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Epoche Romantik: Merkmale und Werke

Die Romantik ist die Literaturepoche von etwa 1795 bis 1835: Dichter wie Novalis, Eichendorff und E.T.A. Hoffmann suchen Sehnsucht, Traum, Nacht und das Wunderbare statt der nüchternen Wirklichkeit. Hier lernst du Merkmale, Motive, Autoren und Werke und ordnest Texte sicher zu.

  • 2. Jahr Gymnasium - 3. Jahr Gymnasium
  • Gymnasium
Ein junger Wanderer in Kleidung des frühen 19. Jahrhunderts ruht nachts unter einer alten Eiche und blickt über ein nebliges Tal mit Burgruine im Mondlicht
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Das musst du wissen

Erklärung

Die Romantik ist eine Epoche der deutschen Literatur von etwa 1795 bis 1835. Ihre Dichter suchen das Wunderbare: Sehnsucht, Traum, Nacht, Natur und das Mittelalter. Zum Zuordnen achtest du auf diese Motive und eine stille, geheimnisvolle Stimmung.

Zeit und Name

Die Romantik beginnt um 1795, also noch während der Weimarer Klassik von Goethe und Schiller, und reicht bis etwa 1835. Danach folgen Biedermeier und Vormärz.

Das Wort «romantisch» kommt von «Roman». Es meinte zuerst: wie in einem Roman, also abenteuerlich, fantastisch und wunderbar.

MerkeRomantik: etwa 1795 bis 1835, zeitgleich mit der Klassik und danach.

Eine Antwort auf ihre Zeit

Viele hatten von der Französischen Revolution (1789) mehr Freiheit erhofft. Es folgten Terror und die Kriege Napoleons. Zugleich beginnt die Industrialisierung, und vieles zählt nur noch nach Nutzen.

Die Romantiker setzen Gefühl und Fantasie dagegen. Novalis fordert: «Die Welt muss romantisiert werden.» Das Alltägliche soll wieder wunderbar wirken.

MerkeGegen Nützlichkeit und reine Vernunft: Fantasie, Gefühl und das Wunderbare.

Sehnsucht und die blaue Blume

Das wichtigste Gefühl der Romantik ist die Sehnsucht: nach der Ferne, nach der Vergangenheit, nach Liebe, nach dem Unendlichen. Sie lässt sich nie ganz erfüllen.

Ihr Symbol ist die blaue Blume. Sie stammt aus dem Romanfragment «Heinrich von Ofterdingen» von Novalis: Heinrich sieht sie im Traum und will sie danach suchen.

MerkeDie blaue Blume steht für die Sehnsucht, die nie ganz ans Ziel kommt.

Typische Motive

  • Nacht und Mond: Zeit der Träume und des Geheimnisses.
  • Wald und Natur: beseelt und rätselhaft, ein Spiegel der Seele.
  • Wandern und Fernweh: der Wanderer, das Posthorn in der Ferne.

  • Mittelalter: Burgen, Ritter, Ruinen als Bild einer verlorenen Welt.
  • Traum und Wunder: Wirklichkeit und Fantasie verschwimmen.

MerkeNacht, Mond, Wald, Wandern, Mittelalter, Traum: Wo sie zusammen auftauchen, denk an die Romantik.

Die dunkle Seite

Die Romantik kennt auch Angst, Wahnsinn und das Unheimliche. Man spricht von schwarzer Romantik.

Typisch sind Doppelgänger, unheimliche Fremde und Automaten, die wie Menschen wirken. Die Figuren wissen oft nicht mehr, was wirklich ist. Meister dieser Seite ist E.T.A. Hoffmann mit «Der Sandmann» (1816).

Volkslied, Märchen und offene Formen

Arnim und Brentano sammeln Volkslieder in «Des Knaben Wunderhorn» (1805 bis 1808), die Brüder Grimm Märchen in den «Kinder- und Hausmärchen» (ab 1812). Dichter erfinden auch eigene Kunstmärchen.

Gern mischen sie Gattungen: Gedichte stehen in Romanen. Viele Werke bleiben Fragment, denn das Unendliche lässt sich nicht abschliessen.

MerkeVolkslied und Märchen sammeln, Gattungen mischen, Fragmente lieben.

Drei Phasen

  • Frühromantik (etwa 1795 bis 1804) in Jena: Novalis, Tieck, die Brüder Schlegel.
  • Hochromantik (etwa 1805 bis 1815) in Heidelberg: Brentano, Arnim, im Umfeld die Brüder Grimm.

  • Spätromantik (etwa 1815 bis 1835), etwa in Berlin: Eichendorff, E.T.A. Hoffmann, Chamisso.

«Der goldne Topf» und «Peter Schlemihl» erscheinen aber schon 1814.

Wichtige Autoren und Werke

  • Novalis: «Hymnen an die Nacht» (1800), «Heinrich von Ofterdingen» (1802).
  • Eichendorff: «Aus dem Leben eines Taugenichts» (1826), «Mondnacht».

  • E.T.A. Hoffmann: «Der goldne Topf» (1814), «Der Sandmann» (1816).
  • Tieck: das Kunstmärchen «Der blonde Eckbert» (1797).
  • Chamisso: «Peter Schlemihls wundersame Geschichte» (1814).
Romantik (epoche romantik): Übersicht mit Zeit und Name; Eine Antwort auf ihre Zeit; Sehnsucht und die blaue Blume; Typische Motive; Volkslied, Märchen und offene Formen.
Romantik auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕«Romantisch heisst in dieser Epoche verliebt und kitschig.»

    ✓Liebe kommt vor, ist aber nur ein Motiv unter vielen. «Romantisch» meint hier das Wunderbare, Geheimnisvolle und Unendliche, wie in einem fantastischen Roman.

  • ✕«Die Natur ist in der Romantik genauso wild wie im Sturm und Drang.»

    ✓Im Sturm und Drang tobt sie oft mit Sturm und Gewitter. In der Romantik ist sie meist still, nächtlich und geheimnisvoll: ein beseelter Ort der Sehnsucht.

  • ✕«Die Romantik kommt erst nach der Weimarer Klassik.»

    ✓Die Frühromantik beginnt um 1795, als Goethe und Schiller noch klassische Werke schreiben. Beide Epochen laufen eine Zeit lang nebeneinander.

  • ✕«Die Brüder Grimm haben sich ihre Märchen ausgedacht.»

    ✓Sie haben Volksmärchen gesammelt, aufgeschrieben und sprachlich bearbeitet. Ausgedachte Märchen eines einzelnen Dichters heissen Kunstmärchen, etwa Tiecks «Der blonde Eckbert».

Begriffe zum Nachschlagen
Motiv
Ein Bild oder eine Situation, die in vielen Texten wiederkehrt, etwa die Nacht, der Wanderer oder der Doppelgänger.
blaue Blume
Symbol der Romantik aus dem Roman «Heinrich von Ofterdingen» von Novalis. Sie steht für Sehnsucht, Liebe und das Unendliche.
schwarze Romantik
Die dunkle Seite der Romantik mit Angst, Wahnsinn, Doppelgängern und dem Unheimlichen, etwa bei E.T.A. Hoffmann.
Fragment
Ein Text, der absichtlich oder durch den Tod des Autors unvollendet bleibt. Die Romantiker sahen darin ein Bild für das Unendliche.
Philister
Spottwort der Romantiker für einen engstirnigen Bürger, der nur an Ordnung, Geld und Nutzen denkt.
Doppelgänger
Eine Figur, die einer anderen aufs Haar gleicht oder als ihr zweites Ich erscheint. Ein beliebtes Motiv der schwarzen Romantik.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Sturm und DrangMärchen, Fabeln und Sagen

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Motive in einer Strophe finden

Lies die Strophe (ein eigener Text im Stil der Epoche) und nenne vier Merkmale der Romantik.

Der Mond steigt still aus Waldesgrund,
ein Posthorn klingt so fern,
mir ist, als rief ein fremder Mund
mich fort zum fernsten Stern.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Nacht und Mond: Der Mond steigt auf, alles ist still. Das ist die typische Zeit der Romantik.
  2. Natur: Der «Waldesgrund» wirkt dunkel und geheimnisvoll, nicht wild.
  3. Fernweh: Das Posthorn klingt aus der Ferne, es ist ein Zeichen für Reise und Aufbruch.
  4. Sehnsucht nach dem Unendlichen: Das Ich fühlt sich «fort zum fernsten Stern» gerufen. Das «mir ist, als» zeigt, dass Traum und Wirklichkeit verschwimmen. Dazu passen der regelmässige Kreuzreim und der liedhafte Ton.

Nacht und Mond, geheimnisvolle Natur, Fernweh mit dem Posthorn und Sehnsucht nach dem Unendlichen; dazu eine liedhafte Form mit Kreuzreim.

Beispiel 2Eichendorffs «Mondnacht» deuten

Eichendorffs Gedicht «Mondnacht» beginnt mit «Es war, als hätt der Himmel / Die Erde still geküsst». Die letzte Strophe lautet: «Und meine Seele spannte / Weit ihre Flügel aus, / Flog durch die stillen Lande, / Als flöge sie nach Haus.» Erkläre, warum das Gedicht typisch für die Romantik ist.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Himmel und Erde berühren sich wie in einem Kuss. Das Endliche und das Unendliche verbinden sich, ein Kernwunsch der Romantik.
  2. «Es war, als hätt …» steht im Konjunktiv. Das Bild ist kein Bericht, sondern ein Traum oder eine Ahnung.
  3. In der letzten Strophe löst sich die Seele vom Körper und fliegt. Wieder steht ein «als»: Sie fliegt, als ginge es nach Hause.
  4. Die Sehnsucht nach einer Heimat jenseits der Welt bleibt ein Wunsch. Typisch sind auch die Nacht, die Stille und die einfache, liedhafte Form.

Nacht und Stille, die Verbindung von Himmel und Erde, die Sehnsucht der Seele nach einer Heimat im Unendlichen und der Konjunktiv des Traums machen «Mondnacht» typisch romantisch.

Beispiel 3Romantik oder Sturm und Drang?

Eine Jugendliche sitzt am Abend am Fenster ihres Zimmers, vor sich zwei aufgeschlagene Bücher, draussen geht der Mond über einer Altstadt auf

Nora aus St. Gallen lernt für eine Deutschprüfung am Gymnasium. Sie soll zwei kurze Texte einer Epoche zuordnen.

Text A: «Ha! Fort mit euren Regeln! Der Sturm reisst an den Eichen, und mein Herz tobt mit ihm!»

Text B: «Im stillen Mondlicht ruht das Tal. Von fern klingt eine alte Weise, und ich weiss nicht, wohin mich meine Sehnsucht zieht.»

Lösung Schritt für Schritt
  1. Text A ist ein Gefühlsausbruch mit «Ha!» und Ausrufezeichen. Das Ich lehnt Regeln ab.
  2. Die Natur tobt mit Sturm und biegt die Eichen. Sie spiegelt ein aufgewühltes Herz: Das weist auf den Sturm und Drang.
  3. Text B ist ruhig. Mondlicht, ein stilles Tal und eine alte Weise aus der Ferne schaffen eine geheimnisvolle Stimmung.
  4. Das Ich weiss nicht, wohin die Sehnsucht zieht. Diese offene, nie erfüllte Sehnsucht ist typisch für die Romantik.

Text A gehört zum Sturm und Drang, weil er Auflehnung und wilde Natur zeigt. Text B gehört zur Romantik, weil er Nacht, Stille, Ferne und offene Sehnsucht verbindet.

Beispiel 4Warum «Der Sandmann» schwarze Romantik ist

In E.T.A. Hoffmanns Erzählung «Der Sandmann» (1816) glaubt der Student Nathanael, der Wetterglashändler Coppola sei der unheimliche Advokat Coppelius aus seiner Kindheit. Er verliebt sich in Olimpia, die sich als Automat entpuppt, und verfällt dem Wahnsinn. Begründe mit drei Merkmalen, warum die Erzählung zur schwarzen Romantik gehört.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Doppelgänger oder dieselbe Person? Coppola und Coppelius gleichen sich unheimlich. Ob sie ein und derselbe Mensch sind, bleibt offen.
  2. Das Unheimliche: Olimpia wirkt wie ein Mensch, ist aber eine Maschine. Das Vertraute wird fremd und bedrohlich.
  3. Wahnsinn: Nathanael kann am Ende nicht mehr unterscheiden, was wirklich ist und was er sich einbildet.
  4. Die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fantasie verschwimmt. Auch der Leser weiss nie sicher, was stimmt.

Doppelgänger, das Unheimliche einer menschenähnlichen Maschine und der Wahnsinn der Hauptfigur, dazu die verschwimmende Grenze zwischen Wirklichkeit und Einbildung, machen «Der Sandmann» zur schwarzen Romantik.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    In welchem Zeitraum liegt die Romantik ungefähr?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Etwa 1795 bis 1835

    1. Die Romantik beginnt noch während der Weimarer Klassik.
    2. Sie endet um 1835, danach kommen Biedermeier und Vormärz.
  2. 2

    Welche Blume ist das Symbol der Romantik?

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    Ergebnis: Die blaue Blume

    1. Sie stammt aus dem Roman «Heinrich von Ofterdingen» von Novalis.
    2. Sie steht für die Sehnsucht nach dem Unendlichen.
  3. 3

    Nenne vier typische Motive der Romantik.

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    Ergebnis: Zum Beispiel: Nacht, Mond, Wald, Wandern, Traum, Mittelalter, Sehnsucht

    1. Die Romantiker suchen das Geheimnisvolle: Nacht, Mond und Traum.
    2. Dazu kommen Natur und Wald, das Wandern in die Ferne und das Mittelalter.
  4. 4

    Woher kommt das Wort «romantisch»?

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    Ergebnis: Vom Wort «Roman»: Es meinte zuerst «wie in einem Roman», also abenteuerlich, fantastisch und wunderbar.

    1. Im Wort steckt «Roman».
    2. Gemeint war alles, was so wunderbar ist wie die Welt eines Romans.
  5. 5

    Welche Märchensammlung gaben die Brüder Grimm ab 1812 heraus?

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    Ergebnis: Die «Kinder- und Hausmärchen»

    1. Jacob und Wilhelm Grimm sammelten Volksmärchen und schrieben sie auf.
    2. Der erste Band erschien 1812.
  1. 6

    Erkläre, wie sich die Natur in der Romantik von der Natur im Sturm und Drang unterscheidet.

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    Ergebnis: Im Sturm und Drang ist sie wild und stürmisch, in der Romantik meist still, nächtlich und geheimnisvoll, ein beseelter Ort der Sehnsucht.

    1. Sturm und Drang: Gewitter, tosende Bäche, Natur als Spiegel heftiger Gefühle.
    2. Romantik: Mondnacht, rauschender Wald, ferne Klänge.
    3. Beide Male spiegelt die Natur die Seele, aber in ganz anderer Stimmung.
  2. 7

    Warum begeistern sich die Romantiker für das Mittelalter?

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    Ergebnis: Sie sehen darin eine verlorene, ganze und gläubige Welt, im Gegensatz zu ihrer eigenen Zeit voller Umbrüche und Nützlichkeitsdenken.

    1. Ihre Gegenwart erleben sie als zerrissen: Revolution, Kriege, beginnende Industrie.
    2. Burgen, Ritter und alte Lieder stehen für eine Welt, in der alles noch zusammengehört.
    3. Das Mittelalter ist also auch ein Ziel der Sehnsucht.
  3. 8

    Was ist der Unterschied zwischen einem Volksmärchen und einem Kunstmärchen? Nenne je ein Beispiel aus der Romantik.

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    Ergebnis: Ein Volksmärchen wurde lange mündlich erzählt und dann gesammelt, etwa «Hänsel und Gretel» bei den Grimms. Ein Kunstmärchen hat ein einzelner Dichter erfunden, etwa Tiecks «Der blonde Eckbert».

    1. Volksmärchen: Herkunft unbekannt, mündlich weitergegeben, von den Grimms aufgeschrieben.
    2. Kunstmärchen: von einem bekannten Autor erfunden und von Anfang an aufgeschrieben.
  4. 9

    Ordne zu: «Der Sandmann», «Aus dem Leben eines Taugenichts», «Hymnen an die Nacht». Wer schrieb sie?

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    Ergebnis: «Der Sandmann»: E.T.A. Hoffmann. «Taugenichts»: Joseph von Eichendorff. «Hymnen an die Nacht»: Novalis.

    1. Hoffmann ist der Meister des Unheimlichen.
    2. Eichendorff schreibt über Wandern und Fernweh, Novalis über Nacht und Unendliches.
  5. 10

    Was meint man mit «schwarzer Romantik»? Nenne zwei typische Motive.

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    Ergebnis: Die dunkle Seite der Romantik mit Angst und dem Unheimlichen; Motive sind etwa Doppelgänger, Wahnsinn, unheimliche Automaten.

    1. Nicht alle romantischen Texte sind sanft und träumerisch.
    2. Viele zeigen Angst, Wahnsinn und Figuren, die nicht mehr wissen, was wirklich ist.
  1. 11

    Novalis fordert: «Die Welt muss romantisiert werden.» Erkläre, was er damit meint und wogegen sich die Forderung richtet.

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    Ergebnis: Das Gewöhnliche soll wieder geheimnisvoll und wunderbar erscheinen. Die Forderung richtet sich gegen eine Welt, die nur nach Nutzen, Ordnung und Vernunft beurteilt wird.

    1. Romantisieren heisst: dem Alltäglichen einen höheren, geheimnisvollen Sinn geben.
    2. Ein Wald ist dann nicht nur Holz, sondern ein Ort voller Rätsel.
    3. Damit wenden sich die Romantiker gegen das Nützlichkeitsdenken ihrer Zeit.
  2. 12

    Warum passt es zur Romantik, dass viele ihrer Werke Fragmente blieben, etwa «Heinrich von Ofterdingen»?

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    Ergebnis: Die Romantik sehnt sich nach dem Unendlichen, und das lässt sich nicht abschliessen. Ein offenes Werk zeigt, dass die Suche weitergeht.

    1. Die Sehnsucht der Romantik kommt nie ganz ans Ziel.
    2. Ein vollendetes, abgerundetes Werk ist eher das Ideal der Klassik.
    3. Das Fragment wird so selbst zum Ausdruck der romantischen Haltung, auch wenn «Heinrich von Ofterdingen» vor allem wegen Novalis' frühem Tod unvollendet blieb.
  3. 13

    Schreib selbst vier Zeilen im Stil der Romantik: Eine Schülerin blickt abends vom Fenster über den Zürichsee.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel: «Der See liegt still im Mondenschein, / von fern ein Glockenklang, / ich möchte bei den Sternen sein / und weiss nicht, was mich zwang.»

    1. Nacht, Mond und Stille schaffen die Stimmung.
    2. Ein Klang aus der Ferne weckt die Sehnsucht.
    3. Das Ich sehnt sich ins Unendliche, ohne genau zu wissen, wohin.
  4. 14

    Vergleiche das Ideal der Weimarer Klassik mit dem der Romantik: Was suchen die Klassiker, was die Romantiker?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Die Klassik sucht Mass, Harmonie und Vollendung nach dem Vorbild der Antike. Die Romantik sucht das Unendliche, das Geheimnisvolle und die Fantasie, oft mit Blick auf das Mittelalter.

    1. Klassik: Ausgleich von Gefühl und Vernunft, abgeschlossene, strenge Formen, griechische Antike als Vorbild.
    2. Romantik: Sehnsucht, Traum, offene Formen und Fragmente, Mittelalter und Volksdichtung als Vorbild.
    3. Beide laufen um 1800 nebeneinander.

Steht eine Gedichtinterpretation zu Eichendorff oder die Lektüre von «Der Sandmann» an und die Epochen verschwimmen noch, übt eine Lehrperson Zuordnen und Deuten gezielt mit dir. Deutsch-Nachhilfe für das Gymnasium

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Ordne Begriffe, Werke und Textstellen der Romantik zu und klick die richtige Antwort an. Stufe 1 übt Zeit und Motive, Stufe 2 Autoren und Werke, Stufe 3 die Zuordnung kurzer Texte zu einer Epoche.

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Für Eltern und Lehrpersonen

Einordnung

Typische Klasse
2. Jahr Gymnasium - 3. Jahr Gymnasium
Stufe
Gymnasium
Fach
Deutsch

Am Gymnasium meist im 2. oder 3. Jahr in der Literaturgeschichte, nach Sturm und Drang und Klassik, oft mit Gedichten von Eichendorff oder der Lektüre von «Der Sandmann» oder «Aus dem Leben eines Taugenichts».

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was ist die Romantik einfach erklärt?

Die Romantik ist eine Epoche der deutschen Literatur von etwa 1795 bis 1835. Ihre Dichter suchen das Wunderbare und Geheimnisvolle: Sehnsucht, Traum, Nacht, Natur und das Mittelalter. Sie wenden sich damit gegen eine Welt, die nur nach Nutzen und Vernunft fragt.

Was sind die wichtigsten Merkmale der Romantik?

Sehnsucht nach Ferne und Unendlichem, Motive wie Nacht, Mond, Wald und Wandern, Begeisterung für Mittelalter, Volkslied und Märchen. Dazu kommen die dunkle Seite mit Doppelgängern und Wahnsinn sowie offene Formen und Fragmente.

Welche Werke der Romantik sollte ich kennen?

Häufig kommen E.T.A. Hoffmanns «Der Sandmann», Eichendorffs «Aus dem Leben eines Taugenichts» und sein Gedicht «Mondnacht» dran. Dazu Novalis' «Heinrich von Ofterdingen» mit der blauen Blume und die Märchen der Brüder Grimm.

Was ist der Unterschied zwischen Romantik und Sturm und Drang?

Beide stellen das Gefühl über die Vernunft allein. Der Sturm und Drang ist heftig und lehnt sich gegen Regeln und Fürsten auf. Die Romantik ist stiller und träumerischer und sehnt sich nach Ferne, Vergangenheit und dem Unendlichen.

Stand 08.11.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?