Literatur
Märchen, Fabeln, Sagen, Kurzgeschichten und Gedichte sind erfundene Texte mit eigenen Merkmalen. Hier lernst du, sie zu erkennen, Reime und Reimschemata zu bestimmen und herauszufinden, wer eine Geschichte erzählt.
Themen
3.–6. Klasse
Das Wichtigste in Kürze
Literatur sind Texte, die sich jemand ausgedacht hat: Geschichten, Gedichte und Theaterstücke. Jede Textsorte hat eigene Merkmale, an denen du sie erkennst. Wer die Merkmale kennt, versteht einen Text besser und kann selbst so schreiben.
Weiterlesen
Erzählen, dichten, spielen
Literarische Texte lassen sich in drei grosse Gruppen ordnen. Erzähltexte wie Märchen, Fabeln, Sagen und Kurzgeschichten erzählen eine Handlung. Gedichte bestehen aus Versen und Strophen, oft mit Reimen. Theaterstücke bestehen vor allem aus Gesprächen der Figuren, den Dialogen.
Woran du die Textsorte erkennst
- Märchen: beginnt oft mit «Es war einmal», es gibt Zauberei, gute und böse Figuren und meist ein gutes Ende.
- Fabel: Tiere sprechen und handeln wie Menschen. Am Schluss steht eine Lehre.
- Sage: spielt an einem echten Ort, etwa in den Bergen, und mischt Wahres mit Unheimlichem.
- Kurzgeschichte: kurz, aus dem Alltag, beginnt mitten im Geschehen und endet offen.
Wer erzählt?
Hinter jeder Geschichte steht ein Erzähler. Das ist nicht die Autorin oder der Autor, sondern eine Stimme im Text. Sagt der Erzähler «ich» und erlebt alles selbst, ist es eine Ich-Erzählung. Erzählt er über eine Figur («Lea rannte los»), ist es eine Er-/Sie-Erzählung.
Verse, Strophen, Reime
Ein Gedicht besteht aus Versen, das sind seine Zeilen. Mehrere Verse bilden eine Strophe. Klingen die Endwörter gleich (Haus, Maus), reimen sie sich. Das Reimschema zeigt mit Buchstaben, welche Verse sich reimen: aabb beim Paarreim, abab beim Kreuzreim, abba beim umarmenden Reim.