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Fokus Nachhilfe

Prokaryoten und Eukaryoten

Lebewesen haben zwei Grundtypen von Zellen: Prokaryoten wie Bakterien ohne Zellkern und Eukaryoten wie Tiere, Pflanzen und Pilze mit Zellkern. Hier lernst du den Bau beider Zelltypen, ihre Unterschiede und wie die Endosymbiontentheorie sie verbindet.

  • 1. Jahr Gymnasium - 2. Jahr Gymnasium
  • Gymnasium
Zwei Jugendliche betrachten im Biologiezimmer am Mikroskop eine Probe, daneben stehen Petrischalen mit Bakterienkolonien.
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Das musst du wissen

Erklärung

Es gibt zwei Grundtypen von : Prokaryoten ohne und Eukaryoten mit Zellkern. Bei Prokaryoten liegt die frei im , bei Eukaryoten im Zellkern. Am Schluss kannst du jede Zelle einem der beiden Typen zuordnen.

Zwei Grundtypen von Zellen

Griechisch «karyon» heisst Kern, «pro» vor, «eu» echt.

Prokaryoten sind die Bakterien und die Archaeen, eine eigene Gruppe, die oft an extremen Orten lebt, etwa in heissen Quellen. Alle sind Einzeller.

Eukaryoten sind Tiere, Pflanzen, Pilze und viele Einzeller wie die Hefe. sind keine Zellen und gehören zu keinem Typ.

MerkeProkaryoten (Bakterien und Archaeen) haben keinen Zellkern. Eukaryoten (Tiere, Pflanzen, Pilze und viele Einzeller) haben einen Zellkern.

Die Bakterienzelle: Grösse und Hülle

Eine Bakterienzelle ist meist nur 1 bis 5 µm lang.

Aussen haben viele Bakterien eine schleimige Kapsel als Schutz. Darunter gibt die aus Murein Halt. Pflanzen haben eine aus .

Innen folgt die . Manche Bakterien schwimmen mit einer Geissel, einem Faden, der sich wie ein Propeller dreht.

Die Bakterienzelle: innen

Innen ist Zellplasma. Darin liegt die DNA als ringförmiges Bakterienchromosom, ohne Hülle, in einem Bereich namens Nucleoid.

Dazu kommen kleine DNA-Ringe, die Plasmide, und , die Eiweisse bauen. Sie sind kleiner als die der Eukaryoten.

mit Membran gibt es keine.

MerkeBakterienzelle: Zellwand aus Murein, Zellmembran, Zellplasma, DNA-Ring ohne Kernhülle, Plasmide, kleine Ribosomen; oft Kapsel und Geissel.

Die eukaryotische Zelle

Eukaryotische Zellen sind 10 bis 100 µm gross, rund zehnmal länger als Bakterien.

Der Zellkern hat eine doppelte Hülle und enthält fadenförmige .

Dazu kommen Organellen mit Membran: , (ER), , bei Pflanzen .

Zellwand: Pflanzen aus Cellulose, Pilze aus Chitin, Tiere keine.

MerkeEukaryoten: Zellkern mit Hülle, Organellen mit Membran, fadenförmige Chromosomen, grössere Ribosomen.

Die Unterschiede im Überblick

Merkmal Prokaryoten Eukaryoten
Zellkern nein ja
DNA Ring, frei Chromosomen im Kern
Organellen mit Membran nein ja
Ribosomen 70S 80S
Grösse 1–5 µm 10–100 µm

Das «S» sagt, wie schnell ein Teilchen in einer Zentrifuge absinkt. 70S-Ribosomen sind kleiner als 80S-Ribosomen.

Bakterium2Hefezelle8Mundschleimhautzelle50Blattzelle80
Ungefähre Länge in Mikrometern: Bakterium 2, Hefezelle 8, Mundschleimhautzelle 50, Blattzelle 80. Nur das Bakterium ist ein Prokaryot.

Vermehrung durch Zweiteilung

Bakterien vermehren sich durch Zweiteilung: Die Zelle kopiert ihren DNA-Ring, wächst und schnürt sich in zwei gleiche Tochterzellen durch. Eine gibt es dabei nicht.

Unter guten Bedingungen teilen sich manche Bakterien alle 20 bis 30 Minuten. Jede Teilung verdoppelt die Zahl: 1, 2, 4, 8, 16 …

MerkeBei jeder Zweiteilung verdoppelt sich die Zahl der Bakterien. Nach n Teilungen sind es aus einer Zelle .

Start11. Teilung22. Teilung43. Teilung84. Teilung165. Teilung32
Anzahl Bakterien aus einer Zelle: Start 1, nach der 1. Teilung 2, dann 4, 8, 16 und nach der 5. Teilung 32.

Endosymbiontentheorie

Nach der Endosymbiontentheorie nahm vor langer Zeit eine grössere Zelle ein Bakterium auf, das mit Sauerstoff Energie gewann, und verdaute es nicht. Daraus wurde das Mitochondrium.

Beide hatten einen Vorteil. So ein Zusammenleben heisst Symbiose. «Endo» heisst innen. Später kam ein Cyanobakterium mit dazu. Daraus wurde der Chloroplast.

MerkeMitochondrien stammen von Bakterien ab, die mit Sauerstoff Energie gewinnen, Chloroplasten von Cyanobakterien.

Gymnasium: Belege für die Theorie

Mitochondrien und Chloroplasten sind etwa so gross wie Bakterien und haben zwei Membranen.

Sie haben eine eigene ringförmige DNA und kleine 70S-Ribosomen, wie Bakterien.

Sie entstehen nur durch Teilung aus ihresgleichen. Neu bauen kann die Zelle sie nicht.

Prokaryoten und Eukaryoten: Übersicht mit Tabelle Die Unterschiede im Überblick.
Prokaryoten und Eukaryoten auf einen Blick: Die Unterschiede im Überblick als Tabelle.

Häufige Fehler

  • ✕Prokaryoten haben keine DNA, weil sie keinen Zellkern haben.

    ✓Prokaryoten haben DNA. Sie liegt frei im Zellplasma, als ringförmiges Chromosom im Nucleoid, dazu oft Plasmide.

  • ✕Bakterien haben keine Zellwand, nur Pflanzen haben eine.

    ✓Fast alle Bakterien haben eine Zellwand, aber aus Murein statt Cellulose. Auch Pilze haben eine Zellwand, aus Chitin.

  • ✕Prokaryoten haben keine Ribosomen, weil sie keine Organellen haben.

    ✓Prokaryoten haben Ribosomen, sie sind nur kleiner (70S). Ribosomen sind von keiner Membran umgeben; Prokaryoten fehlen nur die Organellen mit Membran.

  • ✕Viren sind die kleinsten Prokaryoten.

    ✓Viren sind gar keine Zellen. Sie haben kein Zellplasma und keine Ribosomen und vermehren sich nur in fremden Zellen.

Begriffe zum Nachschlagen
Prokaryot
Lebewesen aus einer Zelle ohne Zellkern; die DNA liegt frei im Zellplasma. Dazu gehören Bakterien und Archaeen.
Eukaryot
Lebewesen aus Zellen mit Zellkern und Organellen mit Membran, zum Beispiel Tiere, Pflanzen und Pilze.
Nucleoid
Bereich im Zellplasma der Prokaryoten, in dem das ringförmige Chromosom liegt. Es hat keine Hülle, übernimmt aber die Rolle des Zellkerns; darum heisst es auch «Kernäquivalent».
Plasmid
Kleiner DNA-Ring in Bakterien, getrennt vom Bakterienchromosom. Plasmide tragen oft Gene, zum Beispiel für eine Resistenz gegen Antibiotika.
Murein
Stoff, aus dem die Zellwand der Bakterien besteht. Penicillin stört seinen Aufbau.
Chitin
Fester Stoff aus Zuckerbausteinen, aus dem die Zellwand der Pilze besteht. Auch der Panzer von Insekten ist aus Chitin.
Geissel
Langer, dünner Faden an einer Zelle, mit dem sie sich fortbewegt. Bei Bakterien dreht er sich wie ein Propeller.
Zweiteilung
Vermehrung der Prokaryoten: Die Zelle kopiert ihre DNA und schnürt sich in zwei gleiche Tochterzellen durch.
Endosymbiontentheorie
Theorie, nach der Mitochondrien und Chloroplasten von Bakterien abstammen, die eine grössere Zelle aufgenommen hat.
Antibiotikum
Medikament gegen Bakterien. Es greift Teile an, die nur Bakterien haben, etwa die Zellwand aus Murein. Gegen Viren wirkt es nicht.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Zelle: Aufbau und Zellorganellen

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Welcher Zelltyp ist das?

Im Elektronenmikroskop siehst du eine Zelle, die 2 µm lang ist. Sie hat eine Zellwand, eine Zellmembran und viele kleine Ribosomen. Die DNA bildet einen Ring, der frei im Zellplasma liegt. Mitochondrien und andere Organellen mit Membran findest du keine. Ist die Zelle ein Prokaryot oder ein Eukaryot?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Das wichtigste Merkmal ist der Zellkern. Die DNA liegt frei im Zellplasma, also gibt es keinen Zellkern.
  2. Die DNA ist ringförmig, das ist typisch für das Bakterienchromosom.
  3. Du siehst keine Mitochondrien und auch keine anderen Organellen mit Membran. Auch die Grösse von 2 µm passt zu einem Prokaryoten.
  4. Zellwand, Zellmembran und Ribosomen sprechen nicht dagegen: Die haben auch Prokaryoten.

Es ist ein Prokaryot, wahrscheinlich ein Bakterium: kein Zellkern, ringförmige DNA, keine Organellen mit Membran, nur 2 µm gross.

Beispiel 2Joghurt selber machen

Ein Mädchen rührt in der Küche einen Löffel Joghurt in einen Topf mit warmer Milch, daneben stehen leere Gläser.

Mia in Bern macht Joghurt: Sie gibt einen Löffel Naturjoghurt in warme Milch und lässt sie über Nacht stehen. Im Joghurt leben Milchsäurebakterien. Nimm an, ein Bakterium teilt sich in der warmen Milch alle 30 Minuten. Wie viele Bakterien sind nach 3 Stunden aus einem einzigen Bakterium entstanden? Und warum wird die Milch dick?

Lösung Schritt für Schritt
  1. In 3 Stunden passen 6 Abschnitte von 30 Minuten. Das Bakterium teilt sich also 6-mal hintereinander.180:30=6
  2. Bei jeder Zweiteilung verdoppelt sich die Zahl der Bakterien.1→2→4→8→16→32→64
  3. Kürzer geschrieben: 2 hoch die Zahl der Teilungen.26=64
  4. Die Milchsäurebakterien bauen den Milchzucker zu Milchsäure ab. Die Säure lässt das Milcheiweiss gerinnen, darum wird die Milch dick und schmeckt sauer.

Nach 3 Stunden sind es 64 Bakterien. Die Milch wird dick, weil die Bakterien Milchsäure bilden und das Milcheiweiss gerinnt.

Beispiel 3Warum kein Antibiotikum gegen Grippe?

Ein Jugendlicher mit Schal sitzt in einer Arztpraxis, eine Ärztin erklärt ihm etwas, seine Mutter sitzt daneben.

Luca in St. Gallen hat die Grippe und fragt die Ärztin nach einem Antibiotikum. Sie sagt nein. Ein paar Monate später hat er eine Mittelohrentzündung durch Bakterien und bekommt Penicillin. Warum hilft Penicillin gegen Bakterien, schadet Lucas eigenen Zellen nicht und hilft trotzdem nicht gegen die Grippe?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Penicillin stört den Aufbau der Zellwand aus Murein. Bakterien können dann keine stabile Zellwand mehr bauen und gehen zugrunde, wenn sie wachsen und sich teilen.
  2. Lucas Zellen sind eukaryotische Tierzellen. Sie haben gar keine Zellwand, darum greift Penicillin sie nicht an.
  3. Die Grippe wird von Viren ausgelöst. Viren sind keine Zellen: Sie haben keine Zellwand und keine eigenen Ribosomen.
  4. Ein Antibiotikum findet bei Viren also nichts, das es angreifen kann. Es würde nur Lucas nützliche Darmbakterien schädigen.

Penicillin greift die Zellwand aus Murein an, die nur Bakterien haben, Tierzellen nicht. Gegen Viren wirkt es nicht, weil Viren keine Zellen sind und keine Zellwand haben.

Beispiel 4Gymnasium: Belege für die Endosymbiontentheorie

Du untersuchst Mitochondrien und vergleichst sie mit Bakterien. Welche vier Beobachtungen sprechen dafür, dass Mitochondrien von Bakterien abstammen?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Grösse: Ein Mitochondrium ist mit etwa 1 bis 2 µm so gross wie ein Bakterium.
  2. Zwei Membranen: Die innere Membran stammt vom aufgenommenen Bakterium. Die äussere entstand beim Aufnehmen, als die grössere Zelle das Bakterium mit ihrer Membran umschloss.
  3. Eigene DNA und Ribosomen: Mitochondrien haben eine ringförmige DNA und kleine 70S-Ribosomen, wie Bakterien.
  4. Teilung: Neue Mitochondrien entstehen nur durch Teilung aus vorhandenen, ähnlich wie bei der Zweiteilung der Bakterien. Die Zelle kann sie nicht neu bauen.

Bakteriengrösse, zwei Membranen, eigene ringförmige DNA mit 70S-Ribosomen und Vermehrung durch Teilung sprechen für die Abstammung von Bakterien.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Prokaryoten und Eukaryoten?

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    Ergebnis: Prokaryoten haben keinen Zellkern, Eukaryoten haben einen Zellkern.

    1. «karyon» heisst Kern, «pro» vor, «eu» echt.
    2. Bei Prokaryoten liegt die DNA frei im Zellplasma.
    3. Bei Eukaryoten liegt sie im Zellkern mit doppelter Hülle.
  2. 2

    Ordne zu: Prokaryot oder Eukaryot? Kolibakterium, Hefe, Buche, Mensch, Milchsäurebakterium.

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    Ergebnis: Prokaryoten: Kolibakterium, Milchsäurebakterium. Eukaryoten: Hefe, Buche, Mensch.

    1. Bakterien sind Prokaryoten: Kolibakterium und Milchsäurebakterium.
    2. Pflanzen, Tiere und Pilze sind Eukaryoten.
    3. Hefe ist ein einzelliger Pilz, also auch ein Eukaryot.
  3. 3

    Wo liegt die DNA in einer Bakterienzelle, und welche Form hat sie?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Frei im Zellplasma, im Nucleoid; sie ist ringförmig. Dazu kommen kleine DNA-Ringe, die Plasmide.

    1. Bakterien haben keinen Zellkern.
    2. Ihr Chromosom ist ein DNA-Ring und liegt in einem Bereich des Zellplasmas, dem Nucleoid.
    3. Zusätzlich gibt es oft kleine Ringe, die Plasmide.
  4. 4

    Ein Bakterium ist 2 µm lang, eine Mundschleimhautzelle 50 µm. Wie viele Bakterien hätten hintereinander in der Länge der Mundschleimhautzelle Platz?

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    Ergebnis: 25 Bakterien

    Bakterium2Mundschleimhautzelle50
    Länge in Mikrometern: Bakterium 2, Mundschleimhautzelle 50. Die Mundschleimhautzelle ist 25-mal so lang.
    1. Teile die Länge der grossen Zelle durch die Länge des Bakteriums.
    2. ​50:2=25
  5. 5

    Ein Bakterium teilt sich dreimal hintereinander. Wie viele Bakterien sind es danach?

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    Ergebnis: 8 Bakterien

    Start11. Teilung22. Teilung43. Teilung8
    Anzahl Bakterien: Start 1, nach der 1. Teilung 2, nach der 2. Teilung 4, nach der 3. Teilung 8.
    1. Bei jeder Zweiteilung verdoppelt sich die Zahl.
    2. ​1→2→4→8, also 23=8.
  1. 6

    Nenne vier Bestandteile, die Bakterienzellen und Pflanzenzellen beide haben.

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    Ergebnis: Zellwand, Zellmembran, Zellplasma, Ribosomen (und DNA).

    1. Beide haben eine Zellwand, auch wenn sie aus verschiedenen Stoffen besteht (Murein bzw. Cellulose).
    2. Beide haben Zellmembran, Zellplasma und Ribosomen.
    3. Beide haben DNA, die Pflanzenzelle im Zellkern, das Bakterium frei im Zellplasma.
  2. 7

    Eine Zelle hat einen Zellkern und eine Zellwand, aber keine Chloroplasten. Ihre Zellwand besteht aus Chitin. Was für ein Lebewesen ist es?

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    Ergebnis: Ein Pilz, also ein Eukaryot.

    1. Der Zellkern zeigt: Es ist ein Eukaryot.
    2. Eine Zellwand haben bei den Eukaryoten Pflanzen und Pilze.
    3. Chitin und fehlende Chloroplasten passen zu einem Pilz.
  3. 8

    Erkläre, warum ein Antibiotikum wie Penicillin Bakterien abtötet, deinen eigenen Zellen aber nicht schadet.

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    Ergebnis: Penicillin stört den Aufbau der Zellwand aus Murein. Deine Zellen haben keine Zellwand, also auch nichts, was Penicillin angreifen kann.

    1. Bakterien haben eine Zellwand aus Murein.
    2. Penicillin verhindert, dass sie ihre Zellwand richtig aufbauen, wenn sie wachsen und sich teilen.
    3. Tierzellen haben keine Zellwand, darum bleiben sie verschont.
  4. 9

    Cyanobakterien betreiben Fotosynthese. Haben sie Chloroplasten? Begründe.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Nein. Cyanobakterien sind Prokaryoten und haben keine Organellen mit Membran. Die Fotosynthese läuft an Membranen direkt im Zellplasma.

    1. Cyanobakterien sind Bakterien, also Prokaryoten.
    2. Prokaryoten haben keine Organellen mit Membran, also auch keine Chloroplasten.
    3. Ihr Farbstoff sitzt an Membranen im Zellplasma, dort läuft die Fotosynthese.
  5. 10

    Eine Speise mit 100 Bakterien steht im Sommer 2 Stunden in der Wärme. Die Bakterien teilen sich alle 20 Minuten. Wie viele sind es danach?

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    Ergebnis: 6'400 Bakterien

    1. 2 Stunden sind 120 Minuten: 120:20=6 Teilungen.
    2. Jede Teilung verdoppelt die Zahl: 26=64.
    3. ​ Bakterien.
  1. 11

    Eine eukaryotische Zelle ist etwa zehnmal so lang wie ein Bakterium. Nimm vereinfacht an, beide sind Würfel. Wie viel Mal grösser sind Volumen und Oberfläche der eukaryotischen Zelle? Welche Zelle hat im Verhältnis zu ihrem Volumen mehr Oberfläche?

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    Ergebnis: Volumen 1'000-mal, Oberfläche 100-mal grösser. Das Bakterium hat im Verhältnis zum Volumen 10-mal mehr Oberfläche.

    1. Beim Würfel wird jede der drei Kanten zehnmal länger.
    2. Das Volumen wächst mit .
    3. Jede Fläche wächst nur mit 10·10=100, also auch die ganze Oberfläche.
    4. ​: Das Bakterium hat pro Volumen 10-mal mehr Oberfläche, über die Stoffe hinein- und hinausgelangen.
  2. 12

    Gymnasium: Manche Antibiotika blockieren die 70S-Ribosomen der Bakterien. Warum können sie in hoher Dosis auch Nebenwirkungen in unseren Zellen haben, obwohl unsere Zellen 80S-Ribosomen haben?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Unsere Mitochondrien haben eigene Ribosomen, die den 70S-Ribosomen der Bakterien ähneln. Das Antibiotikum kann auch sie treffen.

    1. Im Zellplasma haben unsere Zellen 80S-Ribosomen, die das Antibiotikum nicht blockiert.
    2. Mitochondrien stammen nach der Endosymbiontentheorie von Bakterien ab.
    3. Sie haben darum eigene, bakterienähnliche Ribosomen, an denen das Antibiotikum wirken kann.
  3. 13

    Gymnasium: Warum haben Mitochondrien zwei Membranen? Erkläre mit der Endosymbiontentheorie.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Die innere Membran ist die Membran des aufgenommenen Bakteriums. Die äussere entstand, als die grössere Zelle das Bakterium mit ihrer Membran umschloss.

    1. Das Bakterium hatte eine eigene Zellmembran, daraus wurde die innere Membran.
    2. Beim Aufnehmen umhüllte die grössere Zelle das Bakterium mit einem Stück ihrer Membran.
    3. So liegt das ehemalige Bakterium in zwei Membranen.
  4. 14

    Plasmide können von einem Bakterium auf ein anderes übertragen werden. Warum kann das im Spital gefährlich werden?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Plasmide tragen oft Gene für eine Resistenz gegen Antibiotika. Geht ein solches Plasmid auf andere Bakterien über, wirkt das Antibiotikum auch gegen sie nicht mehr.

    1. Auf Plasmiden liegen oft Gene, die ein Bakterium gegen ein Antibiotikum unempfindlich machen.
    2. Wird ein Plasmid übertragen, bekommt das andere Bakterium diese Resistenz auch.
    3. Im Spital werden viele Antibiotika eingesetzt; resistente Bakterien überleben und lassen sich schwer behandeln.
  5. 15

    Gymnasium: Nach der Endosymbiontentheorie wurden zuerst Mitochondrien aufgenommen, später Chloroplasten. Welche Beobachtung an heutigen Zellen passt zu dieser Reihenfolge?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Alle Pflanzenzellen mit Chloroplasten haben auch Mitochondrien, aber Tier- und Pilzzellen haben Mitochondrien ohne Chloroplasten.

    1. Tiere und Pilze haben Mitochondrien, aber keine Chloroplasten.
    2. Pflanzen haben beides.
    3. Eukaryoten mit Chloroplasten, aber ohne Mitochondrien gibt es nicht. Das passt dazu, dass die Mitochondrien zuerst da waren.

Bringt dein Kind Bakterienzelle, Pflanzenzelle und Endosymbiontentheorie durcheinander, geht eine Lehrperson den Stoff mit ihm vor der nächsten Biologie-Prüfung Schritt für Schritt durch. Nachhilfe in Biologie fürs Gymnasium

Üben ohne Ende

Trainer: Prokaryoten und Eukaryoten

So funktioniert der Trainer

Immer neue Fragen zum Anklicken, mit kurzer Erklärung nach jeder Antwort. Stufe 1 übt die Grundbegriffe, Stufe 2 den Vergleich der Zelltypen, Stufe 3 Endosymbiontentheorie und Anwendungen.

Womit bewegen sich manche Bakterien fort?

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Für Eltern und Lehrpersonen

Einordnung

Typische Klasse
1. Jahr Gymnasium - 2. Jahr Gymnasium
Stufe
Gymnasium
Fach
Biologie

Am Gymnasium im 1. oder 2. Jahr in der Zellbiologie, meist direkt nach dem Aufbau der Zelle. Die Bakterienzelle kommt oft schon in der Sek kurz vor.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Prokaryoten und Eukaryoten?

Prokaryoten wie Bakterien haben keinen Zellkern und keine Organellen mit Membran; ihre DNA liegt als Ring frei im Zellplasma. Eukaryoten wie Tiere, Pflanzen und Pilze haben einen Zellkern und Organellen wie Mitochondrien. Ihre Zellen sind meist rund zehnmal länger.

Sind Viren Prokaryoten?

Nein. Viren sind keine Zellen: Sie haben kein Zellplasma, keine Ribosomen und keinen eigenen Stoffwechsel. Sie gehören darum weder zu den Prokaryoten noch zu den Eukaryoten.

Ist der Mensch ein Prokaryot oder ein Eukaryot?

Der Mensch ist ein Eukaryot: Fast alle seine Zellen haben einen Zellkern. In und auf ihm leben aber Billionen Bakterien, vor allem im Darm, und das sind Prokaryoten.

In welcher Klasse lernt man Prokaryoten und Eukaryoten?

Meist am Gymnasium im 1. oder 2. Jahr, direkt nach dem Aufbau der Zelle. In der Sek wird die Bakterienzelle manchmal kurz gezeigt. Je nach Kanton und Schule kann es früher oder später sein.

Stand 08.11.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?