Aufgabe 1: Fragen zur Mundharmonika-Geschichte
10 Punkte
Beantworte die Fragen zum Text möglichst genau. Schreibe leserlich. (10 Punkte)
Weshalb geht die Familie am Sonntag ins Zirkuszelt?
Lösung
Ergebnis: Die Schwester will zur Musik (oder: Sie haben das Zelt entdeckt).
- Lies Z. 4–7: Die Schwester sagt „Ich will aber zur Musik.“ Die Familie folgt ihrem Wunsch, geht der Musik nach und entdeckt dabei das Zelt.
- Richtig ist also: Die Schwester will zur Musik. Auch „Sie haben das Zelt entdeckt“ gilt als richtig.
Was wird in diesem Satz mit den beiden Wörtern „mit“ und „auf“ genau ausgedrückt: Der Clown spielt zuerst mit der Harmonika, bevor er auf ihr spielt?
mit:
auf:
Lösung
Ergebnis: mit: Unterhaltung, Clownnummer, will ohne Musik Spannung schaffen. auf: Er macht Musik, benützt die Harmonika als klingendes Instrument.
- mit der Harmonika spielen = sie als Spielzeug benutzen: Der Clown macht seine Nummer (versteckt sie, verschluckt sie) und baut so Spannung auf, ganz ohne Musik.
- auf der Harmonika spielen = Musik machen: Er benützt sie als klingendes Instrument.
- Für jede der beiden Erklärungen gibt es einen Punkt.
Warum rührt der Clown den Bauch wie eine Tänzerin?
Lösung
Ergebnis: Weil er die Harmonika scheinbar verschluckt hat; er täuscht vor, mit dem Bauch zu spielen.
- Der Clown hat die Harmonika (scheinbar) verschluckt, sie liegt nun „im Magen“ (Z. 25–26).
- Er will trotzdem musizieren (Z. 27). Darum bewegt er den Bauch und tut so, als würde er mit dem Bauch spielen.
Wie hat – gemäss der Meinung des Vaters – der Clown gemogelt?
Lösung
Ergebnis: Er hatte die Harmonika stets im Mund, also nie verschluckt; er täuschte nur vor, mit dem Bauch oder im Bauch zu spielen.
- Z. 35–38: Der Vater meint, der Clown habe die Mundharmonika immer zwischen den Lippen gehabt und das Publikum mit seinen Faxen nur abgelenkt.
- Er hat sie also nie verschluckt, sondern nur so getan, als spiele er im Bauch.
Worüber ärgert sich der Erzähler nach dem Kauf? Nenne zwei Gründe.
Lösung
Ergebnis: 1. Das Instrument lässt sich nicht spielen (nur schrille Töne). 2. Er darf sie niemandem zeigen.
- Z. 68–72: Er bringt nur schrille Töne zustande, keinen schönen Klang.
- Z. 74–77: Er muss die Mundharmonika verstecken, kann damit nicht aufschneiden und sie nicht einmal der Schwester zeigen.
- Je ein Punkt pro Grund.
Warum kann die Mutter ausschliessen, dass ein Einbrecher das Geld gestohlen hat?
Lösung
Ergebnis: Weil nur eine Mark genommen wurde; ein Einbrecher hätte alles Geld gestohlen. (Oder: Die Mutter hat gemerkt, dass später 20 Pfennig zurückgebracht wurden.)
- Es fehlt nur eine Mark (der Erzähler hat 1.20 genommen und 20 Pfennig zurückgelegt, Z. 59 und 66–67).
- Ein Einbrecher hätte alles Geld aus der Schublade mitgenommen.
- Auch richtig: Die Mutter hat bemerkt, dass später 20 Pfennig zurückgebracht wurden; das tut kein Einbrecher.
Wie straft der Vater den Ich-Erzähler?
Lösung
Ergebnis: Er ignoriert den Sohn; Nichtbeachtung, er behandelt ihn wie Luft.
- Z. 83–88: Der Vater „nimmt mich nicht zur Kenntnis“, der Sohn ist „für ihn Luft“, er „sieht mich nicht“.
- Die Strafe ist also Nichtbeachtung: Der Vater ignoriert ihn.
Warum hat der Ich-Erzähler sich in seinem Traum wohl gerade in eine Maus verwandelt?
Lösung
Ergebnis: Er ist klein, kann sich im Loch verstecken und tarnen; er sieht sich ebenso gefährdet, betrachtet sich als „Hausschädling“.
- Eine Maus ist klein und kann sich in einem Loch verstecken (Z. 95–97): So kann er der Familie entkommen.
- Gleichzeitig ist eine Maus gefährdet und gilt als Schädling im Haus. So sieht er sich nach dem Diebstahl selbst, und der Vater tritt das Loch zu (Z. 100–101).
- Eine dieser Begründungen genügt.