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Gymiprüfung 2013 Aufsatz Kurzgymnasium

Die 4 Aufsatzthemen der Zentralen Aufnahmeprüfung (ZAP) 2013 fürs Kurzgymnasium im Kanton Zürich, im Wortlaut der Prüfung. Ein Thema wählen und schreiben, wie an der Prüfung.

Vier Themen zur Wahl: eine Geschichte, die alle Beteiligten glücklich macht, ein Werbetext für die Schweiz, eine Erörterung zum gemeinsamen Sorgerecht und eine Stellungnahme zu einem Interview über elektronische Kommunikation.

Die Handelsmittelschule (HMS) Zürich verwendet dieselbe Prüfung: Das ist auch eine alte HMS-Aufnahmeprüfung.

Quelle: Kanton Zürich, Archiv der früheren ZAP-Website. Original: Aufsatzthemen (PDF).

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Wähle eines der 4 Themen und schreibe deinen Text von Hand, in 90 Minuten wie an der Prüfung. Beim Planen hilft dir Fox.

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Kanton Zürich · Zentrale Aufnahmeprüfung 2013Kurzgymnasium · 2./3. Sek

Aufsatz

90 Minuten · 4 Themen

  • Wähle eines der vier Themen aus, und verfasse dazu einen Text.
  • Du hast dafür 90 Minuten Zeit.
  • Als Hilfsmittel darfst du ein Rechtschreibe-Wörterbuch benutzen.

Thema 1: Eine Bereicherung für alle Beteiligten

Erzähle eine Geschichte, in der alle Beteiligten aufgrund eines Ereignisses glücklich wurden. Sie kann erfunden oder selbst erlebt sein.

Thema 2: Werbetext für die Schweiz

Schreibe einen originellen Werbetext für die Schweiz. Suche dir dabei die Bereiche aus, die du an unserem Land besonders schätzt.

Thema 3: Gemeinsames Sorgerecht?

Nicht selten lassen sich Eltern scheiden. Bisher wurde das Sorgerecht dem Elternteil zugesprochen, bei dem das Kind dann auch lebte. Nun soll die Verantwortung für die Erziehung (= Sorgerecht) auf beide Elternteile übertragen werden. Welche Auswirkungen könnte das auf das Kind haben? Stelle Vor- und Nachteile dar, und formuliere am Schluss deine eigene Meinung.

Thema 4: Vor- und Nachteile elektronischer Kommunikation

Lies als Gedankenanstoss den vorliegenden Interview-Auszug und nimm Stellung zu Nina Pauers Aussagen, indem du eigene Erfahrungen einfliessen lässt.

Das Internet ist ein Zustand geworden

(Migrosmagazin, 1.10.2012, Nr. 40)

Bestsellerautorin Nina Pauer schreibt über Menschen, die vor lauter Facebook, Twitter und E-Mail das Leben verpassen. Für die Deutsche ist die heutige Kommunikation ein Fulltime-Job, der Stress verursacht.

Nina Pauer, können Sie spontan sagen, auf wie vielen Kommunikationskanälen Sie erreichbar sind?

Nein, da muss ich nachzählen, wie die meisten. Postadresse und Telefon, hinzu kommen Mailadressen und Accounts auf sozialen Netzwerken. Einige der Menschen, die ich befragt habe, kamen dabei auf insgesamt 14 Kommunikationskanäle. Bei mir sind es wohl ungefähr sieben.

Sind Sie auf Facebook und Twitter?

Beides. Als ich begann, das Buch zu schreiben, dachte ich mir: Wenn ich mich jetzt auch noch bei Twitter registriere, werde ich total bekloppt. Jetzt habe ich doch einen Account, weil ich ihn bei der Arbeit brauche.

Sie beschreiben das Problem von zu viel Kommunikation. Was ist so schlecht daran?

An Kommunikation an sich ist nichts schlecht. Glück bedeutet ja auch, sein Leben mit Menschen zu teilen, die man liebt. Dieser Austausch bedeutet Freude, Mitgefühl. So kommt man durchs Leben. Sich mitzuteilen, ist ein Urbedürfnis.

Und es macht süchtig.

Man könnte sagen, durch die unbegrenzten technischen Möglichkeiten ist da bei uns etwas freigesetzt worden. Was wir jetzt erleben, ist eine Perversion¹ von Dingen, die eigentlich ganz normal und gut sind: Freundschaft, Sich-Mitteilen. Alles schöne Sachen, aber man kann es auch übertreiben.

Wann hat der Exzess² begonnen?

Seit Computer und Smartphones keine Geräte, sondern richtige Welten geworden sind. Vor zwei Jahren hätte ich noch gesagt: Ich checke kurz meine E-Mails. Heute sage ich das nicht mehr. Ich bin ja immer in der virtuellen Welt. Das Internet ist ein Zustand geworden.

¹ Verkehrung ins Krankhafte ² Ausschweifung; etwas ins Masslose treiben