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Fokus Nachhilfe

Erörterung schreiben

In einer Erörterung beantwortest du eine Streitfrage mit Argumenten und kommst am Schluss zu einer begründeten Meinung. Hier lernst du, wie ein Argument gebaut ist, wie du Pro und Contra ordnest und wie Einleitung, Hauptteil und Schluss aussehen.

  • 1. Sek - 3. Sek
  • Zyklus 3
  • Lehrplan 21: D.4.B.1.h

Das musst du wissen

Erklärung

In einer Erörterung denkst du schriftlich über eine Streitfrage nach. Jedes Argument besteht aus Behauptung, Begründung und Beispiel. Am Schluss wägst du ab und sagst deine eigene Meinung.

1 von 7

Was eine Erörterung ist

Am Anfang steht eine Streitfrage, über die man verschiedener Meinung sein kann: «Sollen Handys in der Pause erlaubt sein?»

Du sammelst Argumente, ordnest sie und kommst zu einem Urteil. Du schreibst , im und ohne «ich finde das voll doof».

MerkeEine Erörterung beantwortet eine Frage mit Gründen, nicht mit Gefühlen.

2 von 7

Ein Argument hat drei Teile

Behauptung: Handys in der Pause stören das Zusammensein.

Begründung: Denn wer aufs Display schaut, redet nicht mit den anderen.

Beispiel: Auf unserem Pausenplatz sitzen viele still nebeneinander und scrollen.

MerkeEine Behauptung ohne Begründung ist nur eine Meinung.

3 von 7

Pro und Contra sammeln

Pro-Argumente sprechen für die Frage, Contra-Argumente dagegen. Notiere sie in zwei Spalten oder in einer Mindmap.

Prüf danach jedes Argument: Passt es zur Frage? Stimmt es? Lässt es sich mit einem Beispiel belegen? Was diese Prüfung nicht besteht, streichst du.

4 von 7

Lineare und dialektische Erörterung

Die lineare Erörterung bleibt auf einer Seite. Sie passt zu Fragen mit «Warum», «Welche» oder «Wie»: «Warum treiben Jugendliche Sport?»

Die dialektische Erörterung wägt Pro und Contra ab. Sie passt zu Fragen mit «Soll» oder «Ist es sinnvoll»: «Sollen Hausaufgaben abgeschafft werden?»

MerkeKann man die Frage mit Ja oder Nein beantworten, erörterst du dialektisch.

5 von 7

Die Argumente ordnen

Ordne die Argumente steigernd: das schwächere zuerst, das stärkste am Schluss. Was zuletzt kommt, bleibt im Kopf.

In der dialektischen Erörterung kommt zuerst die Seite, die du nicht vertrittst. Danach folgt deine Seite. So endet der Hauptteil mit dem, was dich überzeugt.

MerkeDas stärkste Argument kommt zum Schluss.

6 von 7

Einleitung, Hauptteil, Schluss

Einleitung: Führ zum Thema hin, etwa mit einem Erlebnis oder einer Nachricht, und nenn die Frage.

Hauptteil: die Argumente, jedes in einem eigenen Absatz.

Schluss: Wäg ab, sag deine Meinung und begründe sie. Neue Argumente gehören nicht mehr hierher.

7 von 7

Konnektoren verbinden die Gedanken

Kleine Wörter zeigen, wie die Sätze zusammenhängen:

  • Begründung: weil, denn, da
  • Folge: deshalb, daher, folglich
  • Gegensatz: jedoch, aber, trotzdem, andererseits
  • Aufzählung: ausserdem, zudem, zusätzlich
  • Beispiel: zum Beispiel, etwa, so

MerkeNach «weil» steht das Verb am Ende, nach «denn» an zweiter Stelle.

Argumentieren und Erörterung: Übersicht mit Was eine Erörterung ist; Ein Argument hat drei Teile; Lineare und dialektische Erörterung; Die Argumente ordnen; Konnektoren verbinden die Gedanken.
Argumentieren und Erörterung auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕«Handys in der Pause sind einfach cool.»

    ✓Das ist nur eine Behauptung. Ein Argument braucht eine Begründung und ein Beispiel: «Mit dem Handy kannst du in der Pause klären, ob das Training stattfindet, zum Beispiel wenn es regnet.»

  • ✕Schon in der Einleitung schreiben: «Ich finde, Hausaufgaben gehören abgeschafft.»

    ✓Die Einleitung führt zur Frage hin. Deine Meinung sagst du im Schluss, nachdem du die Argumente abgewogen hast.

  • ✕Im Schluss ein neues Argument bringen, das im Hauptteil noch nicht vorkam.

    ✓Der Schluss wägt ab und fasst zusammen. Ist dir noch ein gutes Argument eingefallen, gehört es in den Hauptteil.

  • ✕«Wer gegen den Skatepark ist, hat einfach keine Ahnung.»

    ✓Greif nie Personen an, sondern Argumente. Sachlich heisst: «Gegner sagen, der Park sei zu teuer. Doch er kostet weniger als ein neuer Sportplatz.»

Begriffe zum Nachschlagen
Erörterung
Ein Aufsatz, in dem du eine Streitfrage mit Argumenten durchdenkst und zu einem begründeten Urteil kommst.
Streitfrage
Eine Frage, auf die es mehr als eine vernünftige Antwort gibt, zum Beispiel «Soll die Schule später beginnen?».
Argument
Eine Behauptung mit Begründung und Beispiel, die eine Meinung stützt.
Behauptung (These)
Der Satz, der sagt, was du meinst. Er allein überzeugt noch niemanden.
Begründung
Der Grund, warum die Behauptung stimmt. Oft beginnt sie mit «weil» oder «denn».
Beispiel (Beleg)
Ein Erlebnis, eine Tatsache oder eine Umfrage, die die Begründung anschaulich macht.
Pro und Contra
Pro heisst dafür, Contra heisst dagegen. Ein Contra-Argument nennt man auch Gegenargument.
lineare Erörterung
Eine Erörterung, die nur eine Seite ausführt, zum Beispiel die Gründe für etwas.
dialektische Erörterung
Eine Erörterung, die Pro und Contra gegenüberstellt und dann abwägt. Man sagt auch Pro-und-Contra-Erörterung.
Konnektor
Ein Verbindungswort wie «weil», «deshalb» oder «jedoch», das zeigt, wie zwei Gedanken zusammenhängen.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Ideen finden und Text planenPräpositionen und KonjunktionenKommasetzung bei Teilsätzen, Einschüben und Relativsätzen

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Aus einer Behauptung ein Argument machen

Lea aus Winterthur schreibt in ihrem Entwurf nur: «Hausaufgaben sollten abgeschafft werden.» Mach daraus ein vollständiges Argument.

  1. Die Behauptung steht schon. Jetzt fragst du: Warum?
  2. Begründung: Nach einem langen Schultag sind viele müde und lernen zu Hause nur noch wenig.
  3. Beispiel: Leas Bruder kommt am Dienstag erst nach dem Fussballtraining heim und sitzt dann noch eine Stunde an den Aufgaben.
  4. Mit Konnektoren verbindest du die drei Teile zu einem Absatz.

«Hausaufgaben sollten abgeschafft werden, denn nach einem langen Schultag lernt man zu Hause nur noch wenig. Mein Bruder zum Beispiel kommt am Dienstag erst nach dem Fussballtraining heim und sitzt dann noch eine Stunde an den Aufgaben, obwohl er kaum noch die Augen offen halten kann.»

Beispiel 2Pro und Contra sortieren

Auf einem Pausenplatz spielen einige Jugendliche Fussball, während andere auf einer Bank sitzen und auf ihre Handys schauen.

Eine 1. Sek in Chur sammelt Argumente zur Frage «Sollen Handys in der Pause erlaubt sein?». An der Wandtafel stehen: a) Man kann die Eltern erreichen, wenn sich etwas ändert. b) Man bewegt sich weniger. c) Peinliche Fotos können schnell herumgeschickt werden. d) Man kann den Busfahrplan nachschauen. Ordne sie.

  1. Die Frage fragt nach dem Erlauben. Pro heisst also: Handys sollen erlaubt sein.
  2. a) und d) zeigen einen Nutzen des Handys. Sie sind Pro-Argumente.
  3. b) und c) zeigen einen Schaden. Sie sind Contra-Argumente.
  4. Jetzt gewichtest du: c) ist das stärkste Contra-Argument, weil es um den Schutz von Menschen geht.

Pro: a) und d). Contra: b) und c), wobei c) das stärkste ist und darum am Ende des Contra-Teils steht.

Beispiel 3Eine dialektische Erörterung gliedern

Noah aus Luzern ist für das Stimmrechtsalter 16. Er schreibt eine Erörterung zur Frage «Sollen 16-Jährige abstimmen dürfen?». Mach ihm eine Gliederung.

  1. Einleitung: Im Kanton Glarus dürfen 16-Jährige schon heute abstimmen. Daraus folgt die Frage: Soll das überall gelten?
  2. Contra zuerst, weil Noah für das Stimmrechtsalter 16 ist: Vielen Jugendlichen fehlt die Erfahrung mit Politik. Ausserdem sind sie mit 16 noch nicht volljährig.
  3. Überleitung: «Diesen Bedenken stehen jedoch wichtige Gründe gegenüber.»
  4. Pro, steigernd: Jugendliche lernen Politik am besten, indem sie mitmachen. Am stärksten: Viele Entscheide betreffen die Jungen am längsten, etwa beim Klima.
  5. Schluss: Noah wägt ab und begründet, warum er für das Stimmrechtsalter 16 ist.

Einleitung mit Anlass und Frage, dann Contra, Überleitung und Pro mit dem stärksten Argument am Ende, zuletzt der Schluss mit Noahs Meinung.

Beispiel 4Den Schluss schreiben

Kinder kommen am Morgen zu Fuss und mit dem Velo zur Schule, im Hintergrund hält ein Auto am Strassenrand.

Die Klasse von Elif in Thun hat die Frage «Sollen Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen?» erörtert. Contra: Das Elterntaxi macht den Schulweg für alle anderen gefährlicher. Die Kinder bewegen sich weniger. Pro: Bei Regen oder einem sehr weiten Weg ist es bequem. Schreib den Schluss.

  1. Fasse die Abwägung in einem Satz zusammen: Wo wiegen die Argumente schwerer?
  2. Sag deine Meinung klar und nenn den wichtigsten Grund dafür.
  3. Runde mit einem Ausblick oder einem Vorschlag ab. Ein neues Argument bringst du nicht mehr.

«Das Elterntaxi ist manchmal bequem. Die Nachteile wiegen aber schwerer, denn es gefährdet die Kinder, die zu Fuss oder mit dem Velo kommen. Ich bin deshalb dafür, dass die Kinder selbst zur Schule gehen. Für sehr weite Wege könnte die Gemeinde einen Schulbus prüfen.»

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Frage: «Sollen Hausaufgaben abgeschafft werden?» Ist das ein Pro- oder ein Contra-Argument? «Mit Hausaufgaben übst du den Stoff, bis er sitzt.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Contra

    1. Pro hiesse: Ja, Hausaufgaben abschaffen.
    2. Der Satz zeigt einen Nutzen der Hausaufgaben. Er spricht also dagegen, sie abzuschaffen.
  2. 2

    Behauptung, Begründung oder Beispiel? «Letzten Winter fiel unser Schulbus zweimal wegen Schnee aus.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Beispiel

    1. Der Satz erzählt ein bestimmtes Erlebnis mit Zeit und Ort.
    2. Ein Erlebnis macht eine Begründung anschaulich. Darum ist es ein Beispiel.
  3. 3

    Welches Wort leitet eine Begründung ein: «deshalb», «weil» oder «jedoch»?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: «weil»

    1. «weil» gibt den Grund an.
    2. «deshalb» nennt eine Folge, «jedoch» einen Gegensatz.
  4. 4

    In welchen Teil einer Erörterung gehört deine eigene Meinung: Einleitung, Hauptteil oder Schluss?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: In den Schluss

    1. Zuerst wägst du im Hauptteil die Argumente ab.
    2. Erst danach sagst du im Schluss, wozu du kommst und warum.
  5. 5

    Nenne die drei Teile eines vollständigen Arguments.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Behauptung, Begründung, Beispiel

    1. Die Behauptung sagt, was du meinst.
    2. Die Begründung sagt, warum. Das Beispiel zeigt es an einem Fall.
  1. 6

    Bring die Teile in die richtige Reihenfolge: a) «An unserer Schule in Baden kaufen viele am Morgen Süsses am Bahnhof.» b) «Ein Pausenkiosk mit gesundem Znüni ist sinnvoll.» c) «Denn wer hungrig ist, kann sich schlecht konzentrieren.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: b, c, a

    1. Zuerst die Behauptung: b).
    2. Dann die Begründung mit «denn»: c).
    3. Zuletzt das Beispiel aus dem Alltag: a).
  2. 7

    Linear oder dialektisch? a) «Welche Vorteile hat ein Sprachaufenthalt?» b) «Soll man nach der Sek ein Zwischenjahr machen?»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: a) linear, b) dialektisch

    1. a) fragt nur nach den Vorteilen. Du führst eine Seite aus: linear.
    2. b) lässt sich mit Ja oder Nein beantworten. Du wägst Pro und Contra ab: dialektisch.
  3. 8

    Setz passende Konnektoren ein: «Ein Schulgarten macht viel Arbeit. lernen wir dort viel über Pflanzen. schmeckt selbst gezogenes Gemüse besser.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Trotzdem, Ausserdem

    1. Der zweite Satz steht im Gegensatz zum ersten: «Trotzdem» oder «Dennoch».
    2. Der dritte Satz bringt einen weiteren Vorteil: «Ausserdem» oder «Zudem».
  4. 9

    Ergänze Begründung und Beispiel zur Behauptung «Ein Klassenlager stärkt die Klassengemeinschaft.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel: «Denn eine Woche lang kocht, wandert und wohnt man zusammen. Im Lager in Engelberg haben wir mit Leuten gesprochen, mit denen wir im Schulzimmer kaum Kontakt hatten.»

    1. Frag dich, warum das Lager die Gemeinschaft stärkt: Man erlebt viel zusammen.
    2. Nenn ein echtes oder vorstellbares Erlebnis, das diese Begründung zeigt.
  5. 10

    Was ist an diesem Argument schwach? «Alle wollen mehr Sportlektionen, das weiss doch jeder.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Es verallgemeinert («alle», «jeder») und hat weder Begründung noch Beispiel.

    1. «Alle» und «jeder» stimmen fast nie. Ein einziges Gegenbeispiel reicht, und das Argument fällt.
    2. Es fehlt der Grund, warum mehr Sport gut wäre, und ein Beleg, etwa eine Umfrage in der Klasse.
  1. 11

    Frage: «Soll unsere Gemeinde das alte Hallenbad sanieren?» Drei Pro-Argumente: a) «Das Becken hat so eine schöne blaue Farbe.» b) «Kinder lernen dort schwimmen, und das kann Leben retten.» c) «Die Schwimmvereine brauchen einen Ort für ihr Training.» Welches ist das stärkste, welches das schwächste, und in welcher Reihenfolge schreibst du sie?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Stärkstes: b). Schwächstes: a), das du besser streichst. Reihenfolge: c), dann b).

    1. a) ist Geschmack und kein Grund für eine teure Sanierung.
    2. b) betrifft die Sicherheit aller Kinder. Das wiegt am schwersten.
    3. Steigernd heisst: c) zuerst, b) zum Schluss.
  2. 12

    Du bist für ein Handyverbot in der Pause. Nimm das Gegenargument «Ein Verbot nimmt uns die Freiheit» auf und entkräfte es in zwei Sätzen.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel: «Zwar schränkt ein Verbot die Freiheit in der Pause ein. Doch es gilt nur für eine Viertelstunde, und dafür gewinnen alle Zeit für Gespräche und Bewegung.»

    1. Nimm das Gegenargument ernst und nenn es fair: «Zwar …»
    2. Zeig dann, warum es weniger schwer wiegt: «Doch …» oder «Aber …».
  3. 13

    Schreib eine Einleitung zur Frage «Sollen Schulen eine Schuluniform einführen?», ohne deine Meinung zu verraten.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel: «In vielen Ländern tragen alle Kinder in der Schule die gleiche Kleidung. Bei uns zieht jede und jeder an, was gefällt. Immer wieder taucht deshalb die Frage auf: Sollen auch Schweizer Schulen eine Uniform einführen?»

    1. Beginne mit einem Anlass, der zum Thema führt: hier ein Vergleich mit anderen Ländern.
    2. Nenne am Ende der Einleitung die Frage.
    3. Lass Wörter wie «zum Glück» oder «leider» weg, sie verraten deine Meinung.
  4. 14

    Was stimmt an diesem Schluss nicht? «Zusammengefasst finde ich, dass die Schule später beginnen soll. Ausserdem könnte man dann am Morgen noch joggen gehen.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Der zweite Satz bringt ein neues Argument. Der Schluss soll abwägen und die Meinung begründen, nicht neue Gründe nachliefern.

    1. «Ausserdem» kündigt ein weiteres Argument an. Das gehört in den Hauptteil.
    2. Besser: «Zwar endet die Schule dann später. Wichtiger ist aber, dass ausgeschlafene Jugendliche besser lernen. Darum bin ich für einen späteren Beginn.»
  5. 15

    Du schreibst dialektisch zur Frage «Soll die Schulreise dieses Jahr in die Berge führen?». Du bist dafür. Schreib den Satz, der vom Contra- zum Pro-Teil überleitet.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel: «Diesen Bedenken stehen jedoch gewichtige Gründe für eine Bergwanderung gegenüber.»

    1. Eine Überleitung schliesst die eine Seite ab und öffnet die andere.
    2. Ein Konnektor des Gegensatzes wie «jedoch» oder «andererseits» zeigt den Wechsel.
    3. Das Wort «gewichtig» zeigt schon, dass jetzt die Seite kommt, die dich überzeugt.

Steht vor dem nächsten Prüfungsaufsatz noch nicht fest, wie ein Argument gebaut ist, übt eine Lehrperson mit dir Behauptung, Begründung und Beispiel. Deutsch-Nachhilfe für Aufsätze in der Sek

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Üben ohne Ende

Trainer: Argumentieren und Erörterung

Bestimme, wozu ein Satz in einer Erörterung gehört, und klick die richtige Antwort an. Stufe 1 übt Pro und Contra, Stufe 2 die Teile eines Arguments und den Aufbau, Stufe 3 Konnektoren und das Gewicht von Argumenten.

Frage: «Soll die Schule erst um 8.30 Uhr beginnen?» Pro oder Contra? Viele Jugendliche sind am frühen Morgen noch müde und lernen schlechter.

Löse die Aufgabe und drück «Prüfen» (oder Enter).

Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
1. Sek - 3. Sek
Zyklus
Zyklus 3
Fach
Deutsch

Argumentieren übst du in der 1. Sek zuerst mündlich und in kurzen Stellungnahmen. In der 2. und 3. Sek schreibst du ganze Erörterungen, oft als Aufsatz in einer Prüfung.

  • D.4.B.1.hDen Aufbau eines argumentierenden Textes kennen und eine eigene Erörterung mit Einleitung, Argumenten und begründetem Schluss schreiben.
  • D.4.C.1.gVor dem Schreiben Argumente sammeln, nach Pro und Contra sortieren und in eine sinnvolle Reihenfolge bringen.
  • D.3.D.1.fAbschätzen, welche eigenen Argumente überzeugen und welche schwach sind.
  • D.3.C.1.jIn einer Diskussion oder Debatte mit Argumenten für eine Seite eintreten und die Sicht der Gegenseite mitdenken.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

In welcher Klasse schreibt man eine Erörterung?

In der Sek. In der 1. Sek übst du meist kurze Stellungnahmen mit Begründung, in der 2. und 3. Sek schreibst du ganze Erörterungen, oft als Prüfungsaufsatz. Auch an der Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium kann ein argumentierender Text verlangt sein.

Was ist der Unterschied zwischen linearer und dialektischer Erörterung?

Die lineare Erörterung führt nur eine Seite aus, etwa die Gründe für etwas. Die dialektische stellt Pro und Contra gegenüber und wägt am Schluss ab. Welche passt, zeigt die Frage: Lässt sie sich mit Ja oder Nein beantworten, erörterst du dialektisch.

Darf ich in einer Erörterung «ich» schreiben?

Im Schluss ja, dort sagst du deine eigene Meinung. Im Hauptteil schreibst du besser sachlich und ohne «ich finde». Persönliche Erlebnisse als Beispiel sind aber erlaubt.

Wie viele Argumente braucht eine Erörterung?

Meist reichen drei bis vier gut ausgeführte Argumente, bei einer dialektischen Erörterung zwei bis drei pro Seite. Ein starkes Argument mit Begründung und Beispiel zählt mehr als fünf ohne.

Stand 18.10.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?