Erfahren Sie hier die wichtigsten Änderungen der zentralen Aufnahmeprüfungen (ZAP) ab dem Jahr 2023 für das Kurzzeitgymnasium (ab 2./3. Sek) und das Langzeitgymnasium (ab 6. Klasse) im Kanton Zürich.
Hintergrundinformationen
Seit Juni 2021 ist es endgültig bekannt, dass das neue Prüfungsreglement erstmals ab der Gymiprüfung 2023 wirksam wird. Der Regierungsrat hat ein neues Aufnahmereglement beschlossen, das den Übertritt in das Kurzzeit- und Langzeitgymnasium betrifft. Die bevorstehende zentrale Aufnahmeprüfung im März 2023 wird erstmals von diesen Änderungen betroffen sein. Hier finden Sie alle relevanten Informationen zu den Regelungen für die zentralen Aufnahmeprüfungen ab 2023.
Wichtige Änderungen für die Gymiprüfungen ab 2023 im Überblick
Langzeitgymnasium (ab 6. Klasse)
Der Übertritt vom 6. Schuljahr ins Langzeitgymnasium wird tendenziell erschwert. Dies liegt daran, dass in den letzten Jahren die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die das Gymnasium besuchen möchten, stetig zugenommen hat. Gemäß dem neuen Reglement muss ein Durchschnitt von mindestens 4,75 zwischen den Vornoten (Deutsch und Mathematik im Zwischenzeugnis Januar/Februar) und der Prüfungsnote (Deutsch: Sprachbetrachtung & Aufsatz sowie Mathematik) erreicht werden. Aktuell (bis einschließlich Gymiprüfung 2022) liegt der erforderliche Durchschnitt bei mindestens 4,5.
Für Schülerinnen und Schüler aus Privatschulen zählt weiterhin nur der Durchschnitt der Prüfungsnote und keine Vornoten. Allerdings muss nun eine Mindestnote von 4,5 anstelle von 4,0 erreicht werden.
Kurzzeitgymnasium (ab 2./3. Sek)
Im Rahmen des neuen Aufnahmereglements entfällt die Französischprüfung für die Gymiprüfung am Kurzzeitgymnasium. Somit setzt sich der Prüfungsschnitt nur noch aus den Fächern Deutsch (Aufsatz & Sprachbetrachtung) und Mathematik zusammen.
Die schulischen Vornoten aus dem Februarzeugnis werden nun genauso gewichtet wie bei der Aufnahmeprüfung für das Langzeitgymnasium: 50% Vornote und 50% Prüfungsnote. Dabei werden die folgenden Fächer gleichwertig berücksichtigt und bilden zusammen eine Gesamtvornote: Deutsch, Mathematik, Französisch, Englisch sowie Natur & Technik (Physik, Biologie und Chemie).
Schülerinnen und Schüler aus Privatschulen werden nach wie vor nicht anhand von Vornoten bewertet, sondern ausschließlich anhand der Prüfungsnote. Für diese Schülergruppe gilt jedoch eine erhöhte Mindestnote von 4,5 anstelle von 4,0.
Die Anforderungen werden grundsätzlich erschwert
Die Anforderungen für einen erfolgreichen Übertritt zum Kurzzeitgymnasium werden grundsätzlich erschwert. Es ist nun erforderlich, einen Mindestschnitt von 4,75 aus Vornote und Prüfungsnote zu erreichen. Schülerinnen und Schüler, bei denen die Vornoten nicht berücksichtigt werden (z. B. Privatschulen), müssen nun eine Prüfungsnote von 4,5 erreichen, im Vergleich zu vorherigen 4,0. Mündliche Prüfungen werden nicht mehr abgehalten (früher hatten Schülerinnen und Schüler mit einer Prüfungsnote zwischen 3,75 und 4,0 die Möglichkeit zu einer mündlichen Prüfung).
Abschließend lässt sich festhalten, dass die Anforderungen für einen erfolgreichen Übertritt ins Langzeit- oder Kurzzeitgymnasium im Vergleich zu den Vorjahren erhöht wurden. Daher gewinnt eine umfassende Vorbereitung auf die Gymiprüfungen an zunehmender Bedeutung.
Zusammenfassung
Ab dem Jahr 2023 treten im Kanton Zürich wichtige Änderungen bei den Gymiprüfungen in Kraft. Für das Langzeitgymnasium ab der 6. Klasse wird der Übertritt erschwert, da ein höherer Durchschnitt aus Vornoten und Prüfungsnote von mindestens 4,75 erforderlich ist. Privatschüler müssen eine Prüfungsnote von mindestens 4,5 erreichen. Beim Kurzzeitgymnasium entfällt die Französischprüfung, und der Prüfungsschnitt setzt sich aus Deutsch und Mathematik zusammen. Die Vornoten aus dem Februarzeugnis werden zu 50% gewichtet. Auch hier werden die Anforderungen für einen erfolgreichen Übertritt erhöht, mit einem Mindestschnitt von 4,75 aus Vornote und Prüfungsnote. Privatschüler benötigen eine Prüfungsnote von 4,5. Mündliche Prüfungen werden nicht mehr durchgeführt. Es ist wichtig, sich umfassend auf die Gymiprüfungen vorzubereiten, da die Anforderungen gestiegen sind. Weitere Details finden Sie im vollständigen Aufnahmereglement.
Weiterführende Links
Für weitere Informationen und Ressourcen zum Thema, können Sie die folgenden Links besuchen:
- Die gesamten Änderungen des Aufnahmereglements
- IN$IDE PARADEPLATZ: Gymiprüfung 2023 wird schwierig
- NZZ: Gymiprüfung in Zürich: Quote statt Leistung?
Wir hoffen, dass dieser Beitrag Ihnen hilfreiche Einblicke und Ressourcen bietet, um Ihr Kind auf seiner schulischen Laufbahn bestmöglich zu unterstützen. Viel Glück!