Literaturepochen im Überblick
Literaturepochen ordnen Bücher, Gedichte und Dramen nach ihrer Zeit. Hier findest du die wichtigsten Epochen der deutschen Literatur von der Aufklärung bis zum Expressionismus, mit Merkmalen, Autoren und Werken.
Themen
Das Wichtigste in Kürze
Eine Literaturepoche ist ein Zeitabschnitt, in dem viele Autorinnen und Autoren ähnliche Themen, Ideen und Formen teilen. Wer die Epoche eines Textes kennt, versteht besser, warum er so geschrieben ist. Im Gymnasium lernst du die Epochen meist in ihrer zeitlichen Reihenfolge und ordnest Texte mit ihren Merkmalen einer Epoche zu.
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Die Epochen in der Reihenfolge
- Aufklärung (etwa 1720 bis 1800): Vernunft statt blinder Glaube an Autoritäten.
- Sturm und Drang (etwa 1765 bis 1785): Gefühl, Natur und das freie Genie.
- Romantik (etwa 1795 bis 1835): Sehnsucht, Traum, Natur und Vergangenheit.
- Vormärz (etwa 1830 bis 1848): politische Literatur vor der Revolution von 1848.
- Naturalismus (etwa 1880 bis 1900): die Wirklichkeit so genau wie möglich zeigen.
- Expressionismus (etwa 1910 bis 1925): Ausdruck von Angst, Grossstadt und Weltende.
Dazwischen liegen weitere Epochen wie die Weimarer Klassik oder der Realismus.
Woran du eine Epoche erkennst
Achte auf drei Dinge: das Thema (Vernunft, Gefühl, Politik, Armut), die Form (strenge Verse oder freie Sprache, Drama oder Gedicht) und das Menschenbild (vernünftig, leidenschaftlich, von Umwelt und Herkunft bestimmt). Ein Text passt selten perfekt zu einer Epoche. Darum begründest du eine Zuordnung immer mit Merkmalen aus dem Text.
Epochen und Geschichte
Jede Epoche antwortet auf ihre Zeit. Die Aufklärung entsteht, als Wissenschaft und Bildung wichtiger werden. Der Vormärz reagiert auf Zensur und Unterdrückung, der Naturalismus auf die Armut der Arbeiter in der Industrialisierung, der Expressionismus auf die schnell wachsenden Städte und den Ersten Weltkrieg. Wer die Geschichte kennt, versteht die Texte leichter.