Sprechen und Vortragen
Im Fach Deutsch zählt nicht nur das Schreiben: Du lernst auch, vor der Klasse frei und deutlich zu sprechen. Hier findest du, wann du Mundart und wann Standardsprache brauchst, wie du ein Buch vorstellst und wie du einen Vortrag aufbaust.
Themen
3.–6. Klasse
Das Wichtigste in Kürze
Gut sprechen kann man üben wie Rechnen. Vor jedem Auftritt fragst du dich: Wer hört mir zu, und was sollen die Zuhörer am Schluss wissen? Dann wählst du die passende Sprache, baust deinen Beitrag klar auf und übst ihn laut.
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Mundart oder Standardsprache?
Auf dem Pausenplatz und zu Hause sprichst du meist Mundart, also Schweizerdeutsch. Im Unterricht, bei einem Vortrag und beim Schreiben brauchst du die Standardsprache, die man auch Hochdeutsch nennt. Mit ihr verstehen dich alle, auch Leute aus Deutschland oder Österreich. Wörter wie Velo oder Trottoir sind Schweizer Wörter der Standardsprache, sogenannte Helvetismen: Du darfst sie auch im Aufsatz brauchen.
Einleitung, Hauptteil, Schluss
- Einleitung: Du sagst, worüber du sprichst, und weckst die Neugier, zum Beispiel mit einer Frage oder einem Bild.
- Hauptteil: Du erklärst das Wichtigste in einer klaren Reihenfolge, ein Gedanke nach dem anderen.
- Schluss: Du fasst kurz zusammen, sagst deine Meinung und lädst zu Fragen ein.
Frei sprechen statt ablesen
Schreib auf Stichwortkarten nur Stichworte, keine ganzen Sätze. Sprich langsam und laut genug, mach Pausen und schau die Zuhörer an. Ein Bild, ein Gegenstand oder eine Folie hilft, wenn sie zeigen, was du gerade sagst. Übe den Vortrag vorher zwei- oder dreimal laut, am besten vor jemandem aus der Familie.
Ein Buch vorstellen
Bei der Buchvorstellung nennst du Titel, Autorin oder Autor und worum es geht. Du stellst die wichtigsten Figuren vor, verrätst aber das Ende nicht. Eine kurze, gut geübte Leseprobe macht Lust aufs Buch. Zum Schluss sagst du, wie dir das Buch gefallen hat und warum.