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Fokus Nachhilfe

Die vier Fälle: Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv

Im Deutschen steht jedes Nomen im Satz in einem von vier Fällen: Nominativ, Akkusativ, Dativ oder Genitiv. Den Fall erkennst du mit einer Frage oder der Ersatzprobe, und er bestimmt, wie Artikel und Nomen aussehen.

  • 6. Klasse - 2. Sek
  • Zyklus 2–3
  • Lehrplan 21: D.5.D.1.d

Das musst du wissen

Erklärung

Im Satz steht jedes Nomen in einem von vier Fällen: Nominativ, Akkusativ, Dativ oder Genitiv. Den Fall findest du mit einer Frage, zum Beispiel «Wem?». Danach passt du Artikel und Endung an.

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Vier Fälle, vier Fragen

Zu jedem Fall gehört eine Frage. Du fragst mit dem Verb nach der Nomengruppe, also dem Nomen mit seinem Artikel.

Fall Frage Beispiel
Nominativ Wer oder was? der Hund bellt
Akkusativ Wen oder was? ich sehe den Hund
Dativ Wem? ich helfe dem Hund
Genitiv Wessen? das Fell des Hundes

MerkeWer? Wen? Wem? Wessen? Die Frage zeigt dir den Fall.

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Die Ersatzprobe

Bei «die» und «das» sehen Nominativ und Akkusativ gleich aus. Dann hilft die Ersatzprobe: Setz statt der Nomengruppe «der Hund» ein.

Ich sehe die Katze. → Ich sehe den Hund. «Den» zeigt: Akkusativ.

Das Kind lacht. → Der Hund lacht. «Der» zeigt: Nominativ.

MerkeUnsicher? Setz «der Hund» ein und hör auf den Artikel.

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Der Artikel verrät den Fall

Am Artikel erkennst du den Fall meist am schnellsten.

Fall männlich weiblich sächlich Mehrzahl
Nom. der die das die
Akk. den die das die
Dat. dem der dem den
Gen. des der des der

Bei männlichen Nomen mit «ein» geht es gleich: ein, einen, einem, eines.

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Auch das Nomen ändert sich

Im Genitiv bekommen männliche und sächliche Nomen -s oder -es: des Vaters, des Hundes.

Im Dativ Mehrzahl kommt ein -n dazu, ausser sie endet schon auf -n oder -s: mit den Kindern, aber mit den Frauen, mit den Autos.

Einige männliche Nomen bekommen ausser im Nominativ Einzahl immer -n oder -en: den Nachbarn, dem Menschen. So auch Knabe, Hase, Löwe.

MerkeAchte nicht nur auf den Artikel, sondern auch auf das Ende des Nomens.

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Präpositionen bestimmen den Fall

Präpositionen sind kleine Wörter wie mit, für oder wegen. Nach vielen steht immer derselbe Fall.

  • Akkusativ: für, durch, ohne, gegen, um
  • Dativ: mit, von, bei, nach, zu, aus, seit
  • Genitiv: wegen, während, trotz

Das Geschenk ist für den Vater. Ich gehe mit dem Hund.

MerkeLerne die Präpositionen mit ihrem Fall als Reihe auswendig.

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Wo oder wohin?

Bei in, an, auf, unter, über, vor, hinter, neben und zwischen hängt der Fall von der Frage ab.

Wo liegt die Katze? Auf dem Sofa. Das ist Dativ.

Wohin springt die Katze? Auf das Sofa. Das ist Akkusativ.

MerkeWo? Dativ. Wohin? Akkusativ.

Die vier Fälle: Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv (dativ akkusativ): Übersicht mit Tabelle Vier Fälle, vier Fragen; Die Ersatzprobe; Auch das Nomen ändert sich.
Die vier Fälle: Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv auf einen Blick: Vier Fälle, vier Fragen als Tabelle und die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕Ich gehe mit den Hund spazieren.

    ✓Nach «mit» steht immer der Dativ: Ich gehe mit dem Hund spazieren.

  • ✕Die Kinder spielen mit den Bälle.

    ✓Im Dativ Mehrzahl bekommt das Nomen ein -n: mit den Bällen.

  • ✕Ich helfe dem Nachbar.

    ✓«Nachbar» bekommt ausser im Nominativ Einzahl ein -n: Ich helfe dem Nachbarn.

  • ✕Ich lege das Buch auf dem Tisch.

    ✓Wohin lege ich das Buch? Auf den Tisch, also Akkusativ. Danach liegt es auf dem Tisch (Wo?).

Begriffe zum Nachschlagen
Fall (Kasus)
Die Form, in der ein Nomen mit seinem Artikel im Satz steht. Es gibt vier Fälle.
Nominativ
Der Wer-Fall. In ihm steht das Subjekt: Der Hund bellt.
Akkusativ
Der Wen-Fall: Ich sehe den Hund.
Dativ
Der Wem-Fall: Ich helfe dem Hund.
Genitiv
Der Wessen-Fall. Er zeigt oft, wem etwas gehört: das Fell des Hundes.
Deklinieren
Ein Nomen mit Artikel durch die vier Fälle führen: der Hund, den Hund, dem Hund, des Hundes.
Ersatzprobe
Du ersetzt eine Nomengruppe durch eine andere, zum Beispiel «der Hund». So siehst du den Fall am Artikel.
Präposition
Ein kleines Wort wie mit, für, auf oder wegen. Es steht vor einer Nomengruppe und bestimmt oft ihren Fall.
Wechselpräposition
Eine Präposition wie «auf» oder «in», nach der Dativ (Wo?) oder Akkusativ (Wohin?) steht.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Nomen und ArtikelPronomen

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Den Fall mit der Frage bestimmen

In welchem Fall steht die fett gedruckte Nomengruppe? Der Grossvater erzählt den Kindern eine Geschichte.

  1. Frag mit dem Verb: Wem erzählt der Grossvater eine Geschichte? Den Kindern.
  2. Die Frage «Wem?» gehört zum Dativ.
  3. Kontrolle mit der Ersatzprobe: Der Grossvater erzählt dem Hund eine Geschichte. «Dem» bestätigt den Dativ.

den Kindern steht im Dativ (Wem?).

Beispiel 2Den richtigen Fall bilden

Setze die Nomengruppe im richtigen Fall ein: Ich schenke eine Karte. (die Lehrerin)

  1. Frag nach der Lücke: Wem schenke ich eine Karte? Das ist der Dativ.
  2. «Lehrerin» ist weiblich. Im Dativ heisst der Artikel der.
  3. Weibliche Nomen bekommen in der Einzahl keine Endung.

Ich schenke der Lehrerin eine Karte.

Beispiel 3Wo oder wohin?

Setze den Artikel ein: Die Katze springt auf Sofa. Dann schläft sie auf Sofa. (das)

  1. Im ersten Satz bewegt sich die Katze: Wohin springt sie? Das verlangt den Akkusativ: auf das Sofa.
  2. Im zweiten Satz bleibt sie an einem Ort: Wo schläft sie? Das verlangt den Dativ.
  3. «Sofa» ist sächlich. Im Dativ heisst der Artikel dem.

Die Katze springt auf das Sofa (Wohin?, Akkusativ). Dann schläft sie auf dem Sofa (Wo?, Dativ).

Beispiel 4Eine Nachricht für den Ausflug

Eine Schulklasse mit Rucksäcken wartet am Morgen vor einem kleinen Bahnhof, die Lehrerin sammelt Zettel ein.

Noah schreibt in den Klassenchat für den Ausflug nach Luzern. Setze die Artikel im richtigen Fall ein: «Wir treffen uns vor Bahnhof (der). Bringt Znüni (das) mit. Gebt bitte Lehrerin (die) Zettel (der) von euren Eltern.»

  1. Wo treffen wir uns? «Vor» mit Wo? verlangt den Dativ: vor dem Bahnhof.
  2. Was bringt ihr mit? Das Znüni ist das , also Akkusativ. Bei «das» bleibt der Artikel gleich: das Znüni.
  3. Wem gebt ihr etwas? Der Lehrerin, Dativ: der Lehrerin.
  4. Wen oder was gebt ihr? Den Zettel, Akkusativ: den Zettel.

«Wir treffen uns vor dem Bahnhof. Bringt das Znüni mit. Gebt bitte der Lehrerin den Zettel von euren Eltern.»

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    In welchem Fall steht die fett gedruckte Nomengruppe? Der Hund bellt laut.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Nominativ

    1. Frag: Wer bellt laut? Der Hund.
    2. «Wer?» gehört zum Nominativ.
  2. 2

    In welchem Fall steht die fett gedruckte Nomengruppe? Ich rufe den Lehrer an.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Akkusativ

    1. Frag: Wen rufe ich an? Den Lehrer.
    2. «Wen?» gehört zum Akkusativ.
  3. 3

    Setze den Artikel ein: Ich helfe Mutter. (die)

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Ich helfe der Mutter.

    1. Frag: Wem helfe ich? Das ist der Dativ.
    2. «Mutter» ist weiblich: Im Dativ heisst der Artikel der.
  4. 4

    In welchem Fall steht die fett gedruckte Nomengruppe? Das ist das Velo des Vaters.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Genitiv

    1. Frag: Wessen Velo ist das? Das Velo des Vaters.
    2. «Wessen?» gehört zum Genitiv. Das -s bei «Vaters» zeigt es auch.
  1. 5

    In welchem Fall steht die fett gedruckte Nomengruppe? Tim schreibt seiner Tante einen Brief.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Dativ

    1. Frag: Wem schreibt Tim einen Brief? Seiner Tante.
    2. «Wem?» gehört zum Dativ. Ersatzprobe: Tim schreibt dem Hund einen Brief.
  2. 6

    Setze den Artikel ein: Wir wandern durch Wald. (der)

    Lösung zeigen

    Ergebnis: durch den Wald

    1. Nach «durch» steht immer der Akkusativ.
    2. «Wald» ist männlich: Im Akkusativ heisst der Artikel den.
  3. 7

    Setze die Nomengruppe im richtigen Fall ein: Lara fährt mit nach Chur. (die Kinder)

    Lösung zeigen

    Ergebnis: mit den Kindern

    1. Nach «mit» steht immer der Dativ.
    2. Mehrzahl im Dativ: Artikel den, und das Nomen bekommt ein -n: Kindern.
  4. 8

    Bestimme den Fall beider fett gedruckter Nomengruppen: Die Bäckerin gibt dem Mädchen ein Gipfeli.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: die Bäckerin: Nominativ, dem Mädchen: Dativ

    1. Wer gibt ein Gipfeli? Die Bäckerin: Nominativ.
    2. Wem gibt sie ein Gipfeli? Dem Mädchen: Dativ.
  5. 9

    Setze die richtige Form ein: Das Geschenk ist für Bruder. (mein)

    Lösung zeigen

    Ergebnis: für meinen Bruder

    1. Nach «für» steht immer der Akkusativ.
    2. «Bruder» ist männlich: wie «einen» heisst es meinen.
  1. 10

    Setze den Artikel zweimal ein: Ich hänge das Bild an Wand. Jetzt hängt es an Wand. (die)

    Lösung zeigen

    Ergebnis: an die Wand, an der Wand

    1. Wohin hänge ich das Bild? Akkusativ: an die Wand.
    2. Wo hängt es jetzt? Dativ: an der Wand.
  2. 11

    Setze die Nomengruppe im Genitiv ein: Das ist die Jacke . (der Knabe)

    Lösung zeigen

    Ergebnis: die Jacke des Knaben

    1. Im Genitiv heisst der männliche Artikel des.
    2. «Knabe» bekommt ausser im Nominativ Einzahl ein -n, auch im Genitiv: des Knaben, nicht «des Knabes».
  3. 12

    Finde den Fehler und verbessere den Satz: Der Polizist hilft den Mensch.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Der Polizist hilft dem Menschen.

    1. Frag: Wem hilft der Polizist? Dativ, also dem.
    2. «Mensch» bekommt ausser im Nominativ Einzahl ein -en: Menschen.
  4. 13

    Bestimme den Fall aller fett gedruckten Nomengruppen: Wegen des Regens bringt die Mutter den Kindern einen Schirm.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: des Regens: Genitiv, die Mutter: Nominativ, den Kindern: Dativ, einen Schirm: Akkusativ

    1. Nach «wegen» steht der Genitiv: des Regens.
    2. Wer bringt etwas? Die Mutter: Nominativ. Wem? Den Kindern: Dativ.
    3. Wen oder was bringt sie? Einen Schirm: Akkusativ.

Verwechselt dein Kind noch Dativ und Akkusativ, übt eine Lehrperson mit ihm die Fragen und die Ersatzprobe an vielen Sätzen. Grammatik-Nachhilfe in Deutsch für Primar und Sek

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Trainer: Die vier Fälle

Unbegrenzt neue Sätze: Du bestimmst den Fall einer Nomengruppe oder setzt sie selbst im richtigen Fall ein, und die Rückmeldung nennt immer die passende Frage. Stufe 1 gibt dir das Fragewort, Stufe 2 bringt «ein», Mehrzahl und Präpositionen, Stufe 3 Genitiv und Wo oder Wohin.

Welcher Fall?Lea winktder Lehrerin.

Löse die Aufgabe und drück «Prüfen» (oder Enter).

Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
6. Klasse - 2. Sek
Zyklus
Zyklus 2–3
Fach
Deutsch

Die Namen der vier Fälle lernst du meist in der 6. Klasse kennen. In der 1. und 2. Sek bestimmst du die Fälle sicher und setzt auch nach Präpositionen den richtigen Fall.

  • D.5.D.1.dDie Namen der vier Fälle kennenlernen und ausprobieren, wie Artikel und Nomen im Satz ihre Form ändern.
  • D.5.D.1.eIn üblichen Sätzen herausfinden, in welchem Fall eine Nomengruppe steht, zum Beispiel indem man sie durch «der Hund» ersetzt.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

In welcher Klasse lernt man die vier Fälle?

Nach Lehrplan 21 lernst du die Namen der Fälle meist in der 6. Klasse kennen. Sicher bestimmen musst du sie in der 1. und 2. Sek. Je nach Kanton und Lehrmittel kann es etwas früher oder später sein.

Wie erkenne ich, ob Dativ oder Akkusativ?

Frag mit dem Verb: «Wem?» heisst Dativ, «Wen oder was?» heisst Akkusativ. Bist du unsicher, setz «der Hund» ein: «dem Hund» ist Dativ, «den Hund» ist Akkusativ. Bei Präpositionen wie «auf» oder «in» fragst du zusätzlich: Wo? oder Wohin?

Warum heisst es «dem Nachbarn» und nicht «dem Nachbar»?

Einige männliche Nomen bekommen ausser im Nominativ Einzahl immer ein -n oder -en, zum Beispiel Nachbar, Knabe, Mensch, Hase oder Löwe. Darum heisst es den Nachbarn, dem Nachbarn und des Nachbarn.

Braucht man den Genitiv überhaupt noch?

Im Gespräch sagen viele «das Velo von meinem Bruder». In geschriebenen Texten und in der Schule gehört aber der Genitiv dazu: das Velo meines Bruders. Nach «wegen», «während» und «trotz» steht er in der Standardsprache ebenfalls.

Stand 18.10.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?