Zieht ein Atom die gemeinsamen Elektronen stärker an, wird die Bindung polar, und ein Molekül kann zum Dipol werden. Dipole ziehen sich gegenseitig an; darum siedet Wasser erst bei 100 °C und Eis schwimmt.
Zieht ein die gemeinsamen stärker an, wird die Bindung polar. Ist das ganze dadurch auf einer Seite negativ und auf der anderen positiv, ist es ein Dipol. Am Schluss sagst du voraus, welche Kräfte zwischen den Molekülen wirken.
Elektronegativität: Wer zieht stärker?
Jedes Atom zieht die Elektronen einer Bindung zu sich. Wie stark, gibt die Elektronegativität an, kurz EN. Im nimmt sie nach rechts zu und nach unten ab. Fluor hat den höchsten Wert.
Wichtige Werte nach Pauling, gerundet: H 2.2, C 2.6, N 3.0, O 3.4, Cl 3.2, F 4.0, Na 0.9. In deiner Tabelle können sie leicht anders gerundet sein.
MerkeDie Elektronegativität steigt im Periodensystem nach rechts oben. Fluor zieht am stärksten.
Polare Bindung und Partialladungen
Für jede Bindung rechnest du die EN-Differenz aus (ΔEN). Ist sie gross genug, liegen die gemeinsamen Elektronen näher beim stärkeren Atom.
Dieses Atom wird leicht negativ, das andere leicht positiv. Man schreibt diese Partialladungen als δ− und δ+ (delta minus, delta plus). Chlorwasserstoff: Hδ+−Clδ−.
MerkeDas Atom mit der höheren Elektronegativität bekommt δ−.
Unpolar, polar oder Ionenbindung?
Die EN-Differenz sagt, wie ungleich die Elektronen verteilt sind. Faustregel:
unter 0.5: praktisch unpolar, etwa C–H mit 0.4
0.5 bis 1.7: polar, etwa O–H mit 1.2
über 1.7: meist , etwa Na–Cl mit 2.3
Die Grenzen sind fliessend und je nach Lehrmittel etwas anders.
MerkeJe grösser die EN-Differenz, desto polarer die Bindung.
Von der polaren Bindung zum Dipol
Ein Molekül ist ein Dipol, wenn sein positiver und sein negativer Ladungsschwerpunkt an verschiedenen Orten liegen. Dafür braucht es polare Bindungen und eine unsymmetrische Form.
CO2 ist gestreckt: Seine zwei polaren Bindungen heben sich auf. H2O ist gewinkelt, wegen der zwei freien Elektronenpaare am O. Das O bildet die negative Seite, die H die positive.
MerkePolare Bindungen allein reichen nicht. Nur ein unsymmetrisches Molekül ist ein Dipol.
Kräfte zwischen Molekülen
Zwischenmolekulare Kräfte sind viel schwächer als Bindungen im Molekül. Sie entscheiden, wann ein Stoff siedet.
wirken zwischen allen Molekülen.
Dipol-Dipol-Kräfte: δ+ zieht δ− des Nachbarn an.
Wasserstoffbrücken: Ein H an O, N oder F zieht ein freies Elektronenpaar am O, N oder F des Nachbarn an.
Polare Stoffe und lösen sich gut in Wasser, unpolare wie Öl kaum: Gleiches löst sich in Gleichem.
Im Eis halten Wasserstoffbrücken die Moleküle in einem Gitter mit Hohlräumen. Eis ist darum leichter als Wasser und schwimmt. Am dichtesten ist Wasser bei 4 °C. Das ist die Dichteanomalie.
MerkeGleiches löst sich in Gleichem. Eis schwimmt, weil Wasserstoffbrücken ein Gitter mit Hohlräumen bilden.
Dipol und Wasserstoffbrücken auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.
Häufige Fehler
✕CO2 hat polare Bindungen, also ist es ein Dipol.
✓CO2 ist gestreckt. Die beiden Bindungen ziehen gleich stark in entgegengesetzte Richtungen, ihre Wirkung hebt sich auf. Ein Dipol braucht polare Bindungen und eine unsymmetrische Form.
✕Wasserstoffbrücken sind die Bindungen zwischen H und O im Wassermolekül.
✓Die O–H-Bindungen im Molekül sind . Wasserstoffbrücken wirken zwischen zwei Molekülen, vom H des einen zum freien Elektronenpaar am O des anderen.
✕Beim Sieden zerfallen die Wassermoleküle in Wasserstoff und Sauerstoff.
✓Beim Sieden brechen nur die Kräfte zwischen den Molekülen auf. Wasserdampf besteht weiter aus ganzen H2O-Molekülen.
✕Jedes H-Atom in einem Molekül kann eine Wasserstoffbrücke bilden.
✓Nur ein H, das an O, N oder F gebunden ist. Die H-Atome im Methan CH4 sitzen an C und bilden keine Wasserstoffbrücken.
Begriffe zum Nachschlagen
Elektronegativität
Wie stark ein Atom in einer Bindung die gemeinsamen Elektronen zu sich zieht. Fluor hat mit 4.0 den höchsten Wert.
Polare Bindung
Kovalente Bindung, bei der die gemeinsamen Elektronen näher beim stärker ziehenden Atom liegen. Faustregel: EN-Differenz 0.5 bis 1.7.
Partialladung
Kleine Teilladung eines Atoms in einer polaren Bindung, geschrieben δ+ oder δ−. Auch Teilladung genannt.
Dipol
Molekül mit einer positiven und einer negativen Seite, weil seine Ladungsschwerpunkte nicht zusammenfallen. Beispiel: Wasser.
Ladungsschwerpunkt
Der Ort, an dem man sich alle positiven bzw. alle negativen Teilladungen eines Moleküls vereint denken kann.
Zwischenmolekulare Kräfte
Anziehung zwischen Molekülen: Van-der-Waals-Kräfte, Dipol-Dipol-Kräfte und Wasserstoffbrücken. Sie bestimmen Schmelz- und Siedetemperatur.
Van-der-Waals-Kräfte
Schwache Anziehung zwischen allen Molekülen, auch unpolaren. Sie wird mit der Grösse der Moleküle stärker.
Wasserstoffbrücke
Anziehung zwischen einem H-Atom an O, N oder F und einem freien Elektronenpaar eines solchen Atoms im Nachbarmolekül.
Dichteanomalie
Wasser ist bei 4 °C am dichtesten, und Eis ist leichter als flüssiges Wasser. Auch Anomalie des Wassers genannt.
Ist die Bindung in Chlorwasserstoff, HCl, polar? Trage die Partialladungen ein. EN: H 2.2, Cl 3.2.
Lösung Schritt für Schritt
EN-Differenz ausrechnen:ΔEN=3.2−2.2=1.0
1.0 liegt zwischen 0.5 und 1.7: Die Bindung ist polar.
Chlor zieht stärker und bekommt die negative Partialladung, Wasserstoff die positive.Hδ+−Clδ−
Das Molekül hat nur diese eine Bindung. Darum ist es auch als Ganzes ein Dipol.
Polare Bindung mit ΔEN=1.0: Hδ+−Clδ−. HCl ist ein Dipol.
Beispiel 2Wasser und Kohlenstoffdioxid im Vergleich
Beide Moleküle haben polare Bindungen. Begründe, warum H2O ein Dipol ist, CO2 aber nicht. EN: H 2.2, C 2.6, O 3.4.
Lösung Schritt für Schritt
Bindungen prüfen: O–H hat ΔEN=3.4−2.2=1.2, C=O hat ΔEN=3.4−2.6=0.8. Beide sind polar, das O trägt jeweils δ−.
Form von CO2: Am C sitzen keine freien Elektronenpaare. Die zwei Doppelbindungen gehen so weit wie möglich auseinander, das Molekül ist gestreckt.O=C=O
Beide O ziehen gleich stark in entgegengesetzte Richtungen. Der negative Ladungsschwerpunkt liegt in der Mitte, genau beim positiven: kein Dipol.
Form von H2O: Am O sitzen zwei bindende und zwei freie Paare. Die zwei freien Paare drücken die H-Atome zusammen, das Molekül ist gewinkelt (etwa 105°).
Das O bildet die negative Seite, die beiden H die positive. Die Ladungsschwerpunkte liegen an verschiedenen Orten: Dipol.
H2O ist gewinkelt und darum ein Dipol. CO2 ist gestreckt, die Wirkung seiner polaren Bindungen hebt sich auf: kein Dipol.
Beispiel 3Öl und Essig in der Salatsauce
Lara mischt in Luzern für den Znacht eine Salatsauce aus Essig und Rapsöl. Sie schüttelt die Flasche kräftig, doch nach ein paar Minuten liegt das Öl wieder als Schicht oben. Essig besteht grösstenteils aus Wasser. Erkläre, warum sich Öl und Wasser nicht mischen.
Lösung Schritt für Schritt
Wassermoleküle sind Dipole. Sie halten über Wasserstoffbrücken stark zusammen.
Ölmoleküle bestehen vor allem aus langen Ketten aus C- und H-Atomen. Die C–H-Bindung ist mit ΔEN=0.4 praktisch unpolar, also ist Öl unpolar.
Ölmoleküle können mit Wasser keine Wasserstoffbrücken bilden. Die Wassermoleküle ziehen sich gegenseitig viel stärker an als die Ölmoleküle und drängen sie hinaus.
Öl hat eine kleinere Dichte als Wasser. Darum sammelt es sich oben als Schicht.
Wasser ist polar, Öl unpolar. Die Wassermoleküle bleiben über Wasserstoffbrücken unter sich, das leichtere Öl schwimmt oben: «Gleiches löst sich in Gleichem».
Beispiel 4Schlittschuhlaufen auf dem Lac de Joux
Im Januar ist der Lac de Joux im Waadtländer Jura zugefroren, Jugendliche fahren darauf Schlittschuh. Unter dem Eis leben die Fische weiter. Erkläre mit den Wasserstoffbrücken, warum Eis schwimmt und warum der See nicht bis zum Grund gefriert.
Lösung Schritt für Schritt
Im flüssigen Wasser lösen sich die Wasserstoffbrücken ständig und bilden sich neu. Die Moleküle können eng zusammenrücken.
Im Eis ist jedes Molekül über Wasserstoffbrücken fest an vier Nachbarn gebunden. Es entsteht ein regelmässiges Gitter mit Hohlräumen.
Darum braucht Eis mehr Platz als gleich viel flüssiges Wasser. Seine Dichte ist kleiner, und es schwimmt oben.
Wasser ist bei 4 °C am dichtesten. Dieses Wasser sinkt auf den Grund, kälteres Wasser bleibt oben und gefriert dort zuerst.
Die Eisschicht oben hält die Kälte ab. Am Grund bleibt das Wasser bei etwa 4 °C flüssig, und die Fische überleben.
Im Eis halten Wasserstoffbrücken die Moleküle in einem Gitter mit Hohlräumen: Eis ist leichter als Wasser und schwimmt. Weil Wasser bei 4 °C am dichtesten ist, friert der See von oben zu, und am Grund bleibt es etwa 4 °C warm.
Jetzt du
3Übungen mit Lösungen
Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.
1
Was gibt die Elektronegativität eines Atoms an?
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Ergebnis: Wie stark das Atom in einer Bindung die gemeinsamen Elektronen zu sich zieht.
In einer kovalenten Bindung teilen sich zwei Atome Elektronen.
Die Elektronegativität sagt, welches Atom sie stärker zu sich zieht.
2
Welches Atom trägt in der O–H-Bindung die negative Partialladung? EN: O 3.4, H 2.2.
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Ergebnis: Der Sauerstoff: Oδ−−Hδ+.
Sauerstoff hat die höhere Elektronegativität.
Er zieht die gemeinsamen Elektronen zu sich und wird leicht negativ.
3
Berechne die EN-Differenz der C–H-Bindung (C 2.6, H 2.2). Ist die Bindung polar?
Lösung zeigen
Ergebnis: ΔEN=0.4, die Bindung ist praktisch unpolar.
ΔEN=2.6−2.2=0.4.
0.4 liegt unter 0.5: praktisch unpolar.
4
Ist die Bindung im Chlormolekül, Cl2, polar? Begründe.
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Ergebnis: Nein. Beide Atome sind gleich und ziehen gleich stark: ΔEN=0.
Beide Atome haben dieselbe Elektronegativität.
ΔEN=3.2−3.2=0, die Elektronen liegen genau in der Mitte.
5
Ordne die Bindungen C–H, O–H und N–H nach ihrer Polarität, von schwach zu stark. EN: H 2.2, C 2.6, N 3.0, O 3.4.
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Ergebnis: C–H (0.4) < N–H (0.8) < O–H (1.2).
C–H: 2.6−2.2=0.4.
N–H: 3.0−2.2=0.8.
O–H: 3.4−2.2=1.2. Die grösste Differenz ist am polarsten.
6
Ist Ammoniak, NH3, ein Dipol? Begründe mit den Bindungen und der Form.
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Ergebnis: Ja. Die N–H-Bindungen sind polar, und das Molekül ist pyramidenförmig, also unsymmetrisch.
N–H: ΔEN=0.8, polar, das N trägt δ−.
Am N sitzt ein freies Elektronenpaar. Es drückt die drei H nach unten, das Molekül wird eine flache Pyramide.
Das N bildet die negative Spitze, die drei H die positive Seite: Die Ladungsschwerpunkte liegen getrennt.
7
Ist Methan, CH4, ein Dipol? Begründe.
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Ergebnis: Nein. Die C–H-Bindungen sind praktisch unpolar, und das Molekül ist ein symmetrischer Tetraeder.
C–H: ΔEN=0.4, praktisch unpolar.
Die vier Bindungen zeigen gleichmässig in alle Richtungen (Tetraeder).
Selbst kleine Teilladungen würden sich aufheben: kein Dipol.
8
Zwischen welchen Molekülen bilden sich Wasserstoffbrücken: CH4, NH3, HCl, H2O?
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Ergebnis: Zwischen NH3-Molekülen und zwischen H2O-Molekülen.
Wasserstoffbrücken brauchen ein H an O, N oder F.
In NH3 und H2O trifft das zu, und N bzw. O haben freie Elektronenpaare.
In CH4 sitzt das H an C, in HCl an Cl: keine Wasserstoffbrücken.
9
Bestimme die Bindungsart in Cl2, HCl und NaCl. EN: Na 0.9, H 2.2, Cl 3.2.
Tetrachlormethan, CCl4, hat vier polare C–Cl-Bindungen (ΔEN=0.6), ist aber kein Dipol. Trichlormethan, CHCl3, ist einer. Erkläre.
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Ergebnis: CCl4 ist ein symmetrischer Tetraeder, die vier gleichen Bindungen heben sich auf. In CHCl3 ist eine Ecke ein H, das Molekül ist unsymmetrisch.
Beide Moleküle sind tetraederförmig, weil am C vier Bindungen ohne freie Paare sitzen.
In CCl4 ziehen vier gleiche Cl gleich stark in vier Richtungen: Der negative Ladungsschwerpunkt liegt in der Mitte beim C.
In CHCl3 fehlt ein Cl. Die Cl-Seite ist negativ, die H-Seite positiv: Dipol.
11
Ethanol, CH3CH2OH, und Dimethylether, CH3OCH3, haben beide die C2H6O. Ethanol siedet bei 78 °C, Dimethylether bei etwa −24 °C. Erkläre.
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Ergebnis: Ethanol hat ein H am O und bildet Wasserstoffbrücken. Im Dimethylether sitzen alle H an C, er bildet keine.
Beide Moleküle sind gleich schwer, die Van-der-Waals-Kräfte sind ähnlich.
Im Ethanol ist ein H an das O gebunden. Es bildet Wasserstoffbrücken zum O des Nachbarmoleküls.
Im Dimethylether sitzen alle H an C. Zwischen seinen Molekülen wirken nur schwächere Dipol-Dipol- und Van-der-Waals-Kräfte, darum siedet er viel tiefer.
12
H2S-Moleküle sind schwerer als H2O-Moleküle. Trotzdem siedet H2S schon bei etwa −60 °C, Wasser erst bei 100 °C. Erkläre.
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Ergebnis: Zwischen Wassermolekülen wirken Wasserstoffbrücken, zwischen H2S-Molekülen nicht.
Schwerere Moleküle hätten stärkere Van-der-Waals-Kräfte und würden höher sieden.
Im Wasser hängen die H an O. Sie bilden starke Wasserstoffbrücken zu den Nachbarn.
Schwefel gehört nicht zu O, N, F: H2S bildet keine Wasserstoffbrücken und siedet darum viel tiefer.
13
Noah legt in Chur eine randvolle, verschlossene Glasflasche Wasser über Nacht ins Tiefkühlfach. Am Morgen ist sie geplatzt. Erkläre mit dem Aufbau von Eis.
Lösung zeigen
Ergebnis: Beim Gefrieren bilden die Moleküle über Wasserstoffbrücken ein Gitter mit Hohlräumen. Eis braucht mehr Platz als das Wasser, die Flasche platzt.
Im flüssigen Wasser liegen die Moleküle dicht beieinander.
Im Eis ist jedes Molekül über Wasserstoffbrücken an vier Nachbarn gebunden, mit Hohlräumen dazwischen.
Das Volumen wächst beim Gefrieren um rund ein Zehntel. In der vollen, verschlossenen Flasche ist dafür kein Platz.
Hängt es bei Dipolen und Wasserstoffbrücken, geht eine Lehrperson mit deinem Kind Molekül für Molekül durch, bis es Polarität und Siedepunkte selbst begründen kann.Chemie-Nachhilfe fürs Gymnasium
Üben ohne Ende
4Trainer: Dipol und Wasserstoffbrücken
So funktioniert der Trainer
Immer neue Fragen zu Elektronegativität, polaren Bindungen, Dipolen und Kräften zwischen Molekülen, mit kurzer Erklärung nach jeder Antwort. Stufe 1 fragt die Grundbegriffe ab, Stufe 2 polar oder unpolar, Stufe 3 Siedepunkte und Löslichkeit.
Warum schwimmt Eis auf Wasser?
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5Zum Ausdrucken
Nimm ein fertiges Paket oder stell selbst zusammen, was du brauchst. Alles als PDF, gratis und ohne Anmeldung.
Im 1. oder 2. Jahr Gymnasium im Kapitel Bindungslehre, direkt nach der kovalenten Bindung und den Lewis-Formeln. Später braucht man es für Löslichkeit, organische Stoffe und Biologie.
Gut zu wissen
Häufige Fragen
Was ist ein Dipol, einfach erklärt?
Ein Dipol ist ein Molekül mit einer leicht negativen und einer leicht positiven Seite. Das passiert, wenn ein Atom die gemeinsamen Elektronen stärker anzieht und das Molekül unsymmetrisch gebaut ist. Das bekannteste Beispiel ist Wasser.
Was ist der Unterschied zwischen einer polaren Bindung und einem Dipol?
Polar ist eine einzelne Bindung, wenn die Elektronen näher bei einem Atom liegen. Ein Dipol ist das ganze Molekül. Ein Molekül mit polaren Bindungen ist nur dann ein Dipol, wenn sich die Bindungen wegen seiner Form nicht aufheben, wie bei Wasser, aber nicht bei Kohlenstoffdioxid.
Was ist die Anomalie des Wassers?
Fast alle Stoffe sind fest dichter als flüssig. Wasser nicht: Eis ist leichter als flüssiges Wasser und schwimmt, und am dichtesten ist Wasser bei 4 °C. Der Grund sind die Wasserstoffbrücken, die im Eis ein Gitter mit Hohlräumen bilden.
In welcher Klasse lernt man Dipole und Wasserstoffbrücken?
Meist im 1. oder 2. Jahr Gymnasium in der Bindungslehre, nach der kovalenten Bindung. In der Sek kommt Wasser als besonderer Stoff oft schon vor, die Erklärung mit Elektronegativität folgt im Gymnasium. Je nach Kanton und Schule kann es etwas früher oder später sein.
Begriff
Elektron
Negativ geladenes, sehr leichtes Teilchen in der Atomhülle. Es ist rund 1836-mal leichter als ein Proton.
BeispielEin neutrales Heliumatom hat 2 Elektronen.