Aufgabe A1: Aussagen zum Text prüfen
13 Punkte
Kreuze die richtigen Aussagen an!
- a) Es starben bereits zwei Menschen, weil Gaffer auf Dächern stehende, selbstmordgefährdete Personen zum Springen angespornt haben.
- b) Rufer tragen keine Verantwortung am Tod des 17-jährigen Jungen aus England.
- c) Unter „Mob-Mentalität“ ist in diesem Text die Bereitschaft sittenwidrigen Verhaltens in einer Gruppe zu verstehen.
- d) Zwanghaftes Filmen und Fotografieren sollte auch strafbar sein, so der Autor.
- e) Der Vorfall in Baden-Baden ist glücklicherweise ein Einzelfall.
- f) Entsetzen ist heutzutage ein Gefühl, das man gerne erlebt.
- g) Erwachsensein bedeutet, seinen Schmerz zu verbergen.
- h) Viele Jugendliche sind der Meinung, Erwachsensein sei mit Strenge und Hartherzigkeit gleichzusetzen.
- i) In der Schweiz könnten Rufer wie diejenigen in England bestraft werden, in England nicht.
- j) Der Autor nimmt an, dass der baden-württembergische Justizminister „Spring doch!“-Rufer in naher Zukunft verurteilen kann.
- k) Der Autor des Textes macht den Facebook-Chef Mark Zuckerberg indirekt mitverantwortlich für die Vorfälle in Baden-Baden und Derby.
- l) Der Zeitungsartikel ist ein Interview.
- m) Der Text bietet keine Lösung für das thematisierte Problem an.
Lösung
Ergebnis: Richtig: c, f, h, i, k. Falsch: a, b, d, e, g, j, l, m.
- a) falsch: Belegt ist nur der Tod des Jungen in Derby. Über den Mann in Baden-Baden ist laut Text „weiter nichts bekannt“ (Z. 3).
- b) falsch: Eine Untersuchung hält die Rufer für „zumindest teilweise verantwortlich“ (Z. 16–17).
- c) richtig: Wer allein für sein Tun geradestehen müsste, würde sich weniger hässlich benehmen (Z. 32–33). In der Gruppe sinkt also die Hemmung.
- d) falsch: Der Autor beschreibt das zwanghafte Filmen (Z. 25–28), fordert aber keine Strafe dafür.
- e) falsch: Solche Berichte „mehren sich“ (Z. 10–11), Derby ist ein weiteres Beispiel.
- f) richtig: Mit Susan Sontag: „der Schock selbst“ ist ein Konsumerlebnis geworden (Z. 22–23).
- g) falsch: Der Text sagt, Jugendliche verwechseln Reife mit Härte (Z. 38). Das ist eine falsche Vorstellung, keine Definition von Erwachsensein.
- h) richtig: Teenager geben sich spöttisch und kalt, um erwachsen zu wirken (Z. 36–38).
- i) richtig: In Derby gelten Zurufe als freie Meinungsäusserung (Z. 48–49). In der Schweiz kann die Verleitung zum Selbstmord aus selbstsüchtigen Beweggründen bestraft werden (Z. 53–54).
- j) falsch: Der Autor meint: „Er wird kaum Glück haben“ (Z. 52).
- k) richtig: Zuckerberg verlangte „persönliche, emotionale, rohe Videos“ – „Er hat sie bekommen“ (Z. 42–44).
- l) falsch: Es ist ein Zeitungsartikel (Kommentar), kein Gespräch mit Fragen und Antworten.
- m) falsch: Am Schluss nennt der Autor eine Lösung: helfen, Gaffer ächten, Mitgefühl zeigen (Z. 54–56).