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Fokus Nachhilfe

Kohlenstoffkreislauf einfach erklärt

Im Kohlenstoffkreislauf wandert Kohlenstoff von der Luft in die Pflanzen, weiter zu den Tieren und über Atmung und Zersetzung zurück in die Luft. Dazu gehören die Faktoren, die auf Lebewesen in einem Ökosystem wirken.

  • 2. Sek - 2. Jahr Gymnasium
  • Zyklus 3, Gymnasium
  • Lehrplan 21: NT.3.3.b
Zwei Jugendliche sitzen am Rand eines Mischwalds auf einem Baumstamm, vor ihnen Pilze im Laub und ein Reh am Waldrand.
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Das musst du wissen

Erklärung

Der Kohlenstoffkreislauf zeigt, wie Kohlenstoff zwischen Luft, Lebewesen, Boden und Meer wandert. Pflanzen holen ihn als CO₂ aus der Luft, Atmung, Zersetzung und Verbrennung geben ihn zurück. Am Schluss zeichnest du den Weg als Pfeilschema.

Was ist ein Ökosystem?

Ein Wald, ein Weiher oder eine Wiese ist ein Ökosystem. Dazu gehört der Lebensraum mit Boden, Wasser und Klima, das Biotop. Und dazu gehören alle Lebewesen, die dort zusammenleben, die Biozönose.

Im Ökosystem hängt alles zusammen: Lebewesen fressen einander, konkurrieren und tauschen Stoffe mit der Umwelt aus.

Biotische und abiotische Faktoren

Auf jedes Lebewesen wirken zwei Arten von Einflüssen.

Abiotische Faktoren kommen aus der unbelebten Umwelt: Licht, Temperatur, Wasser, Wind, Mineralstoffe im Boden.

Biotische Faktoren gehen von anderen Lebewesen aus: Fressfeinde, Beute, Konkurrenz, Parasiten, Partner.

MerkeAbiotisch heisst «nicht vom Leben», biotisch heisst «vom Leben». Fragst du «Kommt der Einfluss von einem Lebewesen?», findest du die Antwort.

Produzenten, Konsumenten, Destruenten

Produzenten sind grüne Pflanzen und Algen. Sie stellen ihre Nahrung mit Licht selbst her.

Konsumenten fressen Pflanzen oder Tiere. Das Reh ist Konsument erster Ordnung, der Fuchs, der Mäuse frisst, zweiter Ordnung.

Destruenten, vor allem Bakterien und Pilze, bauen tote Reste zu Kohlenstoffdioxid, Wasser und Mineralstoffen ab.

MerkeStoffe kreisen, Energie fliesst: Die Stoffe werden immer wieder verwendet, die Energie kommt von der Sonne und geht am Ende als Wärme verloren.

Der Kohlenstoffkreislauf Schritt für Schritt

  1. : Pflanzen holen CO₂ aus der Luft und bauen den Kohlenstoff in Zucker ein.

  2. Fressen: Tiere nehmen ihn mit der Nahrung auf.

  3. : Alle Lebewesen bauen Zucker ab und geben CO₂ ab.

  4. Zersetzung: Destruenten bauen tote Reste ab, dabei entsteht CO₂.

  5. Verbrennung: Brennendes Holz, Erdöl oder Erdgas gibt CO₂ ab.

MerkeNur die Fotosynthese holt Kohlenstoff aus der Luft. Atmung, Zersetzung und Verbrennung bringen ihn zurück.

Kohlenstoffspeicher

Langzeitspeicher für Kohlenstoff:

  • Fossile Brennstoffe: Kohle, Erdöl und Erdgas aus Resten urzeitlicher Lebewesen.

  • Kalkstein aus Muschel- und Korallenschalen, etwa im Jura.

  • Torf in Mooren: Im nassen Boden fehlt Sauerstoff, darum wird kaum etwas abgebaut.

  • Das Meer enthält gelöst viel mehr Kohlenstoff als die Luft.

Der Mensch verändert den Kreislauf

Verbrennt der Mensch Kohle, Erdöl und Erdgas, kommt Kohlenstoff, der Jahrmillionen gespeichert war, rasch in die Luft. Auch Abholzen und Entwässern von Mooren setzen CO₂ frei.

Um 1800 enthielt die Luft rund 280 ppm CO₂ (Teilchen pro Million), heute über 420 ppm. CO₂ hält Wärme in der Lufthülle zurück: Die Erde wird wärmer.

Der Wasserkreislauf

Die Sonne lässt Wasser aus Meeren, Seen und Böden verdunsten. Pflanzen geben Wasserdampf über die Blätter ab (Transpiration).

In der Höhe kondensiert der Dampf zu Wolken. Als Niederschlag fällt das Wasser zurück, versickert ins Grundwasser oder fliesst über Flüsse wie den Rhein ins Meer.

Gymnasium: der Stickstoffkreislauf

Pflanzen brauchen Stickstoff für Eiweisse und nehmen ihn als Nitrat und Ammonium aus dem Boden, nicht als N₂ der Luft.

  • Knöllchenbakterien an Klee und Erbse binden N₂ (Fixierung).

  • Destruenten bilden aus totem Eiweiss Ammonium.

  • Bakterien machen daraus Nitrat (Nitrifikation).

  • Ohne Sauerstoff wird Nitrat zu N₂ (Denitrifikation).

MerkeOhne Bakterien kein Stickstoffkreislauf: Sie binden N₂, bilden Nitrat und geben N₂ wieder ab.

Kohlenstoffkreislauf, biotische und abiotische Faktoren: Übersicht mit Biotische und abiotische Faktoren; Produzenten, Konsumenten, Destruenten; Der Kohlenstoffkreislauf Schritt für Schritt; Gymnasium: der Stickstoffkreislauf.
Kohlenstoffkreislauf, biotische und abiotische Faktoren auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕Pflanzen machen Fotosynthese, darum geben sie nie CO₂ ab.

    ✓Pflanzen betreiben Tag und Nacht Zellatmung und geben dabei CO₂ ab. Am Tag nehmen sie durch die Fotosynthese meist mehr CO₂ auf, als sie abgeben.

  • ✕Regen und Temperatur sind biotische Faktoren, weil sie für das Leben wichtig sind.

    ✓Sie sind abiotisch, denn sie kommen aus der unbelebten Umwelt. Biotisch ist nur, was von einem Lebewesen ausgeht, etwa ein Fressfeind oder ein Konkurrent.

  • ✕Bei der Zersetzung verschwinden die Stoffe einfach.

    ✓Nichts verschwindet. Destruenten bauen die Reste zu Kohlenstoffdioxid, Wasser und Mineralstoffen ab. Diese Stoffe nutzen die Pflanzen wieder.

  • ✕Auch die Energie geht im Kreis, genau wie der Kohlenstoff.

    ✓Energie fliesst nur in eine Richtung: Sie kommt als Licht von der Sonne und geht als Wärme verloren. Darum braucht jedes Ökosystem ständig neues Sonnenlicht.

Begriffe zum Nachschlagen
Kohlenstoffkreislauf
Der Weg des Kohlenstoffs von der Luft in Pflanzen und Tiere und über Atmung, Zersetzung und Verbrennung zurück in die Luft.
Ökosystem
Ein Lebensraum wie Wald, Wiese oder See zusammen mit allen Lebewesen, die dort leben und aufeinander einwirken.
abiotischer Faktor
Einfluss aus der unbelebten Umwelt, zum Beispiel Licht, Temperatur, Wasser oder Wind.
biotischer Faktor
Einfluss, der von anderen Lebewesen ausgeht, zum Beispiel ein Fressfeind, Beute oder Konkurrenz um Futter.
Produzent
Lebewesen, das seine Nahrung mit Licht selbst herstellt: grüne Pflanzen und Algen.
Konsument
Lebewesen, das sich von anderen Lebewesen ernährt. Pflanzenfresser sind Konsumenten erster Ordnung, Tiere, die Pflanzenfresser fressen, zweiter Ordnung.
Destruent
Lebewesen, das tote Reste zu Kohlenstoffdioxid, Wasser und Mineralstoffen abbaut, vor allem Bakterien und Pilze.
fossile Brennstoffe
Kohle, Erdöl und Erdgas. Sie entstanden vor Jahrmillionen aus Resten von Lebewesen und enthalten viel Kohlenstoff.
Fotosynthese
Pflanzen stellen mit Licht aus Kohlenstoffdioxid und Wasser Traubenzucker her. Dabei entsteht Sauerstoff.
Zellatmung
Lebewesen bauen Traubenzucker mit Sauerstoff zu Kohlenstoffdioxid und Wasser ab und gewinnen dabei Energie.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Fotosynthese und Chloroplasten

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Der Weg eines Kohlenstoff-Atoms

Ein Kohlenstoff-Atom steckt in einem CO₂-Teilchen in der Luft über einer Wiese. Verfolge seinen Weg über Gras, Kuh und Boden, bis es wieder in der Luft ist.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Das Gras nimmt das CO₂ durch die Blätter auf. Bei der Fotosynthese baut es den Kohlenstoff in Traubenzucker ein und daraus in seine Blätter.
  2. Eine Kuh frisst das Gras. Der Kohlenstoff gelangt mit der Nahrung in ihren Körper.
  3. Die Kuh baut einen Teil des Zuckers bei der Zellatmung ab. Dann atmet sie das Atom als CO₂ aus, und es ist schon zurück in der Luft.
  4. Landet das Atom stattdessen im Kuhfladen, bauen Destruenten im Boden den Fladen ab. Auch dabei wird es als CO₂ frei.

Luft → Gras (Fotosynthese) → Kuh (Nahrung) → Luft (Zellatmung der Kuh oder Zersetzung im Boden). Der Kreis ist geschlossen.

Beispiel 2Warum der Kompost warm wird

Ein Junge und seine Mutter leeren Rüstabfälle auf einen Komposthaufen im Garten, daneben liegt Herbstlaub.

Familie Gerber in Burgdorf wirft Rüstabfälle und Laub auf ihren Komposthaufen im Garten. Im Herbst merkt der Sohn: Steckt er die Hand tief in den Haufen, ist es dort warm, obwohl es draussen kühl ist. Woher kommt die Wärme, und was geschieht mit dem Kohlenstoff in den Abfällen?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Im Kompost leben unzählige Bakterien und Pilze. Sie sind Destruenten und ernähren sich von den Abfällen.
  2. Für ihre Energie bauen sie die Stoffe der Abfälle mit Sauerstoff ab, genau wie bei der Zellatmung. Dabei wird Wärme frei.
  3. Weil so viele Destruenten auf engem Raum arbeiten, staut sich die Wärme. Innen kann ein Komposthaufen über 50 Grad warm werden.
  4. Der Kohlenstoff der Abfälle geht dabei zum grossen Teil als CO₂ in die Luft. Ein Rest bleibt als dunkle Komposterde mit Mineralstoffen, die der Garten wieder braucht.

Die Wärme stammt von den Destruenten, die die Abfälle abbauen. Der Kohlenstoff gelangt grösstenteils als CO₂ in die Luft, die Mineralstoffe bleiben in der Erde für neue Pflanzen.

Beispiel 3Faktoren am Bach sortieren

Jugendliche stehen mit Gummistiefeln in einem klaren Bergbach und schauen unter Steine, am Ufer stehen Erlen.

Eine 2. Sek aus Kriens untersucht einen Bach am Pilatus. Sie notiert: Das Wasser ist 9 Grad kalt und fliesst schnell. Unter den Steinen leben viele Bachflohkrebse. Forellen jagen sie. Am Ufer spenden Erlen Schatten. Sortiere in abiotische und biotische Faktoren für die Forelle.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Frag bei jedem Punkt: Kommt der Einfluss von einem Lebewesen oder aus der unbelebten Umwelt?
  2. Wassertemperatur und Strömung kommen aus der unbelebten Umwelt. Sie sind abiotisch. Kaltes Wasser enthält viel Sauerstoff, das braucht die Forelle.
  3. Die Bachflohkrebse sind Beute der Forelle. Ein Lebewesen wirkt auf ein anderes: biotisch.
  4. Die Erlen sind Lebewesen und damit ein biotischer Faktor. Ihr Schatten verändert aber Licht und Wassertemperatur, also abiotische Faktoren. So kann ein Lebewesen die unbelebte Umwelt beeinflussen.

Abiotisch: Wassertemperatur, Strömung und das Licht. Biotisch: die Bachflohkrebse als Beute und die Erlen am Ufer.

Beispiel 4Gymnasium: CO₂ aus einem Liter Benzin

Ein Liter Benzin enthält rund 0.63 kg Kohlenstoff. Wie viel Kohlenstoffdioxid entsteht, wenn er im Motor vollständig verbrennt? Rechne mit den Atommassen C = 12 und O = 16.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Beim Verbrennen verbindet sich jedes C-Atom mit zwei O-Atomen aus der Luft zu einem CO₂-Teilchen.
  2. Ein C-Atom hat die Masse 12, ein CO₂-Teilchen 12+2·16=44. Aus 12 g Kohlenstoff werden also 44 g CO₂.
  3. Auf 0.63 kg Kohlenstoff übertragen:0.63 kg·4412=2.31 kg
  4. Das CO₂ ist schwerer als das Benzin, weil der Sauerstoff aus der Luft dazukommt.

Es entstehen rund 2.31 kg Kohlenstoffdioxid pro Liter Benzin.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Ordne zu: Buche, Reh, Schimmelpilz. Wer ist Produzent, wer Konsument, wer Destruent?

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    Ergebnis: Buche: Produzent. Reh: Konsument. Schimmelpilz: Destruent.

    1. Die Buche ist eine grüne Pflanze und stellt ihre Nahrung mit Licht selbst her: Produzent.
    2. Das Reh frisst Pflanzen: Konsument erster Ordnung.
    3. Der Schimmelpilz baut tote Reste ab: Destruent.
  2. 2

    Biotisch oder abiotisch? Regen, ein Fuchs als Fressfeind, die Temperatur, Konkurrenz um Nistplätze.

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    Ergebnis: Abiotisch: Regen, Temperatur. Biotisch: Fuchs, Konkurrenz um Nistplätze.

    1. Regen und Temperatur kommen aus der unbelebten Umwelt: abiotisch.
    2. Fuchs und Konkurrenten sind Lebewesen: biotisch.
  3. 3

    Bei welchem Vorgang holen Pflanzen Kohlenstoff aus der Luft?

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    Ergebnis: Bei der Fotosynthese

    1. Pflanzen nehmen CO₂ durch die Blätter auf.
    2. Bei der Fotosynthese bauen sie den Kohlenstoff in Traubenzucker ein.
  4. 4

    Nenne drei Vorgänge, bei denen CO₂ in die Luft gelangt.

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    Ergebnis: Zellatmung, Zersetzung durch Destruenten, Verbrennung

    1. Alle Lebewesen geben bei der Zellatmung CO₂ ab.
    2. Destruenten setzen beim Zersetzen toter Reste CO₂ frei.
    3. Beim Verbrennen von Holz, Kohle, Erdöl oder Erdgas entsteht CO₂.
  5. 5

    Woraus sind Kohle, Erdöl und Erdgas entstanden?

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    Ergebnis: Aus Resten von Lebewesen, die vor Jahrmillionen unter Luftabschluss begraben wurden

    1. Kohle stammt aus Pflanzenresten, Erdöl und Erdgas aus winzigen Meereslebewesen.
    2. Die Reste wurden begraben, bevor Destruenten sie abbauen konnten. Darum steckt noch Kohlenstoff darin.
  1. 6

    Du isst einen Apfel. Beschreibe, wie ein Kohlenstoff-Atom aus der Luft in den Apfel kam und wie es wieder in die Luft zurückkehrt.

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    Ergebnis: Luft → Apfelbaum (Fotosynthese) → Apfel → dein Körper → Luft (Zellatmung, Ausatmen)

    1. Der Apfelbaum nahm CO₂ aus der Luft auf und baute den Kohlenstoff bei der Fotosynthese in Zucker ein, den er im Apfel speicherte.
    2. Du isst den Apfel, der Zucker gelangt in deine Zellen.
    3. Bei der Zellatmung baust du den Zucker ab und atmest den Kohlenstoff als CO₂ aus.
  2. 7

    Stell dir vor, in einem Wald gäbe es keine Destruenten mehr. Was würde nach einigen Jahren passieren?

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    Ergebnis: Tote Blätter, Äste und Tiere würden sich anhäufen, und den Pflanzen gingen die Mineralstoffe im Boden aus.

    1. Ohne Destruenten baut niemand die toten Reste ab. Sie bleiben liegen.
    2. Die Mineralstoffe bleiben in den Resten gefangen und gelangen nicht in den Boden zurück.
    3. Die Pflanzen wachsen schlechter, und damit fehlt auch den Konsumenten die Nahrung.
  3. 8

    Messstationen zeigen: Auf der Nordhalbkugel ist der CO₂-Gehalt der Luft im Sommer etwas tiefer als im Winter. Erkläre warum.

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    Ergebnis: Im Sommer wachsen die Pflanzen und nehmen durch Fotosynthese viel CO₂ auf. Im Winter überwiegen Atmung und Zersetzung.

    1. Im Sommer ist viel Licht da. Die Pflanzen wachsen und holen durch Fotosynthese mehr CO₂ aus der Luft, als sie abgeben.
    2. Im Winter ruht die Fotosynthese bei vielen Pflanzen weitgehend. Atmung und Zersetzung laufen weiter, und der CO₂-Gehalt steigt wieder.
  4. 9

    Bring die Schritte des Wasserkreislaufs in die richtige Reihenfolge: Niederschlag, Verdunstung, Abfluss in Bach und Fluss, Kondensation zu Wolken.

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    Ergebnis: Verdunstung → Kondensation zu Wolken → Niederschlag → Abfluss in Bach und Fluss (und wieder Verdunstung)

    1. Die Sonne lässt Wasser verdunsten.
    2. In der Höhe kühlt der Dampf ab und kondensiert zu Wolken.
    3. Es regnet oder schneit, das Wasser fliesst über Bäche und Flüsse zurück ins Meer.
  5. 10

    Beim Heizen mit Holz entsteht CO₂, genau wie beim Heizen mit Heizöl. Warum ist Holz für das Klima trotzdem günstiger?

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    Ergebnis: Holz gibt nur den Kohlenstoff ab, den der Baum vor wenigen Jahrzehnten aus der Luft geholt hat. Heizöl bringt Kohlenstoff zurück, der seit Jahrmillionen gespeichert war.

    1. Der Baum hat beim Wachsen CO₂ aus der Luft aufgenommen. Beim Verbrennen kommt etwa so viel zurück.
    2. Wächst gleich viel Wald nach, holt er dieses CO₂ wieder aus der Luft.
    3. Heizöl stammt aus Erdöl. Sein Kohlenstoff war lange aus dem Kreislauf entfernt und kommt zusätzlich in die Luft.
  1. 11

    Ein Moor speichert über Jahrtausende Kohlenstoff im Torf. Was geschieht, wenn man es entwässert, um darauf Ackerbau zu betreiben?

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    Ergebnis: Luft dringt in den Torf, Destruenten bauen ihn ab, und der gespeicherte Kohlenstoff entweicht als CO₂.

    1. Im nassen Moor fehlt Sauerstoff, darum zersetzen Destruenten die Pflanzenreste kaum.
    2. Nach dem Entwässern gelangt Sauerstoff in den Boden.
    3. Jetzt bauen Bakterien und Pilze den Torf ab, das Moor gibt CO₂ ab statt welches zu speichern.
  2. 12

    Man spricht vom Kohlenstoffkreislauf, aber nie vom «Energiekreislauf». Begründe das.

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    Ergebnis: Energie geht bei jedem Schritt als Wärme verloren und kann von Pflanzen nicht wieder aufgenommen werden. Sie muss ständig neu als Sonnenlicht kommen.

    1. Pflanzen speichern Lichtenergie im Traubenzucker.
    2. Bei jeder Zellatmung und Zersetzung wird ein Teil davon als Wärme frei.
    3. Pflanzen können Wärme nicht für die Fotosynthese nutzen. Die Energie fliesst also durch das Ökosystem, sie kreist nicht.
  3. 13

    Gymnasium: Holzkohle besteht fast nur aus Kohlenstoff. Wie viel kg CO₂ entstehen, wenn 3 kg Holzkohle vollständig verbrennen? Rechne mit C = 12 und O = 16.

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    Ergebnis: 11 kg CO₂

    1. Aus 12 g Kohlenstoff werden 44 g CO₂, denn 12+2·16=44.
    2. Für 3 kg: 3·4412=11 kg.
  4. 14

    Gymnasium: Ein Bauer sät nach dem Weizen ein Jahr lang Klee. Im Jahr darauf braucht er weniger Stickstoffdünger. Erkläre.

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    Ergebnis: In den Wurzeln des Klees leben Knöllchenbakterien. Sie binden Stickstoff aus der Luft, der im Boden bleibt.

    1. Klee ist ein Hülsenfrüchtler mit Knöllchenbakterien in den Wurzeln.
    2. Die Bakterien wandeln N₂ aus der Luft in Ammonium um, das der Klee nutzt.
    3. Pflügt der Bauer den Klee unter, bauen Destruenten ihn ab, und der Stickstoff steht der nächsten Kultur zur Verfügung.
  5. 15

    Gymnasium: Das Meer nimmt etwa ein Viertel des CO₂ auf, das der Mensch freisetzt. Warum ist das für Muscheln und Korallen ein Problem?

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    Ergebnis: Gelöstes CO₂ bildet Kohlensäure, das Meerwasser wird saurer. Dann können Muscheln und Korallen ihre Kalkschalen schlechter bauen.

    1. CO₂ löst sich im Wasser und bildet Kohlensäure.
    2. Je mehr CO₂ sich löst, desto saurer wird das Meer.
    3. In saurerem Wasser fällt es Muscheln und Korallen schwerer, Kalk zu bilden, und Kalk kann sich sogar auflösen.

Verwechselt dein Kind Produzenten und Destruenten oder findet es im Kohlenstoffkreislauf den Faden nicht, zeichnet eine Lehrperson das Schema mit ihm Schritt für Schritt. Nachhilfe in Biologie für Sek und Gymnasium

Üben ohne Ende

Trainer: Kohlenstoffkreislauf

So funktioniert der Trainer

Immer neue Fragen zum Anklicken, mit kurzer Erklärung nach jeder Antwort. Stufe 1 übt Rollen und Faktoren im Ökosystem, Stufe 2 den Kohlenstoffkreislauf, Stufe 3 Speicher, Mensch und Stickstoffkreislauf.

Ein Sperber jagt Meisen. Welcher Faktor ist der Sperber für die Meise?

Löse die Aufgabe und drück «Prüfen» (oder Enter).

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Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
2. Sek - 2. Jahr Gymnasium
Stufe
Zyklus 3, Gymnasium
Fach
Biologie

In der 2. oder 3. Sek im Fach Natur und Technik, meist nach der Fotosynthese. Am Gymnasium kommen die Rolle des Meeres, die Rechnung mit Atommassen und der Stickstoffkreislauf dazu.

  • NT.3.3.bDen Weg des Kohlenstoffs zwischen Luft, Pflanzen, Tieren, Boden und Speichern wie Erdöl beschreiben und als Pfeilschema darstellen.
  • NT.9.1.aEinflüsse auf Lebewesen in einem Gewässer in unbelebte Faktoren wie Temperatur und belebte Faktoren wie Fressfeinde einteilen.
  • NT.9.1.cProduzenten, Konsumenten und Destruenten in Nahrungsketten einordnen und erklären, wie Stoffe zwischen ihnen weitergegeben werden.
  • NT.9.3.bAbschätzen, wie Verbrennen von Erdöl, Abholzen oder Entwässern von Mooren den Kohlenstoffkreislauf langfristig verändert.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest. Alle Themen nach Lehrplan 21

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was ist der Kohlenstoffkreislauf, einfach erklärt?

Pflanzen holen Kohlenstoff als CO₂ aus der Luft und bauen ihn in Zucker ein. Über die Nahrung gelangt er zu den Tieren. Bei Atmung, Zersetzung und Verbrennung geht er als CO₂ zurück in die Luft.

In welcher Klasse lernt man den Kohlenstoffkreislauf?

Meist in der 2. oder 3. Sek im Fach Natur und Technik, oft direkt nach der Fotosynthese. Am Gymnasium kommt er in Biologie und Geografie vertieft wieder, mit der Rolle des Meeres, der Rechnung mit Atommassen und dem Stickstoffkreislauf. Je nach Kanton und Schule kann es früher oder später sein.

Was ist der Unterschied zwischen biotischen und abiotischen Faktoren?

Abiotische Faktoren kommen aus der unbelebten Umwelt, etwa Licht, Temperatur oder Wasser. Biotische Faktoren gehen von anderen Lebewesen aus, etwa Fressfeinde, Beute oder Konkurrenten.

Was hat der Kohlenstoffkreislauf mit dem Klimawandel zu tun?

Beim Verbrennen von Kohle, Erdöl und Erdgas gelangt Kohlenstoff, der seit Jahrmillionen gespeichert war, schnell als CO₂ in die Luft. Pflanzen und Meer nehmen nur einen Teil davon wieder auf. Der Rest bleibt in der Luft und hält dort Wärme zurück.

Stand 08.11.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?