Die Erzählperspektive sagt, wer eine Geschichte erzählt und wie viel dieser Erzähler weiss. Hier unterscheidest du Ich- und Er-/Sie-Erzählung, erkennst Innen- und Aussensicht und beschreibst Figuren mit Belegen aus dem Text.
Die Erzählperspektive sagt, wer eine Geschichte erzählt und wie viel dieser Erzähler weiss. Zuerst bestimmst du die Erzählform: Ich oder Er/Sie. Dann prüfst du, wessen Gedanken du erfährst, und benennst den Erzähler.
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Ich-Erzählung oder Er-/Sie-Erzählung
In der erzählt eine Figur selbst, was sie erlebt: «Ich rannte zum Bus.» Der Erzähler ist Teil der Geschichte. Sagt er «wir», ist es auch eine Ich-Erzählung.
In der Er-/Sie-Erzählung erzählt jemand über eine Figur: «Lea rannte zum Bus.» Der Erzähler selbst kommt nicht vor.
MerkeSagt der Erzähler ausserhalb der wörtlichen Rede «ich», ist es eine Ich-Erzählung.
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Zwei Fallen bei der Erzählform
Ein «ich» in der wörtlichen Rede zählt nicht: «‹Ich komme mit›, sagte Nico.» Hier spricht Nico. Der Erzähler sagt «sagte Nico», also ist es eine Er-Erzählung.
Umgekehrt hat eine Ich-Erzählung oft viele «er» und «sie»: «Meine Schwester lachte. Sie fand mich komisch.» «Sie» ist eine andere Figur, erzählt wird trotzdem in der Ich-Form.
MerkeLass zuerst alles zwischen den weg, dann such das «ich».
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Innensicht und Aussensicht
Innensicht heisst: Du erfährst, was eine Figur denkt, fühlt oder sich wünscht. «Sara hatte Angst vor der Prüfung.»
Aussensicht heisst: Du erfährst nur, was man sehen und hören kann. «Sara legte den Stift hin und schaute aus dem Fenster.» Das könnte auch eine Kamera aufnehmen.
MerkeKönnte eine Kamera das filmen, ist es Aussensicht. Erfährst du Gedanken oder Gefühle, ist es Innensicht.
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Welcher Erzähler? Personal, auktorial, neutral
Das ist Stoff der Sek, in der 5. und 6. Klasse eine Knacknuss. Bei der Er-/Sie-Form fragst du: Wessen Gedanken erfährst du?
Personal: nur die Gedanken einer Figur, ohne Meinung des Erzählers.
Auktorial: Gedanken mehrerer Figuren, ein Blick voraus oder die Meinung des Erzählers.
Neutral: keine Gedanken, nur Aussensicht.
MerkeDer Ich-Erzähler ist selbst eine Figur und kennt nur seine eigenen Gedanken.
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Von der Er-/Sie-Form in die Ich-Form
Erzählst du eine Stelle aus Sicht der Figur, setzt du sie in die Ich-Form. Im bleibt das gleich: «sie rannte» wird «ich rannte».
Es ändern sich nur Name und (Lea, sie → ich), (ihre → meine) und «sich» (→ mich oder mir): «Lea setzte sich auf ihre Tasche.» → «Ich setzte mich auf meine Tasche.»
MerkeIm Präteritum bleibt das Verb gleich, nur die Wörter für die Figur ändern sich. Zurück in die Er-/Sie-Form geht es genauso.
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Figuren beschreiben
Eine Figurencharakterisierung beschreibt, wie eine Figur ist: Aussehen, Verhalten, Gefühle und wie sie zu anderen steht.
Direkt heisst: Der Text nennt die Eigenschaft («Mia war mutig»). Indirekt heisst: Du schliesst sie aus dem, was die Figur tut oder sagt. Zu jeder Eigenschaft nennst du eine Stelle als Beleg.
MerkeEigenschaft nennen, Stelle zeigen, kurz erklären.
Erzählperspektive und Figuren auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.
Häufige Fehler
✕«‹Ich habe Hunger›, rief Noah.» ist eine Ich-Erzählung.
✓Das «ich» steht in der wörtlichen Rede, dort spricht Noah. Der Erzähler sagt «rief Noah»: Das ist eine Er-Erzählung.
✕«Die Ich-Erzählerin ist die . Sie hat das alles selbst erlebt.»
✓Die Ich-Erzählerin ist eine erfundene Figur. Wer das Buch geschrieben hat, ist nicht dieselbe Person wie die Stimme, die erzählt.
✕«Ich erfahre, was Jonas denkt, also ist der Erzähler auktorial.»
✓Kennst du nur die Gedanken einer einzigen Figur, ist der Erzähler personal. Auktorial ist er erst, wenn er in eine zweite Figur hineinschaut, vorausblickt oder seine eigene Meinung sagt.
✕«Lea lief nach Hause.» in der Ich-Form: «Ich laufe nach Hause.»
✓Die bleibt gleich: «Ich lief nach Hause.» Im Präteritum ändert sich das Verb beim Umformen nicht.
Begriffe zum Nachschlagen
Erzähler
Die Stimme, die eine Geschichte erzählt. Sie ist erfunden und nicht dasselbe wie die Autorin oder der Autor.
Erzählperspektive
Von wo aus erzählt wird: wer erzählt und wie viel der Erzähler über die Figuren weiss.
Erzählform
Ich-Erzählung oder Er-/Sie-Erzählung, je nachdem, ob der Erzähler von sich selbst oder über eine Figur erzählt.
Innensicht
Der Text zeigt Gedanken, Gefühle oder Wünsche einer Figur.
Aussensicht
Der Text zeigt nur, was man von aussen sehen und hören kann, wie eine Kamera.
personaler Erzähler
Er-/Sie-Form, ganz nah an einer Figur: Du kennst nur ihre Gedanken, und der Erzähler sagt nicht seine eigene Meinung.
auktorialer Erzähler
Er steht über der Geschichte: Er kennt die Gedanken mehrerer Figuren, weiss, was später passiert, oder sagt seine eigene Meinung. Manche Bücher nennen ihn allwissend.
neutraler Erzähler
Er zeigt nur Handlungen und Gespräche, nie Gedanken oder Gefühle.
Figurencharakterisierung
Eine Beschreibung, wie eine Figur ist, mit Belegen aus dem Text.
Perspektivenwechsel
Dieselbe Szene wird aus der Sicht einer anderen Figur erzählt.
Zwei Ausschnitte: a) «Mein Grossvater stand schon auf dem Perron in Chur. Er winkte mit beiden Armen, als ich aus dem Zug stieg.» b) «‹Ich hole dich ab›, hatte der Grossvater am Telefon gesagt. Jetzt stand er auf dem Perron in Chur und winkte Nina zu.» Bestimme jeweils die Erzählform.
Lass in beiden Ausschnitten zuerst die weg, also alles zwischen den Anführungszeichen.
In a) sagt der Erzähler selbst «als ich aus dem Zug stieg» und «Mein Grossvater». «Er» ist der Grossvater, eine andere Figur.
In b) steht das «ich» nur in der wörtlichen Rede. Der Erzähler selbst sagt «der Grossvater», «er» und «Nina».
a) ist eine Ich-Erzählung, auch wenn darin «er» vorkommt. b) ist eine Er-/Sie-Erzählung, das «ich» gehört dem Grossvater.
Beispiel 2Eine Figur beschreiben
Ausschnitt: «Luca kam wie jeden Morgen als Letzter ins Schulzimmer. Er warf die Jacke über den Stuhl, grinste in die Runde und rief: ‹Hab ich was verpasst?› Als die neue Schülerin ihren Stift fallen liess, hob er ihn sofort auf.» Nenne zwei Eigenschaften von Luca und belege sie.
Sammle zuerst, was Luca tut und sagt. Nirgends steht direkt, wie er ist: Du musst die Eigenschaften indirekt erschliessen.
«Wie jeden Morgen als Letzter» und «grinste in die Runde» zeigen: Luca nimmt es locker und ist nicht schüchtern.
«Hob er ihn sofort auf» zeigt: Luca hilft, ohne lange zu überlegen, auch jemandem, den er noch nicht kennt.
Schreib jede Eigenschaft mit ihrem Beleg auf: Eigenschaft, Stelle, kurze Erklärung.
Zum Beispiel: Luca ist locker und selbstbewusst («grinste in die Runde», «Hab ich was verpasst?»). Er ist hilfsbereit («hob er ihn sofort auf»).
Beispiel 3Den Erzähler benennen (Sek)
Ausschnitt: «Mia stieg in Luzern in den Bus und setzte sich auf eine leere Bank. Sie war froh, dass niemand neben ihr sass. Der Busfahrer dachte, das Mädchen sehe heute ziemlich müde aus.» Welcher Erzähler erzählt hier?
Der Erzähler sagt «Mia» und «sie», ausserhalb jeder wörtlichen Rede kommt kein «ich» vor. Das ist eine Er-/Sie-Erzählung.
Satz 1 zeigt nur, was man sehen kann: Aussensicht. Satz 2 zeigt, was Mia fühlt («war froh»): Innensicht.
Satz 3 zeigt die Gedanken einer zweiten Figur, des Busfahrers. Der Erzähler schaut also in zwei Köpfe.
Ohne Satz 3 kenntest du nur Mias Gedanken. Dann wäre der Erzähler personal.
Ein auktorialer Erzähler: Er kennt die Gedanken von Mia und vom Busfahrer.
Beispiel 4Einen Satz in die Ich-Form setzen
Setze in die Ich-Form: «Sara packte ihre Badetasche und verabschiedete sich von ihrem Bruder. Am See zog sie sich schnell um.»
Name und Pronomen: «Sara» und «sie» werden zu «ich».
Begleiter: «ihre Badetasche» wird «meine Badetasche», «ihrem Bruder» wird «meinem Bruder». Die bleibt gleich.
«sich» wird «mich»: «verabschiedete mich», «zog ich mich um».
Die Verben «packte», «verabschiedete» und «zog» bleiben gleich. Im Präteritum heisst es bei «ich» und «sie» gleich.
«Ich packte meine Badetasche und verabschiedete mich von meinem Bruder. Am See zog ich mich schnell um.»
Jetzt du
3Übungen mit Lösungen
Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.
1
Ich-Erzählung oder Er-/Sie-Erzählung? «Ich schloss die Haustür ab und rannte zur Haltestelle.»
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Ergebnis: Ich-Erzählung
Der Erzähler sagt selbst «ich», und das «ich» steht nicht in einer wörtlichen Rede.
Er erzählt, was er selbst erlebt: Ich-Erzählung.
2
Ich-Erzählung oder Er-/Sie-Erzählung? «Elena band ihre Schuhe und lief los.»
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Ergebnis: Er-/Sie-Erzählung
Der Erzähler spricht über eine Figur und nennt sie «Elena».
Er selbst kommt nicht vor: Er-/Sie-Erzählung.
3
Innensicht oder Aussensicht? «Noah freute sich riesig auf die Schulreise.»
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Ergebnis: Innensicht
«freute sich» ist ein Gefühl.
Ein Gefühl sieht man nicht von aussen, du erfährst es nur durch den Erzähler: Innensicht.
4
Innensicht oder Aussensicht? «Der Hauswart schloss das Tor und ging ins Haus.»
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Ergebnis: Aussensicht
Der Satz zeigt nur zwei Handlungen: Tor schliessen, ins Haus gehen.
Das könnte eine Kamera aufnehmen. Gedanken erfährst du keine: Aussensicht.
5
«Ronja lachte laut und erzählte allen in der Pause von ihrem Wochenende.» Welche Eigenschaft passt eher zu Ronja: schüchtern oder gesprächig?
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Ergebnis: gesprächig
Ronja lacht laut und erzählt «allen» von sich.
Wer so viel und gern redet, ist gesprächig, nicht schüchtern.
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Ich-Erzählung oder Er-/Sie-Erzählung? «‹Ich gehe schon vor›, rief Sara ihrer Mutter zu.»
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Ergebnis: Er-/Sie-Erzählung
Das «ich» steht in der wörtlichen Rede. Dort spricht Sara.
Der Erzähler sagt «rief Sara»: Er erzählt über Sara, also ist es eine Er-/Sie-Erzählung.
7
Ich-Erzählung oder Er-/Sie-Erzählung? «Mein Bruder sass schon am Tisch. Er hatte mir nichts übrig gelassen.»
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Ergebnis: Ich-Erzählung
«Mein Bruder» und «mir» zeigen: Der Erzähler spricht von sich selbst.
«Er» ist der Bruder, eine andere Figur. Erzählt wird trotzdem in der Ich-Form.
8
Welcher Satz zeigt Innensicht? a) «Lina stellte die Tasse ab.» b) «Lina fand den Tee viel zu süss.» c) «Lina stand auf und ging hinaus.»
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Ergebnis: b)
a) und c) zeigen nur Handlungen, die man sehen kann.
b) sagt, was Lina über den Tee denkt. Das ist Innensicht.
9
Setze in die Ich-Form: «Nico zog seine Jacke an und setzte sich aufs Velo.»
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Ergebnis: «Ich zog meine Jacke an und setzte mich aufs Velo.»
«Nico» wird «ich», «seine» wird «meine», «sich» wird «mich».
Die Verben «zog» und «setzte» bleiben gleich.
10
«Herr Brunner zählte das Rückgeld zweimal nach, bevor er es in die Kasse legte.» Welche Eigenschaft zeigt das? Ist sie direkt oder indirekt beschrieben?
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Ergebnis: sorgfältig, indirekt beschrieben
Wer Geld zweimal nachzählt, will keinen Fehler machen: Herr Brunner ist sorgfältig oder genau.
Das Wort «sorgfältig» steht nicht im Text. Du schliesst es aus seinem Verhalten, also ist es indirekt.
11
Welcher Erzähler? «Jonas wartete am Seeufer. Er fragte sich, ob Mia noch kommen würde.»
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Ergebnis: personaler Erzähler
Er-/Sie-Form: Der Erzähler sagt «Jonas» und «er».
«Er fragte sich» zeigt die Gedanken von Jonas, sonst von niemandem.
Gedanken von nur einer Figur, kein Blick voraus: personaler Erzähler.
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Welcher Erzähler? «Lea schob ihr Velo durch den Schnee. Sie wollte nur noch nach Hause. Am Fenster machte sich ihr Vater Sorgen, weil es schon dunkel wurde.»
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Ergebnis: auktorialer Erzähler
Er-/Sie-Form: Der Erzähler sagt «Lea» und «ihr».
Du erfährst, was Lea will («wollte nur noch nach Hause»), und auch, was ihr Vater fühlt («machte sich Sorgen»).
Wer in zwei Figuren hineinschaut, ist ein auktorialer Erzähler.
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Welcher Erzähler? «Die Tür ging auf. Ein Mann trat ein, stellte den Koffer ab und setzte sich. Niemand sagte etwas.»
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Ergebnis: neutraler Erzähler
Jeder Satz zeigt nur, was man sehen oder hören kann.
Gedanken oder Gefühle erfährst du keine, auch nicht vom Mann.
Nur Aussensicht: neutraler Erzähler.
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Welcher Erzähler? «Lina winkte ihrer Freundin zum Abschied. Sie wusste noch nicht, dass sie Ana lange nicht mehr sehen würde.»
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Ergebnis: auktorialer Erzähler
Er-/Sie-Form: Der Erzähler erzählt über Lina.
«wusste noch nicht» zeigt: Der Erzähler weiss mehr als Lina, nämlich was später passiert.
Ein Blick in die Zukunft passt nur zum auktorialen Erzähler.
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Setze in die Sie-Form, die Figur heisst Mia: «Ich wünschte mir, ich hätte meinen Schirm dabei.»
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Ergebnis: «Mia wünschte sich, sie hätte ihren Schirm dabei.»
Du liest kurze Stellen aus Geschichten und bestimmst, wer erzählt und wie viel der Erzähler weiss. Stufe 1 übt Ich- und Er-/Sie-Erzählung, Stufe 2 Fallen und Innensicht, Stufe 3 den Erzähler der Sek und das Umformen in die Ich-Form und zurück.
Ich-Erzählung oder Er-/Sie-Erzählung? Ich öffnete das Fenster und rief nach meinem Hund. Ich rannte los, doch der Hund holte mich bald ein.
In der 5. und 6. Klasse unterscheidest du Ich- und Er-/Sie-Erzählung, erkennst Gedanken und Gefühle und beschreibst Figuren. In der 1. und 2. Sek benennst du den Erzähler genauer: personal, auktorial oder neutral.
D.6.A.1.eHerausfinden, wie eine Figur ist und was sie antreibt, und diese Eigenschaften mit Stellen aus der Geschichte zeigen.
D.4.B.1.eDie Erzählform bewusst wählen und eine Szene auch einmal aus der Sicht einer anderen Figur erzählen.
D.6.A.1.gErkennen, was eine Figur denkt und fühlt, und sich so in sie hineinversetzen, dass man ihre Gedanken selbst weiterschreiben kann.
D.6.A.1.fNach dem Vorbild eines Textes selbst weiterschreiben und dabei Merkmale wie die Erzählform übernehmen.
Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest.
Gut zu wissen
Häufige Fragen
In welcher Klasse lernt man die Erzählperspektive?
Ich- und Er-/Sie-Erzählung kommen meist in der 5. und 6. Klasse. Den personalen, auktorialen und neutralen Erzähler lernst du in der 1. und 2. Sek. Bei Fragen zu einer Kurzgeschichte wird die Erzählperspektive oft geprüft.
Was ist der Unterschied zwischen Erzählform und Erzählperspektive?
Die Erzählform sagt nur, ob «ich» oder «er/sie» erzählt. Die Erzählperspektive fragt dazu, wie viel der Erzähler weiss und wessen Gedanken du erfährst.
Warum heisst es in meinem Lehrmittel anders?
Die Begriffe sind nicht überall gleich. Manche Bücher sagen «allwissender Erzähler» statt auktorial oder sprechen vom Erzählverhalten. Gemeint ist dasselbe: wie viel der Erzähler weiss und zeigt.
Darf eine Geschichte die Perspektive wechseln?
Ja. Manche Bücher erzählen ein Kapitel aus der Sicht einer Figur und das nächste aus der Sicht einer anderen. Diesen Perspektivenwechsel kannst du auch beim eigenen Schreiben nutzen.
Begriff
Ich-Form
Erzählt wird aus der Sicht einer Figur, die «ich» oder «wir» sagt. Schreibst du selbst, ist es oft deine eigene Sicht.
BeispielIch packte meinen Rucksack und rannte los.