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Fokus Nachhilfe

Diskussionen führen: Regeln und Ablauf

In einer Diskussion tauschen mehrere Personen ihre Meinungen zu einer Frage aus und begründen sie. Du lernst die Gesprächsregeln, wie du deine Meinung begründest, auf andere eingehst und eine Diskussion leitest.

  • 6. Klasse - 3. Sek
  • Zyklus 2–3
  • Lehrplan 21: D.3.C.1.f
Jugendliche sitzen im Schulzimmer im Kreis und diskutieren, ein Mädchen hält die Hand hoch, ein Junge spricht.
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Das musst du wissen

Erklärung

In einer Diskussion tauschen mehrere Personen ihre Meinungen zu einer Frage aus und begründen sie. Dabei gelten Gesprächsregeln, damit alle zu Wort kommen. Am Schluss steht ein Ergebnis.

Was ist eine Diskussion?

Diskutieren kann man über Fragen, bei denen man verschiedener Meinung sein kann: «Sollen im Lager Handys erlaubt sein?» Wie hoch der Säntis ist, schlägt man nach.

Ziel ist, einander zu überzeugen oder gemeinsam eine Lösung zu finden. Bei einer Debatte sind die Seiten vorher verteilt: Eine Gruppe ist dafür, die andere dagegen.

MerkeDiskutieren kann man nur über Fragen, auf die es mehr als eine vernünftige Antwort gibt.

Die wichtigsten Gesprächsregeln

  • Melden und warten, bis du dran bist.

  • Ausreden lassen: niemandem ins Wort fallen.

  • Zuhören, statt nur an den eigenen Satz zu denken.

  • Beim Thema bleiben.

  • Fair bleiben: die Meinung kritisieren, nie die Person.

Im Unterricht sprichst du meist .

MerkeMelden, ausreden lassen, zuhören, beim Thema bleiben, fair bleiben.

Die eigene Meinung begründen

«Ich finde das gut» überzeugt niemanden. Ein guter Beitrag hat drei Teile:

  1. Meinung: «Ich bin für ein Znüni-Buffet,»

  2. Begründung: «weil dann alle etwas Gesundes essen.»

  3. Beispiel: «In der Parallelklasse klappt das seit dem Sommer.»

Ein Grund, der deine Meinung stützt, heisst . Mit einem Beispiel dazu überzeugt es am meisten.

MerkeMeinung, weil Begründung, zum Beispiel …

Auf andere eingehen

Knüpf an das an, was jemand vor dir gesagt hat:

  • Zustimmen: «Ich sehe es wie Lea und ergänze …»

  • Widersprechen: «Du sagst, dass … Ich sehe das anders, weil …»

  • Nachfragen: «Wie meinst du das genau?»

Ein Grund gegen eine Meinung heisst Gegenargument.

MerkeErst aufgreifen, was der andere gesagt hat, dann die eigene Sicht sagen.

Eine Diskussion leiten

Wer eine Diskussion leitet, übernimmt die Moderation:

  • eröffnen: Frage, Regeln und Zeit nennen

  • das Wort erteilen: der Reihe nach

  • lenken: Vielredner bremsen, die Stillen fragen, zum Thema zurückholen

  • zusammenfassen: zwischendurch und am Schluss

Wer moderiert, bleibt neutral.

MerkeWer moderiert, leitet das Gespräch und sagt keine eigene Meinung.

So läuft eine Diskussion ab

  1. Vorbereiten: Gründe dafür und dagegen sammeln.

  2. Eröffnen: Die Moderation stellt Frage und Regeln vor.

  3. Meinungsrunde: Alle sagen kurz ihre Meinung.

  4. Austausch: Ihr geht auf die Argumente der anderen ein.

  5. Abschluss: Die Moderation fasst zusammen, dann haltet ihr ein Ergebnis fest, etwa mit einer Abstimmung.

Diskussion führen (diskussionen): Übersicht mit Was ist eine Diskussion?; Die wichtigsten Gesprächsregeln; Die eigene Meinung begründen; Auf andere eingehen; Eine Diskussion leiten.
Diskussion führen auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕Einfach losreden und anderen ins Wort fallen: «Nein, das stimmt doch gar nicht!»

    ✓Sich melden, warten und dann ruhig widersprechen: «Ich sehe das anders, weil …»

  • ✕Nur die Meinung sagen: «Ich bin dagegen, das ist einfach so.»

    ✓Die Meinung begründen und ein Beispiel geben: «Ich bin dagegen, weil … Zum Beispiel …»

  • ✕Die Person angreifen: «Du hast ja keine Ahnung.»

    ✓Die Meinung kritisieren: «Dein Grund überzeugt mich nicht, weil …»

  • ✕Immer wieder das Eigene sagen, ohne auf die anderen einzugehen.

    ✓Zuerst aufgreifen, was jemand gesagt hat: «Du sagst, dass … Da hast du recht, aber …»

Begriffe zum Nachschlagen
Diskussion
Ein Gespräch, in dem mehrere Personen ihre Meinungen zu einer Frage austauschen und begründen.
Gesprächsregeln
Abmachungen, damit alle zu Wort kommen: melden, ausreden lassen, zuhören, beim Thema bleiben, fair bleiben.
Argument
Ein Grund, der eine Meinung stützt, am besten mit einem Beispiel dazu.
Gegenargument
Ein Grund, der gegen eine Meinung spricht.
Moderation
Die Leitung einer Diskussion. Wer moderiert, eröffnet, erteilt das Wort, lenkt und fasst zusammen.
Debatte
Eine Diskussion mit festen Seiten: Eine Gruppe ist dafür, die andere dagegen, mit genauen Regeln zur Redezeit.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Mundart und Standardsprache

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Eine Meinung begründen

Ein Mädchen spricht im Klassenrat, im Hintergrund hängt ein grosses Foto einer Berghütte an der Wand, die Klasse hört zu.

Im Klassenrat in Luzern geht es um die Frage: «Wohin soll das Klassenlager gehen?» Mia sagt nur: «Ich will in die Berge. Punkt.» Mach daraus einen Beitrag, der die anderen überzeugen kann.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Sag deine Meinung klar in einem Ich-Satz: «Ich bin dafür, dass wir in die Berge gehen.»
  2. Häng mit «weil» eine Begründung an, die auch für die anderen zählt, nicht nur für dich.
  3. Mach die Begründung mit einem Beispiel anschaulich, das alle sich vorstellen können.

«Ich bin dafür, dass wir in die Berge gehen, weil wir dort viel draussen zusammen unternehmen können. Zum Beispiel können wir einen Tag wandern und am Abend vor der Hütte ein Feuer machen.»

Beispiel 2Auf einen Beitrag eingehen

Die Klasse diskutiert, was der Pausenkiosk verkaufen soll. Leon sagt: «Der Kiosk soll Süssigkeiten verkaufen, weil man nach dem Turnen Energie braucht.» Du bist anderer Meinung. Formuliere eine Antwort, die auf Leon eingeht.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Greif kurz auf, was Leon gesagt hat. So merkt er, dass du zugehört hast.
  2. Gib ihm recht, wo er recht hat: Nach dem Turnen hat man wirklich Hunger.
  3. Sag deine Sicht mit einem Gegenargument und einem Vorschlag.

«Leon, du sagst, dass man nach dem Turnen Energie braucht. Da hast du recht. Ich finde aber, der Kiosk sollte lieber Brötli und Früchte verkaufen, weil Süssigkeiten den Zähnen schaden. Brötli geben auch Energie.»

Beispiel 3Eine Diskussion eröffnen

Ein Junge sitzt vorne im Stuhlkreis und eröffnet die Diskussion, durch das Fenster sieht man einen Pausenplatz mit Fussballtoren.

Du moderierst in deiner Klasse in Winterthur eine Diskussion zur Frage: «Soll der Fussballplatz in der Pause nach einem Plan verteilt werden?» Schreib auf, was du zu Beginn sagst.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Begrüsse alle und nenn die Frage so, dass man mit Ja oder Nein antworten kann.
  2. Erklär kurz, warum die Frage wichtig ist: Heute spielen fast immer dieselben.
  3. Nenn die Regeln und die Zeit, damit alle wissen, wie es läuft.
  4. Starte mit einer Meinungsrunde, damit alle einmal zu Wort kommen.

«Willkommen zur Diskussion. Unsere Frage ist: Soll der Fussballplatz in der Pause nach einem Plan verteilt werden? Heute spielen fast immer dieselben Kinder dort. Wir haben 15 Minuten. Bitte meldet euch und lasst einander ausreden. Wir beginnen mit einer Runde: Jede und jeder sagt in einem Satz, ob er dafür oder dagegen ist.»

Beispiel 4Eine Diskussion lenken und abschliessen

Eine Jugendliche moderiert im Stuhlkreis und wendet sich freundlich einer stillen Mitschülerin zu, die schüchtern lächelt.

Du moderierst die Diskussion «Sollen Eltern ihre Kinder mit dem Auto bis vor das Schulhaus fahren?» Jonas hat schon viermal gesprochen, Sara noch gar nicht, und in zwei Minuten ist die Zeit um. Was sagst du?

Lösung Schritt für Schritt
  1. Bremse Jonas freundlich und ohne ihn blosszustellen: Du nimmst seinen Beitrag ernst, gibst aber das Wort weiter.
  2. Frag Sara direkt, aber offen, damit sie nicht in Verlegenheit kommt.
  3. Fass die beiden Seiten kurz und neutral zusammen, ohne deine eigene Meinung.
  4. Schliess mit einem Ergebnis ab, zum Beispiel mit einer Abstimmung.

«Danke, Jonas, dein Punkt mit dem Regen ist angekommen. Sara, wir haben von dir noch nichts gehört. Wie siehst du das?» Danach: «Ich fasse zusammen: Die einen finden das Elterntaxi bei Regen praktisch. Die anderen sagen, dass die vielen Autos vor dem Schulhaus für die Kinder zu Fuss gefährlich sind. Wir stimmen jetzt ab.»

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Was tust du, wenn du in einer Klassendiskussion etwas sagen möchtest?

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    Ergebnis: Ich melde mich und warte, bis ich das Wort bekomme.

    1. Wer einfach losredet, unterbricht jemanden.
    2. Mit dem Handzeichen zeigst du, dass du etwas sagen willst. Dann wartest du, bis du dran bist.
  2. 2

    Über welche Frage kann man diskutieren? a) «Wie viele Kantone hat die Schweiz?» b) «Sollen alle Schulen eine Schuluniform einführen?»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: b) Über die Schuluniform.

    1. Bei a) gibt es eine richtige Antwort: 26 Kantone. Die schlägt man nach.
    2. Bei b) kann man vernünftig dafür oder dagegen sein. Darum kann man darüber diskutieren.
  3. 3

    Nenne drei Gesprächsregeln für eine Diskussion.

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    Ergebnis: Zum Beispiel: melden, ausreden lassen, beim Thema bleiben. Auch richtig: zuhören, fair bleiben.

    1. Gesprächsregeln sorgen dafür, dass alle zu Wort kommen.
    2. Die wichtigsten: melden, ausreden lassen, zuhören, beim Thema bleiben, fair bleiben.
  4. 4

    Welches Wort verbindet deine Meinung mit der Begründung? Ergänze: «Ich bin für einen Ausflug in den Zoo, wir dort viel über Tiere lernen.»

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    Ergebnis: weil (auch richtig: da)

    1. Nach der Meinung kommt der Grund.
    2. Mit «weil» hängst du die Begründung an. «Da» passt mit derselben Wortstellung ebenso. Auch «denn» passt, dann steht das Verb an zweiter Stelle: «denn wir lernen dort viel über Tiere».
  5. 5

    Was macht die Person, die eine Diskussion moderiert?

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    Ergebnis: Sie leitet das Gespräch: Sie eröffnet, erteilt das Wort, achtet auf die Regeln und fasst zusammen.

    1. Moderieren heisst, eine Diskussion zu leiten.
    2. Die Moderation sorgt dafür, dass alle drankommen, und fasst zusammen. Die eigene Meinung sagt sie nicht.
  1. 6

    Mach aus diesem Satz einen Beitrag mit Meinung, Begründung und Beispiel: «Ich will keine Hausaufgaben übers Wochenende.»

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    Ergebnis: Zum Beispiel: «Ich bin gegen Hausaufgaben übers Wochenende, weil wir uns dann erholen und Zeit mit der Familie haben. Viele von uns sind am Samstag im Sportverein oder besuchen die Grosseltern.»

    1. Meinung als Ich-Satz: «Ich bin gegen Hausaufgaben übers Wochenende.»
    2. Begründung mit «weil», die auch andere überzeugt: Erholung, Zeit mit der Familie.
    3. Ein Beispiel, das man sich vorstellen kann: Sportverein, Besuch bei den Grosseltern.
  2. 7

    Welche Regel wird verletzt? «Das ist doch dumm, was du sagst, Nina!»

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    Ergebnis: Fair bleiben: Der Satz greift Nina an statt ihre Meinung.

    1. «Dumm» ist ein Urteil über Nina, keine Begründung.
    2. Fair wäre: «Ich sehe das anders, Nina, weil …»
  3. 8

    Finde ein Gegenargument: «Wir sollten am Sporttag ein Fussballturnier machen, weil Fussball allen Spass macht.»

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    Ergebnis: Zum Beispiel: «Nicht alle spielen gern Fussball. Ein Postenlauf mit verschiedenen Spielen passt besser für alle.»

    1. Prüf die Begründung: Stimmt es, dass Fussball allen Spass macht?
    2. Nein, manche spielen nicht gern Fussball. Das ist das Gegenargument.
    3. Ein Vorschlag macht die Antwort stärker: ein Postenlauf für alle.
  4. 9

    Beginne eine Antwort, die auf Elias eingeht. Elias sagt: «Wir sollten das Klassengeld für eine Musikanlage ausgeben.»

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    Ergebnis: Zum Beispiel: «Elias, du schlägst eine Musikanlage vor. Das wäre für Feste schön. Ich fände aber einen Ausflug besser, weil …»

    1. Greif zuerst auf, was Elias gesagt hat: die Musikanlage.
    2. Sag, was daran gut ist, dann folgt deine eigene Sicht mit «aber» und einer Begründung.
  5. 10

    Bring den Ablauf einer Diskussion in die richtige Reihenfolge: Abschluss, Vorbereiten, Austausch, Eröffnen, Meinungsrunde.

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    Ergebnis: Vorbereiten, Eröffnen, Meinungsrunde, Austausch, Abschluss.

    1. Vor der Diskussion sammelst du Gründe dafür und dagegen.
    2. Dann eröffnet die Moderation, alle sagen kurz ihre Meinung, danach geht ihr aufeinander ein.
    3. Am Schluss fasst die Moderation zusammen.
  1. 11

    Du moderierst. Lars und Ava streiten laut, und das Gespräch dreht sich nur noch um ein Fussballspiel vom Wochenende statt um die Frage «Soll es eine Pausenmusik geben?». Was sagst du?

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    Ergebnis: Zum Beispiel: «Stopp, bitte einer nach dem anderen. Wir sind vom Thema abgekommen. Zurück zur Frage: Soll es eine Pausenmusik geben? Ava, du hattest dich vorhin gemeldet.»

    1. Unterbrich ruhig und erinnere an die Regel: einer nach dem anderen.
    2. Sag, dass ihr vom Thema abgekommen seid, und nenn die Frage noch einmal.
    3. Gib einer Person gezielt das Wort, damit es geordnet weitergeht.
  2. 12

    Fass als Moderatorin diese Diskussion neutral zusammen. Frage: «Sollen Handys im Klassenlager erlaubt sein?» Beiträge: Tim: «Ja, damit man die Eltern anrufen kann.» Lina: «Nein, sonst spielen alle nur und reden nicht miteinander.» Ben: «Nur am Abend eine halbe Stunde, dann geht beides.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel: «Ich fasse zusammen: Tim möchte Handys, damit man die Eltern erreicht. Lina ist dagegen, weil sonst niemand mehr miteinander redet. Ben schlägt vor, die Handys nur am Abend kurz zu erlauben.»

    1. Nenne jede Meinung mit ihrer Begründung, kurz und in eigenen Worten.
    2. Bewerte nicht: keine eigene Meinung, kein «zum Glück» oder «leider».
    3. Ein Vorschlag wie der von Ben kann ein guter Ausgangspunkt für eine Lösung sein.
  3. 13

    Du bereitest dich auf eine Debatte vor und bist der Seite «dagegen» zugeteilt. Frage: «Soll die Schule erst um 9 Uhr beginnen?» Welches Argument der Gegenseite erwartest du, und was antwortest du?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel: Die Gegenseite sagt, dass Jugendliche am Morgen müde sind. Antwort: «Wenn die Schule später beginnt, endet sie auch später. Dann bleibt weniger Zeit für Sport, Musik und Hausaufgaben.»

    1. Überleg zuerst, was die Gegenseite sagen wird: Ein häufiges Argument ist die Müdigkeit am Morgen.
    2. Such eine Antwort darauf, die auf diesen Punkt eingeht.
    3. So bist du vorbereitet, auch wenn du privat vielleicht anderer Meinung bist.
  4. 14

    In einer Diskussion sagt Noel: «Handys sollten im Unterricht verboten sein. Alle wissen doch, dass sie stören.» Erkläre, warum «Alle wissen doch» kein Argument ist, und mach daraus einen Beitrag mit echtem Grund und Beispiel.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: «Alle wissen doch» nennt keinen Grund, es tut nur so, als wären alle einverstanden. Besser zum Beispiel: «Handys sollten im Unterricht verboten sein, weil sie mit jeder Nachricht ablenken. Letzte Woche hat bei uns während einer Prüfung dreimal ein Handy vibriert.»

    1. Ein Argument braucht einen Grund, den man prüfen kann. «Alle wissen doch» behauptet nur, dass alle zustimmen, sagt aber nicht, warum Handys stören.
    2. Frag dich, was am Handy genau stört: Nachrichten, Töne, Spiele. Das ist der Grund, den du mit «weil» anhängst.
    3. Ein Beispiel, das man sich vorstellen kann, macht den Grund überzeugend.

Fällt es deinem Kind schwer, im Unterricht die eigene Meinung zu begründen, übt eine Lehrperson mit ihm Argumentieren und freies Sprechen. Deutsch-Nachhilfe für die 6. Klasse und die Sek

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Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
6. Klasse - 3. Sek
Zyklus
Zyklus 2–3
Fach
Deutsch

In der 6. Klasse diskutierst du im Klassenrat und lernst die Gesprächsregeln. In der Sek begründest du genauer, gehst auf Argumente anderer ein und leitest selbst Diskussionen und Debatten.

  • D.3.C.1.fIm Gespräch die eigene Meinung sagen und von sich aus mit einem Grund stützen, dazu ein kurzes Gespräch in der Gruppe leiten.
  • D.3.C.1.hIn einer Diskussion aufnehmen, was andere gesagt haben, und die eigenen Argumente darauf beziehen, in Mundart wie in Standardsprache.
  • D.3.C.1.jEine Diskussion selbst vorbereiten und leiten, Beiträge zwischendurch zusammenfassen und in einer Debatte auch die Sicht der Gegenseite einnehmen.
  • D.3.C.1.eSich mit Handzeichen zu Wort melden und eine Klassendiskussion vorbereiten und mitmachen.
  • D.3.C.1.iEin Gespräch moderieren, es mit eigenen Beiträgen in Gang halten und auf ein Ziel hin lenken.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest. Alle Themen nach Lehrplan 21

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Diskussion und einer Debatte?

In einer Diskussion sagt jede und jeder die eigene Meinung, oft mit dem Ziel, eine Lösung zu finden. In einer Debatte sind die Seiten vorher verteilt, eine Gruppe ist dafür, die andere dagegen, und es gelten genaue Regeln zur Redezeit.

In welcher Klasse lernt man Diskussionen führen?

Gesprächsregeln übst du schon in der Primarschule, etwa im Klassenrat. In der 6. Klasse und in der Sek lernst du, deine Meinung genau zu begründen, auf andere einzugehen und eine Diskussion selbst zu leiten.

Darf man in einer Diskussion Mundart sprechen?

Das hängt von der Situation ab. Im Unterricht sprichst du meist Standardsprache, im Klassenrat oder in der Gruppe ist oft auch Mundart erlaubt. Die Lehrperson sagt, was gilt.

Wie bereite ich mich auf eine Diskussion vor?

Sammle Gründe für deine Meinung und je ein Beispiel dazu. Überleg dir auch, was die anderen sagen könnten, und wie du darauf antwortest. Ein paar Stichworte auf einem Zettel helfen dir, ruhig zu bleiben.

Stand 08.11.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?