jahr „2023“ des BFS, das heisst Mittel der Jahre 2022–2024. Kanton = Wohnkanton beim Austritt aus der obligatorischen Schule. Die drei Einzelquoten ergeben wegen Rundung nicht immer exakt das Total. Rang nach gymnasialer Maturitätsquote. Quelle: BFS, Längsschnittanalysen im Bildungsbereich (LABB), Datensatz ds-x-15.03.02.18, Datenstand 7. November 2025.

¹ Kleine Fallzahl, Wert unsicher: weniger als 200 Personen über drei Jahre, im BFS-Datensatz also weniger als rund 67 pro Jahr (Uri zum Beispiel: 50 gymnasiale Maturitäten pro Jahr).

Den Wert Ihres Bezirks zeigt die interaktive BFS-Karte „Maturität, 2023“, sofern der Bezirk genug Abschlüsse hat: unter „Raumgliederung“ die Ebene „Bezirke“ wählen und den Maturitätstyp einstellen.

So beschreibt der Bildungsbericht Schweiz 2026 (S. 176, 199 f.) die drei Abschlüsse:

  • Gymnasiale Maturität: Abschluss des Gymnasiums und der Hauptweg an die Universität.
  • Berufsmaturität: zusammen mit einer Berufslehre der Weg an die Fachhochschule, in eine mit dem Beruf verwandte Studienrichtung (SBFI-Seite zur Berufsmaturität).
  • Fachmaturität: Abschluss eines zusätzlichen vierten Jahres nach der dreijährigen Fachmittelschule (FMS). Sie führt an die pädagogischen Hochschulen und in berufsfeldspezifische Studiengänge der Fachhochschulen.

Welche Kantone haben die höchste und die tiefste gymnasiale Maturitätsquote?

Die fünf Kantone mit der höchsten gymnasialen Quote sind Genf, Waadt, Tessin, Basel-Stadt und Neuenburg, also die Westschweiz, das Tessin und Basel. Am anderen Ende stehen Uri, Glarus, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen. Unter dem Schweizer Mittel liegen auch alle Ostschweizer Kantone und alle Innerschweizer Kantone ausser Zug.

Dass 18 Kantone unter dem Schweizer Mittel liegen, hat mit der Grösse der Kantone zu tun. Nach unserer Rechnung aus den BFS-Zahlen stammt knapp ein Viertel aller gymnasialen Maturitäten aus der Waadt und aus Genf. Diese zwei grossen Kantone mit hohen Quoten ziehen das Schweizer Mittel nach oben.

Laut Bildungsbericht 2026 (S. 152) ist die gymnasiale Quote in fast allen Kantonen leicht gestiegen. Zwischen 2002 und 2022 wuchs sie schweizweit um knapp einen Fünftel (19 % des Ausgangswerts). Im Mittel 2021–2023 lag sie bei 22,9 %, im Mittel 2022–2024 bei 23,2 %.

Die grossen kantonalen Unterschiede bestehen laut Bericht „praktisch unverändert“ weiter. Im Jahr 2022 war die höchste Kantonsquote (34 %) 2,4-mal so hoch wie die tiefste (14,2 %).

Gymnasium oder Berufsmaturität: Gleicht sich das aus?

Teilweise. In acht der zehn Kantone mit den tiefsten gymnasialen Quoten liegt auch die Berufsmaturitätsquote unter dem Schweizer Wert. Ausnahmen sind Schaffhausen und Aargau.

KantonGymnasiale MaturitätBerufsmaturitätTotal
Schaffhausen14,4 %20,9 %39,1 %
Zürich22,2 %18,9 %42,4 %
St. Gallen16,2 %14,9 %33,8 %
Waadt33,6 %10,1 %50,1 %
Genf34,0 %9,8 %51,9 %
Basel-Stadt31,1 %8,2 %48,8 %
Schweiz23,2 %15,5 %42,9 %

Mittel 2022–2024. Quelle: BFS, Datensatz ds-x-15.03.02.18.

Schaffhausen hat mit 14,4 % eine der tiefsten gymnasialen Quoten, aber nach dem Tessin die höchste Berufsmaturitätsquote (20,9 %). Die Maturitätsquote total liegt mit 39,1 % trotzdem unter dem Schweizer Mittel.

Die drei Kantone mit den tiefsten Berufsmaturitätsquoten (Basel-Stadt, Genf, Waadt) gehören zu den vier mit den höchsten gymnasialen Quoten. Die Unterschiede verschwinden dadurch aber nicht: Die Maturitätsquote total reicht von 29,1 % in Uri bis 56,9 % im Tessin, das die dritthöchste gymnasiale und die höchste Berufsmaturitätsquote hat. In fünf Kantonen liegt die Maturitätsquote total bei 50 % oder mehr.

Wo stehen Zürich und St. Gallen?

Maturitätsquote Zürich

Zürich liegt bei der gymnasialen Quote auf Rang 10 von 26, einen Prozentpunkt unter dem Schweizer Mittel. Die Berufsmaturitätsquote ist mit 18,9 % deutlich höher als der Schweizer Wert von 15,5 %. Auffällig tief ist die Fachmaturitätsquote, die zweittiefste aller Kantone nach Nidwalden. Die Maturitätsquote total liegt mit 42,4 % fast gleich hoch wie schweizweit (42,9 %).

Die Bezirke unterscheiden sich stark. Der BFS-Datensatz enthält dieselben Quoten auch pro Bezirk:

BezirkGymnasiale MaturitätBerufsmaturitätTotal
Meilen44,0 %18,1 %63,6 %
Zürich27,4 %15,1 %44,3 %
Horgen26,1 %19,6 %47,5 %
Uster22,4 %19,5 %43,1 %
Affoltern21,1 %22,8 %45,7 %
Winterthur19,5 %21,0 %41,6 %
Pfäffikon16,2 %22,8 %40,2 %
Dietikon15,0 %16,1 %32,0 %
Hinwil14,8 %19,5 %35,3 %
Bülach14,5 %19,8 %35,1 %
Dielsdorf12,1 %19,2 %32,1 %
Andelfingenkeine Angabe25,3 %46,6 %
Kanton Zürich22,2 %18,9 %42,4 %
Schweiz23,2 %15,5 %42,9 %

Wohnbezirk beim Austritt aus der obligatorischen Schule, Mittel 2022–2024. „Keine Angabe“: kleine Fallzahl. Quelle: BFS, Datensatz ds-x-15.03.02.18.

Im Bezirk Meilen ist die gymnasiale Quote 3,6-mal so hoch wie im Bezirk Dielsdorf, der Abstand ist also grösser als zwischen Genf und Uri. In den Bezirken mit tiefer gymnasialer Quote liegt die Berufsmaturitätsquote meist über dem Kantonswert.

Für die eigene Gemeinde gibt es eine Zürcher Maturitätsquote pro Gemeinde. Sie wird anders berechnet (Maturitätszeugnisse der letzten vier Jahre geteilt durch die 19-Jährigen) und lässt sich nicht mit den BFS-Werten in diesem Artikel vergleichen. Die Werte aller Gemeinden stehen im Datensatz des Kantons (CSV). Tiefe Werte in Grenzgemeinden sind laut Kanton teilweise ein Messeffekt: Wer in Schaffhausen oder Zug ins Gymnasium geht, fehlt in der Zürcher Statistik.

Maturitätsquote St. Gallen

St. Gallen liegt bei der gymnasialen Quote auf Rang 22 von 26. Auch die Berufsmaturitätsquote und die Maturitätsquote total liegen unter dem Schweizer Mittel. Pro Jahr erwerben im Mittel 806 St. Galler Jugendliche eine gymnasiale Maturität.

Die Maturitätstabelle des Amts für Daten und Statistik St. Gallen (PDF) zeigt pro Wahlkreis nur die Maturitätsquote total. Die gymnasiale Quote und die Berufsmaturitätsquote pro Wahlkreis stehen im BFS-Datensatz:

WahlkreisGymnasiale MaturitätBerufsmaturitätTotal
St. Gallen19,2 %14,0 %36,2 %
Sarganserland18,0 %keine Angabe33,2 %
See-Gaster17,9 %20,2 %40,9 %
Rorschach17,6 %keine Angabe34,7 %
Wil15,3 %15,7 %33,9 %
Rheintal14,3 %14,7 %31,4 %
Werdenbergkeine Angabekeine Angabe30,4 %
Toggenburgkeine Angabekeine Angabe24,9 %
Kanton St. Gallen16,2 %14,9 %33,8 %
Schweiz23,2 %15,5 %42,9 %

Mittel 2022–2024. „Keine Angabe“: kleine Fallzahl. Quelle: BFS, Datensatz ds-x-15.03.02.18.

Selbst der Wahlkreis St. Gallen mit der höchsten gymnasialen Quote (19,2 %) liegt unter dem Schweizer Mittel. See-Gaster erreicht die höchste Maturitätsquote total vor allem über die Berufsmaturität.

Was die Zahlen bedeuten und was nicht

Warum ist die Quote in St. Gallen und der Ostschweiz tief?

Die Maturitätstabelle des Kantons St. Gallen nennt neben der persönlichen Eignung weitere Gründe: das wirtschaftliche und soziokulturelle Umfeld, die Erreichbarkeit der Gymnasien und das Angebot an Alternativen wie attraktiven Lehrstellen. Die Unterschiede bestehen auch innerhalb des Kantons: Die Maturitätsquote total reicht je nach Wahlkreis von 24,9 % bis 40,9 %.

Dazu kommt das Aufnahmeverfahren, das sich von Kanton zu Kanton stark unterscheidet. Laut Bildungsbericht 2026 (S. 158) entscheiden in einigen Kantonen allein die Noten, in anderen Noten und eine Aufnahmeprüfung, in drei Kantonen ausschliesslich eine Prüfung; in einem Viertel der Kantone zählt die Empfehlung der Lehrperson mit.

Auch der Zeitpunkt unterscheidet sich: Ein Langgymnasium direkt nach der Primarschule gibt es nur in zehn Deutschschweizer Kantonen, darunter St. Gallen und Zürich. Alle übrigen Kantone, auch jene in der Westschweiz und im Tessin, kennen nur das Kurzgymnasium.

Zudem selektionieren die Kantone unterschiedlich stark. Wo viele Jugendliche ins Gymnasium übertreten, werden laut Bericht (S. 164) eher auch Schülerinnen und Schüler mit vergleichsweise schwachen Leistungen aufgenommen.

Luzern hat einen Zielwert für die Quote

Ein Kanton kann sich für seine Quote auch ein Ziel setzen: Luzern will laut LUSTAT-Monitoring gymnasiale Maturität die gymnasiale Quote stabil bei 19,5 % halten, mit einer Toleranz von 3 Prozentpunkten nach oben und unten. Die Luzerner Quote liegt mit 19,3 % im Zielbereich.

Mehr Gymnasium bringt nicht messbar mehr Chancengleichheit

Laut Bildungsbericht 2026 (S. 208 f.) hängt die soziale Ungleichheit beim Hochschulzugang im Kantonsvergleich nicht statistisch signifikant mit der Höhe der gymnasialen Quote zusammen. Die Erklärung der Autoren: Bei einer höheren Quote gehen nicht nur mehr Kinder aus benachteiligten Familien ans Gymnasium, sondern auch mehr Kinder von Akademikereltern.

Was das für Ihr Kind heisst

Hat mein Kind in einem Kanton mit tiefer Quote schlechtere Chancen auf ein Studium?

Die Quote selbst entscheidet nicht über Ihr Kind. Für Ihr Kind zählt, ob es das Aufnahmeverfahren seines Wohnkantons besteht. Im Kanton St. Gallen entscheidet dabei eine feste Grenze: Wer die Notensumme von 34 erreicht, hat die Aufnahmeprüfung bestanden (Factsheet des Amts für Mittelschulen, Stand November 2025).

Die meisten gymnasialen Maturitäten sind kantonal, sie sind aber in der ganzen Schweiz anerkannt (Bildungsbericht 2026, S. 156). Wer eine gymnasiale Maturität hat, kann die Universität frei wählen und hat prüfungsfreien Zugang zu fast allen Studiengängen; Ausnahmen gibt es etwa in Medizin und Sport.

Im Kantonsvergleich zeigt sich allerdings ein Zusammenhang: Laut Bildungsbericht 2026 (S. 191) schliessen in Kantonen mit hoher Maturitätsquote tendenziell mehr Jugendliche eine Hochschule ab, jedoch mit grosser Varianz. Von zehn Jugendlichen, die 2012 fünfzehn Jahre alt waren, erwarben:

KantonMaturitätHochschulabschluss
Tessin63,5
Bernnicht einmal 4gut 2

Gezählt sind alle Maturitätstypen. Für St. Gallen und Zürich nennt der Bericht keine Zahlen.

Nicht nur das Gymnasium führt an die Universität: Wer mit Berufs- oder Fachmaturität die Ergänzungsprüfung Passerelle besteht, hat einen Abschluss, der der gymnasialen Maturität gleichgestellt ist, und damit Zugang zu Universitäten und pädagogischen Hochschulen. Zudem hatten 2022 laut Bildungsbericht (S. 191) mehr als 50 % der 25- bis 34-Jährigen in der Schweiz einen Abschluss einer Hochschule oder der höheren Berufsbildung; rund ein Drittel dieser Abschlüsse stammt aus der höheren Berufsbildung.

Aufnahme ins Gymnasium in St. Gallen und Zürich

Kanton St. Gallen, aus der Oberstufe: Der übliche Weg ins Gymnasium führt über die Aufnahmeprüfung während der 2. oder 3. Oberstufe. Seit Frühling 2026 gilt:

  • Vier Vornoten aus dem Januarzeugnis: Deutsch, Fremdsprachen (Mittel aus Französisch und Englisch), Mathematik sowie Natur, Mensch, Gemeinschaft.
  • Vier Prüfungsnoten: Deutsch, Französisch, Mathematik I und Mathematik II.
  • Bestanden hat, wer mit allen acht Noten zusammen mindestens 34 Punkte erreicht, also durchschnittlich 4,25 pro Note.
  • Mündliche Prüfungen gibt es nicht mehr.

Kanton St. Gallen, nach der 6. Klasse: Die Kantonsschule am Burggraben in St. Gallen führt ein Untergymnasium (Informationsseite der Schule zum Untergymnasium). Es ist ein freiwilliges Angebot der kantonalen Begabtenförderung mit zwei Klassen pro Jahrgang und umfasst das 7. und 8. Schuljahr; danach geht es ohne Prüfung in die Maturitätslehrgänge.

Aufgenommen werden nur Kinder aus dem Kanton St. Gallen. Laut Schule kommen sie vor allem aus der Stadt und den umliegenden Gemeinden. Geprüft werden laut Aufnahmeseite des Untergymnasiums Deutsch und Mathematik mit dem Stoff der Mittelstufe; eine feste Notensumme nennt die Schule nicht, die Noten sind aber „ein wichtiger Anhaltspunkt“. Nach dem Eintritt gilt eine Probezeit von einem Semester.

Kanton Zürich: Wer ein Gymnasium besuchen will, muss laut Seite der Zürcher Bildungsdirektion zum Gymnasium die Zentrale Aufnahmeprüfung (ZAP) bestehen, entweder nach der 6. Klasse fürs Langgymnasium oder nach der 2. oder 3. Sek fürs Kurzgymnasium. Die Prüfung findet einmal pro Jahr Anfang März statt. Im Schuljahr 2025/26 wurden laut Medienmitteilung der Bildungsdirektion vom 12. Mai 2026 48,2 % der Aufnahmeprüfungen für ein Gymnasium bestanden, Lang- und Kurzgymnasium zusammen; in den zwei Vorjahren waren es 47,6 % und 47,5 %.

Wie sich die Bestehensquoten der Gymiprüfung nach Region unterscheiden, zeigt unser Artikel zu den Quoten der Gymiprüfung 2025. Was sich an Vornoten und Prüfungsinhalten geändert hat, erklärt unser Überblick zu den Änderungen der Gymiprüfung seit 2023; Termine und Vorbereitung stehen im Artikel zur Gymiprüfung 2026.

Wie wir gerechnet haben

Stand: September 2026. Alle Werte der Tabellen stammen unverändert aus dem BFS-Datensatz ds-x-15.03.02.18, der hinter der interaktiven BFS-Karte „Maturität, 2023“ liegt.

  • Was gemessen wird: Das BFS misst die Nettoquote bis 25; gezählt werden Maturitäten, die in der Schweiz erworben wurden. Wer zuerst eine Lehre (EFZ) oder die FMS abschliesst und danach die Maturität macht, zählt ebenfalls.
  • Dreijahresmittel: Der Wert „2023“ ist der Durchschnitt der Jahre 2022, 2023 und 2024. Das glättet Schwankungen.
  • Wohnort, nicht Schulort: Gezählt wird der Kanton und Bezirk, in dem die Jugendlichen am Ende der obligatorischen Schule wohnten. Wer zum Beispiel in Schwyz wohnt und in Zug ins Gymnasium geht, zählt für Schwyz.
  • Bruch 2015: Vor 2015 rechnete das BFS mit einer anderen Methode (Bruttoquote). Ältere Zahlen sind nur eingeschränkt vergleichbar.
  • Vorergebnisse: Die aktuellen Werte sind Vorergebnisse und können laut BFS noch sehr leicht abweichen. Die nächste Aktualisierung (Zeitraum 2023–2025) ist laut BFS-Indikator Maturitätsquote für November 2026 geplant; wir führen die Tabellen dann nach.
  • Kleine Fallzahlen: Die Maturitätstabelle des Kantons St. Gallen markiert Quoten, die auf weniger als 200 Personen über drei Jahre beruhen, als unsicher, weil sie von Jahr zu Jahr spürbar variieren können. Das BFS nutzt dieselbe Schwelle für Bezirke und blendet deren Werte darunter aus. Für Kantone warnt es in der Karte nur allgemein, dass Quoten mit wenigen Personen ungenau sind, und markiert keinen Kanton einzeln.
  • Unsere Markierung: Wir haben die St. Galler Regel deshalb auf alle Kantone und alle vier Spalten der Haupttabelle angewandt (Fussnote ¹).

Häufige Fragen

Machen Mädchen häufiger eine Maturität als Knaben?

Ja. Laut BFS-Indikator Maturitätsquote erwerben von den Frauen 49,5 % eine Maturität (alle Typen), von den Männern 36,7 %. Bei der gymnasialen Maturität liegen die Frauen rund 9 Prozentpunkte vorne, bei der Berufsmaturität trennt die Geschlechter weniger als ein Prozentpunkt. Laut Bildungsbericht 2026 (S. 152) treten Frauen auch bei vergleichbaren Leistungen häufiger ins Gymnasium ein.

Wie viele Jugendliche machen pro Jahr eine Maturität?

Im Mittel der Jahre 2022–2024 waren es laut BFS-Datensatz ds-x-15.03.02.18 pro Jahr 34'633 Jugendliche, das entspricht der Maturitätsquote total von 42,9 %. So verteilen sie sich:

AbschlussPersonen pro Jahr
Gymnasiale Maturität18'722
Berufsmaturität12'526
Fachmaturität3'384
Wie viele brechen das Gymnasium ab?

Laut Bildungsbericht 2026 (S. 165) schliessen 10 % der Jugendlichen, die ins Gymnasium eintreten, es nicht ab: 9 % der Schülerinnen und 11,5 % der Schüler. Über die Hälfte dieser Abbrüche findet bereits im ersten Jahr statt.

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