Überarbeiten heisst, einen fertigen Text nochmals genau zu lesen und besser zu machen. Du prüfst zuerst den Inhalt, dann Satzanfänge, Wörter und Zeitform und zum Schluss die Rechtschreibung.
Überarbeiten heisst: Du liest deinen fertigen Text nochmals wie eine fremde Leserin und machst ihn besser. Du gehst Punkt für Punkt vor: zuerst der Inhalt, dann die Sprache, am Schluss die Rechtschreibung.
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In drei Durchgängen lesen
Inhalt: Versteht jemand, der nicht dabei war, worum es geht? Stimmt die Reihenfolge? Fehlt etwas?
Sprache: Sind die Satzanfänge abwechslungsreich? Wiederholt sich ein Wort? Stimmt die ?
Rechtschreibung: Gross und klein, , schwierige Wörter.
MerkeNicht alles auf einmal: Lies für jeden Punkt einmal.
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Satzanfänge abwechseln
Beginnen viele Sätze mit «Dann» oder «Ich», wird der Text langweilig.
Schreib stattdessen «Zuerst», «Danach», «Kurz darauf», «Plötzlich» oder «Am Abend». Oder stell den Satz um: Aus «Ich sah im Garten einen Igel» wird «Im Garten sah ich einen Igel».
MerkeNie zweimal «Dann» hintereinander.
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Wortwiederholungen vermeiden
Steht dasselbe Wort in zwei Sätzen nacheinander, ersetzt du es. Gleiche Satzanfänge sind ein besonderer Fall davon, darum stehen sie oben in einem eigenen Abschnitt.
Nimm ein : «Lea hat einen Hund. Er heisst Bello.» Oder ein anderes Wort: statt immer «sagen» auch «rufen», «flüstern» oder «antworten».
MerkePronomen und treffende gegen Wiederholungen.
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Die Zeitform halten
Was schon passiert ist, erzählst du im : Wir gingen, sie rief.
Häufiger Fehler: der Wechsel ins an der spannenden Stelle, etwa «Plötzlich sieht er einen Fuchs.»
Wechseln darfst du nur, wenn die Zeit wechselt: «Der Zug hatte Verspätung. Darum komme ich jetzt zu spät.»
MerkeGleiche Zeit, gleiche Zeitform. Wechselt die Zeit, wechselt die Zeitform.
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Die drei Proben
: Lass ein Wort weg. Sagt der Satz noch dasselbe, war es überflüssig.
: Stell einen Satzteil nach vorne. So bekommst du einen neuen Satzanfang.
: Setz ein anderes Wort ein, zum Beispiel ein Pronomen, ein treffenderes Verb oder bei «das» das Wort «dieses».
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Rechtschreibung prüfen
Der hilft: «Bäume» mit ä wegen «Baum». Wörter auf -heit, -keit und -ung sind , also gross.
Vor «weil» und «dass» steht ein Komma: «drinnen, weil es regnet». Vor «als» nur, wenn ein Satz mit Person und Verb folgt: «kälter, als ich dachte», aber «lieber spielen als lernen».
Das Rechtschreibprogramm findet nicht alles, etwa «das» statt «dass».
Texte überarbeiten auf einen Blick: die wichtigsten Regeln mit Beispiel.
Häufige Fehler
✕«Wir gingen in den Wald. Plötzlich sehen wir einen Fuchs.»
✓Beides geschah beim selben Ausflug, also bleibt die Zeitform gleich: «Wir gingen in den Wald. Plötzlich sahen wir einen Fuchs.»
✕Auch das Gesprochene ins Präteritum setzen: «‹Ich hatte Hunger›, sagte Lea.»
✓Lea hat in diesem Moment Hunger. Was jemand sagt, behält seine Zeitform: «‹Ich habe Hunger›, sagte Lea.»
✕«Dann assen wir. Dann spielten wir. Dann gingen wir heim.»
✓Abwechslungsreiche Satzanfänge: «Zuerst assen wir. Danach spielten wir Fussball. Am Abend gingen wir heim.»
✕«Lea hatte einen Hund. Der Hund hiess Bello. Der Hund war gross.»
✓Mit Pronomen und verbunden: «Lea hatte einen Hund. Er hiess Bello und war sehr gross.»
✕Nur die Rechtschreibung verbessern und den Inhalt gar nicht anschauen.
✓Zuerst den Inhalt prüfen: Fehlt etwas Wichtiges, ist die Reihenfolge klar? Erst danach die Fehler in den Wörtern suchen.
Begriffe zum Nachschlagen
Überarbeiten
Einen fertigen Text nochmals lesen und am Inhalt, an der Sprache und an der Rechtschreibung verbessern.
Weglassprobe
Du lässt ein Wort oder einen Satzteil weg und prüfst, ob der Satz noch dasselbe sagt.
Umstellprobe
Du stellst die Satzteile in eine andere Reihenfolge. Das Verb bleibt an zweiter Stelle.
Ersatzprobe
Du ersetzt ein Wort durch ein anderes, etwa durch ein Pronomen oder ein treffenderes Wort.
Wortwiederholung
Dasselbe Wort steht kurz hintereinander mehrmals. Das klingt eintönig.
Überleitung
Ein Wort, das zwei Gedanken verbindet, etwa «zudem», «allerdings» oder «deshalb».
Zeitform
Die Form des Verbs zeigt, wann etwas geschieht: «ich gehe» ist jetzt, «ich ging» war früher.
Präsens
Die Gegenwart: «ich gehe», «sie ruft». So schreibst du, was jetzt passiert oder immer gilt.
Präteritum
Eine Vergangenheit aus einem einzigen Wort: «ich ging», «sie rief». In geschriebenen Geschichten steht meist sie.
Pronomen
Ein kurzes Wort, das für ein Nomen steht, etwa «er», «sie», «es» oder «ihn».
Ronja hat geschrieben: «Am Samstag ging ich mit Papa an den Zürichsee. Dann mieteten wir ein Pedalo. Dann fuhren wir weit hinaus. Dann zog ein Gewitter auf.» Verbessere die Satzanfänge.
Lies nur die Satzanfänge: «Am Samstag», «Dann», «Dann», «Dann». Dreimal «Dann» ist zu viel.
Der zweite Satz ist der erste Schritt am See. Hier passt «Zuerst».
Beim dritten Satz sagst du genauer, wie Ronja und Papa gefahren sind, und stellst das an den Anfang: «Mit kräftigen Tritten fuhren wir weit hinaus.»
Das Gewitter kommt überraschend. Dazu passt «Plötzlich».
Am Samstag ging ich mit Papa an den Zürichsee. Zuerst mieteten wir ein Pedalo. Mit kräftigen Tritten fuhren wir weit hinaus. Plötzlich zog ein Gewitter auf.
Beispiel 2Wiederholungen und Zeitform
Aus einem Text über die Schulreise: «Am Mittwoch besuchte unsere Klasse den Tierpark Goldau. Die Klasse sah zuerst die Bären. Die Bären schliefen auf einem Felsen. Danach gehen wir zu den Wölfen.» Finde die Wiederholungen und den Fehler bei der Zeitform.
«Klasse» steht in Satz 1 und 2, «Bären» in Satz 2 und 3. Das sind zwei Wortwiederholungen.
Ersatzprobe für «Die Klasse»: Hier passt «Wir», denn der Schreiber war selbst dabei.
Statt «Die Bären» schreibst du das Pronomen «Sie». Oder du verbindest die Sätze: «…die Bären, die auf einem Felsen schliefen.»
Prüf jedes Verb: «besuchte», «sah», «schliefen» stehen im Präteritum, «gehen» im Präsens. Der Gang zu den Wölfen war am selben Tag, also heisst es «gingen».
Am Mittwoch besuchte unsere Klasse den Tierpark Goldau. Wir sahen zuerst die Bären. Sie schliefen auf einem Felsen. Danach gingen wir zu den Wölfen.
Beispiel 3Weglassprobe und Ersatzprobe
Mach den Satz kürzer und genauer: «Dann machte ich eigentlich ganz schnell das Fenster auf, weil es im Zimmer irgendwie sehr heiss war.»
Weglassprobe: Lass «eigentlich» und «irgendwie» weg. Der Satz sagt immer noch dasselbe, also sind es Füllwörter.
Auch «Dann» kann weg, wenn der Satz vorher keinen anderen Schritt nennt.
Ersatzprobe: «machte ganz schnell auf» wird zu einem treffenden Verb, «riss auf».
Lies den neuen Satz laut. Er ist kürzer und zeigt besser, wie heiss es war.
Ich riss das Fenster auf, weil es im Zimmer sehr heiss war.
Beispiel 4Einen Absatz für die Sek überarbeiten
Aus einer Stellungnahme: «Handys sollten in der Pause erlaubt sein. Man kann den Eltern schreiben. Man kann Musik hören. Manche spielen dann nur noch. Handys sind praktisch.» Überarbeite den Absatz, damit er klar aufgebaut ist und sich gut liest.
Inhalt zuerst: Was ist die Meinung? Was sind Gründe dafür, was ist ein Einwand? «Handys sind praktisch» ist kein neuer Grund, sondern fasst zusammen.
Ordne: Meinung, dann die Gründe, dann der Einwand, am Schluss das Fazit.
Verbinde mit Überleitungen: «zum Beispiel», «zudem», «allerdings», «trotzdem».
Ersetze das zweimalige «Man kann» und das unklare «spielen» durch genauere Wörter.
Handys sollten in der Pause erlaubt sein. Zum Beispiel können Schülerinnen und Schüler ihren Eltern kurz schreiben. Zudem hilft Musik vielen, sich zu erholen. Allerdings besteht die Gefahr, dass manche nur noch Handyspiele spielen. Trotzdem überwiegen die Vorteile.
Jetzt du
3Übungen mit Lösungen
Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.
1
Was stimmt nicht? «Ich rannte zur Haltestelle. Der Bus fährt gerade ab.»
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Ergebnis: Die Zeitform wechselt: «fährt» muss «fuhr» heissen.
«rannte» steht im Präteritum, «fährt» im Präsens.
Beides geschieht im selben Moment. Darum bleibt die Zeitform gleich: «Der Bus fuhr gerade ab.»
2
Ersetze das zweite «Dann»: «Dann klingelte der Wecker. Dann stand ich auf.»
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Ergebnis: Zum Beispiel: «Kurz darauf stand ich auf.»
Zweimal «Dann» hintereinander klingt eintönig.
Passende Wörter sind «Kurz darauf», «Danach» oder «Sofort».
3
Ersetze die Wiederholung durch ein Pronomen: «Mein Bruder hat einen Ball. Mein Bruder wirft den Ball über den Zaun.»
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Ergebnis: «Mein Bruder hat einen Ball. Er wirft ihn über den Zaun.»
«Mein Bruder» und «Ball» kommen je zweimal vor.
Für «Mein Bruder» steht «Er», für «den Ball» steht «ihn».
4
Welches Wort ist falsch geschrieben? «Am Nachmittag assen wir eine Glace und lachten fiel.»
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Ergebnis: «fiel» muss «viel» heissen.
«fiel» kommt von «fallen»: Der Ball fiel herunter.
Hier ist die Menge gemeint, also «viel» mit v.
5
Setze das fehlende Komma: «Ich blieb zu Hause weil ich krank war.»
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Ergebnis: «Ich blieb zu Hause, weil ich krank war.»
Mit «weil» beginnt ein zweiter Teil des Satzes mit eigenem Verb.
Vor «weil» steht darum ein Komma.
6
Wende die Umstellprobe an, damit der Satz nicht mit «Wir» beginnt: «Wir fuhren am Sonntag mit der Gondel auf den Titlis.»
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Ergebnis: «Am Sonntag fuhren wir mit der Gondel auf den Titlis.»
Such einen anderen Satzteil, der nach vorne kann: «am Sonntag» oder «mit der Gondel».
Stell ihn an den Anfang. Das Verb «fuhren» bleibt an zweiter Stelle.
7
Weglassprobe: Streiche die zwei überflüssigen Wörter. «Nach dem Training ging ich dann danach sofort nach Hause.»
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Ergebnis: «Nach dem Training ging ich sofort nach Hause.» Gestrichen sind «dann» und «danach».
«Nach dem Training» sagt schon, wann es war.
«dann» und «danach» sagen dasselbe noch zweimal. Lässt du sie weg, bleibt der Sinn gleich.
8
Ersatzprobe: Ersetze «sagte leise» durch ein einziges Verb. «‹Pst, das Baby schläft›, sagte Tim leise.»
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Ergebnis: «‹Pst, das Baby schläft›, flüsterte Tim.»
Leise sagen heisst flüstern.
Mit «flüsterte» braucht es das Wort «leise» nicht mehr.
9
Finde die zwei Fehler: «Gestern spielten wir im Schnee. Wir bauen einen grossen Schneemann. Er bekam eine Nase aus einem Rüebli, und wir hatten viel spass.»
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Ergebnis: «bauen» muss «bauten» heissen, «spass» wird gross geschrieben: «Spass».
Prüf die Zeitform: «Gestern» zeigt, dass alles vorbei ist. «spielten», «bekam», «hatten» stehen im Präteritum, «bauen» nicht.
Prüf die Grossschreibung: «Spass» ist ein Nomen. Man kann «der Spass» sagen.
10
Welche Fassung passt besser in eine Erzählung, und warum? a) «Der Hund war sehr gross und sehr laut.» b) «Der riesige Hund bellte so laut, dass die Nachbarn aufwachten.»
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Ergebnis: Fassung b, weil sie genauer zeigt, wie gross und wie laut der Hund war.
In a) steht zweimal «sehr». Die Wörter sind blass.
In b) zeigen «riesig» und «bellte» genau, was los ist, und die Folge macht es anschaulich.
11
Überarbeite: «Lina hatte Geburtstag. Lina lud fünf Freundinnen ein. Lina bekam ein Velo. Lina freute sich sehr.»
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Ergebnis: Zum Beispiel: «Lina hatte Geburtstag und lud fünf Freundinnen ein. Sie bekam ein Velo und freute sich sehr darüber.»
Viermal «Lina» am Satzanfang ist eintönig.
Verbinde je zwei Sätze mit «und».
Im zweiten Satz steht das Pronomen «Sie» statt «Lina».
12
Welche hilft, und wie heisst es richtig? «Ich hoffe, da_ es morgen nicht regnet.»
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Ergebnis: Die Ersatzprobe: «dieses» oder «welches» passt nicht, also «dass».
Setz «dieses» oder «welches» ein: «Ich hoffe, dieses es morgen nicht regnet.» Das ergibt keinen Sinn.
Passt keines der beiden Wörter, schreibst du «dass» mit zwei s.
13
Verbinde die Sätze mit passenden Überleitungen: «Schuluniformen haben einen Vorteil. Niemand wird wegen seiner Kleider ausgelacht. Sie kosten Geld. Viele finden sie langweilig.»
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Ergebnis: Zum Beispiel: «Schuluniformen haben einen Vorteil: Niemand wird wegen seiner Kleider ausgelacht. Allerdings kosten sie Geld. Ausserdem finden viele sie langweilig.»
Der zweite Satz erklärt den Vorteil. Ein Doppelpunkt verbindet die beiden.
Der dritte Satz ist ein Gegenargument. Das zeigt «Allerdings».
Der vierte Satz kommt dazu. Das zeigt «Ausserdem».
14
Der Satz ist zu lang. Teile ihn sinnvoll: «Wir kamen beim Hallenbad an und es war schon voll und wir mussten warten und dann durften wir endlich hinein und das Wasser war kalt.»
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Ergebnis: Zum Beispiel: «Als wir beim Hallenbad ankamen, war es schon voll. Wir mussten warten, bis wir endlich hineindurften. Das Wasser war kalt.»
Viermal «und» macht einen Bandwurmsatz.
Mach aus jedem neuen Gedanken einen eigenen Satz.
Mit «als» und «bis» verbindest du, was zusammengehört. Ein Komma trennt die beiden Teile.
15
Lies wie eine fremde Leserin: Was fehlt am Anfang dieser Geschichte? «Plötzlich war er weg. Ich suchte überall.»
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Ergebnis: Man erfährt nicht, wer oder was ‹er› ist, und nicht, wo und wann es spielt.
Wer den Text zum ersten Mal liest, kennt ‹er› nicht. Ist es ein Hund, ein Bruder, ein Schlüssel?
Auch Ort und Zeit fehlen. Eine Einleitung wie «Am Sonntag war ich mit meinem Hund Bello im Wald» hilft.
Immer neue Sätze aus Schülertexten, die du verbesserst. Stufe 1: Du erkennst den Fehler. Stufe 2: Du wählst die bessere Fassung. Stufe 3: Du nennst die passende Probe oder tippst das Wort richtig.
Was stimmt nicht? «Der Zug hatte Verspätung. Als ich ankam, läutet die Schulglocke schon.»
Ab der 3. Klasse lesen Kinder ihre Texte mit anderen durch und suchen gute und unklare Stellen. In der 5. und 6. Klasse überarbeiten sie mit Kriterien und Proben, in der Sek immer selbstständiger.
D.4.E.1.dDen eigenen Text nach abgemachten Punkten verbessern: gelungene Stellen sehen, Unklares finden und bessere Wörter, Sätze oder eine bessere Reihenfolge suchen.
D.4.F.1.dDen Text Punkt für Punkt auf Fehler durchlesen und die meisten Fehler in Wörtern und Sätzen finden, mit Hilfe der Proben und des Wörterbuchs.
D.4.G.1.dMit etwas Abstand auf den eigenen Text schauen, etwa in einer Schreibkonferenz, und einschätzen, ob er so wirkt, wie man es wollte.
D.4.E.1.fIn der Sek prüfen, ob der Text zum Schreibziel und zur Textsorte passt, und mit Hilfsmitteln wie dem Wörterbuch bessere Lösungen finden.
D.4.F.1.fIn der Sek Texte sprachlich sauber machen, auch bei schwierigeren Fällen der Grossschreibung, beim Wortstamm und bei den Kommas.
D.4.E.1.cSich beim Durchlesen fragen, was jemand versteht, der den Text zum ersten Mal liest.
D.4.E.1.gGegen Ende der Sek den Text selbstständig überarbeiten und ihn mit Überleitungen und klaren Bezügen leichter lesbar machen.
Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest.
Gut zu wissen
Häufige Fragen
In welcher Klasse lernt man Texte überarbeiten?
Schon ab der 3. Klasse lesen Kinder ihre Texte zu zweit durch und suchen gute und unklare Stellen. In der 5. und 6. Klasse kommen feste Kriterien und die Proben dazu. In der Sek überarbeitest du immer selbstständiger, bis zur fehlerfreien Bewerbung.
Was ist eine Schreibkonferenz?
Zwei bis vier Kinder lesen sich ihre Texte vor. Die anderen sagen zuerst, was gut ist, dann, was unklar ist, und schlagen Verbesserungen vor. Danach überarbeitet jedes Kind seinen eigenen Text.
Reicht das Rechtschreibprogramm am Computer?
Nein. Es findet viele Tippfehler, aber nicht alle: «das» statt «dass» oder «fiel» statt «viel» erkennt es oft nicht. Gleiche Satzanfänge, Wiederholungen und eine unklare Reihenfolge findest nur du beim Durchlesen.
Was ist der Unterschied zwischen überarbeiten und korrigieren?
Korrigieren heisst, Fehler in Rechtschreibung und Satzzeichen zu verbessern. Überarbeiten ist mehr: Du verbesserst auch den Inhalt, die Reihenfolge und die Wörter. Das Korrigieren ist der letzte Schritt davon.
Begriff
Zeitform
Die Form des Verbs, die zeigt, wann etwas geschieht. Ein anderes Wort dafür ist Tempus.
Beispielich spiele, ich spielte, ich habe gespielt