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Fokus Nachhilfe

Aggregatzustände und ihre Übergänge

Jeder Stoff kann fest, flüssig oder gasförmig sein. Welcher Aggregatzustand es ist, hängt von der Temperatur ab, und jeder Übergang hat einen eigenen Namen, von Schmelzen über Verdampfen bis Resublimieren.

  • 4. Klasse - 1. Sek
  • Zyklus 2–3
  • Lehrplan 21: NMG.3.3.f
Zwei Kinder an einem halb gefrorenen Bergsee im Winter, eines hält einen dampfenden Becher Tee, am Schilf glitzert Raureif.
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Das musst du wissen

Erklärung

Jeder Stoff kommt in einem von drei Aggregatzuständen vor: fest, flüssig oder gasförmig. Welcher es ist, hängt vor allem von der Temperatur ab. Wechselt ein Stoff den Zustand, hat dieser Übergang einen eigenen Namen.

Fest, flüssig, gasförmig

Fest wie Eis: Ein fester Stoff behält seine Form und braucht immer gleich viel Platz. Flüssig wie Wasser: Eine Flüssigkeit passt sich der Form des Gefässes an, braucht aber gleich viel Platz.

Gasförmig wie Wasserdampf: Ein Gas verteilt sich im ganzen Raum. Es hat keine feste Form und lässt sich zusammendrücken.

MerkeFest: Form und Platz bleiben. Flüssig: nur der Platz bleibt. Gasförmig: nichts bleibt.

Das Teilchenmodell

Alle Stoffe bestehen aus winzigen Teilchen, viel zu klein zum Sehen. Die Teilchen bewegen sich ständig, und je wärmer der Stoff ist, desto schneller.

Im festen Stoff sitzen sie dicht an festen Plätzen und zittern nur. In einer Flüssigkeit liegen sie dicht, gleiten aber aneinander vorbei. Im Gas fliegen sie weit auseinander frei herum.

MerkeJe wärmer ein Stoff ist, desto schneller bewegen sich seine Teilchen.

Die sechs Übergänge

Von fest zu flüssig heisst Schmelzen, zurück heisst es Erstarren. Von flüssig zu gasförmig heisst Verdampfen, zurück heisst es Kondensieren.

Manchmal wird der flüssige Zustand übersprungen: Von fest direkt zu gasförmig heisst Sublimieren, von gasförmig direkt zu fest heisst Resublimieren.

MerkeBeim Schmelzen, Verdampfen und Sublimieren nimmt der Stoff Wärme auf. Beim Erstarren, Kondensieren und Resublimieren gibt er Wärme ab.

Schmelztemperatur und Siedetemperatur

Jeder reine Stoff hat seine eigene Schmelztemperatur und Siedetemperatur. Eis schmilzt bei 0 °C, Wasser siedet bei 100 °C, wenn der Luftdruck normal ist wie am Meer.

Eisen schmilzt erst bei 1538 °C. Alkohol (Ethanol) siedet schon bei 78 °C.

050100festflüssiggasförmig0 °C100 °C
Temperatur-Strahl für Wasser: Unter 0 °C ist Wasser fest, zwischen 0 und 100 °C flüssig, über 100 °C gasförmig.

Verdunsten und Sieden

Wasser wird nicht erst bei 100 °C gasförmig. Auch eine Pfütze verschwindet langsam: Das Wasser verdunstet an der Oberfläche, weit unter der Siedetemperatur.

Beim Sieden bildet sich Dampf im ganzen Wasser, darum steigen Blasen auf. Das geschieht erst bei der Siedetemperatur.

Beim Übergang bleibt die Temperatur stehen

Erwärmst du Eis, steigt seine Temperatur bis 0 °C. Dann bleibt sie stehen, bis alles Eis geschmolzen ist. Die Wärme braucht es, um die Teilchen von ihren Plätzen zu lösen.

Genauso bleibt siedendes Wasser bei 100 °C, auch wenn der Herd weiter heizt. Erst wenn der Übergang fertig ist, wird es wieder wärmer.

MerkeSolange ein reiner Stoff schmilzt oder siedet, ändert sich seine Temperatur nicht.

Aggregatzustände: Übersicht mit Fest, flüssig, gasförmig; Das Teilchenmodell; Die sechs Übergänge; Beim Übergang bleibt die Temperatur stehen.
Aggregatzustände auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕Die weisse Wolke über dem Kochtopf ist Wasserdampf.

    ✓Wasserdampf ist unsichtbar. Die weisse Wolke sind winzige Wassertröpfchen: Der Dampf ist an der kühleren Luft schon wieder kondensiert.

  • ✕Wasser wird erst bei 100 °C gasförmig.

    ✓Wasser verdunstet auch bei tieferen Temperaturen, nur langsamer. Bei 100 °C siedet es.

  • ✕Kondensieren heisst, ein Gas wird fest.

    ✓Kondensieren heisst: gasförmig wird flüssig. Von gasförmig direkt zu fest heisst Resublimieren.

  • ✕Wenn Wasser gefriert, braucht es weniger Platz.

    ✓Wasser ist eine Ausnahme: Eis braucht rund 9 Prozent mehr Platz als das Wasser davor. Darum schwimmt Eis, und volle Glasflaschen platzen im Tiefkühler.

Begriffe zum Nachschlagen
Aggregatzustand
Die Form, in der ein Stoff vorkommt: fest, flüssig oder gasförmig.
Teilchenmodell
Vorstellung, dass alle Stoffe aus winzigen, ständig bewegten Teilchen bestehen. Damit lassen sich die Aggregatzustände erklären.
Schmelzen
Übergang von fest zu flüssig, zum Beispiel Eis zu Wasser.
Erstarren
Übergang von flüssig zu fest, zum Beispiel Wasser zu Eis. Bei Wasser sagt man auch Gefrieren.
Verdampfen
Übergang von flüssig zu gasförmig. Langsam an der Oberfläche heisst es Verdunsten, im ganzen Wasser mit Blasen Sieden.
Kondensieren
Übergang von gasförmig zu flüssig, zum Beispiel Wasserdampf zu Tröpfchen am kalten Spiegel.
Sublimieren
Übergang von fest direkt zu gasförmig, ohne flüssig zu werden.
Resublimieren
Übergang von gasförmig direkt zu fest, ohne flüssig zu werden, zum Beispiel beim Raureif.
Schmelztemperatur
Temperatur, bei der ein fester Stoff schmilzt. Bei Eis 0 °C. Man sagt auch Schmelzpunkt.
Siedetemperatur
Temperatur, bei der eine Flüssigkeit siedet. Bei Wasser 100 °C bei normalem Luftdruck. Man sagt auch Siedepunkt.

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Welcher Zustand bei welcher Temperatur?

In welchem Aggregatzustand ist Wasser bei −5 °C, bei 20 °C und bei 110 °C? Der Luftdruck ist normal.

050100festflüssiggasförmig−5 °C20 °C110 °C
Temperatur-Strahl für Wasser mit den drei Temperaturen der Aufgabe: −5 °C liegt bei «fest», 20 °C bei «flüssig» und 110 °C bei «gasförmig».
Lösung Schritt für Schritt
  1. Unter der Schmelztemperatur von 0 °C ist Wasser fest. Bei −5 °C ist es also Eis.
  2. Zwischen 0 °C und 100 °C ist Wasser flüssig. Bei 20 °C ist es flüssiges Wasser.
  3. Über der Siedetemperatur von 100 °C ist Wasser gasförmig. Bei 110 °C ist es Wasserdampf.

Bei −5 °C ist Wasser fest (Eis), bei 20 °C flüssig und bei 110 °C gasförmig (Wasserdampf).

Beispiel 2Eine Glace in der Badi

Ein Mädchen in der Badi hält lachend eine Glace in der Sonne, die schmilzt und auf seine Hand tropft.

Mia kauft in der Badi in Winterthur eine Glace. Nach ein paar Minuten in der Sonne tropft sie auf ihre Hand. Welcher Übergang passiert hier? Nimmt die Glace dabei Wärme auf oder gibt sie Wärme ab?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Vorher war die Glace fest, jetzt tropft sie: Sie wird flüssig.
  2. Von fest zu flüssig heisst Schmelzen.
  3. Die Wärme kommt von der Sonne und der warmen Luft. Die Glace nimmt also Wärme auf.
  4. Im Teilchenmodell: Die Teilchen bewegen sich schneller und lösen sich von ihren festen Plätzen.

Die Glace schmilzt. Dafür nimmt sie Wärme aus der Umgebung auf.

Beispiel 3Die beschlagene Brille

Ein Bub mit Mütze und Schal kommt aus dem Schnee in eine warme Stube, seine Brillengläser sind ganz beschlagen.

Luca kommt an einem kalten Wintertag in Chur vom Schlitteln in die warme Stube. Sofort beschlägt seine Brille. Woher kommt das Wasser auf den Gläsern?

Lösung Schritt für Schritt
  1. In der warmen Stubenluft steckt unsichtbarer Wasserdampf.
  2. Die Brillengläser sind noch kalt von draussen.
  3. Trifft der Wasserdampf auf das kalte Glas, kühlt er ab und wird flüssig: Er kondensiert.
  4. Die winzigen Tröpfchen siehst du als Beschlag. Wird das Glas warm, verdunsten sie wieder.

Wasserdampf aus der Stubenluft kondensiert an den kalten Gläsern zu winzigen Tröpfchen.

Beispiel 4Raureif und steif gefrorene Wäsche

Ein Mädchen staunt an einem frostigen Wintermorgen über weissen Raureif am Holzzaun und über steif gefrorene Wäsche an der Leine.

An einem klaren Wintermorgen in Davos liegt Raureif auf dem Gartenzaun, obwohl es nicht geschneit hat. Die nasse Wäsche auf der Leine ist steif gefroren. Am Nachmittag ist sie trocken, obwohl es den ganzen Tag unter 0 °C blieb. Welche zwei Übergänge stecken dahinter?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Raureif: In der Luft steckt unsichtbarer Wasserdampf. An den eiskalten Latten wird er direkt zu Eiskristallen, ohne vorher flüssig zu werden.
  2. Von gasförmig direkt zu fest heisst Resublimieren.
  3. Wäsche: Das Wasser darin ist zu Eis erstarrt. Weil es nie wärmer als 0 °C wird, kann das Eis nicht schmelzen.
  4. Trotzdem verschwindet das Eis: Es wird direkt zu Wasserdampf. Von fest direkt zu gasförmig heisst Sublimieren.

Der Raureif entsteht durch Resublimieren, die Wäsche trocknet durch Sublimieren.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Nenne die drei Aggregatzustände und zu jedem ein Beispiel aus dem Alltag.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: fest (Eis), flüssig (Wasser), gasförmig (Wasserdampf oder Luft)

    1. Fest ist alles, was seine Form behält: Eis, ein Stein, ein Löffel.
    2. Flüssig ist alles, was fliesst: Wasser, Milch, Sirup.
    3. Gasförmig ist alles, was sich im ganzen Raum verteilt: Wasserdampf, Luft.
  2. 2

    Wie heisst der Übergang von flüssig zu fest?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Erstarren (bei Wasser auch Gefrieren)

    1. Von fest zu flüssig heisst Schmelzen.
    2. Der umgekehrte Weg, von flüssig zu fest, heisst Erstarren.
  3. 3

    In welchem Aggregatzustand ist Wasser bei 50 °C? Der Luftdruck ist normal.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: flüssig

    050100festflüssiggasförmig50 °C
    Temperatur-Strahl für Wasser: 50 °C liegt im Bereich «flüssig».
    1. Eis schmilzt bei 0 °C, Wasser siedet bei 100 °C.
    2. 50 °C liegt dazwischen, also ist Wasser flüssig.
  4. 4

    Im Frühling wird der Schneemann im Garten immer kleiner. Am Schluss liegt nur noch eine Pfütze da. Welcher Übergang ist das?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Schmelzen

    1. Schnee ist gefrorenes Wasser, also fest.
    2. Die Pfütze ist flüssig.
    3. Von fest zu flüssig heisst Schmelzen.
  1. 5

    Benenne die Übergänge: (a) Wasser kocht im Pfännchen, (b) am Morgen liegt Tau auf dem Gras, (c) flüssiges Kerzenwachs wird wieder hart.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: (a) Verdampfen (Sieden), (b) Kondensieren, (c) Erstarren

    1. (a) Flüssiges Wasser wird zu Dampf: Verdampfen, genauer Sieden.
    2. (b) Wasserdampf aus der Luft wird auf dem kühlen Gras zu Tröpfchen: Kondensieren.
    3. (c) Flüssiges Wachs wird fest: Erstarren.
  2. 6

    Beschreibe mit dem Teilchenmodell den Unterschied zwischen Eis und flüssigem Wasser.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Im Eis sitzen die Teilchen an festen Plätzen und zittern nur. Im flüssigen Wasser liegen sie auch dicht, gleiten aber aneinander vorbei.

    1. Eis ist fest: Die Teilchen haben feste Plätze und zittern nur an Ort.
    2. Wasser ist flüssig: Die Teilchen bleiben nah beieinander, können sich aber verschieben.
    3. Darum behält Eis seine Form, Wasser aber nicht.
  3. 7

    Hältst du die Velopumpe vorne zu, kannst du die Luft darin trotzdem zusammendrücken. Mit Wasser in der Pumpe geht das kaum. Warum?

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    Ergebnis: Im Gas sind die Teilchen weit auseinander, dazwischen ist Platz. In einer Flüssigkeit liegen die Teilchen schon dicht beieinander.

    1. Luft ist ein Gas: Zwischen den Teilchen ist viel leerer Raum.
    2. Beim Zusammendrücken rücken die Teilchen näher zusammen.
    3. Im Wasser liegen die Teilchen schon dicht, sie können kaum näher rücken.
  4. 8

    Bei welchen drei der sechs Übergänge muss ein Stoff Wärme aufnehmen?

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    Ergebnis: Schmelzen, Verdampfen und Sublimieren

    1. Wärme braucht es immer, wenn die Teilchen beweglicher werden.
    2. Das ist so von fest zu flüssig (Schmelzen), von flüssig zu gasförmig (Verdampfen) und von fest zu gasförmig (Sublimieren).
    3. Bei den drei umgekehrten Übergängen gibt der Stoff Wärme ab.
  5. 9

    Quecksilber schmilzt bei −39 °C und siedet bei 357 °C. In welchem Aggregatzustand ist es bei 20 °C?

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    Ergebnis: flüssig

    0100200300festflüssiggasförmig−39 °C20 °C357 °C
    Temperatur-Strahl für Quecksilber: 20 °C liegt im Bereich «flüssig», zwischen −39 °C und 357 °C.
    1. 20 °C ist wärmer als die Schmelztemperatur von −39 °C, also ist Quecksilber nicht mehr fest.
    2. 20 °C ist kälter als die Siedetemperatur von 357 °C, also ist es noch nicht gasförmig.
    3. Quecksilber ist bei 20 °C flüssig. Es ist das einzige Metall, das bei Zimmertemperatur flüssig ist.
  1. 10

    Nach dem Baden breitet Noah sein nasses Badetuch auf der Wiese aus. Sein Freund lässt seines zusammengeknüllt im Rucksack. Beide Tücher sind gleich nass. Welches ist zuerst trocken? Erkläre mit dem Teilchenmodell.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Das ausgebreitete Tuch. Wasser verdunstet nur an der Oberfläche, und beim ausgebreiteten Tuch ist die Oberfläche viel grösser.

    1. Die Tücher kochen nicht, das Wasser verschwindet also durch Verdunsten.
    2. Beim Verdunsten lösen sich Teilchen nur an der Oberfläche des Wassers und fliegen als Wasserdampf davon.
    3. Beim ausgebreiteten Tuch liegt fast alles Wasser an der Oberfläche, im zusammengeknüllten Tuch steckt es innen fest.
    4. Mehr Oberfläche heisst: Mehr Teilchen können gleichzeitig davonfliegen. Das ausgebreitete Tuch trocknet schneller.
  2. 11

    Du erwärmst Eis von −10 °C gleichmässig, bis das Wasser eine Weile siedet. Beschreibe, wie sich die Temperatur dabei verändert.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Sie steigt bis 0 °C und bleibt dort, bis alles Eis geschmolzen ist. Dann steigt sie bis 100 °C und bleibt beim Sieden bei 100 °C.

    1. Das Eis wird wärmer, bis es 0 °C erreicht.
    2. Beim Schmelzen bleibt die Temperatur bei 0 °C: Die Wärme löst die Teilchen von ihren Plätzen.
    3. Dann wird das Wasser wärmer bis 100 °C.
    4. Beim Sieden bleibt die Temperatur bei 100 °C, die Wärme macht das Wasser zu Dampf.
  3. 12

    Im Winter friert ein See zuerst an der Oberfläche zu, nicht am Grund. Erkläre warum, und warum die Fische darunter überleben.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Eis braucht mehr Platz als Wasser und ist darum leichter. Es schwimmt oben, die Eisschicht wächst von oben her. Darunter bleibt flüssiges Wasser, in dem die Fische leben.

    1. Wasser ist eine Ausnahme: Als Eis braucht es mehr Platz als flüssig. Gleich viel Eis ist darum leichter als Wasser.
    2. Darum sinkt Eis nicht auf den Grund, sondern schwimmt oben. Die Eisschicht bildet sich an der Oberfläche.
    3. Das Eis oben hält die kalte Luft vom Wasser darunter ab, darum gefriert der See nicht bis zum Grund.
    4. Unter dem Eis bleibt flüssiges Wasser, und die Fische können überleben.
  4. 13

    Auf dem Jungfraujoch, rund 3500 m über Meer, siedet Wasser schon bei etwa 88 °C. Warum dauert es dort länger, bis Spaghetti gar sind?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Wegen des tieferen Luftdrucks siedet das Wasser schon bei etwa 88 °C und wird nicht heisser. Bei dieser tieferen Temperatur garen die Spaghetti langsamer.

    1. Je höher du bist, desto tiefer ist der Luftdruck.
    2. Bei tieferem Luftdruck sinkt die Siedetemperatur des Wassers.
    3. Siedendes Wasser wird nicht heisser als seine Siedetemperatur, hier also nur etwa 88 °C.
    4. Im weniger heissen Wasser garen die Spaghetti langsamer.

Verwechselt dein Kind Verdampfen, Verdunsten und Kondensieren, erklärt eine Lehrperson die Übergänge an Beispielen aus dem Alltag und mit dem Teilchenmodell. Physik-Nachhilfe für die Sek

Üben ohne Ende

Trainer: Aggregatzustände

So funktioniert der Trainer

Immer neue Fragen zu fest, flüssig und gasförmig, mit einer kurzen Erklärung nach jeder Antwort. Stufe 1 fragt nach den Zuständen, Stufe 2 nach den Namen der Übergänge, Stufe 3 nach Beispielen aus dem Alltag.

In welchem Aggregatzustand ist Wasser bei −10 °C und normalem Luftdruck?

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Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
4. Klasse - 1. Sek
Zyklus
Zyklus 2–3
Fach
Physik

Zum ersten Mal in der 4. oder 5. Klasse im Fach NMG mit Eis, Wasser und Dampf, in der 5. oder 6. Klasse mit dem Teilchenmodell; in der 1. Sek in Natur und Technik mit allen sechs Übergängen vertieft.

  • NMG.3.3.fFest, flüssig und gasförmig mit dem Modell der kleinsten Teilchen erklären: wie dicht die Teilchen liegen und wie stark sie sich bewegen.
  • NMG.3.4.dZustandsänderungen im Alltag erkennen und beschreiben, etwa wenn Butter in der Pfanne schmilzt oder nasse Wäsche trocknet.
  • NT.3.2.bDas Teilchenmodell aus den Aggregatzuständen weiter nutzen: In der Sek erklärt es, wie sich Teilchen bei einer Stoffumwandlung neu ordnen und warum dabei neue Stoffe entstehen.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest. Alle Themen nach Lehrplan 21

Gut zu wissen

Häufige Fragen

In welcher Klasse lernt man die Aggregatzustände?

Meist zum ersten Mal in der 4. oder 5. Klasse im Fach NMG, mit Eis, Wasser und Dampf. In der 5. oder 6. Klasse kommt das Teilchenmodell dazu, in der 1. Sek vertieft Natur und Technik alle sechs Übergänge. Je nach Kanton und Schule kann es etwas früher oder später sein.

Gibt es mehr als drei Aggregatzustände?

In der Schule arbeitest du mit drei: fest, flüssig und gasförmig. In der Physik nennt man oft das Plasma als vierten Zustand. Das ist ein sehr heisses Gas aus elektrisch geladenen Teilchen, wie in einem Blitz oder in der Sonne.

Was ist der Unterschied zwischen Verdunsten und Verdampfen?

Verdampfen ist der Übergang von flüssig zu gasförmig. Verdunsten ist die langsame Form davon: Es geschieht nur an der Oberfläche und unter der Siedetemperatur. Beim Sieden bildet sich der Dampf im ganzen Wasser, erst bei der Siedetemperatur.

Was ist Resublimation?

Resublimation ist der direkte Übergang von gasförmig zu fest, ohne flüssig zu werden. Ein Beispiel ist Raureif: Wasserdampf aus der Luft wird an eiskalten Ästen direkt zu Eiskristallen. Man sagt auch Desublimation.

Stand 08.11.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?