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Fokus Nachhilfe

Bewerbungsschreiben und Lebenslauf

Mit Bewerbungsschreiben und Lebenslauf stellst du dich einem Lehrbetrieb vor. Hier lernst du Aufbau, Anrede und Höflichkeitsform und wie du deine Stärken mit Beispielen zeigst.

  • 2. Sek - 3. Sek
  • Zyklus 3
  • Lehrplan 21: D.4.B.1.g

Das musst du wissen

Erklärung

Mit der Bewerbung zeigst du einem Lehrbetrieb, wer du bist und warum du genau diesen Beruf lernen willst. Dazu gehören ein Bewerbungsschreiben und ein Lebenslauf. Am Schluss liest du alles nochmals durch und lässt es gegenlesen.

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Was ins Bewerbungsdossier gehört

Ein Lehrbetrieb lernt dich zuerst auf Papier kennen. Ins Dossier gehören:

  • das Bewerbungsschreiben
  • der Lebenslauf mit Foto
  • Kopien der letzten Zeugnisse
  • Schnupperberichte und, wenn verlangt, die Resultate eines Eignungstests

Lies im Inserat genau, was der Betrieb sehen will.

MerkeSchick, was verlangt ist, und zwar vollständig.

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Die Form des Briefs

Ein Bewerbungsschreiben hat eine feste Reihenfolge: Absender, Empfänger, Ort und Datum, Betreff, Anrede, Text, Gruss, Unterschrift und Beilagen.

Der Betreff sagt in einer Zeile, worum es geht: «Bewerbung um eine Lehrstelle als Fachmann Gesundheit EFZ». Der ganze Brief passt auf eine A4-Seite.

MerkeEine Seite, eine Schrift, keine Fehler.

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Anrede, Gruss und Höflichkeitsform

Kennst du den Namen, schreibst du «Sehr geehrte Frau Keller» oder «Sehr geehrter Herr Keller». Sonst schreibst du «Sehr geehrte Damen und Herren». Der Gruss heisst «Freundliche Grüsse».

In der Schweiz steht nach der Anrede meist kein Komma. Dann beginnt der Text gross.

MerkeDie Höflichkeitsform schreibst du immer gross: Sie, Ihnen, Ihr, Ihre.

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Einstieg, Hauptteil, Schluss

Einstieg: Für welche Stelle bewirbst du dich, und woher kennst du den Betrieb? Lass «Hiermit bewerbe ich mich» weg.

Hauptteil: Warum dieser Beruf? Warum dieser Betrieb? Was bringst du mit?

Schluss: Bitte um ein Vorstellungsgespräch oder eine Schnupperlehre.

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Stärken mit Beispiel zeigen

«Ich bin zuverlässig» glaubt dir niemand einfach so. Zeig es mit einem Erlebnis: «Seit zwei Jahren trage ich jeden Samstag Zeitungen aus und war noch nie zu spät.»

Ein echtes Beispiel ist mehr wert als fünf Eigenschaften in einer Reihe.

MerkeNicht behaupten, sondern zeigen.

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Der Lebenslauf

Den Lebenslauf schreibst du als Tabelle. Die Rubriken: Personalien mit Foto, Schulbildung, Schnupperlehren, Sprachen, Freizeit und Referenzen.

In jeder Rubrik gilt dieselbe Reihenfolge, meist das Neueste zuerst. Eine Referenz, zum Beispiel deine Lehrerin, gibst du erst an, wenn sie zugestimmt hat.

Bewerbungsschreiben und Lebenslauf: Übersicht mit Was ins Bewerbungsdossier gehört; Die Form des Briefs; Anrede, Gruss und Höflichkeitsform; Stärken mit Beispiel zeigen.
Bewerbungsschreiben und Lebenslauf auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕«Sehr geehrte Damen und Herren», obwohl im Inserat «Frau Gerber» steht.

    ✓Steht ein Name im Inserat, sprichst du diese Person an: «Sehr geehrte Frau Gerber».

  • ✕«Gerne komme ich bei ihnen schnuppern.»

    ✓Die Höflichkeitsform schreibst du gross: «bei Ihnen». Klein heisst «ihnen» nämlich «den Leuten dort».

  • ✕Denselben Brief an zehn Betriebe schicken und nur den Namen austauschen.

    ✓Schreib für jeden Betrieb einen eigenen Satz, warum du genau dort lernen willst. Prüf vor dem Abschicken, dass kein alter Firmenname stehen geblieben ist.

  • ✕«Ich bin pünktlich, teamfähig, motiviert und zuverlässig.»

    ✓Wähl zwei Stärken und zeig sie mit einem Beispiel aus Schule, Verein oder Schnupperlehre.

Begriffe zum Nachschlagen
Bewerbungsdossier
Alle Unterlagen zusammen, die du an einen Betrieb schickst: Brief, Lebenslauf, Zeugnisse und Schnupperberichte.
Bewerbungsschreiben
Der Brief, in dem du sagst, warum du die Stelle willst und warum du passt. Auch Motivationsschreiben genannt.
Lebenslauf
Eine Tabelle mit deinen Personalien, deiner Schulzeit, deinen Schnupperlehren, Sprachen und Hobbys.
Betreff
Die fett gedruckte Zeile über der Anrede. Sie sagt in wenigen Wörtern, worum es im Brief geht.
Beilagen
Die Liste ganz unten im Brief: Was du sonst noch mitschickst, zum Beispiel Lebenslauf und Zeugnisse.
Höflichkeitsform
Die Anrede mit «Sie» für Erwachsene, die du nicht duzt. Sie, Ihnen, Ihr und Ihre schreibst du gross.
Berufsbildnerin, Berufsbildner
Die Person im Betrieb, die die Lernenden ausbildet. Oft liest sie auch die Bewerbungen.
Schnupperlehre
Ein paar Tage in einem Betrieb, an denen du den Beruf ausprobierst.
EFZ und EBA
EFZ ist das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis nach einer drei- oder vierjährigen Lehre. EBA ist das Eidgenössische Berufsattest nach einer zweijährigen Lehre.
Referenz
Eine Person, die der Betrieb anrufen darf, um mehr über dich zu erfahren, zum Beispiel deine Lehrerin.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Einen Brief schreibenPronomenTexte überarbeiten

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Den Briefkopf aufbauen

Mia Rossi aus Winterthur bewirbt sich bei einer Schreinerei in Uster. Im Inserat steht: «Ansprechperson: Herr Daniel Meier, Berufsbildner». Wie beginnt ihr Brief?

  1. Oben links steht Mias Absender: Name, Adresse, Telefon und E-Mail.
  2. Darunter kommt der Empfänger: Name der Schreinerei, Herr Daniel Meier, Strasse, Postleitzahl und Ort.
  3. Dann folgen Ort und Datum, und zwar Mias Wohnort: «Winterthur, 18. Oktober 2026».
  4. Der Betreff nennt die Stelle: «Bewerbung um eine Lehrstelle als Schreinerin EFZ».
  5. Mia kennt den Namen. Darum schreibt sie «Sehr geehrter Herr Meier», ohne Komma.

Absender, Empfänger, Ort und Datum, Betreff und dann «Sehr geehrter Herr Meier». In der nächsten Zeile beginnt der Text mit einem grossen Buchstaben.

Beispiel 2Ein Einstieg, der neugierig macht

Ein Jugendlicher in Arbeitskleidung schaut in einer Autowerkstatt unter die offene Motorhaube, eine Mechanikerin erklärt ihm etwas.

Noah aus Luzern hat im Mai in einer Garage geschnuppert. Jetzt bewirbt er sich dort als Automobil-Mechatroniker EFZ. Sein erster Satz lautet: «Hiermit bewerbe ich mich für die Lehrstelle.» Wie wird der Einstieg besser?

  1. «Hiermit bewerbe ich mich» sagt nichts, was nicht schon im Betreff steht.
  2. Besser beginnt Noah mit dem, was ihn mit dem Betrieb verbindet: mit seiner Schnupperwoche.
  3. Er nennt ein Erlebnis, das ihm gefallen hat, und dann die Stelle mit dem genauen Namen.

«In meiner Schnupperwoche im Mai durfte ich bei Ihnen zum ersten Mal selbst Räder wechseln. Seither weiss ich: Ich möchte bei Ihnen die Lehre als Automobil-Mechatroniker EFZ machen.»

Beispiel 3Eine Stärke mit Beispiel zeigen

Eine Jugendliche sitzt im Wohnzimmer am Boden und baut mit zwei kleinen Kindern einen Turm aus Holzklötzen.

Elif aus Chur möchte Fachfrau Betreuung EFZ werden. In ihrem Entwurf steht: «Ich bin geduldig und kann gut mit Kindern umgehen.» Mach daraus einen Absatz, der überzeugt.

  1. Wähle die wichtigste Stärke für den Beruf: Geduld.
  2. Suche ein Erlebnis, das diese Stärke zeigt: Elif hütet jeden Mittwoch zwei Nachbarskinder.
  3. Erzähle kurz, was dort passiert und wie Elif reagiert.
  4. Verbinde das Erlebnis zum Schluss mit dem Beruf.

«Jeden Mittwochnachmittag hüte ich zwei Nachbarskinder. Wenn der Kleine beim Zvieri trödelt oder ein Spiel nicht klappt, bleibe ich ruhig und wir finden zusammen eine Lösung. Diese Geduld möchte ich in der Kita jeden Tag einsetzen.»

Beispiel 4Den Lebenslauf ordnen

Lina aus St. Gallen ist in der 2. Sek. Sie hat ihre Angaben gesammelt: Sek in St. Gallen seit 2025, Primarschule 2019 bis 2025, Schnupperlehre als Drogistin, Deutsch und Albanisch, Leichtathletik im Verein, Herr Frei als Klassenlehrer. In welche Rubriken gehören sie?

  1. Personalien: Name, Adresse, Geburtsdatum, Telefon, E-Mail und ein Foto.
  2. Schulbildung: zuerst die Sek seit 2025, darunter die Primarschule von 2019 bis 2025.
  3. Schnupperlehren: Drogistin EFZ, mit Betrieb, Ort und Datum.
  4. Sprachen: Deutsch und Albanisch, dazu Englisch und Französisch aus der Schule.
  5. Freizeit: Leichtathletik im Verein, mit der Angabe, seit wann.
  6. Referenzen: Herr Frei, Klassenlehrer, mit Telefonnummer. Lina fragt ihn vorher, ob sie ihn angeben darf.

Sechs Rubriken: Personalien, Schulbildung, Schnupperlehren, Sprachen, Freizeit und Referenzen. In jeder Rubrik steht das Neueste zuerst.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Im Inserat steht: «Ihre Ansprechperson: Frau Sandra Gerber, Berufsbildnerin». Wie lautet die Anrede?

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    Ergebnis: «Sehr geehrte Frau Gerber»

    1. Im Inserat steht ein Name, also sprichst du diese Person direkt an.
    2. Bei einer Frau heisst es «Sehr geehrte Frau» und dann der Nachname, ohne Vorname.
  2. 2

    Eine Gärtnerei in Thun sucht eine Lernende. Im Inserat steht nur die Adresse, kein Name. Wie lautet die Anrede?

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    Ergebnis: «Sehr geehrte Damen und Herren»

    1. Du weisst nicht, wer den Brief liest.
    2. Dann sprichst du Frauen und Männer an: «Sehr geehrte Damen und Herren».
  3. 3

    Welcher Gruss passt unter ein Bewerbungsschreiben: «Liebe Grüsse», «Freundliche Grüsse» oder «Bis bald»?

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    Ergebnis: «Freundliche Grüsse»

    1. «Liebe Grüsse» und «Bis bald» schreibst du Leuten, die du duzt.
    2. Ein förmlicher Brief endet förmlich mit «Freundliche Grüsse». Darunter folgen Unterschrift und Name.
  4. 4

    Nenne vier Teile, die fast jedes Bewerbungsdossier für eine Lehrstelle enthält.

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    Ergebnis: Bewerbungsschreiben, Lebenslauf mit Foto, Kopien der Zeugnisse und Schnupperberichte

    1. Der Brief und der Lebenslauf stellen dich vor.
    2. Zeugnisse und Schnupperberichte zeigen, wie du in Schule und Betrieb arbeitest.
    3. Verlangt der Betrieb einen Eignungstest, legst du auch die Resultate bei.
  5. 5

    Gross oder klein? «Gerne komme ich am Dienstag bei vorbei. Können mir sagen, wann es passt?» (Du schreibst einer Berufsbildnerin.)

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    Ergebnis: Ihnen, Sie, Ihnen

    1. Die Berufsbildnerin sprichst du mit «Sie» an. Das ist die Höflichkeitsform.
    2. Die Höflichkeitsform schreibst du immer gross, auch mitten im Satz: «bei Ihnen», «Können Sie», «wann es Ihnen passt».
  1. 6

    Der Betreff lautet nur «Bewerbung». Mach daraus einen guten Betreff für eine Lehrstelle als Informatikerin EFZ ab August 2027.

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    Ergebnis: «Bewerbung um eine Lehrstelle als Informatikerin EFZ ab August 2027»

    1. Der Betreff sagt, worum es geht: eine Bewerbung um eine Lehrstelle.
    2. Er nennt den genauen Beruf mit EFZ und den Beginn der Lehre.
  2. 7

    Finde die drei Fehler: «Sehr geehrter Frau Moser» … «Gerne möchte ich bei ihnen die Lehre als Detailhandelsfachmann EFZ machen.» … «Liebe Grüsse»

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    Ergebnis: «Sehr geehrte Frau Moser», «bei Ihnen» und «Freundliche Grüsse»

    1. Zu «Frau» gehört «Sehr geehrte», zu «Herr» gehört «Sehr geehrter».
    2. «Ihnen» meint Frau Moser. Darum schreibst du es gross.
    3. «Liebe Grüsse» ist zu locker. In einer Bewerbung heisst es «Freundliche Grüsse».
  3. 8

    Mach aus der Behauptung «Ich bin teamfähig» einen Satz mit Beispiel.

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    Ergebnis: Zum Beispiel: «Seit vier Jahren spiele ich im Unihockeyclub. Dort habe ich gelernt, dass wir nur gewinnen, wenn alle mithelfen.»

    1. Suche eine Situation, in der du mit anderen zusammenarbeitest: Verein, Klassenprojekt, Familie.
    2. Erzähle sie in einem Satz und sag, was du dabei gelernt hast.
    3. Das Wort «teamfähig» musst du dann gar nicht mehr schreiben.
  4. 9

    Bring die Teile des Briefs in die richtige Reihenfolge: Gruss, Betreff, Absender, Beilagen, Anrede, Ort und Datum, Unterschrift, Empfänger, Text.

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    Ergebnis: Absender, Empfänger, Ort und Datum, Betreff, Anrede, Text, Gruss, Unterschrift, Beilagen

    1. Oben stehen die Adressen: zuerst deine, dann die des Betriebs.
    2. Dann folgen Ort und Datum, der Betreff und die Anrede.
    3. Nach dem Text kommen Gruss und Unterschrift, ganz unten die Beilagen.
  5. 10

    In welche Rubrik des Lebenslaufs gehört das? a) Schnupperwoche als Polymechaniker, b) Französisch und Englisch aus der Schule, c) Pfadi seit 2020, d) 2. Sek in Wil

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    Ergebnis: a) Schnupperlehren, b) Sprachen, c) Freizeit, d) Schulbildung

    1. Alles, was du in einem Betrieb ausprobiert hast, gehört zu den Schnupperlehren.
    2. Sprachen stehen in einer eigenen Rubrik, auch die aus der Schule.
    3. Hobbys und Vereine wie die Pfadi gehören zur Freizeit, die Schulen zur Schulbildung.
  1. 11

    Was ist an diesem Einstieg schwach? «Ich habe Ihr Inserat gelesen und bewerbe mich hiermit. Ich bin pünktlich, zuverlässig, motiviert und teamfähig.» Schreib ihn besser.

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    Ergebnis: Er nennt die Stelle nicht, könnte an jeden Betrieb gehen und zählt nur Eigenschaften auf. Besser: Stelle nennen, persönlicher Grund, eine Stärke mit Beispiel.

    1. Der Einstieg sagt nicht, um welchen Beruf es geht.
    2. Vier Eigenschaften ohne Beispiel bleiben leere Behauptungen.
    3. Besser zum Beispiel: «Auf der Lehrstellenbörse habe ich gelesen, dass Sie eine Lernende als Fachfrau Gesundheit EFZ suchen. In meiner Schnupperlehre im Altersheim habe ich gemerkt, wie gerne ich Menschen helfe.»
  2. 12

    Lara schickt fast denselben Brief an zwei Betriebe. Im Brief an eine Garage in Aarau steht: «Ihr Betrieb in Zug hat mir beim Schnuppern gut gefallen.» Was ist passiert, und wie verhinderst du das?

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    Ergebnis: Ein Kopierfehler: Der Betrieb merkt sofort, dass der Brief nicht für ihn geschrieben ist. Jeden Brief einzeln anpassen und Name, Ort und Beruf vor dem Abschicken prüfen.

    1. Lara hat den Satz aus dem Brief für Zug nicht angepasst.
    2. Für den Betrieb in Aarau wirkt das, als wäre er nur die zweite Wahl.
    3. Schreib für jeden Betrieb einen eigenen Absatz und lies vor dem Abschicken Firmenname, Ort und Anrede nochmals.
  3. 13

    Der Betrieb will die Bewerbung per E-Mail. Was schreibst du in die E-Mail, und wie schickst du die Unterlagen?

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    Ergebnis: Ein klarer Betreff, eine kurze förmliche Nachricht mit Anrede und Gruss, und alle Unterlagen zusammen in einem PDF im Anhang.

    1. Der Betreff ist derselbe wie im Brief: «Bewerbung um eine Lehrstelle als …».
    2. In der E-Mail stehen Anrede, zwei, drei Sätze mit dem Hinweis auf den Anhang, Gruss und deine Telefonnummer.
    3. Brief, Lebenslauf und Zeugnisse fasst du in einem einzigen PDF zusammen, mit deinem Namen im Dateinamen.
  4. 14

    Schreib einen Schluss, der um ein Vorstellungsgespräch bittet, ohne das Wort «würde» zu verwenden.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel: «Gerne erzähle ich Ihnen in einem Gespräch mehr über mich. Ich freue mich auf Ihre Einladung.»

    1. «Ich würde mich freuen, wenn ich kommen dürfte» klingt unsicher.
    2. Mit «gerne» und der Gegenwart klingst du freundlich und sicher.
    3. Der letzte Satz zeigt, dass du dich auf eine Antwort freust.
  5. 15

    Eine Bäckerei in Chur backt mit Getreide aus Graubünden und hat einen eigenen Laden. Du bewirbst dich als Bäcker-Konditor-Confiseur EFZ. Schreib einen Satz, der nur zu diesem Betrieb passt.

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    Ergebnis: Zum Beispiel: «Mir gefällt, dass Sie mit Getreide aus Graubünden backen und ich in Ihrem eigenen Laden erleben könnte, wie das Brot bei der Kundschaft ankommt.»

    1. Such im Inserat oder auf der Website, was diesen Betrieb besonders macht.
    2. Nimm genau das in deinen Satz auf: hier das Getreide aus der Region und den eigenen Laden.
    3. Sag, warum dir das gefällt. So ist der Satz in keinem anderen Brief möglich.

Feilst du noch an deiner Bewerbung, liest eine Lehrperson Brief und Lebenslauf mit dir durch und zeigt dir, was du noch besser machen kannst. Deutsch-Nachhilfe für die 2. und 3. Sek

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Üben ohne Ende

Trainer: Bewerbungsschreiben

Übe die förmlichen Teile deiner Bewerbung an immer neuen Empfängern, mit einer Rückmeldung zu jedem Fehler. Stufe 1 übt die Anrede, Stufe 2 den Gruss und «Sie» oder «Ihnen», Stufe 3 die Besitzwörter Ihre, Ihren und Ihrem.

Du schreibst an ein Tourismusbüro im Wallis. Den Namen der Person, die den Brief liest, kennst du nicht. Wie beginnst du den Brief am besten?

Löse die Aufgabe und drück «Prüfen» (oder Enter).

Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
2. Sek - 3. Sek
Zyklus
Zyklus 3
Fach
Deutsch

In der 2. Sek beginnt mit den Schnupperlehren die Berufswahl, im Deutschunterricht schreibst du dazu die ersten Bewerbungen. In der 3. Sek folgen echte Bewerbungen und Vorstellungsgespräche.

  • D.4.B.1.gDen Aufbau von Bewerbungsschreiben und Lebenslauf kennen und für die eigene Bewerbung um eine Lehrstelle nutzen.
  • D.4.F.1.fDie eigenen Bewerbungsunterlagen mehrmals überarbeiten, bis Rechtschreibung und Form fehlerfrei sind.
  • D.3.C.1.hSich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten und dort klar sagen, warum man zum Beruf und zum Betrieb passt.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

In welcher Klasse schreibt man eine Bewerbung?

Meist in der 2. und 3. Sek, wenn die Lehrstellensuche beginnt. Viele Betriebe vergeben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vor Lehrbeginn. Darum schreiben viele die ersten Bewerbungen schon gegen Ende der 2. Sek.

Wie lang darf ein Bewerbungsschreiben sein?

Höchstens eine A4-Seite. Drei bis vier kurze Absätze reichen: Einstieg, warum dieser Beruf, warum dieser Betrieb und der Schluss.

Braucht es im Lebenslauf ein Foto?

In der Schweiz ist ein Foto bei der Bewerbung um eine Lehrstelle üblich. Wähl ein aktuelles, freundliches Foto mit ruhigem Hintergrund, kein Ferien- oder Partybild.

Kommt nach «Sehr geehrte Damen und Herren» ein Komma?

In der Schweiz meist nicht. Dann beginnt der Text in der nächsten Zeile gross. Setzt du ein Komma, geht es klein weiter; wichtig ist, dass beides zusammenpasst.

Stand 18.10.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?