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Fokus Nachhilfe

Zelle: Aufbau und Zellorganellen

Alle Lebewesen bestehen aus Zellen. Hier lernst du, aus welchen Teilen eine tierische Zelle und eine Pflanzenzelle bestehen, was jedes Organell tut und wie du Zellen unter dem Mikroskop ansiehst.

  • 1. Sek - 1. Jahr Gymnasium
  • Zyklus 3, Gymnasium
  • Lehrplan 21: NT.8.2.a
Zwei Jugendliche arbeiten im Biologiezimmer am Mikroskop, eines schaut hinein, das andere legt ein Präparat bereit.
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Das musst du wissen

Erklärung

Die Zelle ist die kleinste Einheit des Lebens, jedes Lebewesen besteht aus Zellen. Jede Zelle hat Teile mit festen Aufgaben, die Organellen. Am Schluss kannst du Tier- und Pflanzenzelle zeichnen und ihre Teile erklären.

Alle Lebewesen bestehen aus Zellen

Ein Bakterium ist eine einzige Zelle, ein Einzeller. Pflanzen, Tiere und du sind Vielzeller. Dein Körper hat Billionen Zellen.

Neue Zellen entstehen nur, wenn sich eine Zelle teilt. So wächst ein Lebewesen.

Die meisten Zellen misst man in Mikrometern (µm): 1 mm = 1000 µm. Um sie zu sehen, braucht es ein Mikroskop.

MerkeDie Zelle ist die kleinste Einheit des Lebens. Jede Zelle entsteht aus einer anderen Zelle.

Bakterium2rote Blutzelle8Mundschleimhautzelle50Zwiebelhautzelle300
Ungefähre Länge in Mikrometern: Bakterium 2, rote Blutzelle 8, Mundschleimhautzelle 50, Zwiebelhautzelle 300.

Die tierische Zelle

Eine dünne Zellmembran umgibt die Zelle. Sie bestimmt, was hinein- und hinausgeht. Innen ist Zellplasma, darin liegen die Organellen:

  • Der Zellkern enthält die Erbinformation und steuert die Zelle.
  • Mitochondrien gewinnen aus Traubenzucker und Sauerstoff Energie.
  • Ribosomen sind winzige Körnchen, die Eiweisse bauen.

MerkeTierische Zelle: Zellmembran, Zellplasma, Zellkern, Mitochondrien und Ribosomen.

Die Pflanzenzelle

Die Pflanzenzelle hat alles, was die tierische Zelle hat, auch Mitochondrien. Dazu kommen drei Teile:

  • Die Zellwand aus Cellulose, einem festen Stoff aus Zuckerbausteinen, gibt Halt.
  • Die grosse Vakuole voll Zellsaft hält die Zelle prall.
  • In den entsteht mit Licht Traubenzucker.

MerkeNur die Pflanzenzelle hat Zellwand, grosse Vakuole und Chloroplasten. Mitochondrien haben beide.

Zellen unter dem Mikroskop

Im Lichtmikroskop vergrössern zwei Linsen nacheinander: das Okular, in das du schaust, und das Objektiv über dem Präparat.

Gesamtvergrösserung=Okular·Objektiv

Ein Lichtmikroskop schafft etwa 1000-fach. Ribosomen siehst du nur im Elektronenmikroskop. Ein Farbstoff wie Methylenblau macht den Zellkern sichtbar.

MerkeVergrösserung des Okulars mal Vergrösserung des Objektivs ergibt die Gesamtvergrösserung.

Objektiv 4×40Objektiv 10×100Objektiv 40×400
Gesamtvergrösserung mit einem Okular 10×: mit Objektiv 4× ist sie 40-fach, mit 10× 100-fach, mit 40× 400-fach.

Von der Zelle zum Lebewesen

In einem Vielzeller haben Zellen verschiedene Aufgaben und Formen. Muskelzellen ziehen sich zusammen und haben viele Mitochondrien. Rote Blutzellen tragen Sauerstoff und haben beim Menschen keinen Zellkern.

Gleiche Zellen bilden ein Gewebe, mehrere Gewebe ein Organ wie das Herz.

MerkeZelle → Gewebe → Organ → Organsystem → Organismus.

Gymnasium: Zellkern und ER

Membranen teilen die Zelle in Räume mit eigener Aufgabe. Das heisst Kompartimentierung.

Der Zellkern hat eine doppelte Hülle mit Kernporen. Im Kernkörperchen (Nucleolus) entstehen die Bausteine der Ribosomen.

Das endoplasmatische Retikulum (ER) ist ein Netz aus Membranen. Am rauen ER bauen Ribosomen Eiweisse, das glatte ER stellt Fette her.

Gymnasium: Golgi-Apparat und Lysosomen

Der Golgi-Apparat verändert und sortiert die Eiweisse aus dem ER. Er verpackt sie in kleine Membranbläschen, die Vesikel.

Lysosomen sind Vesikel mit Verdauungsenzymen. Das sind Eiweisse, die alte Zellteile und aufgenommene Stoffe zerlegen.

MerkeWeg eines Eiweisses zum Export: Ribosom am rauen ER → ER → Golgi-Apparat → Vesikel → Zellmembran.

Gymnasium: Mitochondrien und Chloroplasten

Mitochondrien und Chloroplasten haben eine doppelte Membran, eine eigene und eigene Ribosomen. Sie entstehen nur durch Teilung.

Nach einer gut belegten Theorie (der Endosymbionten-Theorie, Stoff im Gymnasium) stammen sie von Bakterien ab. Vor sehr langer Zeit nahm eine grössere Zelle sie auf, statt sie zu verdauen.

Zelle: Aufbau und Zellorganellen: Übersicht mit Alle Lebewesen bestehen aus Zellen; Die tierische Zelle; Die Pflanzenzelle; Zellen unter dem Mikroskop; Von der Zelle zum Lebewesen.
Zelle: Aufbau und Zellorganellen auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕Tierische Zellen haben eine Zellmembran, Pflanzenzellen statt der Zellmembran eine Zellwand.

    ✓Pflanzenzellen haben beides: innen die Zellmembran, aussen darum die Zellwand. Tierische Zellen haben nur die Zellmembran.

  • ✕Pflanzen haben Chloroplasten, darum brauchen sie keine Mitochondrien.

    ✓Pflanzenzellen haben auch Mitochondrien. Die Pflanze gewinnt damit Tag und Nacht Energie aus dem Traubenzucker, den die Chloroplasten herstellen.

  • ✕Jede Pflanzenzelle hat Chloroplasten.

    ✓Nur Zellen in grünen, belichteten Teilen haben Chloroplasten. Wurzelzellen und die Zellen der Zwiebelhaut haben keine.

  • ✕Okular 10× und Objektiv 40× ergeben eine 50-fache Vergrösserung.

    ✓Die Vergrösserungen werden multipliziert: 10·40=400. Die Zelle erscheint 400-fach vergrössert.

Begriffe zum Nachschlagen
Zellmembran
Dünne Hülle um jede Zelle. Sie bestimmt, welche Stoffe hinein- und hinausgehen.
Zellplasma
Füllung der Zelle, auch Cytoplasma genannt. Darin liegen die Organellen.
Zellkern
Steuerzentrale der Zelle mit der Erbinformation.
DNA
Der Stoff, aus dem die Erbinformation besteht. Er liegt vor allem im Zellkern.
Mitochondrium
Organell, das aus Traubenzucker und Sauerstoff Energie gewinnt. Mehrzahl: Mitochondrien.
Zellwand
Feste Wand aus Cellulose um die Pflanzenzelle. Sie gibt Form und Halt.
Vakuole
Grosser Raum voll Zellsaft in der Pflanzenzelle. Prall gefüllt hält sie die Pflanze straff.
Chloroplast
Grünes Organell der Pflanzenzelle, in dem die Fotosynthese abläuft.
Fotosynthese
Pflanzen stellen mit Lichtenergie aus Kohlenstoffdioxid und Wasser Traubenzucker her. Dabei entsteht Sauerstoff.
Enzym
Eiweiss, das in der Zelle einen Stoff umbaut oder zerlegt. Verdauungsenzyme zerlegen zum Beispiel Nahrung in kleine Bausteine.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Längen messen und umrechnen

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Tierzelle oder Pflanzenzelle?

Unter dem Mikroskop siehst du eckige Zellen, die dicht aneinanderliegen wie Mauersteine. Jede hat eine feste Wand, einen grossen hellen Raum in der Mitte und viele kleine grüne Körner. Ist es eine tierische Zelle oder eine Pflanzenzelle?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Die feste Wand und die eckige Form zeigen eine Zellwand. Die hat nur die Pflanzenzelle.
  2. Der grosse helle Raum ist die Vakuole mit Zellsaft.
  3. Die grünen Körner sind Chloroplasten. Die Zelle stammt also aus einem grünen Pflanzenteil, etwa aus einem Blatt.

Es ist eine Pflanzenzelle: Sie hat Zellwand, grosse Vakuole und Chloroplasten.

Beispiel 2Zwiebelhaut mikroskopieren

Ein Mädchen zieht am Küchentisch mit einer Pinzette ein dünnes Häutchen von einer halbierten Zwiebel ab, daneben liegen Glasplättchen.

Lea aus Luzern zieht für die Schule ein dünnes Häutchen von der Innenseite einer Zwiebelschuppe ab und legt es in einem Wassertropfen auf einen Objektträger. Ihr Mikroskop hat ein Okular 10× und ein Objektiv 40×. Wie stark ist die Vergrösserung? Und warum findet Lea keine Chloroplasten?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Die Gesamtvergrösserung ist Okular mal Objektiv.10·40=400
  2. Lea sieht die Zellen also 400-fach vergrössert. Eine einzelne Zelle füllt fast das ganze Bild, Zellwand und Zellkern sind gut zu erkennen. Das Netz aus Zellen wie aus Mauersteinen sieht sie besser bei 100-fach, mit dem Objektiv 10×.
  3. Tropft sie Iod-Kaliumiodid-Lösung dazu, wird in jeder Zelle der Zellkern als dunkler Fleck sichtbar.
  4. Die Zwiebel wächst in der Erde. Ihre Schuppen speichern Nährstoffe und bekommen kein Licht, darum haben ihre Zellen keine Chloroplasten.

Die Vergrösserung ist 400-fach. Chloroplasten fehlen, weil die Zwiebelschuppen kein Licht bekommen und keine betreiben.

Beispiel 3Warum der Salat schlapp wird

Ein Junge giesst im Gemüsegarten die Salatköpfe, einige Pflanzen lassen ihre Blätter schlaff hängen.

Jonas in Thun hat an einem heissen Sommertag vergessen, den Salat im Garten zu giessen. Am Abend hängen die Blätter schlaff herab. Nach dem Giessen stehen sie am nächsten Morgen wieder straff. Was ist in den Zellen passiert?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Jede Salatzelle hat eine grosse Vakuole voll Zellsaft. Sie besteht vor allem aus Wasser.
  2. Ist die Vakuole prall, drückt sie von innen gegen die Zellwand. Die Zellen sind straff wie aufgepumpte Bälle, das Blatt steht.
  3. An einem heissen Tag verdunstet viel Wasser aus den Blättern. Ohne Giessen kommt keines nach, die Vakuolen schrumpfen, und der Druck fehlt.
  4. Nach dem Giessen nehmen die Wurzeln Wasser auf. Die Vakuolen füllen sich wieder, und die Blätter richten sich auf.

Die Vakuolen haben Wasser verloren und drücken nicht mehr gegen die Zellwände. Mit Wasser füllen sie sich wieder, und der Salat wird straff.

Beispiel 4Gymnasium: der Weg eines Eiweisses

Zellen der Bauchspeicheldrüse stellen Verdauungsenzyme her und geben sie nach aussen ab. Beschreibe den Weg eines solchen Eiweisses durch die Zelle, vom Bauplan bis nach draussen.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Der Bauplan liegt als DNA im Zellkern. Eine Abschrift davon gelangt durch die Kernporen ins Zellplasma.
  2. Die Ribosomen am rauen ER lesen die Abschrift und bauen das Eiweiss. Es gelangt dabei ins Innere des ER.
  3. Vom ER wandert das Eiweiss in einem Vesikel zum Golgi-Apparat. Dort wird es fertig verändert und sortiert.
  4. Der Golgi-Apparat schnürt es in ein neues Vesikel ab. Dieses verschmilzt mit der Zellmembran und gibt das nach aussen ab.

Zellkern (Bauplan) → Ribosom am rauen ER → ER → Vesikel → Golgi-Apparat → Vesikel → Zellmembran → nach aussen.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Nenne drei Teile, die tierische Zellen und Pflanzenzellen beide haben.

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    Ergebnis: Zum Beispiel Zellmembran, Zellplasma und Zellkern (auch Mitochondrien und Ribosomen).

    1. Beide Zellen haben eine Hülle: die Zellmembran.
    2. Beide sind mit Zellplasma gefüllt und haben einen Zellkern.
    3. Auch Mitochondrien und Ribosomen haben beide.
  2. 2

    Welche drei Teile hat nur die Pflanzenzelle?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zellwand, grosse Vakuole und Chloroplasten

    1. Die Zellwand gibt der Pflanzenzelle Form und Halt.
    2. Die grosse Vakuole speichert Zellsaft.
    3. Die Chloroplasten betreiben Fotosynthese.
  3. 3

    Welcher Teil der Zelle enthält die Erbinformation und steuert die Zelle?

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    Ergebnis: der Zellkern

    1. Die Erbinformation ist der Bauplan des Lebewesens.
    2. Sie liegt im Zellkern. Von dort aus wird die Zelle gesteuert.
  4. 4

    Ein Mikroskop hat ein Okular 10× und ein Objektiv 10×. Wie stark vergrössert es?

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    Ergebnis: 100-fach

    Objektiv 4×40Objektiv 10×100Objektiv 40×400
    Mit Okular 10× vergrössert das Objektiv 10× insgesamt 100-fach, das Objektiv 4× 40-fach und das Objektiv 40× 400-fach.
    1. Gesamtvergrösserung = Okular mal Objektiv.
    2. ​10·10=100, also 100-fach.
  5. 5

    Wie viele Mikrometer sind ein Millimeter?

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    Ergebnis: 1000 µm

    Bakterium2rote Blutzelle8Mundschleimhautzelle50Zwiebelhautzelle300
    Ungefähre Länge in Mikrometern: Bakterium 2, rote Blutzelle 8, Mundschleimhautzelle 50, Zwiebelhautzelle 300. Alle sind kleiner als 1 mm, also 1000 µm.
    1. «Mikro» heisst ein Millionstel: Ein Mikrometer ist ein Millionstel Meter, also ein Tausendstel Millimeter.
    2. Darum gilt: 1 mm = 1000 µm.
  1. 6

    Ordne jedem Teil seine Aufgabe zu: Mitochondrien, Ribosomen, Vakuole, Zellwand.

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    Ergebnis: Mitochondrien: Energie gewinnen. Ribosomen: Eiweisse bauen. Vakuole: Zellsaft speichern und die Zelle straff halten. Zellwand: Form und Halt geben.

    1. Die Mitochondrien gewinnen aus Traubenzucker und Sauerstoff Energie.
    2. Die Ribosomen bauen Eiweisse.
    3. Die Vakuole speichert Zellsaft und hält die Zelle prall, die Zellwand gibt Form und Halt.
  2. 7

    Ordne von klein nach gross: Organ, Zelle, Organismus, Gewebe, Organsystem.

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    Ergebnis: Zelle, Gewebe, Organ, Organsystem, Organismus

    1. Viele gleiche Zellen bilden ein Gewebe.
    2. Mehrere Gewebe bilden ein Organ, mehrere Organe ein Organsystem.
    3. Alle Organsysteme zusammen sind der Organismus.
  3. 8

    Du schabst mit einem Wattestäbchen an der Innenseite deiner Wange und streichst es auf einen Objektträger. Warum färbst du das Präparat mit Methylenblau?

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    Ergebnis: Die Zellen sind fast durchsichtig. Methylenblau färbt vor allem den Zellkern, so wird er gut sichtbar.

    1. Mundschleimhautzellen sind dünn und fast farblos.
    2. Methylenblau färbt den Zellkern dunkelblau, das Zellplasma nur hell.
    3. So erkennst du Zellmembran, Zellplasma und Zellkern.
  4. 9

    Muskelzellen haben besonders viele Mitochondrien. Erkläre, warum.

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    Ergebnis: Muskeln brauchen zum Arbeiten viel Energie, und die liefern die Mitochondrien.

    1. Wenn sich ein Muskel zusammenzieht, braucht er Energie.
    2. Die Energie gewinnen die Mitochondrien aus Traubenzucker und Sauerstoff.
    3. Je mehr Energie eine Zelle braucht, desto mehr Mitochondrien hat sie.
  5. 10

    Beim Menschen haben rote Blutzellen keinen Zellkern. Können sie sich teilen? Begründe.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Nein. Ohne Zellkern fehlt die Erbinformation, die für eine Teilung kopiert werden muss. Neue rote Blutzellen bildet das Knochenmark.

    1. Bei der Zellteilung wird die Erbinformation verdoppelt und auf zwei Zellen verteilt.
    2. Die Erbinformation liegt im Zellkern, der den roten Blutzellen fehlt.
    3. Darum können sie sich nicht teilen. Das Knochenmark bildet laufend neue.
  1. 11

    Eine rote Blutzelle ist etwa 8 µm gross. Wie gross erscheint sie bei 400-facher Vergrösserung? Gib das Ergebnis in Mikrometern und in Millimetern an.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: 3200 µm, also 3.2 mm

    1. Bildgrösse = wirkliche Grösse mal Vergrösserung.
    2. ​8·400=3200 µm.
    3. 3200 µm sind 3200:1000=3.2 mm.
  2. 12

    Eine Zwiebelhautzelle ist 0.3 mm lang. Wie viele Bakterien von 2 µm Länge hätten hintereinander in ihrer Länge Platz?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: 150 Bakterien

    1. Rechne zuerst in Mikrometer um: 0.3·1000=300 µm.
    2. Teile die Länge der Zwiebelhautzelle durch die Länge eines Bakteriums: 300:2=150.
  3. 13

    Unter dem Mikroskop siehst du eckige Zellen mit Zellwand und grosser Vakuole, aber ohne Chloroplasten. Kann das trotzdem eine Pflanzenzelle sein?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Ja. Zellwand und grosse Vakuole zeigen eine Pflanzenzelle. Sie stammt aus einem Teil ohne Licht, etwa aus einer Wurzel oder einer Zwiebel.

    1. Zellwand und grosse Vakuole hat nur die Pflanzenzelle.
    2. Chloroplasten gibt es nur in grünen, belichteten Teilen.
    3. Die Zelle stammt also aus einem Teil der Pflanze, der kein Licht bekommt.
  4. 14

    Gymnasium: Eine Zelle gibt viele Eiweisse nach aussen ab, zum Beispiel Verdauungsenzyme. Welche zwei Organellen sind in dieser Zelle besonders gross oder zahlreich? Begründe.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Raues ER und Golgi-Apparat: Am rauen ER werden die Eiweisse gebaut, der Golgi-Apparat verpackt sie in Vesikel für den Export.

    1. Eiweisse für den Export bauen die Ribosomen am rauen ER.
    2. Der Golgi-Apparat sortiert sie und verpackt sie in Vesikel.
    3. Viel Export braucht darum viel raues ER und einen grossen Golgi-Apparat.
  5. 15

    Gymnasium: Nenne drei Merkmale, die dafür sprechen, dass Mitochondrien von Bakterien abstammen.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Doppelte Membran, eigene ringförmige DNA, eigene Ribosomen; zudem vermehren sie sich durch Teilung.

    1. Mitochondrien haben zwei Membranen. Die innere gleicht der Membran von Bakterien.
    2. Sie haben eine eigene DNA, ringförmig wie bei Bakterien, und eigene Ribosomen.
    3. Sie entstehen nur durch Teilung aus anderen Mitochondrien. Das erklärt die Endosymbiontentheorie.

Verwechselt dein Kind Zellwand und Zellmembran oder kommt beim Mikroskopieren nicht weiter, übt eine Lehrperson den Zellaufbau mit ihm Schritt für Schritt. Nachhilfe in Biologie für Sek und Gymnasium

Üben ohne Ende

Trainer: Aufbau der Zelle

So funktioniert der Trainer

Immer neue Fragen zum Anklicken, mit kurzer Erklärung nach jeder Antwort. Stufe 1 übt die Teile der Zelle, Stufe 2 Tier- und Pflanzenzelle und das Mikroskop, Stufe 3 die Organellen für das Gymnasium.

Was ist die kleinste Einheit des Lebens?

Löse die Aufgabe und drück «Prüfen» (oder Enter).

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Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
1. Sek - 1. Jahr Gymnasium
Stufe
Zyklus 3, Gymnasium
Fach
Biologie

In der 1. oder 2. Sek im Fach Natur und Technik: Zellen mikroskopieren, Tier- und Pflanzenzelle vergleichen. Am Gymnasium kommen im 1. Jahr die Organellen aus dem Elektronenmikroskop dazu.

  • NT.8.2.aZellen unter dem Mikroskop beobachten, ihre Teile zeichnen und benennen und erklären, welche Aufgabe die einzelnen Teile haben.
  • NT.6.3.bDen Aufbau eines Mikroskops kennen und erklären, wie Okular und Objektiv zusammen ein vergrössertes Bild erzeugen.
  • NT.8.2.cVerstehen, dass Zellen sich teilen und sich für bestimmte Aufgaben spezialisieren, und damit das Wachstum von Lebewesen erklären.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest. Alle Themen nach Lehrplan 21

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen tierischer Zelle und Pflanzenzelle?

Beide haben Zellmembran, Zellplasma, Zellkern, Mitochondrien und Ribosomen. Die Pflanzenzelle hat zusätzlich eine Zellwand aus Cellulose, eine grosse Vakuole und, in grünen Teilen, Chloroplasten.

Was macht der Zellkern?

Der Zellkern enthält die Erbinformation, den Bauplan für alle Eiweisse der Zelle. Damit steuert er, was die Zelle tut, und gibt die Erbinformation bei der Zellteilung weiter.

In welcher Klasse lernt man den Aufbau der Zelle?

Meist in der 1. oder 2. Sek im Fach Natur und Technik, oft mit eigenem Mikroskopieren. Am Gymnasium kommen im 1. Jahr die Organellen aus dem Elektronenmikroskop dazu. Je nach Kanton und Schule kann es früher oder später sein.

Wie gross ist eine Zelle?

Die meisten tierischen und pflanzlichen Zellen sind etwa 10 bis 100 Mikrometer gross, also ein Hundertstel bis ein Zehntel Millimeter. Bakterien sind mit wenigen Mikrometern viel kleiner. Einige Zellen sind riesig: Eine Nervenzelle kann über einen Meter lang sein.

Stand 08.11.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?