Halte zuerst fest, was der Zeitungsartikel über Hilfe und Hilfsbereitschaft aussagt, und setze dich im Weiteren persönlich mit dem Thema auseinander. Bringe auch eigene Erfahrungen ein und erläutere deine Meinung.
WER HÄLT AN?
Es war der vielleicht letzte laue Sommerabend, als ich mich entschloss, den in der Garage eingemotteten Fiat 500 wieder einmal hervorzuholen. Zum grossen Erstaunen funktionierte noch alles. Mit einem Knattern startete der ein halbes Jahrhundert alte Zweizylindermotor im Heck. Und schon war ich weg.
Ich freute mich an meinem alten Gefährt und schwelgte in Erinnerungen – so ein Cinquecento ist einfach nicht kleinzukriegen. In diesem Moment ging das Licht aus, dann verstummte der Motor. Die Kiste tat keinen Wank mehr, ausgerechnet nach einer langgezogenen Kurve. Hupend raste der erste Wagen vorbei, dann der zweite und der dritte. Der vierte Fahrer musste wegen eines entgegenkommenden Wagens voll auf die Bremsen steigen und zeigte mir den Vogel. Die Situation, es war längst stockdunkel, wurde ungemütlich. Mittlerweile stauten sich die Autos, und immer neue Wagen brausten heran. Endlich kamen zwei junge Typen daher und schoben mich samt Gefährt – voll krass – auf den Gehsteig, und die Strasse war wieder frei.
leicht überarbeitet; aus: NZZ Folio Hilfe. Von Rettern, Wohltätern und ihren Opfern. September 2013. Nr. 266. S. 1, Autor: Andreas Heller.