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Fokus Nachhilfe

Bohrsches Atommodell und die anderen Atommodelle

Atommodelle beschreiben, wie ein Atom aufgebaut ist: von Thomsons Rosinenkuchen über Rutherfords Kern bis zu Bohrs Bahnen und den heutigen Elektronenwolken. Das bohrsche Modell erklärt, warum leuchtende Gase nur ganz bestimmte Farben aussenden.

  • 2. Sek - 1. Jahr Gymnasium
  • Zyklus 3, Gymnasium
  • Lehrplan 21: NT.3.2.c
Zwei Jugendliche im Physikzimmer sehen zu, wie das Licht einer leuchtenden Gasröhre durch ein Prisma in einzelne farbige Linien zerfällt.
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Das musst du wissen

Erklärung

Ein Atommodell ist eine vereinfachte Vorstellung vom Bau eines Atoms. Im bohrschen Atommodell kreisen die Elektronen auf festen Bahnen mit fester Energie. Springt ein Elektron auf eine tiefere Bahn, sendet das Atom Licht aus.

Warum es mehrere Atommodelle gibt

Atome sind viel zu klein, um sie direkt anzuschauen. Darum beschreibt man sie mit Modellen: vereinfachten Bildern, die bestimmte Versuche erklären.

Passt ein neuer Versuch nicht zum Modell, braucht es ein besseres. So folgten auf Dalton die Modelle von Thomson, Rutherford und Bohr und schliesslich das heutige Orbitalmodell.

MerkeEin Modell ist nicht einfach falsch. Es erklärt manches und hat Grenzen.

Dalton und Thomson

1803 stellte sich John Dalton Atome als winzige, unteilbare Kugeln vor, für jedes Element eine eigene Sorte.

1897 entdeckte Joseph John Thomson das Elektron. Atome sind also teilbar. In Thomsons Modell ist das Atom eine positiv geladene Kugel, in der die Elektronen stecken wie Rosinen im Kuchen.

Rutherfords Streuversuch

Ernest Rutherford liess positiv geladene (Heliumkerne) auf hauchdünne Goldfolie schiessen. Fast alle flogen gerade hindurch, einige wurden stark abgelenkt, ganz wenige prallten zurück.

Sein Schluss von 1911: und positive Ladung sitzen fast ganz in einem winzigen Atomkern. Die Elektronen sind in der fast leeren Hülle.

MerkeDas Atom ist fast leer: Wäre der Kern 1 mm gross, wäre das ganze Atom 10 bis 100 Meter gross.

Das Problem mit Rutherfords Modell

Bei Rutherford kreisen die Elektronen um den Kern wie Planeten um die Sonne.

Nach den Gesetzen der Elektrizität strahlt eine kreisende Ladung aber dauernd Energie ab. Das Elektron würde in einem Sekundenbruchteil in den Kern stürzen.

Atome sind aber stabil. Zudem erklärt das Modell nicht, warum leuchtende Gase nur einzelne Farben aussenden.

Das bohrsche Atommodell

Niels Bohr löste das Problem 1913 mit zwei neuen Regeln:

  1. Das Elektron kreist nur auf bestimmten Bahnen. Auf jeder hat es eine feste Energie und strahlt nichts ab.

  2. Springt es auf eine innere Bahn, sendet das Atom ein Photon aus, eine Portion Licht. Dessen Energie ist genau der Unterschied der beiden Energien.

MerkeNur bestimmte Bahnen sind erlaubt. Licht entsteht beim Sprung von aussen nach innen.

Energieniveaus im Wasserstoffatom

Für Wasserstoff berechnete Bohr die Energie auf der n-ten Bahn:

Die innerste Bahn (n=1) ist der Grundzustand mit −13.6 eV. Die Energie ist negativ, weil man Energie zuführen muss, um das Elektron ganz vom Kern zu lösen. Ganz weit weg ist sie 0.

In der Chemie heissen die Bahnen Schalen.

MerkeJe weiter aussen die Bahn, desto näher liegt ihre Energie bei 0.

Linienspektren: Fingerabdruck der Elemente

Zerlegst du das Licht von leuchtendem Wasserstoff mit einem , siehst du keinen Regenbogen. Du siehst einzelne Linien: rot, türkis, blau und violett. Jede Linie gehört zu einem Sprung zwischen zwei Bahnen.

Jedes Element hat andere Energieniveaus und darum eigene Linien. So erkennt man im Licht eines Sterns, welche Elemente darin stecken.

Grenzen des Modells und Kugelwolken

Bohrs Modell stimmt genau nur für Wasserstoff, schon für Helium liefert es falsche Linien. Feste Bahnen gibt es nach der Quantenphysik nicht.

Im heutigen Orbitalmodell (ab 1926) ist ein Elektron eine Wolke: Dort hält es sich wahrscheinlich auf. Die Schule vereinfacht das oft zum Kugelwolkenmodell mit kugeligen Wolken für je höchstens zwei Elektronen.

Atommodelle: Rutherford, Bohr, Kugelwolken (bohrsches atommodell): Übersicht mit Warum es mehrere Atommodelle gibt; Rutherfords Streuversuch; Das bohrsche Atommodell; Energieniveaus im Wasserstoffatom.
Atommodelle: Rutherford, Bohr, Kugelwolken auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕Im bohrschen Modell kann das Elektron in jedem beliebigen Abstand um den Kern kreisen.

    ✓Erlaubt sind nur bestimmte Bahnen mit fester Energie. Dazwischen gibt es keinen Platz für das Elektron.

  • ✕Das Atom leuchtet, solange das Elektron auf seiner Bahn kreist.

    ✓Auf einer erlaubten Bahn strahlt das Elektron nichts ab. Licht entsteht nur beim Sprung auf eine tiefere Bahn.

  • ✕Rutherfords Streuversuch hat gezeigt, dass die Elektronen auf festen Bahnen kreisen.

    ✓Der Streuversuch zeigte den winzigen, schweren Kern. Die festen Bahnen hat erst Bohr 1913 eingeführt.

  • ✕Das bohrsche Modell ist das heutige, richtige Bild vom Atom.

    ✓Es ist ein Modell mit Grenzen und stimmt genau nur für Wasserstoff. Heute gilt das Orbitalmodell; Bohrs Bild erklärt aber Energieniveaus und Spektrallinien sehr anschaulich.

Begriffe zum Nachschlagen
Atommodell
Vereinfachte Vorstellung vom Aufbau eines Atoms, die bestimmte Versuche erklärt.
Alphateilchen
Positiv geladener Heliumkern aus 2 Protonen und 2 Neutronen, wie ihn manche radioaktive Stoffe aussenden.
Streuversuch
Rutherfords Versuch mit Alphateilchen und Goldfolie, der den Atomkern entdeckte.
Energieniveau
Erlaubter Energiewert eines Elektrons im Atom, im bohrschen Modell eine Bahn.
Grundzustand
Zustand mit der kleinsten Energie, beim Wasserstoff die innerste Bahn. Mit mehr Energie ist das Atom angeregt.
Photon
Kleinste Portion Licht. Blaues Licht hat energiereichere Photonen als rotes.
Elektronvolt
Energie-Einheit für Atome, Zeichen eV: 1 eV = 1.602 · 10⁻¹⁹ J.
Linienspektrum
Einzelne farbige Linien im zerlegten Licht eines leuchtenden Gases, für jedes Element andere.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Atome: Protonen, Neutronen, Elektronen

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Was der Streuversuch verrät

Beim Streuversuch fliegen fast alle Alphateilchen gerade durch die Goldfolie. Einige werden stark abgelenkt, ganz wenige prallen zurück. Was schliesst du aus jeder Beobachtung?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Fast alle fliegen gerade durch: Das Atom besteht fast nur aus leerem Raum.
  2. Einige werden stark abgelenkt: Die positiven Alphateilchen werden von etwas stark positiv Geladenem abgestossen.
  3. Ganz wenige prallen zurück: Sie treffen frontal auf etwas viel Schwereres als sich selbst. Die Masse ist also in einem Punkt gesammelt.
  4. Dass es so selten passiert, heisst: Dieser Kern ist winzig im Vergleich zum ganzen Atom.

Das Atom hat einen winzigen, positiv geladenen Kern mit fast der ganzen Masse; der Rest ist fast leer. Thomsons Modell kann das nicht erklären: Seine verteilte Ladung würde die Alphateilchen kaum ablenken.

Beispiel 2Die rote Linie des Wasserstoffs

Das Elektron eines Wasserstoffatoms springt von der Bahn n=3 auf die Bahn n=2. Welche Energie hat das ausgesandte Photon, und welche hat das Licht? Verwende h·c=1240 eV·nm.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Energie auf der Bahn 3:
  2. Energie auf der Bahn 2:
  3. Das Photon trägt den Unterschied:
  4. Die Wellenlänge folgt aus :

Das Photon trägt 1.89 eV. Das ist rotes Licht mit 656 nm, die kräftigste sichtbare Linie im Spektrum von Wasserstoff.

Beispiel 3Gelbe Strassenlampen in Winterthur

Ein Mädchen schiebt am Abend ihr Velo durch eine Altstadtgasse, die von warm gelb-orangen Strassenlampen beleuchtet wird.

Auf dem Heimweg in Winterthur fallen Elin die alten Strassenlampen auf, die gelb-orange leuchten. Es sind Natriumdampflampen, ihr Licht hat die Wellenlänge 589 nm. Wie viel Energie gibt ein Natriumatom ab, wenn es ein solches Photon aussendet?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Gesucht ist die Energie eines Photons mit 589 nm:
  2. Mit h·c=1240 eV·nm eingesetzt:
  3. In umgerechnet:
  4. Genau so viel Energie verliert das Elektron, wenn es auf das tiefere Energieniveau springt.

Das Natriumatom gibt pro Photon rund 2.1 eV ab, also etwa J.

Beispiel 4Feuerwerk am 1. August

Ein Mädchen und ihr Vater schauen am Seeufer in Luzern einem Feuerwerk in Gelb, Rot und Grün am Nachthimmel zu.

Am 1. August schaut Nora in Luzern das Feuerwerk über dem See an. Gelbe Funken stammen von Natriumsalzen, rote von Strontiumsalzen. Erkläre mit dem bohrschen Atommodell, warum verschiedene Stoffe verschiedene Farben geben.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Die Hitze der Explosion gibt den Elektronen Energie. Sie springen auf äussere Bahnen: Die Teilchen sind angeregt.
  2. Kurz danach springen die Elektronen zurück auf innere Bahnen. Dabei wird je ein Photon frei.
  3. Die Energie des Photons ist der Unterschied der beiden Energieniveaus. Sie bestimmt die Farbe: wenig Energie rot, mehr Energie gelb, grün, blau.
  4. Natrium und Strontium haben verschiedene Energieniveaus. Darum geben sie Photonen mit verschiedenen Energien ab.

Jeder Stoff hat eigene Energieniveaus. Die Sprünge der Elektronen liefern darum Photonen mit anderen Energien, also andere Farben: Natrium leuchtet gelb, Strontium rot.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Welches Atommodell beschreibt das Atom als positiv geladene Kugel, in der die Elektronen stecken?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Das Modell von Thomson, auch Rosinenkuchenmodell genannt.

    1. Eine positive Kugel mit eingebetteten Elektronen hat noch keinen Kern.
    2. Das ist Thomsons Modell von 1904, das er nach seiner Entdeckung des Elektrons aufstellte.
  2. 2

    Was hat Rutherford mit seinem Streuversuch herausgefunden?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Ein Atom hat einen winzigen, positiv geladenen Kern mit fast der ganzen Masse. Der Rest des Atoms ist fast leer.

    1. Fast alle Alphateilchen flogen durch die Goldfolie: Das Atom ist fast leer.
    2. Wenige prallten zurück: Masse und positive Ladung sitzen in einem winzigen Kern.
  3. 3

    Bring die Modelle in die richtige zeitliche Reihenfolge: Bohr, Dalton, Orbitalmodell, Rutherford, Thomson.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Dalton, Thomson, Rutherford, Bohr, Orbitalmodell.

    1. Dalton: 1803, unteilbare Kugeln.
    2. Thomson 1904, Rutherford 1911, Bohr 1913.
    3. Das Orbitalmodell kam ab 1926 mit der Quantenphysik.
  4. 4

    Wann sendet ein Atom im bohrschen Modell Licht aus?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Wenn ein Elektron von einer äusseren auf eine innere Bahn springt.

    1. Auf einer erlaubten Bahn strahlt das Elektron nichts ab.
    2. Beim Sprung nach innen wird Energie frei, sie geht als Photon weg.
  1. 5

    Berechne die Energie des Elektrons im Wasserstoffatom auf der Bahn n=2 und auf der Bahn n=4.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: ​ eV und eV.

    1. ​ eV
    2. ​ eV
  2. 6

    Ein Elektron im Wasserstoffatom springt von n=4 auf n=2. Welche Energie hat das Photon, und welche Wellenlänge hat das Licht? (h·c=1240 eV·nm)

    Lösung zeigen

    Ergebnis: 2.55 eV, Wellenlänge etwa 486 nm (türkis).

    1. ​ eV, eV.
    2. ​ eV
    3. ​ nm, also türkises Licht.
  3. 7

    Warum kann Rutherfords Modell mit kreisenden Elektronen nach den Gesetzen der Elektrizität nicht stimmen?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Eine kreisende Ladung strahlt dauernd Energie ab. Das Elektron würde immer tiefer kreisen und in den Kern stürzen. Atome sind aber stabil.

    1. Ein Elektron auf einer Kreisbahn ist eine bewegte, ständig umgelenkte Ladung.
    2. Sie verliert durch Strahlung Energie und kommt dem Kern immer näher.
    3. Nach kürzester Zeit gäbe es kein Atom mehr; das widerspricht der Beobachtung.
  4. 8

    Wie viel Energie braucht es mindestens, um das Elektron eines Wasserstoffatoms im Grundzustand ganz vom Atom zu lösen?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: 13.6 eV.

    1. Im Grundzustand hat das Elektron −13.6 eV.
    2. Ganz vom Kern gelöst hat es 0 eV.
    3. Es braucht also 0−(−13.6)=13.6 eV.
  5. 9

    Warum stehen die Energien im bohrschen Modell mit Minuszeichen?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Die Energie 0 hat ein freies Elektron weit weg vom Kern. Ein gebundenes Elektron hat weniger Energie, also eine negative.

    1. Man legt fest: Ein ganz vom Kern gelöstes Elektron hat die Energie 0.
    2. Um ein gebundenes Elektron zu lösen, muss man Energie zuführen.
    3. Vorher hatte es also weniger als 0, eine negative Energie.
  1. 10

    Ein Wasserstoffatom im Grundzustand wird von einem Photon mit 11.0 eV getroffen. Kann es das Photon aufnehmen?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Nein. Es kann nur Photonen mit genau passender Energie aufnehmen, etwa 10.2 eV oder 12.09 eV; zum Lösen des Elektrons bräuchte es mindestens 13.6 eV.

    1. Von n=1 nach n=2: −3.40−(−13.6)=10.2 eV.
    2. Von n=1 nach n=3: −1.51−(−13.6)=12.09 eV.
    3. 11.0 eV passt zu keinem Sprung und reicht nicht zum Ionisieren, also wird das Photon nicht aufgenommen, es fliegt weiter.
  2. 11

    In einem Wasserstoffgas sind Elektronen bis auf die Bahn n=4 angeregt. Wie viele verschiedene Spektrallinien kann das Gas aussenden?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: 6 Linien.

    1. Mögliche Sprünge von 4: nach 3, 2 und 1.
    2. Von 3: nach 2 und 1. Von 2: nach 1.
    3. Zusammen 3+2+1=6 verschiedene Sprünge, also 6 Linien.
  3. 12

    Der Sprung von n=2 auf n=1 im Wasserstoff liefert ein Photon mit 10.2 eV. Berechne die Wellenlänge. Kannst du dieses Licht sehen? (h·c=1240 eV·nm)

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Etwa 122 nm. Das ist Ultraviolett, für das Auge unsichtbar.

    1. ​ nm
    2. Sichtbar ist Licht von etwa 380 nm bis 780 nm.
    3. 122 nm ist kürzer, also ultraviolettes Licht.
  4. 13

    Nach Bohr hat die n-te Bahn im Wasserstoffatom den Radius nm. Wie gross ist der Radius der dritten Bahn, und wievielmal grösser ist er als der der ersten?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Etwa 0.48 nm, 9-mal so gross wie die erste Bahn.

    1. ​ nm
    2. ​ nm, also .

Kommen Bahnen, Energieniveaus und Photonen noch durcheinander, rechnet eine Lehrperson die Aufgaben mit deinem Kind Schritt für Schritt durch. Physik-Nachhilfe für die Sek und das Gymnasium

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Trainer: Atommodelle

So funktioniert der Trainer

Immer neue Fragen zu den Atommodellen, mit kurzer Erklärung nach jeder Antwort. Stufe 1 fragt nach Modellen und Forschern, Stufe 2 nach Versuchen und Begriffen, Stufe 3 rechnet mit den Energieniveaus des Wasserstoffs.

Auf wen geht der Versuch mit Alphateilchen und Goldfolie zurück?

Löse die Aufgabe und drück «Prüfen» (oder Enter).

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Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
2. Sek - 1. Jahr Gymnasium
Stufe
Zyklus 3, Gymnasium
Fach
Physik

In der 2. und 3. Sek im Fach Natur und Technik: Thomson, Rutherford und das Kern-Hülle-Modell. Im Gymnasium in Physik und Chemie das bohrsche Modell mit Energieniveaus, Spektrallinien und das Orbitalmodell.

  • NT.3.2.cAn der Geschichte der Atommodelle von Thomson bis Rutherford zeigen, warum Modelle Grenzen haben, und Atome mit Kern und Hülle darstellen.
  • NT.3.2.dDas Schalenmodell der Elektronenhülle mit dem Aufbau des Periodensystems verbinden, als Weiterführung von Bohrs Bahnen.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest. Alle Themen nach Lehrplan 21

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was besagt das bohrsche Atommodell, einfach erklärt?

Die Elektronen kreisen nur auf bestimmten Bahnen um den Kern, jede mit einer festen Energie. Auf einer Bahn strahlen sie nichts ab. Springt ein Elektron auf eine tiefere Bahn, sendet das Atom ein Photon mit genau der Energiedifferenz aus.

Was ist der Unterschied zwischen dem Modell von Rutherford und dem von Bohr?

Rutherford entdeckte den winzigen Kern, liess die Elektronen aber auf beliebigen Bahnen kreisen. Bohr erlaubte nur bestimmte Bahnen mit fester Energie. So erklärte er, warum Atome stabil sind und nur bestimmte Farben aussenden.

Gilt das bohrsche Atommodell heute noch?

Als Bild für Energieniveaus und Spektrallinien wird es weiter genutzt, genau stimmt es aber nur für Wasserstoff. Heute beschreibt die Quantenphysik Elektronen mit Orbitalen, also Aufenthaltswolken statt Bahnen.

In welcher Klasse lernt man die Atommodelle?

In der 2. oder 3. Sek im Fach Natur und Technik kommen meist Thomson, Rutherford und das Kern-Hülle-Modell. Im Gymnasium rechnet man mit Bohrs Energieniveaus und lernt das Orbitalmodell. Je nach Kanton und Schule kann es ein Jahr früher oder später sein.

Stand 08.11.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?