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Fokus Nachhilfe

Erfolgsrechnung einfach erklärt, mit Schweizer Beispiel

Die Erfolgsrechnung stellt den Aufwand eines Geschäftsjahres dem Ertrag gegenüber. Die Differenz ist der Gewinn oder der Verlust, und der Gewinn erhöht das Eigenkapital in der Bilanz.

  • 1. Jahr Gymnasium - 2. Jahr Gymnasium
  • Gymnasium
Eine junge Lernende und ihre Ausbildnerin besprechen im hellen Büro eines kleinen Unternehmens den Jahresabschluss am Laptop.
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Das musst du wissen

Erklärung

Die Erfolgsrechnung zeigt, ob ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr Gewinn oder Verlust gemacht hat. Sie stellt den Aufwand dem Ertrag gegenüber. Ist der Ertrag grösser, bleibt ein Gewinn, sonst entsteht ein Verlust.

Aufwand und Ertrag

Aufwand ist der Wert, den ein Unternehmen für seine Arbeit verbraucht: Waren, Löhne, Miete, Energie, Zinsen, Abschreibungen.

Ertrag ist der Wert, den es mit seiner Leistung erarbeitet, etwa mit dem Verkauf von Waren oder mit Dienstleistungen.

Aufwand vermindert das , Ertrag vermehrt es.

MerkeAufwand ist Wertverzehr, Ertrag ist Wertzuwachs.

Gewinn oder Verlust in der Kontoform

Links steht der Aufwand, rechts der Ertrag. Dann rechnest du:

Ertrag−Aufwand=Gewinn

Den Gewinn setzt du links unter den Aufwand, damit beide Seiten gleich gross sind. Ist der Aufwand grösser, entsteht ein Verlust. Er kommt rechts unter den Ertrag.

MerkeDer Saldo steht auf der kleineren Seite: Gewinn links, Verlust rechts.

Aufwand ist nicht dasselbe wie eine Zahlung

Kauft ein Unternehmen eine Maschine, tauscht es nur Geld gegen die Maschine. Das ist kein Aufwand. Aufwand wird die Maschine nach und nach, über die jährliche Abschreibung.

Ebenso ist ein Bankdarlehen kein Ertrag und seine Rückzahlung kein Aufwand. Nur der Zins dafür ist Aufwand.

MerkeAufwand und Ertrag verändern das Eigenkapital. Ein reiner Tausch tut das nicht.

Erfolgskonten im Hauptbuch

Jede Art von Aufwand und Ertrag hat ein eigenes , zum Beispiel Lohnaufwand oder Warenertrag.

Aufwandkonten nehmen im (links) zu, Ertragskonten im (rechts).

Am Jahresende rechnest du bei jedem Konto den Saldo aus: die Differenz der beiden Kontoseiten. Die Saldi überträgst du in die Erfolgsrechnung.

Mehrstufige Erfolgsrechnung im Handel

Stufe 1: Warenertrag minus Warenaufwand gibt den Bruttogewinn. Der Warenaufwand ist der Einstandswert der verkauften Waren: was sie im Einkauf gekostet haben.

Stufe 2: Bruttogewinn minus Gemeinaufwand (Löhne, Miete, Abschreibungen usw.) gibt den Reingewinn.

Ist der Gemeinaufwand grösser als der Bruttogewinn, entsteht ein Reinverlust.

MerkeWarenertrag minus Warenaufwand gibt den Bruttogewinn. Bruttogewinn minus Gemeinaufwand gibt den Reingewinn.

Erfolgsrechnung und Bilanz

Die zeigt Vermögen und Schulden an einem Stichtag, die Erfolgsrechnung das ganze Geschäftsjahr davor.

Der Gewinn erhöht das Eigenkapital. Privatbezüge und Einlagen sind Geld, das die Inhaberin für sich aus dem Geschäft nimmt oder ins Geschäft einlegt.

Gibt es keine, gilt: Zunahme des Eigenkapitals = Gewinn. Das heisst doppelter Erfolgsnachweis.

Erfolgsrechnung: Aufwand, Ertrag und Gewinn: Übersicht mit Aufwand und Ertrag; Gewinn oder Verlust in der Kontoform; Aufwand ist nicht dasselbe wie eine Zahlung; Mehrstufige Erfolgsrechnung im Handel.
Erfolgsrechnung: Aufwand, Ertrag und Gewinn auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕Der Gewinn steht in der Erfolgsrechnung rechts beim Ertrag.

    ✓Der Gewinn steht links unter dem Aufwand. Er füllt die kleinere Seite auf, damit beide Summen gleich gross sind.

  • ✕Der Kauf eines Lieferwagens für 40'000 Franken ist Aufwand.

    ✓Der Kauf tauscht Geld gegen ein Fahrzeug, das in der Bilanz steht. Aufwand ist nur die jährliche Abschreibung des Lieferwagens.

  • ✕Der Bruttogewinn ist der Gewinn des Unternehmens.

    ✓Vom Bruttogewinn gehen noch Löhne, Miete und der übrige Gemeinaufwand ab. Erst was danach bleibt, ist der Reingewinn.

  • ✕Ein Darlehen der Bank ist Ertrag, seine Rückzahlung ist Aufwand.

    ✓Darlehen und Rückzahlung verändern nur Bank und Schulden. In die Erfolgsrechnung gehört nur der Zins.

Begriffe zum Nachschlagen
Erfolgsrechnung
Abschlussrechnung, die Aufwand und Ertrag eines Geschäftsjahres gegenüberstellt und den Gewinn oder Verlust zeigt. In Deutschland heisst sie Gewinn- und Verlustrechnung (GuV).
Aufwand
Wertverzehr eines Unternehmens in einem Zeitraum, zum Beispiel Löhne, Miete, Warenaufwand oder Abschreibungen. Aufwand vermindert das Eigenkapital.
Ertrag
Wertzuwachs eines Unternehmens in einem Zeitraum, zum Beispiel aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen. Ertrag vermehrt das Eigenkapital.
Reingewinn
Was nach Abzug des ganzen Aufwands vom ganzen Ertrag übrig bleibt, der Gewinn des Unternehmens.
Verlust
Entsteht, wenn der Aufwand grösser ist als der Ertrag. Er vermindert das Eigenkapital.
Bruttogewinn
Warenertrag minus Warenaufwand. Aus ihm muss das Handelsunternehmen noch den Gemeinaufwand decken.
Gemeinaufwand
Aller Aufwand ausser dem Warenaufwand: Löhne, Miete, Abschreibungen, Energie, Werbung und Weiteres.
Abschreibung
Der Wertverlust einer Maschine, eines Fahrzeugs oder einer Einrichtung in einem Jahr. Sie ist Aufwand, auch wenn dabei kein Geld fliesst.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Aktiven und Passiven in der Bilanz

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Gewinn eines Coiffeursalons

Ein Coiffeur schneidet in einem hellen Salon einer Kundin die Haare, im Hintergrund wartet ein Kunde.

Ein Coiffeursalon in Luzern hat im letzten Geschäftsjahr diese Zahlen (in Franken): Dienstleistungsertrag 310'000, Lohnaufwand 190'000, Raumaufwand 48'000, übriger Aufwand 54'000. Erstelle die Erfolgsrechnung in Kontoform. Hat der Salon Gewinn gemacht?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Zähle den ganzen Aufwand zusammen.190'000+48'000+54'000=292'000
  2. Ziehe den Aufwand vom Ertrag ab. Das Ergebnis ist positiv, also ein Gewinn.310'000−292'000=18'000
  3. In der Kontoform steht links der Aufwand, rechts der Ertrag. Der Gewinn kommt links dazu, damit beide Seiten 310'000 Franken ergeben. | Aufwand | Fr. | Ertrag | Fr. | |---|---:|---|---:| | Lohnaufwand | 190'000 | Dienstleistungsertrag | 310'000 | | Raumaufwand | 48'000 | | | | Übriger Aufwand | 54'000 | | | | Gewinn | 18'000 | | | | Total | 310'000 | Total | 310'000 |

Der Salon hat einen Gewinn von 18'000 Franken gemacht. Er steht in der Erfolgsrechnung links unter dem Aufwand.

Beispiel 2Was ist Aufwand, was Ertrag?

Ein Schreiner lädt in Chur einen fertigen Holztisch in einen Lieferwagen, hinter ihm die offene Werkstatt.

Eine Schreinerei in Chur hat im Geschäftsjahr unter anderem diese Vorgänge: (a) Kauf eines Lieferwagens gegen Banküberweisung, 40'000 Franken. (b) Abschreibung des Lieferwagens, 8'000. (c) Miete für die Werkstatt, 24'000. (d) Rückzahlung eines Darlehens, 10'000. (e) Zins auf dem Darlehen, 600. (f) Verkauf von Möbeln auf Rechnung, 95'000. Welche Vorgänge gehören in die Erfolgsrechnung?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Frag bei jedem Vorgang: Verändert er das Eigenkapital, oder werden nur Werte getauscht?
  2. (a) Geld wird gegen ein Fahrzeug getauscht, (d) Geld gegen weniger Schulden. Beides verändert das Eigenkapital nicht und steht nur in der Bilanz.
  3. (b), (c) und (e) sind Wertverzehr, also Aufwand. Die Abschreibung ist Aufwand, obwohl dabei kein Geld fliesst.8'000+24'000+600=32'600
  4. (f) ist Ertrag, auch wenn die Kundschaft noch nicht bezahlt hat. Es zählt, wann die Leistung erbracht ist, nicht wann das Geld kommt.

In die Erfolgsrechnung gehören (b), (c) und (e) als Aufwand, zusammen 32'600 Franken, und (f) als Ertrag, 95'000 Franken. Der Kauf (a) und die Rückzahlung (d) gehören nicht hinein.

Beispiel 3Mehrstufige Erfolgsrechnung eines Velogeschäfts

In einem Velogeschäft in Winterthur berät ein Verkäufer eine Jugendliche, die ein neues Velo ausprobiert.

Ein Velogeschäft in Winterthur hat diese Jahreszahlen (in Franken): Warenertrag 620'000, Warenaufwand 372'000, Personalaufwand 150'000, Raumaufwand 36'000, Abschreibungen 12'000, übriger Aufwand 30'000. Berechne Bruttogewinn und Reingewinn.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Stufe 1: Warenertrag minus Warenaufwand ergibt den Bruttogewinn.620'000−372'000=248'000
  2. Zähle den Gemeinaufwand zusammen: alles ausser dem Warenaufwand.150'000+36'000+12'000+30'000=228'000
  3. Stufe 2: Bruttogewinn minus Gemeinaufwand ergibt den Reingewinn.248'000−228'000=20'000
  4. So sieht die mehrstufige Erfolgsrechnung aus: | Posten | Fr. | |---|---:| | Warenertrag | 620'000 | | − Warenaufwand | 372'000 | | = Bruttogewinn | 248'000 | | − Personalaufwand | 150'000 | | − Raumaufwand | 36'000 | | − Abschreibungen | 12'000 | | − Übriger Aufwand | 30'000 | | = Reingewinn | 20'000 |

Der Bruttogewinn beträgt 248'000 Franken, der Reingewinn 20'000 Franken.

Beispiel 4Gewinn aus der Bilanz und Aufwand aus dem Gewinn

Eine Bäckerin legt frische Zöpfe und Brote in die Auslage ihrer Bäckerei, ein Vater mit Kind schaut zu.

Die Inhaberin einer Bäckerei in Bern hatte am 1. Januar ein Eigenkapital von 120'000 Franken, am 31. Dezember von 135'000 Franken. Sie hat im Jahr nichts für sich bezogen und nichts eingelegt. Der Ertrag betrug 500'000 Franken. Wie gross waren Gewinn und Aufwand?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Ohne Privatbezüge und Einlagen ist die Zunahme des Eigenkapitals gleich dem Gewinn.135'000−120'000=15'000
  2. In der Erfolgsrechnung gilt: Ertrag minus Aufwand gleich Gewinn. Also ist der Aufwand der Ertrag minus der Gewinn.500'000−15'000=485'000
  3. Probe: Ertrag minus Aufwand gibt wieder den Gewinn.500'000−485'000=15'000

Die Bäckerei hat 15'000 Franken Gewinn gemacht, der Aufwand betrug 485'000 Franken.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Welche Abschlussrechnung zeigt, ob ein Unternehmen Gewinn gemacht hat, und welchen Zeitraum zeigt sie?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Die Erfolgsrechnung; sie zeigt ein ganzes Geschäftsjahr.

    1. Die Bilanz ist eine Momentaufnahme an einem Stichtag.
    2. Die Erfolgsrechnung sammelt Aufwand und Ertrag eines ganzen Geschäftsjahres und zeigt den Gewinn oder Verlust.
  2. 2

    Aufwand oder Ertrag? (a) Lohn für die Angestellten, (b) Miete für den Laden, (c) Verkauf von Waren, (d) Zinsgutschrift der Bank.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: (a) Aufwand, (b) Aufwand, (c) Ertrag, (d) Ertrag.

    1. Lohn und Miete sind Wertverzehr: Aufwand.
    2. Der Warenverkauf bringt einen Wertzuwachs: Ertrag.
    3. Eine Zinsgutschrift erhöht das Bankguthaben, ohne dass etwas dafür weggeht: Ertrag (Finanzertrag).
  3. 3

    Ein Fotostudio hat einen Ertrag von 85'000 Franken und einen Aufwand von 72'000 Franken. Gewinn oder Verlust, und wie viel?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Gewinn von 13'000 Franken.

    1. Ertrag minus Aufwand: 85'000−72'000=13'000.
    2. Das Ergebnis ist positiv, also ein Gewinn.
  4. 4

    Ein Hofladen hat einen Ertrag von 64'000 Franken und einen Aufwand von 71'500 Franken. Gewinn oder Verlust, und wie viel?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Verlust von 7'500 Franken.

    1. Ertrag minus Aufwand: 64'000−71'500=−7'500.
    2. Das Ergebnis ist negativ: Der Aufwand ist grösser, also ein Verlust von 7'500 Franken.
  5. 5

    Auf welcher Seite der Erfolgsrechnung in Kontoform steht ein Gewinn, und warum?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Links unter dem Aufwand, weil der Saldo die kleinere Seite auffüllt.

    1. Bei einem Gewinn ist die Ertragsseite (rechts) grösser.
    2. Der Gewinn kommt auf die kleinere Seite, also links, damit beide Seiten gleich gross sind.
  1. 6

    Ein Kiosk am Bahnhof Olten hat im Jahr: Warenertrag 210'000, Warenaufwand 126'000, Lohnaufwand 52'000, Mietaufwand 18'000, übriger Aufwand 9'000 Franken. Berechne den Erfolg.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Gewinn von 5'000 Franken.

    1. Aufwand total: 126'000+52'000+18'000+9'000=205'000.
    2. Ertrag minus Aufwand: 210'000−205'000=5'000, ein Gewinn.
  2. 7

    Gehört der Vorgang als Aufwand in die Erfolgsrechnung? (a) Kauf eines Computers gegen bar, 2'400 Franken. (b) Abschreibung auf dem Computer, 800 Franken. (c) Rückzahlung eines Bankdarlehens, 5'000 Franken. (d) Stromrechnung bezahlt, 1'200 Franken.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: (a) nein, (b) ja, (c) nein, (d) ja.

    1. (a) Geld wird gegen einen Computer getauscht, das Eigenkapital bleibt gleich.
    2. (b) Der Wertverlust des Computers ist Aufwand.
    3. (c) Weniger Geld, aber auch weniger Schulden: kein Aufwand.
    4. (d) Der Strom ist verbraucht: Aufwand.
  3. 8

    Ein Sportgeschäft hat einen Warenertrag von 380'000 Franken und einen Warenaufwand von 230'000 Franken. Wie gross ist der Bruttogewinn?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: 150'000 Franken.

    1. Bruttogewinn = Warenertrag − Warenaufwand.
    2. ​380'000−230'000=150'000.
  4. 9

    Dasselbe Sportgeschäft hat einen Gemeinaufwand von 162'000 Franken. Wie lautet das Ergebnis der zweiten Stufe?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Reinverlust von 12'000 Franken.

    1. Bruttogewinn minus Gemeinaufwand: 150'000−162'000=−12'000.
    2. Der Bruttogewinn deckt den Gemeinaufwand nicht: Es bleibt ein Verlust von 12'000 Franken.
  5. 10

    Ein Velokurier hat am 1. Januar ein Eigenkapital von 80'000 Franken. Im Jahr macht er 9'000 Franken Gewinn, ohne Privatbezüge und Einlagen. Wie gross ist das Eigenkapital am 31. Dezember?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: 89'000 Franken.

    1. Der Gewinn erhöht das Eigenkapital.
    2. ​80'000+9'000=89'000.
  1. 11

    Das Eigenkapital einer Gärtnerei sinkt im Jahr von 200'000 auf 188'000 Franken, ohne Privatbezüge und Einlagen. Der Aufwand betrug 640'000 Franken. Wie gross waren Erfolg und Ertrag?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Verlust von 12'000 Franken, Ertrag 628'000 Franken.

    1. Abnahme des Eigenkapitals: 200'000−188'000=12'000. Das ist der Verlust.
    2. Bei einem Verlust ist der Ertrag um den Verlust kleiner als der Aufwand: 640'000−12'000=628'000.
  2. 12

    Ein Buchladen hat einen Warenertrag von 450'000 Franken und einen Bruttogewinn von 135'000 Franken. Wie gross ist der Warenaufwand, und wie viele Prozent des Warenertrags macht der Bruttogewinn aus (Bruttogewinnmarge)?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Warenaufwand 315'000 Franken, Bruttogewinnmarge 30 %.

    1. Warenaufwand = Warenertrag − Bruttogewinn: 450'000−135'000=315'000.
    2. Bruttogewinnmarge: 135'000:450'000=0.3=30 %.
  3. 13

    Ein Elektrofachgeschäft hat einen Warenertrag von 900'000 Franken, einen Bruttogewinn von 360'000 Franken und einen Reingewinn von 45'000 Franken. Berechne Warenaufwand und Gemeinaufwand.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Warenaufwand 540'000 Franken, Gemeinaufwand 315'000 Franken.

    1. Warenaufwand: 900'000−360'000=540'000.
    2. Gemeinaufwand = Bruttogewinn − Reingewinn: 360'000−45'000=315'000.
  4. 14

    Eine Druckerei kauft eine Maschine für 60'000 Franken. Sie soll 10 Jahre halten und wird jedes Jahr um gleich viel abgeschrieben, bis ihr Wert 0 ist. Wie viel Aufwand bringt die Maschine im Kaufjahr in die Erfolgsrechnung, und warum nicht 60'000 Franken?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: 6'000 Franken Abschreibung; der Kauf selbst ist kein Aufwand.

    1. Der Kauf tauscht Geld gegen eine Maschine: Das Vermögen bleibt gleich, also kein Aufwand.
    2. Aufwand ist der Wertverlust pro Jahr: 60'000:10=6'000.
    3. So verteilt sich der Aufwand auf die 10 Jahre, in denen die Maschine genutzt wird.

Hängt es bei Aufwand, Ertrag oder dem Bruttogewinn, rechnet eine Lehrperson die Erfolgsrechnung mit dir Schritt für Schritt durch. Rechnungswesen-Nachhilfe für KV, BM und Gymnasium

Üben ohne Ende

Trainer: Erfolgsrechnung

So funktioniert der Trainer

Immer neue Fragen zum Anklicken, mit kurzer Erklärung nach jeder Antwort. Stufe 1 übt Aufwand und Ertrag, Stufe 2 Gewinn, Verlust und Kontoform, Stufe 3 die mehrstufige Erfolgsrechnung und den Bezug zur Bilanz.

Aufwand, Ertrag oder keines? Rückzahlung eines Darlehens an die Bank

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Für Eltern und Lehrpersonen

Einordnung

Typische Klasse
1. Jahr Gymnasium - 2. Jahr Gymnasium
Stufe
Gymnasium
Fach
Rechnungswesen

Am Gymnasium im Fach Wirtschaft und Recht, an der Wirtschaftsmittelschule, in der Berufsmaturität und im KV kommt die Erfolgsrechnung direkt nach der Bilanz. Danach folgen die Erfolgskonten im Hauptbuch und die mehrstufige Erfolgsrechnung im Handel.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Bilanz und Erfolgsrechnung?

Die Bilanz zeigt an einem Stichtag, welches Vermögen ein Unternehmen hat und wie es finanziert ist. Die Erfolgsrechnung zeigt Aufwand und Ertrag eines ganzen Geschäftsjahres und damit den Gewinn oder Verlust. Der Gewinn fliesst ins Eigenkapital der Bilanz.

Ist die Erfolgsrechnung dasselbe wie die GuV?

Ja. In Deutschland heisst sie Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), in der Schweiz Erfolgsrechnung. Das Schweizer Obligationenrecht und die Schulen hier sprechen von der Erfolgsrechnung.

Warum steht der Gewinn auf der Aufwandseite?

Der Gewinn ist der Ausgleich zwischen den beiden Seiten. Bei einem Gewinn ist der Ertrag grösser, also fehlt links etwas, bis beide Seiten gleich gross sind. Darum steht der Gewinn links, obwohl er kein Aufwand ist.

Wer muss in der Schweiz eine Erfolgsrechnung erstellen?

Wer nach dem Obligationenrecht zur Buchführung und Rechnungslegung verpflichtet ist, zum Beispiel jede AG und GmbH und Einzelunternehmen ab 500'000 Franken Umsatz im Jahr. Die Jahresrechnung besteht dann aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang.

Stand 08.11.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?