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Fokus Nachhilfe

Merkmale von Märchen, Fabeln und Sagen

Märchen, Fabeln und Sagen sind alte Erzählungen mit typischen Merkmalen: Zauberei im Märchen, Tiere und eine Lehre in der Fabel, ein echter Ort in der Sage. Hier lernst du, sie an diesen Merkmalen zu erkennen und auseinanderzuhalten.

  • 2. Klasse - 6. Klasse
  • Zyklus 1–2
  • Lehrplan 21: D.6.C.1.f
Ein Grossvater erzählt am Abend auf einer verschneiten Alp am Feuer eine Geschichte, drei Kinder in Decken hören gebannt zu, am Waldrand schaut ein Fuchs.

Das musst du wissen

Erklärung

Märchen, Fabeln und Sagen sind drei alte Textsorten, also Arten von Geschichten. Jede hat typische Merkmale: Zauberei im Märchen, Tiere und eine Lehre in der Fabel, ein echter Ort in der Sage. Such beim Lesen diese Signale.

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Das Märchen: Zauberei und ein gutes Ende

Ein Märchen spielt irgendwo und irgendwann: in einem Königreich, im Wald, vor langer Zeit. Meist gibt es Zauberei und Wesen wie Feen, Hexen, Riesen oder Zwerge. Auch Tiere können sprechen.

Die Figuren sind meist klar gut oder böse. Oft muss die gute Figur Aufgaben lösen. Am Ende wird sie meist belohnt, und die böse wird bestraft.

MerkeIm Märchen ist alles möglich, und am Ende siegt meist das Gute.

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Märchenanfang, Märchenschluss, Märchenzahlen

Viele Märchen beginnen mit der Anfangsformel «Es war einmal». Oft enden sie mit einer Schlussformel wie «Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute».

Bestimmte Zahlen kommen immer wieder vor: 3, 7 und 12. Drei Wünsche, sieben Raben, zwölf Brüder. Sie heissen Märchenzahlen.

MerkeDie Märchenzahlen sind 3, 7 und 12.

3 von 6

Die Fabel: Tiere mit einer Lehre

Eine Fabel ist kurz. Die Hauptfiguren sind fast immer Tiere, die sprechen und handeln wie Menschen. Meist steht jedes Tier für eine Eigenschaft: Der Fuchs ist schlau, der Löwe mächtig, die Ameise fleissig.

Oft treffen zwei Tiere aufeinander, und eines ist am Ende klüger. Daraus folgt eine Lehre, die oft im letzten Satz steht.

MerkeFabel heisst: Meist spielen Tiere Menschen, und du sollst etwas daraus lernen.

4 von 6

Die Sage: ein echter Ort und ein wahrer Kern

Eine Sage nennt meist einen Ort, den es wirklich gibt: einen Berg, eine Schlucht, einen See. Oft sagt sie auch, wann es war. Darum klingt sie, als sei sie wirklich passiert.

Oft kommt Unheimliches dazu, etwa der Teufel, ein Drache oder Geister. Viele Sagen erklären, warum ein Ort so aussieht oder so heisst.

MerkeSage heisst: echter Ort, wahrer Kern, viel Erfundenes drumherum.

5 von 6

Märchen oder Sage?

In beiden können Wesen wie Riesen, Drachen oder Geister vorkommen. Den Unterschied zeigen Ort und Zeit:

  • Märchen: irgendwo, irgendwann, meist ein glückliches Ende.
  • Sage: ein echter Ort, oft eine ungefähre Zeit, das Ende auch traurig oder unheimlich.

MerkeFindest du den Ort auf der Landkarte? Dann ist es wohl eine Sage.

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Wer hat sie erzählt?

Viele dieser Geschichten wurden lange nur mündlich weitererzählt. Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm sammelten vor über 200 Jahren Volksmärchen und schrieben sie auf.

Als Vater der Fabel gilt Äsop, ein Dichter im alten Griechenland. Hans Christian Andersen dagegen erfand die meisten seiner Märchen selbst: Das sind Kunstmärchen.

Märchen, Fabeln und Sagen (merkmale märchen): Übersicht mit Das Märchen: Zauberei und ein gutes Ende; Märchenanfang, Märchenschluss, Märchenzahlen; Die Fabel: Tiere mit einer Lehre; Die Sage: ein echter Ort und ein wahrer Kern; Märchen oder Sage?
Märchen, Fabeln und Sagen auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕«Ein Tier spricht, also ist es eine Fabel.»

    ✓Auch im Märchen sprechen Tiere. Eine Fabel erkennst du daran, dass fast immer Tiere die Hauptfiguren sind und die Geschichte eine Lehre hat. Die Lehre steht oft im letzten Satz.

  • ✕«Die Sage nennt einen echten Ort, also ist alles wahr.»

    ✓Nur der Kern ist echt, etwa der Ort oder ein Ereignis. Der Teufel, der Drache oder der Riese sind erfunden.

  • ✕«Der Text beginnt nicht mit ‹Es war einmal›, also ist er kein Märchen.»

    ✓Die Anfangsformel ist ein Signal, aber keine Pflicht. Auch Zauberei, gute und böse Figuren und ein unbestimmter Ort zeigen ein Märchen.

  • ✕Die Lehre einer Fabel nacherzählen: «Der Fuchs hat den Hahn reingelegt.»

    ✓Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für die Tiere: «Trau nicht jedem, der dir schmeichelt.»

Begriffe zum Nachschlagen
Märchen
Eine erfundene Geschichte mit Zauberei, guten und bösen Figuren und meist einem glücklichen Ende. Ort und Zeit bleiben offen.
Anfangsformel
Der typische erste Satzteil eines Märchens: «Es war einmal».
Schlussformel
Der typische letzte Satz eines Märchens, etwa «Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute».
Märchenzahlen
Die Zahlen 3, 7 und 12, die in Märchen besonders oft vorkommen.
Volksmärchen
Ein Märchen, das lange mündlich weitererzählt wurde. Wer es zuerst erzählt hat, weiss niemand.
Kunstmärchen
Ein Märchen, das sich eine Dichterin oder ein Dichter selbst ausgedacht hat, etwa Hans Christian Andersen.
Fabel
Eine kurze Geschichte, in der meist Tiere wie Menschen sprechen und handeln. Sie hat eine Lehre, die oft am Schluss steht.
Lehre
Das, was Menschen aus einer Fabel lernen sollen. Oft steht sie als Satz am Schluss. Man nennt sie auch Moral.
Sage
Eine Geschichte, die an einem echten Ort spielt und als wahr weitererzählt wurde, obwohl viel darin erfunden ist.
wahrer Kern
Das, was an einer Sage echt ist, zum Beispiel ein Berg, eine Brücke oder ein Ereignis.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Lesen lernen

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Woran erkennst du das Märchen?

Ausschnitt: «Es war einmal ein armer Hirtenjunge, der besass nichts als eine Flöte. Eines Abends setzte sich eine weisse Taube auf seinen Zaun und sprach: ‹Spiel dreimal für mich, dann wirst du reich.›» Welche Textsorte ist das? Nenne drei Merkmale.

  1. Der Text beginnt mit der Anfangsformel «Es war einmal». Das ist das stärkste Signal für ein Märchen.
  2. Ein Tier spricht und verspricht Reichtum durch Zauber. Zauberei gehört ins Märchen.
  3. «Dreimal» enthält die Märchenzahl drei. Ein Ort wird nicht genannt, die Geschichte spielt irgendwo.
  4. Die Hauptfigur ist ein Mensch, der Hirtenjunge, und nicht die Taube. Darum ist es keine Fabel.

Ein Märchen. Merkmale: die Anfangsformel «Es war einmal», Zauberei, die Märchenzahl drei und kein bestimmter Ort.

Beispiel 2Eine Fabel und ihre Lehre

Ein Eichhörnchen sitzt im verschneiten Wald mit einer Haselnuss auf einem Ast, daneben schaut eine zerzauste Elster hungrig zu ihm hinüber.

Ausschnitt: «Im Herbst sammelte das Eichhörnchen Nüsse, während die Elster glänzende Glasperlen in ihr Nest trug. ‹Was willst du mit dem Glitzerzeug?›, fragte das Eichhörnchen. Im Winter fand die Elster nichts zu fressen und bettelte beim Eichhörnchen um eine Nuss.» Welche Textsorte ist das, und welche Lehre passt?

  1. Die einzigen Figuren sind zwei Tiere, und sie reden wie Menschen.
  2. Jedes Tier steht für eine Eigenschaft: Das Eichhörnchen denkt voraus, die Elster mag nur, was glänzt.
  3. Der Text ist kurz und zeigt am Ende, wer klüger war. Das ist der typische Aufbau einer Fabel.
  4. Die Lehre formulierst du so, dass sie für Menschen gilt, nicht nur für Eichhörnchen und Elstern.

Eine Fabel. Eine passende Lehre: «Wer vorsorgt, kommt gut durch schwere Zeiten.»

Beispiel 3Woran erkennst du die Sage?

Zwei Kinder stehen an einem Bergsee neben einem grossen Felsblock mit tiefen Rillen und berühren ihn, die Grossmutter zeigt zum Berggipfel hinauf.

Ausschnitt aus einer erfundenen Sage: «Am Seeufer bei Brienz liegt ein Felsblock mit tiefen Rillen. Man erzählt, vor vielen hundert Jahren habe sich dort ein Riese festgekrallt, als er in den See zu stürzen drohte. Seither nennen die Leute im Dorf den Fels den Riesenstein.» Welche Textsorte ist das? Was ist echt, was erfunden?

  1. Brienz und den Brienzersee gibt es wirklich. Ein echter Ort ist das wichtigste Signal der Sage.
  2. Die Zeit ist ungefähr genannt: «vor vielen hundert Jahren». Im Märchen bleibt sie meist ganz offen.
  3. Riesen gibt es nicht in Wirklichkeit. Der Riese ist erfunden.
  4. Die Sage erklärt, woher die Rillen im Fels und sein Name kommen. Solche Erklärungen sind typisch für Sagen.

Eine Sage. Echt ist der Ort am Brienzersee, erfunden ist der Riese, der die Rillen im Fels erklären soll.

Beispiel 4Märchen und Sage auseinanderhalten

Zwei Ausschnitte: a) «In einem Land hinter sieben Bergen lebte eine Königin, die einen Spiegel aus Eis besass. Wer hineinsah, musste die Wahrheit sagen.» b) «Im Winter 1610 sollen Holzfäller im Bergell einen Mann ohne Schatten gesehen haben. Wer ihm folgte, kam nie mehr zurück.» Welcher Ausschnitt ist ein Märchen, welcher eine Sage?

  1. Prüf den Ort: «hinter sieben Bergen» findest du auf keiner Karte. Das Bergell in Graubünden gibt es wirklich.
  2. Prüf die Zeit: a) nennt keine, b) nennt sogar ein Jahr.
  3. In beiden gibt es etwas, das es in Wirklichkeit nicht gibt: einen Zauberspiegel und einen Mann ohne Schatten. Daran allein kannst du sie nicht unterscheiden.
  4. Dazu passt bei a) die Märchenzahl sieben, bei b) das unheimliche Ende.

a) ist ein Märchen, b) ist eine Sage. Den Unterschied machen Ort und Zeit.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Mit welchen drei Wörtern beginnen viele Märchen?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: «Es war einmal»

    1. Das ist die Anfangsformel des Märchens.
    2. Sie zeigt: Die Geschichte spielt irgendwann, vor langer Zeit.
  2. 2

    Märchen, Fabel oder Sage? «Der Hahn krähte jeden Morgen lauter, um den ganzen Hof zu beeindrucken. Angelockt vom Lärm schlich der Fuchs heran. Der Hahn konnte gerade noch aufs Dach flattern. Wer zu laut prahlt, lockt die Gefahr an.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Fabel

    1. Die Figuren sind Tiere, die wie Menschen handeln: Der Hahn will beeindrucken.
    2. Der letzte Satz ist eine Lehre, die für alle gilt. Das zeigt die Fabel.
  3. 3

    Welche drei Zahlen kommen in Märchen besonders oft vor?

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    Ergebnis: 3, 7 und 12

    1. Denk an drei Wünsche, sieben Raben oder zwölf Brüder.
    2. Diese Zahlen heissen Märchenzahlen.
  4. 4

    Was hat eine Sage, was ein Märchen meistens nicht hat?

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    Ergebnis: einen echten Ort, den es wirklich gibt

    1. Eine Sage nennt einen Berg, eine Schlucht oder einen See, den du besuchen kannst.
    2. Ein Märchen spielt irgendwo, etwa in einem Königreich ohne Namen.
  5. 5

    Sortiere die Märchenfiguren in gut und böse: Hexe, gute Fee, böse Stiefmutter, hilfsbereiter jüngster Sohn.

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    Ergebnis: Gut: gute Fee, jüngster Sohn. Böse: Hexe, Stiefmutter.

    1. Gute Figuren helfen anderen und werden am Ende meist belohnt.
    2. Böse Figuren wollen schaden und werden am Ende meist bestraft.
  1. 6

    Welche Textsorte ist das? «Die Fischerstochter besass nur einen alten Ring. Sie drehte ihn dreimal am Finger, da stand ein kleines Männchen vor ihr und fragte nach ihrem Wunsch.»

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    Ergebnis: Märchen

    1. Es gibt Zauberei: Der Ring ruft ein Männchen herbei, das Wünsche erfüllt.
    2. «Dreimal» ist eine Märchenzahl, und ein echter Ort fehlt. Das «Es war einmal» braucht es dafür nicht.
  2. 7

    Was ist die Lehre einer Fabel?

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    Ergebnis: Das, was Menschen aus der Geschichte lernen sollen. Oft steht sie als Satz am Schluss.

    1. Die Tiere in der Fabel stehen für Menschen.
    2. Die Lehre überträgt das, was den Tieren passiert, auf das Leben der Menschen. Sie heisst auch Moral.
  3. 8

    Zu welcher Textsorte gehört das Merkmal? a) Jedes Tier steht für eine menschliche Eigenschaft. b) Die Geschichte spielt an einem Berg, den es wirklich gibt. c) Die gute Figur wird am Ende belohnt.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: a) Fabel, b) Sage, c) Märchen

    1. Tiere mit menschlichen Eigenschaften sind das Kennzeichen der Fabel.
    2. Ein echter Ort zeigt die Sage.
    3. Dass das Gute belohnt wird, ist typisch fürs Märchen.
  4. 9

    Für welche Eigenschaft stehen diese Tiere in Fabeln meistens? Esel, Wolf, Lamm

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    Ergebnis: Esel: dumm oder störrisch, Wolf: gierig, Lamm: unschuldig

    1. In Fabeln hat jedes Tier meist eine feste Rolle.
    2. Der Esel gilt als dumm oder störrisch, der Wolf als gierig und gefährlich, das Lamm als unschuldig und schwach.
  5. 10

    Welche Textsorte ist das, und woran erkennst du es? «Hoch über Engelberg liegt ein kleiner, dunkler See. Die Älpler erzählen, dort sei einst eine Alp gewesen. Weil der Senn einem Bettler keine Milch gab, versank sie über Nacht im Wasser.»

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    Ergebnis: Sage: Engelberg ist ein echter Ort, und die Geschichte erklärt, warum dort ein See liegt.

    1. Engelberg gibt es wirklich. Ein echter Ort ist das Signal der Sage.
    2. Die Geschichte erklärt, wie der See entstanden sein soll. Auch das ist typisch für Sagen.
  1. 11

    Märchen oder Sage? Begründe mit zwei Merkmalen. «Im Jahr 1347 soll auf einer Burg über dem Walensee ein Ritter gelebt haben, der seine Bauern quälte. In einer Gewitternacht holte ihn der Teufel. Seither steht dort nur noch eine Ruine.»

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    Ergebnis: Sage: Der Walensee ist ein echter Ort, und das Jahr 1347 ist eine genaue Zeit.

    1. Der Walensee liegt zwischen St. Gallen und Glarus. Den Ort gibt es wirklich.
    2. Ein Märchen nennt normalerweise keine Jahreszahl.
    3. Der Teufel ist erfunden. Die Sage erklärt damit, warum die Burg eine Ruine ist.
  2. 12

    Schreib eine passende Lehre zu dieser Fabel: «Die Maus prahlte vor den anderen Mäusen, sie habe keine Angst vor der Katze. Um es zu beweisen, lief sie mitten über den Hof. Nur mit knapper Not erreichte sie wieder ihr Loch.»

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    Ergebnis: Zum Beispiel: «Wer mit seinem Mut prahlt, bringt sich unnötig in Gefahr.»

    1. Frag dich, was die Maus falsch gemacht hat: Sie hat geprahlt und ist unnötig ein Risiko eingegangen.
    2. Formuliere das als Regel für alle Menschen, nicht nur für Mäuse.
  3. 13

    In einer Geschichte spricht eine Katze mit einem armen Königssohn und verwandelt für ihn einen Stein in Gold. Warum ist das keine Fabel?

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    Ergebnis: Ein Mensch, der Königssohn, spielt mit, und es gibt Zauberei. Das gehört ins Märchen.

    1. Ein sprechendes Tier allein macht noch keine Fabel.
    2. In der Fabel sind fast immer Tiere die Hauptfiguren, und es gibt keine Zauberei.
    3. Hier spielt ein Mensch mit, der Königssohn, und ein Stein wird in Gold verwandelt. Das gehört ins Märchen.
  4. 14

    Bei der Sage von der Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht: Was ist der wahre Kern, und was ist erfunden?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Wahr: Die Schlucht und die Brücke gibt es wirklich. Erfunden: dass der Teufel die Brücke gebaut hat.

    1. Die Schöllenenschlucht liegt im Kanton Uri, und eine Brücke führt über die Reuss.
    2. Den Teufel gibt es nicht in Wirklichkeit. Er ist die Erklärung, die sich die Leute für den schwierigen Brückenbau ausgedacht haben.

Verwechselt dein Kind noch Märchen, Fabel und Sage, liest eine Lehrperson mit ihm kurze Texte und sucht die Merkmale. Lese-Nachhilfe in Deutsch für die Primarschule

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Üben ohne Ende

Trainer: Märchen, Fabeln und Sagen

Erkenne Märchen, Fabel und Sage an ihren Merkmalen und klick die richtige Antwort an. Stufe 1 übt klare Signale, Stufe 2 Ausschnitte ohne Anfangsformel, Stufe 3 die Abgrenzung von Märchen und Sage und die Lehre der Fabel.

Welche Zahl ist eine typische Märchenzahl?

Löse die Aufgabe und drück «Prüfen» (oder Enter).

Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
2. Klasse - 6. Klasse
Zyklus
Zyklus 1–2
Fach
Deutsch

Märchen hörst und liest du schon in der 1. und 2. Klasse und lernst dabei Märchenanfang und typische Figuren kennen. In der 5. und 6. Klasse unterscheidest du Märchen, Fabel und Sage an ihren Merkmalen.

  • D.6.C.1.fMärchen, Fabel und Sage an typischen Merkmalen von Inhalt, Aufbau und Sprache erkennen und voneinander unterscheiden.
  • D.6.C.1.cEinzelne Merkmale von Märchen benennen, etwa den typischen Anfang, den Schluss und die guten und bösen Figuren.
  • D.6.B.1.aMärchen und andere Geschichten aus verschiedenen Kulturen hören, darüber sprechen und wissen, dass jemand sie erzählt oder aufgeschrieben hat.
  • D.6.B.1.cBekannte Namen der Kinderliteratur kennen, etwa die Brüder Grimm oder Hans Christian Andersen, und dieses Wissen mit ihren Texten verbinden.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

In welcher Klasse lernt man Märchen, Fabeln und Sagen?

Märchen hörst und liest du schon in der 1. und 2. Klasse. In der 5. und 6. Klasse lernst du, Märchen, Fabel und Sage an ihren Merkmalen zu unterscheiden. Fabeln und Sagen kommen oft auch noch in der Sek vor.

Wer hat die Märchen geschrieben?

Bei den meisten bekannten Märchen weiss niemand, wer sie erfunden hat: Sie wurden lange mündlich weitererzählt, bis die Brüder Grimm viele davon vor über 200 Jahren sammelten und aufschrieben. Hans Christian Andersen dagegen hat die meisten seiner Märchen selbst erfunden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Sage und einer Legende?

Eine Sage erzählt von einem echten Ort oder Ereignis und mischt es oft mit Unheimlichem. Eine Legende erzählt meist vom Leben einer heiligen Person, oft mit Wundern.

Gibt es Sagen aus der Schweiz?

Ja, sehr viele. Bekannt sind etwa die Sage von der Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht oder vom Drachen am Pilatus. Auch Wilhelm Tell ist eine Sagenfigur: Ob er wirklich gelebt hat, weiss man nicht.

Stand 19.10.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?