Aufgabe 1: Fragen zum Text
10 Punkte
Beantworte die folgenden Fragen. (10 Punkte)
In welcher Beziehung steht der Verursacher des Unglücks zur Familie?
Lösung
Ergebnis: Er ist ein Schulfreund (des Vaters).
In Zeile 30–31 steht: „Du trautest dem Schulfreunde, als er dich um deine Bürgschaft … bat“. Der Betrüger ist also ein Schulfreund des Vaters.
Welche beiden Eigenschaften des Vaters, die zum Ruin der Familie führen, werden in der Geschichte erwähnt?
Lösung
Ergebnis: Zwei von: Güte, Wohlwollen, Vertrauen
Lies Zeile 29–33: „Deine Güte, dein Wohlwollen hat uns so weit gebracht. Du trautest dem Schulfreunde …“
- Mögliche Eigenschaften: Güte, Wohlwollen, Vertrauen (er vertraute dem Schulfreund).
- Du musst zwei davon nennen.
Was bedeutet der fett geschriebene Ausdruck in den Zeilen 24–26: „die schönen Felder, die sie (die Eltern) ein ganzes Menschenleben lang mit ihrem Schweisse gedüngt … hatten“?
Lösung
Ergebnis: Die Eltern mussten hart arbeiten (damit die Felder einen Ertrag brachten).
„Schweiss“ steht hier für harte körperliche Arbeit, „düngen“ für das Fruchtbarmachen des Bodens. Gemeint ist also: Die Eltern haben ihr Leben lang hart auf den Feldern gearbeitet, damit diese etwas hergaben.
Wie verhalten sich die Bank bzw. die Bankangestellten der Familie gegenüber? Notiere zwei unterschiedliche Punkte.
a)
b)
Lösung
Ergebnis: a) gerecht / juristisch korrekt / ohne Erbarmen (sie nehmen der Familie das Haus weg); b) (menschlich) verständnisvoll und freundlich
Lies Zeile 33–37:
- „Die Bank, die kannte ja kein Erbarmen“ → die Bank handelt streng und juristisch korrekt, sie nimmt der Familie das Haus weg.
- „Die Herren dort waren gut und freundlich gegen den Vater gewesen“ → die Angestellten sind menschlich freundlich und verständnisvoll.
Die zwei Punkte müssen sich unterscheiden: „gut“ und „freundlich“ allein sind fast dasselbe.
Auf den Zeilen 47–49 findet sich der folgende Satz: „Aber es war ja alles nach dem Buchstaben des Gesetzes gegangen, er durfte sich nicht einmal beklagen.“ Was sagt dieser Satz aus über den Vater und den Mann, für den der Vater gebürgt hat?
Lösung
Ergebnis: Vater: selbst schuld (Selbstverschulden). Mann: juristisch unschuldig.
Wichtig ist der Gegensatz der beiden:
- Vater: Er hat freiwillig gebürgt, also ist er rechtlich selbst schuld und kann sich nicht beklagen.
- Schulfreund: Er hat nichts Verbotenes getan, juristisch ist er unschuldig (auch wenn er moralisch ein Betrüger ist).
Warum kann der junge Mann seinen Vater und seine Mutter ohne allzu schlechtes Gewissen zurücklassen?
Vater:
Mutter:
Lösung
Ergebnis: Vater: hat noch eine Arbeit (als Taglöhner). Mutter: wird von Verwandten unterstützt.
Lies Zeile 92–94: „Der gute Vater musste in seinen alten Tagen als Taglöhner arbeiten, und die Mutter ass bei gutmütigen Verwandten das Bettelbrot!“
- Vater: Er hat noch eine Arbeit (als Taglöhner).
- Mutter: Sie wird von Verwandten unterstützt.
Was – ausser einer grossen Wut – fühlt der Auswanderer, wenn ihm bewusst wird, dass er möglicherweise für immer wegzieht?
Lösung
Ergebnis: Die Grösse des Verlusts / Heimatliebe / Heimatlosigkeit
Lies Zeile 86–91: „Erst jetzt fühlte er die ganze Grösse des Verlustes, er spürte, dass er mit allen Fasern an der Heimat hing.“
Ein Begriff genügt: Grösse des Verlusts, Heimatliebe oder Heimatlosigkeit. „Heimweh“ passt nicht, denn er ist ja noch gar nicht weg.