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Fokus Nachhilfe

Verben

Verben sagen, was jemand tut oder was geschieht: spielen, rennen, regnen. Im Satz passt du das Verb an die Person an, das heisst konjugieren: ich spiele, du spielst, er spielt.

  • 2. Klasse - 4. Klasse
  • Zyklus 1–2
  • Lehrplan 21: D.5.D.1.a

Das musst du wissen

Erklärung

Verben sagen, was jemand tut oder was geschieht: spielen, rennen, regnen. Im Satz passt du das Verb an die Person an: ich spiele, du spielst. Du suchst also zuerst die Person und hängst dann die richtige an.

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Was ist ein Verb?

Ein Verb sagt, was jemand tut, was passiert oder wie es jemandem geht: lachen, schneien, schlafen.

Andere Namen sind Tunwort, Tätigkeitswort und Zeitwort. Verben zeigen nämlich auch, wann etwas passiert: Ich spiele heute, ich spielte gestern.

Verben schreibst du klein, ausser am Satzanfang.

MerkeFrag: Was tut jemand? Was passiert? Die Antwort ist ein Verb.

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Stamm und Endungen im Präsens

Im steht der Infinitiv: lernen. Ohne -en bleibt der : lern-.

Im , der Gegenwart, hängst du an den Stamm die Endung, die zur Person passt. So entsteht die Personalform:

  • ich lerne, du lernst, er lernt
  • wir lernen, ihr lernt, sie lernen

Dieses Anpassen heisst konjugieren.

MerkeDie Endungen heissen: e, st, t, en, t, en.

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e-Einschub und s-Laute

Endet der Stamm auf d oder t, kommt bei du, er und ihr ein e dazu: du arbeitest, er redet, ihr wartet. Ebenso bei rechnen oder regnen: du rechnest, es regnet.

Wechselt bei du und er der , fällt dort das e weg: du hältst, er lädt.

Endet der Stamm auf s, ss, z oder x, bekommt «du» nur ein t: du tanzt, du heisst.

MerkeStamm auf d oder t: du …est, er …et (ausser bei Vokalwechsel). Stamm auf s oder z: du …t.

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Vokalwechsel bei du und er

Bei manchen Verben wechselt der Vokal, aber nur bei du und er, sie, es:

  • a wird ä: fahren, du fährst, er fährt
  • e wird i: geben, du gibst, er gibt
  • e wird ie: lesen, du liest, er liest

Sonst bleibt er: ich fahre, wir fahren.

Modalverben wechseln schon bei ich: ich kann, wir können. Nur sollen nie: ich soll.

MerkeWechselt der Vokal, dann meist nur bei du und er, sie, es.

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sein, haben und Modalverben

sein und haben sind unregelmässig: ich bin, du bist, er ist, wir sind, ihr seid; ich habe, du hast, er hat. Auch werden (er wird) und wissen (er weiss) lernst du auswendig.

Modalverben wie können, müssen oder dürfen haben bei ich und er keine Endung: ich kann, er kann. Das zweite Verb steht im Infinitiv am Ende: Ich kann schwimmen.

MerkeModalverben: ich kann, er kann, ohne -t.

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Trennbare Verben

Verben mit einer wie auf-, ein-, mit- oder an- sind oft trennbar. Meist wandert die Vorsilbe ans Satzende: aufstehen, ich stehe um sieben auf.

Nach «weil» oder «dass» bleibt das Verb ganz: …, weil ich um sieben aufstehe.

Vorsilben wie be-, er- und ver- bleiben dagegen am Verb: bezahlen, ich bezahle.

MerkeTrennbare Verben: Die Vorsilbe steht meist am Schluss.

Verben: Übersicht mit Was ist ein Verb?; Stamm und Endungen im Präsens; e-Einschub und s-Laute; Vokalwechsel bei du und er; sein, haben und Modalverben; Trennbare Verben.
Verben auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕Du arbeitst im Garten.

    ✓Der Stamm endet auf t. Darum kommt ein e dazu: Du arbeitest im Garten.

  • ✕Er fahrt mit dem Zug nach Bern.

    ✓«fahren» hat bei er einen Vokalwechsel: Er fährt mit dem Zug nach Bern.

  • ✕Sie kannt gut singen.

    ✓Modalverben haben bei er, sie, es keine Endung: Sie kann gut singen.

  • ✕Ich aufstehe jeden Morgen früh.

    ✓Trennbare Verben teilen sich hier, die Vorsilbe kommt ans Ende: Ich stehe jeden Morgen früh auf.

Begriffe zum Nachschlagen
Verb
Ein Wort, das sagt, was jemand tut oder was passiert. Auch Tunwort, Tätigkeitswort oder Zeitwort.
Infinitiv (Grundform)
Die Form, die im Wörterbuch steht. Sie endet auf -en oder -n: spielen, wandern.
Stamm
Der Teil des Verbs ohne -en oder -n: spiel-, wander-. An ihn hängst du die Endungen.
Personalform
Die Form des Verbs, die zur Person passt: du spielst, wir spielen.
konjugieren
Ein Verb an die Person anpassen. Man sagt auch beugen.
Präsens
Die Gegenwart. Sie zeigt, was jetzt passiert oder immer so ist: Ich lese.
Modalverb
Ein Verb wie können, müssen oder dürfen. Es steht mit einem zweiten Verb im Infinitiv: Ich muss gehen.
Vorsilbe
Ein kurzer Wortteil vorne am Verb: auf- in aufstehen, be- in bezahlen. Er verändert, was das Verb bedeutet.
trennbares Verb
Ein Verb mit Vorsilbe wie auf-, ein- oder mit-, die sich im Satz abtrennt: aufstehen, ich stehe auf.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Nomen und Artikel

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Ein Verb konjugieren

Konjugiere spielen im Präsens mit allen Personen.

  1. Nimm vom Infinitiv das -en weg. Der Stamm ist spiel-.
  2. Hänge für die die Endungen e, st und t an: ich spiele, du spielst, er spielt.
  3. Hänge für die en, t und en an: wir spielen, ihr spielt, sie spielen.

ich spiele, du spielst, er spielt, wir spielen, ihr spielt, sie spielen

Beispiel 2Mit e-Einschub

Setze arbeiten ein: «Du viel. Mein Vater in Winterthur.»

  1. Der Stamm ist arbeit-. Er endet auf t.
  2. Bei «du» hiesse es arbeitst. Das kannst du kaum sprechen. Darum kommt ein e dazu: arbeitest.
  3. «Mein Vater» ist er. Auch hier kommt ein e dazu: arbeitet.

Du arbeitest viel. Mein Vater arbeitet in Winterthur.

Beispiel 3Ein Morgen in Luzern

Ein Mädchen und sein jüngerer Bruder fahren am Morgen mit dem Velo zur Schule, im Hintergrund ein See und alte Häuser.

Mia erzählt von ihrem Schulmorgen in Luzern. Setze die Verben im Präsens ein: «Ich (aufstehen) früh. Mein Bruder (schlafen) noch. Danach (fahren) wir zusammen mit dem Velo zur Schule. Du (können) gern mitkommen.»

  1. «aufstehen» ist trennbar. Die Vorsilbe kommt nach hinten: Ich stehe früh auf.
  2. «Mein Bruder» ist er. «schlafen» hat bei er einen Vokalwechsel: Er schläft.
  3. Bei «wir» gibt es keinen Vokalwechsel: Wir fahren.
  4. «können» ist ein Modalverb mit Vokalwechsel: du kannst.

Ich stehe früh auf. Mein Bruder schläft noch. Danach fahren wir zusammen mit dem Velo zur Schule. Du kannst gern mitkommen.

Beispiel 4Modalverb und trennbares Verb

Setze ein: «Ich (müssen) morgen früh (aufstehen).»

  1. Das Modalverb bekommt die Personalform. Bei «ich» hat es keine Endung: ich muss.
  2. Das zweite Verb steht im Infinitiv am Satzende.
  3. Im Infinitiv bleibt das trennbare Verb ganz: aufstehen.

Ich muss morgen früh aufstehen.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Setze lachen ein: «Ich über den Witz.»

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    Ergebnis: lache

    1. Der Stamm von lachen ist lach-.
    2. Bei «ich» kommt -e dazu: lache.
  2. 2

    Setze kaufen ein: «Du ein Brot.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: kaufst

    1. Der Stamm von kaufen ist kauf-.
    2. Bei «du» kommt -st dazu: kaufst.
  3. 3

    Setze wohnen ein: «Lukas in Chur.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: wohnt

    1. Lukas ist er.
    2. Bei er kommt -t an den Stamm wohn-: wohnt.
  4. 4

    Finde das Verb: «Die Katze schläft auf dem Sofa.»

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    Ergebnis: schläft

    1. Frag: Was tut die Katze?
    2. Sie schläft. «schläft» ist das Verb.
  5. 5

    Wie heisst der Infinitiv von hörst?

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    Ergebnis: hören

    1. Nimm die Endung -st weg. Der Stamm ist hör-.
    2. Hänge -en an: hören.
  1. 6

    Setze warten ein: «Du auf den Bus.»

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    Ergebnis: wartest

    1. Der Stamm wart- endet auf t.
    2. Darum kommt vor -st ein e: wartest.
  2. 7

    Setze lesen ein: «Nora ein Buch über Pferde.»

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    Ergebnis: liest

    1. Nora ist sie. «lesen» hat bei er, sie, es einen Vokalwechsel: e wird ie, der Stamm wird lies-.
    2. Bei sie kommt wie immer -t an den Stamm: liest.
  3. 8

    Setze tanzen ein: «Du sehr gut.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: tanzt

    1. Der Stamm tanz- endet auf z.
    2. Bei «du» kommt darum nur -t dazu: tanzt.
  4. 9

    Setze sein ein: «Ihr zu spät.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: seid

    1. «sein» ist unregelmässig: ihr seid.
    2. Mit d, denn «seit» mit t ist ein anderes Wort: seit gestern.
  5. 10

    Setze nehmen ein: «Sie den Zug nach Bern.» (eine Person)

    Lösung zeigen

    Ergebnis: nimmt

    1. Bei sie in der Einzahl ändert sich der Vokal: e wird i.
    2. Dazu wird aus h ein mm: nimmt.
  1. 11

    Setze wollen ein: «Noah nach dem Training noch Fussball spielen.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: will

    1. «wollen» ist ein Modalverb.
    2. Bei er ändert sich der Vokal und es gibt keine Endung: will.
  2. 12

    Setze wissen ein: «Du die Antwort.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: weisst

    1. «wissen» ist unregelmässig: ich weiss, du weisst, er weiss.
    2. Bei «du» heisst es also: weisst.
  3. 13

    Setze einkaufen ein: «Wir am Samstag auf dem Markt .»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: kaufen, ein

    1. «einkaufen» ist trennbar.
    2. Die Personalform «kaufen» steht vorne, die Vorsilbe «ein» am Ende: Wir kaufen am Samstag auf dem Markt ein.
  4. 14

    Finde die zwei Fehler und verbessere: «Du fahrst morgen nach Basel und ich mitkomme.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Du fährst morgen nach Basel und ich komme mit.

    1. «fahren» hat bei du einen Vokalwechsel: du fährst.
    2. «mitkommen» ist trennbar: ich komme mit.

Klemmt es noch bei den Endungen oder beim Vokalwechsel, übt eine Lehrperson mit deinem Kind genau diese Verbformen. Deutsch-Nachhilfe

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Üben ohne Ende

Trainer: Verben

Unbegrenzt neue Aufgaben: Du setzt das Verb in der Klammer im Präsens ein und bekommst sofort Rückmeldung. Stufe 1 übt ich, du und er, Stufe 2 alle Personen mit Vokalwechsel und e-Einschub, Stufe 3 Modalverben, wissen, werden und trennbare Verben.

Präsens:er ____(wecken)

Löse die Aufgabe und drück «Prüfen» (oder Enter).

Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
2. Klasse - 4. Klasse
Zyklus
Zyklus 1–2
Fach
Deutsch

Verben als Tunwörter lernst du in der 1. und 2. Klasse kennen. Das Konjugieren im Präsens übst du vor allem in der 2. bis 4. Klasse, die Begriffe Infinitiv und Personalform kommen oft in der 4. oder 5. Klasse dazu.

  • D.5.D.1.aVerben als Tunwörter kennenlernen: Wörter, die sagen, was jemand macht, und sie von Nomen und Adjektiven unterscheiden.
  • D.5.D.1.bVerben mit der Frage «Was tut jemand?» finden und erste Formen wie die Gegenwart (Präsens) bilden und erkennen.
  • D.5.D.1.cDie Grundform eines Verbs (Infinitiv) und die Form, die zur Person passt (Personalform), sicher auseinanderhalten und benennen.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

In welcher Klasse lernt man Verben konjugieren?

Verben als Tunwörter lernst du schon in der 1. und 2. Klasse kennen. Das Konjugieren im Präsens übst du vor allem in der 2. bis 4. Klasse. Je nach Kanton und Lehrmittel kann es etwas früher oder später sein.

Was ist der Unterschied zwischen Infinitiv und Personalform?

Der Infinitiv ist die Grundform, wie sie im Wörterbuch steht: spielen. Die Personalform passt zur Person im Satz: du spielst, wir spielen.

Heisst es «ihr seid» oder «ihr seit»?

Richtig ist «ihr seid» mit d, denn das kommt vom Verb sein. «Seit» mit t sagt, ab wann etwas gilt: seit gestern.

Warum heisst es «er kann» und nicht «er kannt»?

Können ist ein Modalverb. Modalverben haben bei ich und er, sie, es keine Endung: ich kann, er kann. Dasselbe gilt für muss, darf, will, soll und mag.

Stand 18.10.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?