Graduation cap
Fokus Nachhilfe

Kurzgeschichte

Eine Kurzgeschichte erzählt auf wenigen Seiten einen kurzen Moment aus dem Alltag, beginnt mitten im Geschehen und endet offen. Hier lernst du ihre Merkmale, findest den Wendepunkt und unterscheidest sie von Märchen und Roman.

  • 1. Sek - 3. Sek
  • Zyklus 3
  • Lehrplan 21: D.6.C.1.h
Eine Jugendliche sitzt am Fenster eines Trams, hält ein dünnes Buch auf dem Schoss und schaut nachdenklich hinaus auf die Stadt.

Das musst du wissen

Erklärung

Eine Kurzgeschichte erzählt auf wenigen Seiten einen Moment aus dem Alltag. Sie beginnt mitten im Geschehen, dreht sich an einem Wendepunkt und endet offen. Beim Lesen suchst du diese Merkmale und füllst die Lücken selbst.

1 von 6

Kurz und aus dem Alltag

Eine Kurzgeschichte ist meist nur ein bis fünf Seiten lang. Sie erzählt von gewöhnlichen Menschen in einer gewöhnlichen Lage: am Küchentisch, im Bus, auf dem Pausenplatz.

Es gibt wenige Figuren, oft nur zwei oder drei. Manche haben nicht einmal einen Namen und heissen nur «der Mann» oder «sie».

MerkeKurzgeschichte heisst: kurz, Alltag, wenige Figuren.

2 von 6

Mitten hinein, offen hinaus

Eine Kurzgeschichte hat keine Einleitung. Der erste Satz wirft dich direkt ins Geschehen: «Sie stand schon wieder vor der Tür.» Wer «sie» ist, erfährst du später oder gar nicht.

Auch der Schluss ist offen. Die Geschichte hört auf, bevor alles geklärt ist. Wie es weitergeht, überlegst du selbst.

MerkeDer Anfang ist unvermittelt, der Schluss offen.

3 von 6

Kurze Zeit, wenige Orte

Die Handlung dauert meist nur Minuten oder Stunden, selten länger als einen Tag. Die Zeit, über die erzählt wird, heisst erzählte Zeit.

Die Geschichte spielt an einem oder zwei Orten. Erzählt wird meist der Reihe nach. Eine kurze Rückblende kann zeigen, wie es zu der Lage gekommen ist.

4 von 6

Der Wendepunkt

Fast jede Kurzgeschichte hat einen Wendepunkt. Das ist der Moment, in dem sich etwas entscheidet oder eine Figur plötzlich etwas begreift.

Nach dem Wendepunkt ist die Lage anders als vorher. Oft genügt dafür ein Satz, ein Blick oder eine kleine Handlung.

MerkeFrag dich: Ab welchem Satz ist nichts mehr wie vorher?

5 von 6

Einfache Sprache, viel zwischen den Zeilen

Kurzgeschichten sind in Alltagssprache geschrieben: kurze Sätze, einfache Wörter, viele Gespräche.

Vieles sagt der Text nicht direkt. Diese Lücken heissen Leerstellen. Du füllst sie mit dem, was der Text andeutet: Knallt eine Figur die Tür zu, ist sie wohl wütend, auch wenn es nicht dasteht.

6 von 6

Kurzgeschichte, Märchen oder Roman?

  • Märchen: «Es war einmal», Zauberei, Gut gegen Böse, gutes Ende.
  • : lang, viele Figuren und Handlungsstränge, oft über Jahre.
  • Kurzgeschichte: kurz, Alltag, wenige Figuren, offener Schluss.

MerkeKurz allein reicht nicht: Ein kurzes Märchen bleibt ein Märchen.

Kurzgeschichten: Übersicht mit Kurz und aus dem Alltag; Mitten hinein, offen hinaus; Der Wendepunkt; Kurzgeschichte, Märchen oder Roman? Beispiel: Ich-Erzählung im Präsens.
Kurzgeschichten auf einen Blick: die wichtigsten Regeln mit Beispiel.

Häufige Fehler

  • ✕«Der Schluss ist offen, also ist die Geschichte nicht fertig.»

    ✓Der offene Schluss ist Absicht. Er lässt dich weiterdenken, und genau das ist ein Merkmal der Kurzgeschichte.

  • ✕«Der Text ist nur eine Seite lang, also ist er eine Kurzgeschichte.»

    ✓Kurz allein reicht nicht. Ein Text mit «Es war einmal», Zauberei und glücklichem Ende ist ein Märchen, auch wenn er kurz ist.

  • ✕«Die Geschichte ist mit ‹ich› erzählt, also hat die das selbst erlebt.»

    ✓Der Erzähler ist eine Stimme im Text, nicht die Autorin oder der Autor. Auch eine Ich-Erzählung ist erfunden.

  • ✕Eine Leerstelle mit dem füllen, was man sich wünscht: «Am Schluss versöhnen sie sich bestimmt.»

    ✓Eine Leerstelle füllst du mit dem, was der Text andeutet. Nenn dazu die Stelle, die deine Vermutung stützt.

Begriffe zum Nachschlagen
Kurzgeschichte
Ein kurzer Erzähltext über einen Moment aus dem Alltag, mit unvermitteltem Anfang und offenem Schluss.
unvermittelter Anfang
Der Text beginnt ohne Einleitung mitten im Geschehen. Ort, Zeit und Figuren werden nicht zuerst vorgestellt.
offener Schluss
Die Geschichte endet, bevor alles geklärt ist. Wie es weitergeht, überlegst du selbst.
Wendepunkt
Der Moment, in dem sich die Lage plötzlich ändert oder eine Figur etwas Wichtiges begreift.
Leerstelle
Etwas, das der Text nicht ausspricht, etwa ein Gefühl oder eine Vorgeschichte. Du ergänzt es aus den Andeutungen.
Alltagssprache
Einfache Wörter und kurze Sätze, so wie Menschen im Alltag reden.
erzählte Zeit
Die Zeitspanne, über die eine Geschichte erzählt. Bei einer Kurzgeschichte sind das meist Minuten oder Stunden.
Rückblende
Eine Stelle, die kurz in die Vergangenheit zurückspringt und erklärt, wie es zur Lage gekommen ist.
Erzählform
Wer erzählt: In der Ich-Erzählung sagt der Erzähler «ich», in der Er-/Sie-Erzählung erzählt er über eine Figur.
Ich-Erzählung
Eine Geschichte, in der eine Figur «ich» sagt. Dieses Ich ist erfunden, es ist nicht die Autorin oder der Autor.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Märchen, Fabeln und SagenErzählperspektive und FigurenLeseverständnis: Texte verstehen

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Welcher Anfang gehört zu einer Kurzgeschichte?

Ein Mädchen sitzt in einem vollen Bus am regennassen Fenster, stützt den Kopf in die Hand und schaut nicht auf, ein Junge hinter ihr dreht sich zu ihr.

Zwei Anfänge: a) «Vor langer Zeit lebte ein armer Hirte mit seiner Ziege hoch oben am Berg.» b) «Der Bus war schon wieder voll. Mia drückte sich an die Scheibe und schaute nicht auf, als jemand ihren Namen sagte.» Welcher ist der Anfang einer Kurzgeschichte?

  1. a) beginnt mit einer Einleitung: Zeit («vor langer Zeit»), Ort und Figur werden zuerst vorgestellt. So beginnen Märchen.
  2. b) beginnt mitten im Geschehen. «Schon wieder» setzt voraus, dass vorher schon etwas passiert ist, das du nicht kennst.
  3. b) spielt im Alltag, im Bus. Wer Mias Namen sagt, erfährst du nicht: Das macht neugierig.

b) ist der Anfang einer Kurzgeschichte: unvermittelt, aus dem Alltag, mit einer offenen Frage. a) klingt nach einem Märchen.

Beispiel 2Den Wendepunkt finden

Auf einem Bahnsteig geht ein Jugendlicher auf seinen Vater zu, der den Arm in einer Schlinge trägt und eine Tasche hält.

Lies die kurze Abfolge: (1) Jonas wartete am Bahnhof Winterthur auf seinen Vater. (2) Der Zug hatte schon zwanzig Minuten Verspätung. (3) Jonas tippte eine wütende Nachricht und löschte sie wieder. (4) Da sah er seinen Vater auf dem Perron, den Arm in einer Schlinge. (5) Jonas steckte das Handy ein und nahm ihm die Tasche ab. In welchem Satz liegt der Wendepunkt?

  1. Sätze 1 bis 3 zeigen die Lage: Jonas wartet und wird immer wütender.
  2. In Satz 4 sieht Jonas etwas, das er nicht erwartet hat. Das kleine Wort «da» kündigt die Wende an.
  3. Satz 5 zeigt die Folge: Statt zu schimpfen, hilft Jonas. Seine Wut ist weg.
  4. Warum der Vater verletzt ist, sagt der Text nicht. Das ist eine Leerstelle.

Der Wendepunkt liegt in Satz 4: Ab da ist die Lage anders, Jonas ist nicht mehr wütend, sondern besorgt.

Beispiel 3Was der Text belegt und was nicht

Ausschnitt: «Elif legte das Zeugnis auf den Küchentisch. Die Mutter las es, legte es hin und stand auf. Sie stellte Wasser auf, wie jeden Abend. ‹Willst du auch einen Tee?›, fragte sie.» Prüfe zwei Aussagen: a) Die Mutter schimpft nicht. b) Das Zeugnis ist schlecht.

  1. Such im Text, was die Mutter tut und sagt: Sie liest, steht auf, macht Tee und fragt freundlich.
  2. Von Schimpfen steht nichts da, und ihre Frage klingt ruhig. a) ist also belegt.
  3. Über die Noten sagt der Text kein Wort. Ob das Zeugnis gut oder schlecht ist, bleibt eine Leerstelle.
  4. Eine Vermutung ist erlaubt, aber sie ist kein Beleg. Bei b) heisst die Antwort darum: nicht belegt.

a) ist belegt, die Mutter bleibt ruhig und bietet Tee an. b) ist nicht belegt, der Text verrät nichts über die Noten.

Beispiel 4Erzählform und Zeitform bestimmen

Ausschnitt: «Ich stehe vor der Wohnung von Frau Keller und klingle zum dritten Mal. Drinnen läuft der Fernseher. Ich weiss, dass sie da ist.» Bestimme und .

  1. Der Erzähler sagt «ich» und ist selbst dabei, ausserhalb jeder wörtlichen Rede. Das ist eine Ich-Erzählung.
  2. Such die Verben: «stehe», «klingle», «läuft», «weiss». Sie stehen alle im .
  3. Viele Kurzgeschichten stehen im . Das Präsens wirkt, als passiere es gerade jetzt.

Ich-Erzählung im Präsens.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Nenne drei Merkmale einer Kurzgeschichte.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel: kurz, aus dem Alltag, offener Schluss

    1. Denk an Länge, Inhalt, Anfang und Schluss.
    2. Weitere Merkmale: wenige Figuren, kurze Zeitspanne, Beginn mitten im Geschehen, Wendepunkt, Alltagssprache.
  2. 2

    Märchen, Roman oder Kurzgeschichte? Ein Buch hat 400 Seiten, viele Figuren und erzählt das Leben einer Familie über drei Generationen.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Roman

    1. 400 Seiten und drei Generationen: Der Text ist lang und umfasst viele Jahre.
    2. Viele Figuren und eine lange Zeitspanne sind typisch für einen Roman.
  3. 3

    Wie heisst der Moment, in dem sich in einer Kurzgeschichte die Lage plötzlich ändert?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Wendepunkt

    1. Vor diesem Moment ist die Lage anders als danach.
    2. Man nennt ihn Wendepunkt, weil sich die Geschichte dort wendet.
  4. 4

    Stimmt das? «Eine Kurzgeschichte beginnt meist mit einer Einleitung, die Ort, Zeit und Figuren vorstellt.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Nein

    1. Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, mitten im Geschehen.
    2. Wer die Figuren sind und wo sie sind, erfährst du erst nach und nach.
  5. 5

    Was ist ein offener Schluss?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Die Geschichte endet, ohne dass alles geklärt ist.

    1. Am Ende bleibt eine Frage offen, etwa wie sich eine Figur entscheidet.
    2. Wie es weitergeht, überlegst du selbst.
  1. 6

    Ist das ein typischer Anfang einer Kurzgeschichte? «Als die Tür hinter ihm zufiel, wusste Luca, dass der Schlüssel noch drinnen lag.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Ja

    1. Der Satz beginnt mitten in einer Handlung, ohne Einleitung.
    2. Luca wird nicht vorgestellt, und du weisst nicht, wo er ist. Das ist ein unvermittelter Anfang.
  2. 7

    Ist der Schluss offen? «Sie nahm den Brief, drehte ihn um und legte ihn ungeöffnet in die Schublade.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Ja, der Schluss ist offen.

    1. Du erfährst nicht, was im Brief steht.
    2. Ob sie ihn je öffnet, bleibt ebenfalls offen.
  3. 8

    «Nach dem Telefonat sass Herr Baumann lange am Fenster. Das Abendessen liess er stehen.» Was sagt der Text nicht, und was deutet er an?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Er sagt nicht, worum es am Telefon ging. Er deutet an, dass Herr Baumann bedrückt ist.

    1. Der Inhalt des Telefonats fehlt. Das ist die Leerstelle.
    2. Lange am Fenster sitzen und nicht essen zeigt, dass ihn etwas beschäftigt.
  4. 9

    Welcher Satz ist in Alltagssprache geschrieben? a) «Die holde Maid erblickte den edlen Ritter.» b) «Lea schaute kurz hoch und dann wieder aufs Handy.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: b)

    1. a) verwendet alte Wörter wie «hold» und «Maid», die heute niemand mehr sagt.
    2. b) beschreibt eine Alltagsszene mit einfachen Wörtern.
  5. 10

    Text A erzählt, wie Aylin an einem Nachmittag im Hallenbad ihre Angst vor dem Sprungturm überwindet. Text B erzählt Aylins ganze Schulzeit. Welcher passt zu einer Kurzgeschichte?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Text A

    1. Text A spielt an einem Ort und dauert einen Nachmittag. Die erzählte Zeit ist kurz.
    2. Text B umfasst viele Jahre. Das passt eher zu einem Roman.
  1. 11

    In welchem Satz liegt der Wendepunkt? (1) Mia übte seit Wochen für das Vorspielen an der Musikschule. (2) Am Morgen war sie ruhig und packte die Geige ein. (3) Vor dem Saal hörte sie, wie das Mädchen vor ihr dasselbe Stück spielte, ohne einen Fehler. (4) Mia setzte sich auf die Bank und öffnete den Geigenkasten nicht mehr.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Satz 3

    1. Bis Satz 2 ist Mia ruhig und vorbereitet.
    2. In Satz 3 hört sie etwas, das ihre Ruhe zerstört.
    3. Satz 4 ist schon die Folge: Sie gibt auf.
  2. 12

    Bestimme Erzählform und Zeitform: «Ich schob das Velo den Hang hinauf. Oben wartete niemand.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Ich-Erzählung im Präteritum

    1. Der Erzähler sagt «ich» und erlebt alles selbst: Ich-Erzählung.
    2. «schob» und «wartete» stehen im Präteritum.
  3. 13

    «Noah stellte den Teller in die Spüle, ohne den Rest zu essen. ‹Danke›, sagte er leise und ging in sein Zimmer.» Welche Aussagen belegt der Text? a) Noah isst nicht fertig. b) Noah hat Streit mit seiner Schwester. c) Noah bedankt sich.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: a) und c)

    1. a) steht da: «ohne den Rest zu essen».
    2. c) steht da: «‹Danke›, sagte er».
    3. Von einer Schwester steht nichts im Text. b) ist eine Vermutung ohne Beleg.
  4. 14

    «Es war einmal ein König, der hatte drei Töchter. Viele Jahre suchte er für jede einen Mann. Am Ende heirateten alle drei und lebten glücklich bis an ihr Lebensende.» Nenne drei Merkmale einer Kurzgeschichte, die dieser Text nicht erfüllt.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Er beginnt mit einer Einleitung, umfasst viele Jahre und endet geschlossen.

    1. «Es war einmal» ist eine Einleitung, kein Anfang mitten im Geschehen.
    2. «Viele Jahre» ist eine lange erzählte Zeit.
    3. «lebten glücklich bis an ihr Lebensende» ist ein geschlossener Schluss. Auch ein König ist keine Alltagsfigur.

Fällt es deinem Kind schwer, Leerstellen zu deuten oder den Wendepunkt zu finden, liest eine Lehrperson Kurzgeschichten mit ihm und bespricht sie. Deutsch-Nachhilfe für die Sek

Für dein Heft

Zum Ausdrucken

Nimm ein fertiges Paket oder stell selbst zusammen, was du brauchst. Alles als PDF, gratis und ohne Anmeldung.

Teile im PDF
PDF herunterladen · 4 SeitenDarf für den Unterricht kopiert werden.

Üben ohne Ende

Trainer: Kurzgeschichten

Erkenne die Merkmale einer Kurzgeschichte und klick die richtige Antwort an. Stufe 1 übt Merkmale und Begriffe, Stufe 2 Merkmale in kurzen Ausschnitten, Stufe 3 Wendepunkt, Erzählform, Zeitform und Textbelege.

Welche Textsorte ist das? Ein langer Text mit vielen Figuren und mehreren Handlungssträngen, der über viele Jahre spielt.

Löse die Aufgabe und drück «Prüfen» (oder Enter).

Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
1. Sek - 3. Sek
Zyklus
Zyklus 3
Fach
Deutsch

Die Merkmale der Kurzgeschichte lernst du meist in der 1. Sek kennen. In der 2. und 3. Sek liest du Kurzgeschichten genauer, oft als Prüfungstext mit Fragen zu Wendepunkt, Erzählform und Textbelegen.

  • D.6.C.1.hDie typischen Merkmale der Kurzgeschichte kennen, sie vom Roman abgrenzen und in einem unbekannten Text wiederfinden, etwa den Wendepunkt oder den offenen Schluss.
  • D.6.C.1.gErkennen, was ein Text nur andeutet, und das Verhalten der Figuren mit Stellen aus dem Text begründen.
  • D.6.C.1.fErzähltexte wie Märchen, Fabel und Kurzgeschichte an einzelnen Merkmalen von Inhalt, Aufbau und Sprache unterscheiden.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

In welcher Klasse behandelt man Kurzgeschichten?

In der Sek. Die Merkmale lernst du meist in der 1. Sek kennen, in der 2. und 3. Sek liest und deutest du ganze Kurzgeschichten. Weil sie kurz sind, kommen sie auch oft als Text in Leseprüfungen vor.

Muss eine Kurzgeschichte alle Merkmale haben?

Nein. Die Merkmale beschreiben, was typisch ist, nicht was Pflicht ist. Eine Kurzgeschichte kann zum Beispiel im Präsens stehen oder einen eher geschlossenen Schluss haben und bleibt trotzdem eine Kurzgeschichte.

Wer hat bekannte Kurzgeschichten geschrieben?

Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieben Wolfgang Borchert und Heinrich Böll viele Kurzgeschichten. Aus der Schweiz ist Peter Bichsel bekannt, seine kurzen Texte liest man oft in der Sek.

Was ist der Unterschied zwischen einer Erzählung und einer Kurzgeschichte?

«Erzählung» ist der Oberbegriff für erzählende Texte. Die Kurzgeschichte ist eine besondere Form davon, mit typischen Merkmalen wie unvermitteltem Anfang, Wendepunkt und offenem Schluss.

Stand 18.10.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?