Graduation cap
Fokus Nachhilfe

Drama: Definition, Aufbau und Merkmale

Ein Drama ist ein Text, der für die Bühne geschrieben ist: Die Figuren sprechen selbst, einen Erzähler gibt es nicht. Hier lernst du Haupt- und Nebentext, Dialog und Monolog, Akte und Szenen, den Aufbau in fünf Teilen sowie Tragödie und Komödie.

  • 2. Sek - 2. Jahr Gymnasium
  • Zyklus 3, Gymnasium
  • Lehrplan 21: D.6.C.1.h
Jugendliche proben auf der Bühne einer Schulaula ein Theaterstück, eine Lehrerin schaut aus der ersten Reihe zu.
Zum Ausdrucken

Das musst du wissen

Erklärung

Ein Drama ist ein Text, der für die Bühne geschrieben ist. Die Figuren sprechen und handeln selbst, einen Erzähler gibt es nicht. Beim Lesen achtest du auf die Figurenrede, die Regieanweisungen und den Aufbau.

Was ist ein Drama?

Das Wort «Drama» kommt aus dem Griechischen und heisst «Handlung». Ein Drama ist ein Text, der vor Publikum auf einer Bühne gespielt werden soll.

Die Literatur hat drei : (Erzählungen), (Gedichte) und (Theaterstücke). Das Drama gehört zur Dramatik.

MerkeDrama heisst: Die Figuren handeln und sprechen selbst, niemand erzählt.

Haupttext und Nebentext

Der Haupttext ist alles, was die Figuren sagen.

Der Nebentext wird nicht gesprochen: das Personenverzeichnis, die Namen vor den Reden, die Angaben zu Akt und Szene und die Regieanweisungen. Regieanweisungen stehen kursiv oder in Klammern.

Beispiel: «LINA (schaut zur Tür): Da ist er ja.» Gesprochen wird nur «Da ist er ja.»

MerkeHaupttext wird gesprochen, Nebentext nicht.

Dialog, Monolog und Beiseitesprechen

  • Dialog: Zwei oder mehr Figuren reden miteinander.
  • Monolog: Eine Figur spricht allein, meist zu sich selbst. So hörst du, was sie denkt.

Beiseitesprechen: Eine Figur sagt mitten in einer Szene etwas zum Publikum. Die anderen Figuren tun so, als hörten sie nichts.

Akte und Szenen

Ein längeres Drama ist in Akte geteilt, auch Aufzüge genannt. Jeder Akt besteht aus mehreren Szenen, auch Auftritte genannt.

Im klassischen Drama beginnt eine neue Szene oft, wenn eine Figur auftritt oder abgeht. Klassische Dramen haben meist fünf Akte.

MerkeAkt = Aufzug, Szene = Auftritt.

Aufbau: bis zum Höhepunkt

Im Zentrum steht ein Konflikt: Figuren wollen Gegensätzliches. Gustav Freytag beschrieb den Aufbau des klassischen Dramas 1863 als Pyramide.

  1. Exposition: Figuren, Ort, Zeit und Ausgangslage.
  2. Steigende Handlung: Das erregende Moment setzt den Konflikt in Gang.
  3. Höhepunkt: Die Lage schlägt um, das ist die Peripetie.

Aufbau: vom Höhepunkt zum Schluss

  1. Fallende Handlung: Im retardierenden Moment scheint kurz doch alles gut zu werden.
  2. Katastrophe: Die Hauptfigur scheitert endgültig. In der Komödie steht hier eine glückliche Lösung.

Im Fünfakter entspricht oft ein Akt einem Teil.

MerkeExposition, steigende Handlung, Höhepunkt, fallende Handlung, Katastrophe.

Tragödie und Komödie

  • Tragödie (Trauerspiel): Die Hauptfigur gerät in einen ausweglosen Konflikt und scheitert oder stirbt.
  • Komödie (Lustspiel): Verwechslungen und Witz, am Schluss löst sich alles auf.

Friedrich Dürrenmatt nannte «Der Besuch der alten Dame» eine «tragische Komödie»: Sie mischt beides.

Geschlossenes und offenes Drama

Das geschlossene Drama hat fünf Akte, einen oder wenige Orte, kurze Zeit, eine Handlung und gehobene Sprache, etwa «Emilia Galotti» von Lessing.

Das offene Drama hat viele Orte, lose Szenen, und einen , etwa «Woyzeck» von Georg Büchner.

Viele Stücke mischen Merkmale beider Formen.

Drama (drama def): Übersicht mit Was ist ein Drama?; Haupttext und Nebentext; Akte und Szenen; Aufbau: vom Höhepunkt zum Schluss.
Drama auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕«Ein Drama ist eine traurige Geschichte.»

    ✓In der Literatur ist ein Drama ein Text für die Bühne. Auch eine Komödie mit glücklichem Ende ist ein Drama.

  • ✕«Die Regieanweisungen sind die Sätze des Erzählers.»

    ✓Ein Drama hat keinen Erzähler. Regieanweisungen sind Nebentext: Sie werden nicht gesprochen, sondern auf der Bühne gespielt, etwa mit Bewegung, Licht oder Bühnenbild.

  • ✕«Ein Monolog ist, wenn eine Figur lange redet.»

    ✓Es kommt nicht auf die Länge an. Ein Monolog ist eine Rede, auf die niemand antwortet: Die Figur ist allein oder spricht zu sich selbst. Ein langer Beitrag in einem Gespräch bleibt Teil des Dialogs.

  • ✕«Die Katastrophe ist der spannendste Moment.»

    ✓Der spannendste Moment ist der Höhepunkt in der Mitte. Die Katastrophe ist der Schluss, an dem die Hauptfigur endgültig scheitert.

Begriffe zum Nachschlagen
Drama
Ein literarischer Text, der für die Bühne geschrieben ist. Die Figuren sprechen und handeln selbst, es gibt keinen Erzähler.
Regieanweisung
Eine Angabe im Nebentext, meist kursiv oder in Klammern: wo die Szene spielt, wie eine Figur spricht oder was sie tut.
Dialog
Ein Gespräch zwischen zwei oder mehr Figuren.
Monolog
Eine Rede, auf die niemand antwortet: Die Figur ist allein auf der Bühne oder spricht zu sich selbst.
Akt
Ein grosser Abschnitt eines Dramas, auch Aufzug genannt. Er besteht aus mehreren Szenen.
Szene
Ein kleiner Abschnitt eines Akts, auch Auftritt genannt. Oft beginnt eine neue Szene, wenn eine Figur auftritt oder abgeht.
Exposition
Der Anfang eines Dramas: Du lernst Figuren, Ort, Zeit und Ausgangslage kennen.
Peripetie
Der Umschwung am Höhepunkt eines Dramas: Ab hier wendet sich die Lage, meist zum Schlechten für die Hauptfigur.
Tragödie
Ein Drama, in dem die Hauptfigur in einen ausweglosen Konflikt gerät und am Ende scheitert. Deutsch: Trauerspiel.
Komödie
Ein Drama mit Witz, Verwechslungen und einem glücklichen Ende. Deutsch: Lustspiel.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Epik, Lyrik, DramatikDirekte Rede

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Haupttext und Nebentext trennen

Lies den Anfang einer Szene:

«Erste Szene. Pausenplatz eines Schulhauses in Luzern, früh am Morgen. Es regnet.

NINA (steht unter dem Vordach und schaut immer wieder zum Tor): Er kommt nicht.

LUCA (kommt mit dem Velo, völlig durchnässt): Doch. Ich bin da.

NINA: Du hast es versprochen. Schon gestern.

LUCA (leise): Ich weiss.»

Was ist Haupttext, was Nebentext?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Such zuerst, was die Figuren sagen: «Er kommt nicht.», «Doch. Ich bin da.», «Du hast es versprochen. Schon gestern.», «Ich weiss.» Das ist der Haupttext.
  2. Alles andere wird nicht gesprochen. «Erste Szene» und die Angabe zu Ort und Wetter stehen am Anfang der Szene. Sie gehören zum Nebentext.
  3. Die kursiven Angaben in Klammern sind Regieanweisungen: Sie zeigen, was Nina tut, wie Luca ankommt und wie er spricht.
  4. Auch die Namen vor den Reden sind Nebentext. Sie sagen, wer spricht, werden aber nicht ausgesprochen.

Haupttext sind die vier Reden von Nina und Luca. Nebentext sind die Szenenangabe, Ort und Wetter, die Namen und die Regieanweisungen in Klammern.

Beispiel 2Dialog, Monolog oder Beiseitesprechen?

Ein älterer Ladenbesitzer steht nachdenklich hinter der Theke seines kleinen Dorfladens, während eine Kundin mit Einkaufskorb freundlich zur Tür hereinkommt.

Lies den Ausschnitt:

«HERR BRUNNER (allein in seinem kleinen Laden, zählt das Geld in der Kasse): Wieder zu wenig. Wenn das so weitergeht, muss ich im Frühling schliessen.

(Frau Odermatt tritt ein.)

FRAU ODERMATT: Guten Morgen, Herr Brunner! Wie laufen die Geschäfte?

HERR BRUNNER: Bestens, Frau Odermatt, bestens! (zum Publikum) Wenn sie wüsste.»

Bestimme die Redeformen.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Am Anfang ist Herr Brunner allein und spricht zu sich selbst. Niemand antwortet: Das ist ein Monolog. Er zeigt, dass der Laden schlecht läuft.
  2. Die Regieanweisung «Frau Odermatt tritt ein» zeigt: Eine neue Figur kommt auf die Bühne. Im klassischen Drama beginnt hier oft eine neue Szene.
  3. Jetzt reden zwei Figuren miteinander: Das ist ein Dialog.
  4. «Wenn sie wüsste» sagt Herr Brunner «zum Publikum». Frau Odermatt soll es nicht hören: Das ist Beiseitesprechen.

Zuerst ein Monolog, dann ein Dialog, am Schluss Beiseitesprechen. Das Beiseitesprechen verrät dem Publikum, dass Herr Brunner im Dialog lügt.

Beispiel 3Szenen dem Aufbau zuordnen

Zwei jugendliche Eishockeyspieler stehen sich auf einem Eisfeld in den Bergen angespannt gegenüber, im Hintergrund verschneite Gipfel.

Fünf Szenen aus einem Stück, durcheinander:

A) Jan ruft Marco aus dem Spital an und will alles erklären, kurz sieht es nach Versöhnung aus.

B) Marco und Jan spielen seit Jahren zusammen im Eishockeyclub ihres Dorfs im Engadin und sind beste Freunde.

C) Marco hört, dass Jan ihn bei der Trainerin schlechtgemacht hat. Er fliegt aus dem Team und sinnt auf Rache.

D) Im letzten Spiel der Saison foult Marco Jan aus Wut so hart, dass Jan ins Spital muss.

E) Marco legt auf, bevor Jan ausreden kann. Später erfährt er, dass alles ein Missverständnis war, doch die Freundschaft ist zerbrochen.

Ordne die Szenen den fünf Teilen des Aufbaus zu.

Lösung Schritt für Schritt
  1. B stellt Figuren, Ort und Ausgangslage vor, ohne Konflikt: Das ist die Exposition.
  2. In C beginnt der Konflikt. Das Gerücht ist das erregende Moment, Marcos Wut wächst: steigende Handlung.
  3. In D spitzt sich der Konflikt zu und schlägt um: Marco war Opfer, jetzt ist er Täter. Das ist der Höhepunkt mit der Peripetie.
  4. A weckt noch einmal Hoffnung und zögert das Ende hinaus: das retardierende Moment in der fallenden Handlung.
  5. E zeigt das endgültige Scheitern: Die Katastrophe. Weil die Freundschaft zerbricht, ist das Stück eine Tragödie.

B Exposition, C steigende Handlung, D Höhepunkt mit Peripetie, A fallende Handlung mit retardierendem Moment, E Katastrophe.

Beispiel 4Geschlossenes oder offenes Drama?

Stück 1 hat fünf Akte. Es spielt an einem einzigen Tag in einem Schloss, alle Szenen dienen einer Handlung, die Figuren sprechen in gehobener Sprache. Stück 2 hat dreiundzwanzig kurze Szenen an vielen Orten, die Figuren reden in abgebrochenen Alltagssätzen, und am Schluss bleibt offen, was aus der Hauptfigur wird. Bestimme die Form.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Prüf die Merkmale des geschlossenen Dramas: fünf Akte, wenige Orte, kurze Zeit, eine Handlung, gehobene Sprache.
  2. Stück 1 erfüllt alle diese Merkmale: Es ist ein geschlossenes Drama.
  3. Stück 2 hat viele Orte, lose Szenen statt Akte, Alltagssprache und einen offenen Schluss. Das sind die Merkmale des offenen Dramas.

Stück 1 ist ein geschlossenes, Stück 2 ein offenes Drama.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Was bedeutet das Wort «Drama» ursprünglich, und aus welcher Sprache stammt es?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: «Handlung», aus dem Griechischen

    1. Das Wort stammt aus dem Altgriechischen.
    2. Es heisst «Handlung»: Im Drama wird eine Geschichte gehandelt und gespielt, nicht erzählt.
  2. 2

    Zu welcher Gattung gehört ein Theaterstück: Epik, Lyrik oder Dramatik?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Dramatik

    1. Epik sind erzählende Texte, Lyrik sind Gedichte.
    2. Theaterstücke, also Dramen, gehören zur Dramatik.
  3. 3

    Wie heisst ein Gespräch zwischen zwei oder mehr Figuren in einem Drama?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Dialog

    1. Reden mehrere Figuren miteinander, ist das ein Dialog.
    2. Spricht eine Figur allein, ist es ein Monolog.
  4. 4

    Stimmt das? «Im Drama erzählt ein Erzähler, was die Figuren denken.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Nein

    1. Ein Drama hat keinen Erzähler.
    2. Was eine Figur denkt, erfährst du aus ihren eigenen Worten, etwa in einem Monolog.
  5. 5

    Wie heissen die grossen Abschnitte eines Dramas, und wie die kleineren darin?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Akte (Aufzüge) und Szenen (Auftritte)

    1. Ein Drama ist in Akte geteilt, auch Aufzüge genannt.
    2. Jeder Akt besteht aus Szenen, auch Auftritte genannt.
  1. 6

    Haupttext oder Nebentext? «(Sie reisst das Fenster auf.)»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Nebentext, eine Regieanweisung

    1. Der Satz steht in Klammern und kursiv.
    2. Er wird nicht gesprochen, sondern gespielt: Es ist eine Regieanweisung, also Nebentext.
  2. 7

    Dialog oder Monolog? «MIRA (allein in ihrem Zimmer): Soll ich es ihr sagen? Wenn ich schweige, merkt sie es sowieso.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Monolog

    1. Die Regieanweisung sagt: Mira ist allein.
    2. Sie stellt sich selbst Fragen, niemand antwortet. Das ist ein Monolog.
  3. 8

    Was erfährst du in der Exposition eines Dramas?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Figuren, Ort, Zeit und Ausgangslage

    1. Die Exposition ist der erste Teil des Aufbaus.
    2. Sie stellt vor, wer mitspielt, wo und wann es spielt und wie die Lage zu Beginn ist.
  4. 9

    Tragödie oder Komödie? Zwei Nachbarn in Winterthur streiten über eine Hecke. Alles geht schief, ein Brief landet beim Falschen, und am Schluss feiern alle zusammen ein Gartenfest.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Komödie

    1. Verwechslungen und Pannen sorgen für Witz.
    2. Der Konflikt löst sich, am Schluss feiern alle: ein glückliches Ende, also eine Komödie.
  5. 10

    Herr Kälin spricht mit seiner Nachbarin. Dann heisst es: «HERR KÄLIN (zum Publikum): Die glaubt mir jedes Wort.» Wie heisst diese Redeform?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Beiseitesprechen

    1. Herr Kälin spricht mitten in der Szene «zum Publikum».
    2. Die Nachbarin soll es nicht hören. Das ist Beiseitesprechen.
  1. 11

    Bring in die richtige Reihenfolge: Höhepunkt, Exposition, Katastrophe, fallende Handlung, steigende Handlung.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Exposition, steigende Handlung, Höhepunkt, fallende Handlung, Katastrophe

    1. Am Anfang steht die Exposition, am Schluss die Katastrophe.
    2. Bis zum Höhepunkt steigt die Spannung, danach fällt die Handlung auf das Ende zu.
  2. 12

    Warum steht das retardierende Moment kurz vor dem Schluss und nicht am Anfang?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Es zögert das Ende hinaus und weckt noch einmal Hoffnung, damit die Spannung vor dem Schluss steigt.

    1. «Retardieren» heisst verzögern.
    2. Kurz vor der Katastrophe scheint es noch einen Ausweg zu geben.
    3. Gerade deshalb trifft der Schluss das Publikum umso stärker. Am Anfang gäbe es noch nichts zu verzögern.
  3. 13

    Ein Stück hat fünf Akte und spielt an einem einzigen Abend in einem Gasthaus in Appenzell. Alle Szenen dienen einer Handlung: Die Wirtin will das Gasthaus verkaufen. Die Figuren reden in Alltagssprache, und am Schluss bleibt offen, ob sie verkauft. Welche Merkmale passen zum geschlossenen, welche zum offenen Drama? Welche Form überwiegt?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Geschlossen: fünf Akte, ein Ort, ein Abend, eine Handlung. Offen: Alltagssprache, offener Schluss. Die geschlossene Form überwiegt, das Stück mischt aber beide Formen.

    1. Geh die Merkmale einzeln durch: Aufbau, Ort, Zeit, Handlung, Sprache, Schluss.
    2. Fünf Akte, ein einziger Ort, ein Abend und eine Handlung gehören zum geschlossenen Drama.
    3. Alltagssprache und ein offener Schluss gehören zum offenen Drama.
    4. Vier Merkmale sprechen für geschlossen, zwei für offen: Die geschlossene Form überwiegt.
  4. 14

    Schreib den Erzähltext als Dramenszene: «Lea kam wütend in die Küche und warf ihre Tasche auf den Boden. ‹Ich gehe nie mehr ins Training!›, rief sie. Ihr Vater schaute vom Kochherd auf und fragte ruhig, was passiert sei.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel: «Küche. LEA (kommt herein, wirft die Tasche auf den Boden): Ich gehe nie mehr ins Training! VATER (dreht sich vom Kochherd um, ruhig): Was ist passiert?»

    1. Was erzählt wird (wütend hereinkommen, Tasche werfen, aufschauen), wird zur Regieanweisung.
    2. Was gesagt wird, wird Figurenrede mit dem Namen davor.
    3. Die indirekte Frage des Vaters wird zur direkten Rede: «Was ist passiert?»

Tut sich dein Kind schwer, ein Drama zu lesen oder eine Szene zu deuten, geht eine Lehrperson die Szenen mit ihm durch, bis Aufbau und Figuren klar sind. Deutsch-Nachhilfe für Sek und Gymnasium

Üben ohne Ende

Trainer: Drama

So funktioniert der Trainer

Erkenne die Merkmale des Dramas und klick die richtige Antwort an. Stufe 1 übt die Begriffe, Stufe 2 Haupt- und Nebentext und Redeformen in kurzen Ausschnitten, Stufe 3 den Aufbau und die Formen des Dramas.

Wie heissen die grossen Abschnitte eines Dramas?

Löse die Aufgabe und drück «Prüfen» (oder Enter).

Für dein Heft

Zum Ausdrucken

Nimm ein fertiges Paket oder stell selbst zusammen, was du brauchst. Alles als PDF, gratis und ohne Anmeldung.

Teile im PDF
PDF herunterladenDarf für den Unterricht kopiert werden.

Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
2. Sek - 2. Jahr Gymnasium
Stufe
Zyklus 3, Gymnasium
Fach
Deutsch

In der 2. und 3. Sek lernst du die Merkmale des Dramas kennen, oft an einem Jugendstück oder im Schultheater. Am Gymnasium liest und deutest du ganze Dramen, etwa von Schiller, Frisch oder Dürrenmatt.

  • D.6.C.1.hEin Theaterstück als unvertraute Textform lesen und seine typischen Merkmale erkennen: Figurenrede statt Erzähler, Regieanweisungen, Akte und Szenen, Spannungsaufbau.
  • D.6.C.1.iAus dem, was eine Figur sagt und wie sie es sagt, ihre Sicht und ihre Absichten ableiten, etwa im Monolog oder im Beiseitesprechen.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest. Alle Themen nach Lehrplan 21

Gut zu wissen

Häufige Fragen

In welcher Klasse lernt man das Drama?

Die Merkmale des Dramas lernst du meist in der 2. oder 3. Sek kennen, oft zusammen mit Epik und Lyrik. Am Gymnasium liest du ganze Dramen und schreibst Interpretationen dazu.

Was heisst «Drama» im Alltag, was in der Literatur?

Im Alltag meint «Mach kein Drama!» ein grosses Aufhebens um wenig, und ein Filmdrama ist ein ernster Film. In der Literatur ist ein Drama einfach ein Text für die Bühne, egal ob traurig oder lustig.

Welche Dramen liest man in der Schweiz oft?

Sehr oft «Andorra» und «Biedermann und die Brandstifter» von Max Frisch sowie «Der Besuch der alten Dame» und «Die Physiker» von Friedrich Dürrenmatt. Dazu kommt «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller, der den Schweizer Freiheitskampf auf die Bühne bringt.

Muss ein Drama immer fünf Akte haben?

Nein. Fünf Akte sind typisch für das klassische Drama. «Die Physiker» hat zwei Akte, «Der Besuch der alten Dame» drei, und viele moderne Stücke haben nur einzelne Szenen.

Stand 08.11.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?