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Fokus Nachhilfe

Protokoll schreiben

Ein Protokoll hält sachlich fest, was an einer Sitzung besprochen und beschlossen wurde oder wie ein Versuch ablief. Ein Sitzungsprotokoll hat einen festen Kopf, ist nach Traktanden geordnet und steht im Präsens.

  • 1. Sek - 3. Sek
  • Zyklus 3
  • Lehrplan 21: D.4.B.1.h
Vier Jugendliche sitzen in einem Schulzimmer an einem Tisch und besprechen etwas. Ein Mädchen schreibt in ein Heft mit, die anderen hören zu.
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Das musst du wissen

Erklärung

Ein Protokoll hält fest, was an einer Sitzung beschlossen wurde oder wie ein Versuch ablief. Du schreibst es , im und in der . Am Schluss prüfst du, ob jeder Beschluss drinsteht.

Wozu ein Protokoll dient

Ein Protokoll hilft allen, die an einer Sitzung waren, sich später zu erinnern. Wer gefehlt hat, erfährt daraus, was beschlossen wurde.

Es ist auch ein Nachweis: Steht ein Beschluss im Protokoll, kann niemand später sagen, es sei anders abgemacht worden. Darum führen Vereine, Firmen, Gemeinden und auch der Klassenrat Protokoll.

MerkeEin Protokoll hält fest, was war, nicht was du darüber denkst.

Verlaufsprotokoll und Ergebnisprotokoll

Das Verlaufsprotokoll gibt die Sitzung der Reihe nach wieder: wer was vorschlägt, welche Gründe fallen und wie es zum Beschluss kommt.

Das Ergebnisprotokoll nennt zu jedem Traktandum nur das Ergebnis: Beschlüsse, Aufgaben und Termine.

Ein Wortprotokoll hält jedes Wort fest, etwa im Parlament.

MerkeVerlaufsprotokoll: der Weg zum Beschluss. Ergebnisprotokoll: nur der Beschluss.

Der Aufbau: Kopf, Hauptteil, Schluss

Der Protokollkopf nennt:

  • Anlass, Datum, Beginn und Ende, Ort
  • Anwesende und Abwesende
  • Leitung und Protokollführung
  • die Traktanden

Im Hauptteil bekommt jedes Traktandum einen Abschnitt mit Nummer und Titel, in der Reihenfolge der Traktandenliste.

Der Schluss nennt Ort und Datum, dazu die Unterschrift.

Die Sprache: Präsens und indirekte Rede

Ein Protokoll steht meist im Präsens: «Mia schlägt vor …». Bleib bei dieser .

Aussagen gibst du in der indirekten Rede wieder, am genauesten mit dem : «Nora sagt, das Lager sei zu teuer.»

Nenne die Personen beim Namen. Verben wie «schlägt vor», «fragt, ob» oder «lehnt ab» zeigen, was jemand tut.

MerkePräsens, Namen statt «ich», indirekte Rede statt Anführungszeichen.

Sachlich und knapp

Ein Protokoll enthält keine Gefühle, keine Bewertungen und keine Ausrufe. «Die war mega langweilig» gehört nicht hinein.

Ein Beschluss nennt was beschlossen wurde, wer etwas erledigt und bis wann.

Bei einer Abstimmung hältst du das Ergebnis fest: «mit 15 zu 6 Stimmen angenommen».

MerkeJeder Beschluss beantwortet: Was? Wer? Bis wann?

Das Versuchsprotokoll

In Natur und Technik schreibst du Versuchsprotokolle nach einem festen Raster:

  1. Fragestellung: Was willst du wissen?
  2. Vermutung: Was erwartest du?
  3. Material
  4. Durchführung: Was tust du?
  5. Beobachtung: Was nimmst du wahr?
  6. Auswertung: Was heisst das?

Die Beobachtung nennt nur, was du siehst, die Auswertung erklärt es.

Protokoll schreiben: Übersicht mit Wozu ein Protokoll dient; Verlaufsprotokoll und Ergebnisprotokoll; Die Sprache: Präsens und indirekte Rede; Sachlich und knapp.
Protokoll schreiben auf einen Blick: die wichtigsten Regeln.

Häufige Fehler

  • ✕«Luca hatte wieder einmal eine ziemlich blöde Idee zum Pausenkiosk.»

    ✓Sachlich, ohne Bewertung: «Luca schlägt vor, am Pausenkiosk auch Früchte zu verkaufen.»

  • ✕«Ich finde das Lager zu teuer», sagt Nora.

    ✓In der indirekten Rede: «Nora findet, das Lager sei zu teuer.»

  • ✕«Mia schlug einen Spielnachmittag vor. Die Klasse ist einverstanden.»

    ✓Eine Zeitform durchgehend, im Präsens: «Mia schlägt einen Spielnachmittag vor. Die Klasse ist einverstanden.»

  • ✕Der Beschluss lautet nur: «Wir machen ein Klassenfest.»

    ✓Mit Was, Wer und Bis wann: «Die Klasse beschliesst, am 12. Juni ein Klassenfest zu machen. Elif und Jonas fragen bis Freitag den Hauswart nach dem Raum.»

Begriffe zum Nachschlagen
Protokoll
Ein sachlicher Text, der festhält, was an einer Sitzung besprochen und beschlossen wurde oder wie ein Versuch ablief.
Verlaufsprotokoll
Ein Protokoll, das den Ablauf einer Sitzung der Reihe nach wiedergibt, mit Vorschlägen, Gründen und Beschlüssen.
Ergebnisprotokoll
Ein kurzes Protokoll, das zu jedem Traktandum nur die Ergebnisse festhält: Beschlüsse, Aufgaben und Termine.
Traktandum
Ein Punkt, der an einer Sitzung besprochen wird. Mehrere davon heissen Traktanden, ihre Liste ist die Traktandenliste. In Deutschland sagt man Tagesordnungspunkt.
Varia
Der letzte Punkt einer Traktandenliste. Varia heisst Verschiedenes: Dort kommt zur Sprache, was in kein anderes Traktandum passt.
Protokollkopf
Der Anfang eines Protokolls mit Anlass, Datum, Zeit, Ort, Anwesenden, Abwesenden, Leitung, Protokollführung und Traktanden.
Beschluss
Das, was eine Gruppe an einer Sitzung entscheidet, oft nach einer Abstimmung.
indirekte Rede
Du gibst wieder, was jemand gesagt hat, ohne Anführungszeichen: Nora sagt, das Lager sei zu teuer.
Konjunktiv I
Die Verbform der indirekten Rede: er sei, sie habe, er finde, sie wolle. Damit zeigst du, dass du eine Aussage nur wiedergibst.
Versuchsprotokoll
Ein Protokoll zu einem Experiment mit Fragestellung, Vermutung, Material, Durchführung, Beobachtung und Auswertung.

Noch unsicher? Zuerst lernen:Bericht schreibenZusammenfassung und Inhaltsangabe

So geht's

Beispiele Schritt für Schritt

Beispiel 1Den Protokollkopf ausfüllen

Jugendliche sitzen in einem Schulzimmer im Kreis. Ein Mädchen leitet die Sitzung, ein Knabe schreibt in ein Heft mit.

Der Klassenrat der Klasse 2b im Schulhaus Rosenberg in Winterthur trifft sich am Dienstag, 10. November 2026, von 13.30 bis 14.15 Uhr im Zimmer 12. Es sind 21 Jugendliche da, Ben ist krank. Lara leitet, Samir schreibt das Protokoll. Besprochen werden das Klassenlager und der Pausenkiosk, am Schluss kommt Varia, also Verschiedenes. Schreib den Protokollkopf.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Beginne mit dem Anlass als Titel: «Protokoll des Klassenrats der 2b».
  2. Dann folgen Datum, Zeit und Ort: «Dienstag, 10. November 2026, 13.30 bis 14.15 Uhr, Schulhaus Rosenberg, Winterthur, Zimmer 12».
  3. Halte fest, wer da war und wer fehlt: «Anwesend: 21 Schülerinnen und Schüler. Abwesend: Ben (krank)».
  4. Nenne die Rollen: «Leitung: Lara. Protokoll: Samir».
  5. Zum Schluss die Traktanden mit Nummern, in der Reihenfolge der Sitzung.

Protokoll des Klassenrats der 2b · Datum: Dienstag, 10. November 2026, 13.30 bis 14.15 Uhr · Ort: Schulhaus Rosenberg, Winterthur, Zimmer 12 · Anwesend: 21 Schülerinnen und Schüler · Abwesend: Ben (krank) · Leitung: Lara · Protokoll: Samir · Traktanden: 1. Klassenlager, 2. Pausenkiosk, 3. Varia

Beispiel 2Wörtliche Aussagen in die indirekte Rede setzen

An der Sitzung sagt Nora: «Das Lager in Engelberg ist zu teuer.» Jonas fragt: «Kann man einen Teil mit einem Kuchenverkauf bezahlen?» Schreib beide Aussagen für das Protokoll.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Nenne zuerst, wer spricht, mit einem passenden Verb: «Nora sagt, …» oder «Nora findet, …».
  2. Lass die Anführungszeichen weg und setze das Verb in den Konjunktiv I: aus «ist» wird «sei».
  3. Eine Frage gibst du mit «ob» wieder: «Jonas fragt, ob …».
  4. Auch hier wechselt das Verb in den Konjunktiv I: aus «kann man» wird «man könne».

«Nora sagt, das Lager in Engelberg sei zu teuer. Jonas fragt, ob man einen Teil mit einem Kuchenverkauf bezahlen könne.»

Beispiel 3Ein Traktandum als Verlaufs- und als Ergebnisprotokoll

Jugendliche verkaufen auf einem Pausenplatz an einem kleinen Holzstand Äpfel und Brötchen an andere Schülerinnen und Schüler.

Traktandum 2, Pausenkiosk: Luca schlägt vor, am Kiosk auch Äpfel zu verkaufen, weil viele ein gesundes Znüni wollen. Elif findet, Äpfel würden schnell braun. Lara schlägt vor, nur ganze Äpfel zu verkaufen. Die Klasse stimmt ab: 17 dafür, 4 dagegen. Luca fragt bis Montag den Hauswart, wo man die Äpfel lagern kann. Schreib das Traktandum einmal als Verlaufs- und einmal als Ergebnisprotokoll.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Für das Verlaufsprotokoll gibst du die Beiträge der Reihe nach wieder, mit Namen und in der indirekten Rede.
  2. Luca beginnt: «Luca schlägt vor, am Kiosk auch Äpfel zu verkaufen, weil viele ein gesundes Znüni wollten.»
  3. Achtung bei «wollen» und «werden»: Der Konjunktiv I klingt hier gleich wie die normale Form (sie wollen, sie werden). Dann nimmst du «wollten» oder «würden», damit man die indirekte Rede erkennt. Das ist kein , das Protokoll bleibt im Präsens.
  4. Dann folgen Einwand und Lösung: «Elif wendet ein, Äpfel würden schnell braun. Lara schlägt vor, nur ganze Äpfel zu verkaufen.»
  5. Am Ende stehen die Abstimmung und die Aufgabe: «Der Vorschlag wird mit 17 zu 4 Stimmen angenommen. Luca fragt bis Montag den Hauswart, wo man die Äpfel lagern kann.»
  6. Für das Ergebnisprotokoll lässt du die Diskussion weg und behältst nur Beschluss, Aufgabe und Termin.

Verlaufsprotokoll: «Luca schlägt vor, am Kiosk auch Äpfel zu verkaufen, weil viele ein gesundes Znüni wollten. Elif wendet ein, Äpfel würden schnell braun. Lara schlägt vor, nur ganze Äpfel zu verkaufen. Der Vorschlag wird mit 17 zu 4 Stimmen angenommen. Luca fragt bis Montag den Hauswart, wo man die Äpfel lagern kann.» Ergebnisprotokoll: «Der Kiosk verkauft neu ganze Äpfel (17 zu 4 Stimmen). Luca klärt bis Montag mit dem Hauswart die Lagerung.»

Beispiel 4Ein Versuchsprotokoll in Natur und Technik

Zwei Jugendliche mit Schutzbrillen beobachten im Schulzimmer zwei Wassergläser, in denen je ein Würfelzucker liegt. Über einem Glas steigt etwas Dampf auf.

Die Klasse will wissen, ob sich Zucker in warmem Wasser schneller auflöst als in kaltem. Sie legt je ein Stück Würfelzucker in ein Glas mit kaltem und in ein Glas mit warmem Wasser und rührt nicht. Im warmen Wasser ist der Würfel deutlich früher verschwunden. Schreib das Versuchsprotokoll.

Lösung Schritt für Schritt
  1. Fragestellung: «Löst sich Zucker in warmem Wasser schneller auf als in kaltem?»
  2. Vermutung: «Wir vermuten, dass sich der Zucker im warmen Wasser schneller auflöst.»
  3. Material: «Zwei gleiche Gläser, kaltes und warmes Wasser, zwei Würfelzucker.»
  4. Durchführung: «Wir legen in jedes Glas einen Würfel und rühren nicht.»
  5. Beobachtung, nur was man sieht: «Im warmen Wasser ist der Würfel deutlich früher verschwunden als im kalten.»
  6. Auswertung mit Bezug zur Vermutung: «Zucker löst sich in warmem Wasser schneller auf. Unsere Vermutung stimmt.»

Fragestellung, Vermutung, Material, Durchführung, Beobachtung und Auswertung stehen getrennt da. Die Beobachtung nennt nur, was man sieht; erst die Auswertung zieht den Schluss und prüft die Vermutung.

Jetzt du

Übungen mit Lösungen

Fang beim Einstieg an. Klapp die Lösung erst auf, wenn du selbst gerechnet hast. Steckst du fest, gibt Fox dir einen Tipp.

  1. 1

    Gehört der Satz in ein Protokoll? «Die Sitzung war total langweilig.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Nein, das ist eine Bewertung.

    1. «total langweilig» ist eine eigene Meinung.
    2. Ein Protokoll hält nur fest, was besprochen und beschlossen wurde.
  2. 2

    In welcher Zeitform schreibt man ein Sitzungsprotokoll meistens?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Im Präsens.

    1. Ein Protokoll steht meist in der Gegenwartsform: «Die Klasse beschliesst …».
    2. Wichtig ist, dass du die Zeitform nicht wechselst.
  3. 3

    Nenne vier Angaben, die in den Protokollkopf gehören.

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    Ergebnis: Zum Beispiel: Anlass, Datum und Zeit, Ort, Anwesende.

    1. Der Kopf sagt, um welche Sitzung es geht und wer dabei war.
    2. Möglich sind: Anlass, Datum, Beginn und Ende, Ort, Anwesende, Abwesende, Leitung, Protokollführung, Traktanden.
  4. 4

    Verlaufs- oder Ergebnisprotokoll? Es steht nur: «Beschluss: Die Klasse geht am 5. Juni in den Zoo Zürich.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Ergebnisprotokoll.

    1. Es steht nur der Beschluss da, keine Vorschläge und keine Gründe.
    2. Das ist typisch für das Ergebnisprotokoll.
  5. 5

    Was ist ein Traktandum?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Ein Punkt, der an einer Sitzung besprochen wird.

    1. Vor der Sitzung steht fest, worüber gesprochen wird.
    2. Jeder dieser Punkte ist ein Traktandum, alle zusammen bilden die Traktandenliste.
  1. 6

    Setze in die indirekte Rede: Sven sagt: «Ich habe keine Zeit.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: «Sven sagt, er habe keine Zeit.»

    1. Aus «ich» wird «er», denn du sprichst über Sven.
    2. Das Verb kommt in den Konjunktiv I: «habe» statt «hat».
    3. Die Anführungszeichen fallen weg.
  2. 7

    Setze in die indirekte Rede: Elif fragt: «Ist die Turnhalle am Freitag frei?»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: «Elif fragt, ob die Turnhalle am Freitag frei sei.»

    1. Eine Ja-Nein-Frage gibst du mit «ob» wieder.
    2. Das Verb rückt ans Ende und steht im Konjunktiv I: «sei».
  3. 8

    Schreib sachlich für das Protokoll: «Jonas hatte endlich mal eine gute Idee: ein Spielnachmittag!»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel: «Jonas schlägt einen Spielnachmittag vor.»

    1. «endlich mal» und «gute Idee» sind Bewertungen und fallen weg.
    2. Übrig bleibt die Tatsache: Jonas macht einen Vorschlag.
    3. Mit «schlägt vor» und im Präsens.
  4. 9

    Was fehlt diesem Beschluss? «Wir sammeln Geld für das Lager.»

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    Ergebnis: Wer es erledigt und bis wann, dazu wie gesammelt wird.

    1. Ein Beschluss braucht Was, Wer und Bis wann.
    2. Das Was ist nur ungefähr: Wie wird gesammelt?
    3. Wer und Bis wann fehlen ganz, zum Beispiel: «Lara und Tim organisieren bis 30. November einen Kuchenverkauf.»
  5. 10

    Ordne zu, ob es zur Beobachtung oder zur Auswertung eines Versuchsprotokolls gehört: a) «Die Kerze erlischt nach kurzer Zeit.» b) «Die Vermutung stimmt.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: a) Beobachtung, b) Auswertung.

    1. Satz a beschreibt, was man sieht. Das ist Beobachtung.
    2. Satz b prüft die Vermutung. Das gehört zur Auswertung.
  1. 11

    Schreib als Verlaufsprotokoll in indirekter Rede: Tim sagt: «Wir sollten das Lager im Juni machen.» Mia antwortet: «Im Juni haben wir Prüfungen.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: «Tim schlägt vor, das Lager im Juni zu machen. Mia wendet ein, im Juni habe die Klasse Prüfungen.»

    1. Wähle passende Verben: Tim macht einen Vorschlag, Mia einen Einwand.
    2. Aus «wir» wird «die Klasse», denn im Protokoll schreibst du nicht «wir».
    3. Das Verb steht im Konjunktiv I: «habe».
  2. 12

    Kürze zu einem Ergebnisprotokoll: «Nora schlägt Engelberg vor. Sven möchte lieber nach Lenk. Nach einer Diskussion stimmt die Klasse ab. 14 sind für Engelberg, 7 für Lenk. Nora holt bis Freitag Angebote für Unterkünfte ein.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: «Das Lager findet in Engelberg statt (14 zu 7 Stimmen). Nora holt bis Freitag Angebote für Unterkünfte ein.»

    1. Die Vorschläge und die Diskussion fallen im Ergebnisprotokoll weg.
    2. Es bleiben der Beschluss mit dem Abstimmungsergebnis und die Aufgabe mit Person und Termin.
  3. 13

    Finde die drei Fehler im Protokoll: «Ich schlage vor, einen Flohmarkt zu machen. ‹Super Idee!›, rief Lara. Die Klasse war einverstanden.»

    Lösung zeigen

    Ergebnis: 1. «Ich» statt Namen. 2. Wörtliche Rede und Ausruf statt sachlicher indirekter Rede. 3. Zeitform wechselt: «rief» und «war» stehen im Präteritum statt im Präsens.

    1. Im Protokoll nennst du die Person beim Namen, etwa «Samir schlägt vor …».
    2. «‹Super Idee!›, rief Lara» ist wörtlich und wertend; sachlich: «Lara stimmt zu.»
    3. Bleib im Präsens: «Die Klasse ist einverstanden.»
  4. 14

    Bei einem Versuch schreibt Lea unter «Beobachtung»: «Das Eis schmilzt schneller, weil die Wärme der Hand auf das Eis übergeht.» Was ist falsch?

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Die Begründung «weil …» gehört in die Auswertung, nicht in die Beobachtung.

    1. Beobachtung heisst: nur festhalten, was man sieht, also «Das Eis in der Hand schmilzt schneller».
    2. Die Erklärung, warum das so ist, steht erst in der Auswertung.
  5. 15

    Für wen ist ein Verlaufsprotokoll nützlicher als ein Ergebnisprotokoll? Begründe in einem Satz.

    Lösung zeigen

    Ergebnis: Zum Beispiel für jemanden, der gefehlt hat und wissen will, welche Gründe zum Beschluss geführt haben.

    1. Das Verlaufsprotokoll zeigt Vorschläge, Einwände und Gründe.
    2. Das braucht, wer verstehen will, warum etwas so beschlossen wurde, etwa eine abwesende Person oder jemand, der später darüber entscheiden muss.

Fällt es deinem Kind schwer, Protokolle und andere Sachtexte sachlich und geordnet zu schreiben, übt eine Lehrperson Aufbau und indirekte Rede mit ihm Schritt für Schritt. Deutsch-Nachhilfe für die Sek

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Trainer: Protokoll schreiben

So funktioniert der Trainer

Immer neue Fragen zum Protokoll: Du klickst die richtige Antwort an. Stufe 1 übt Aufbau und Begriffe, Stufe 2 die Sprache mit Präsens und indirekter Rede, Stufe 3 prüft ganze Protokollsätze und Versuchsprotokolle.

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Für Eltern und Lehrpersonen

Lehrplan 21

Typische Klasse
1. Sek - 3. Sek
Zyklus
Zyklus 3
Fach
Deutsch

Erste einfache Protokolle, etwa vom Klassenrat, schreiben Kinder schon in der 5. und 6. Klasse. In der Sek lernst du das Verlaufs- und das Ergebnisprotokoll genau, und in Natur und Technik schreibst du Versuchsprotokolle.

  • D.4.B.1.hIn der Sek verschiedene Textsorten mit ihrem Aufbau und ihren typischen Wendungen kennen und für eigene Texte nutzen, darunter festhaltende Texte wie das Protokoll.
  • D.4.B.1.eWissen, woran man Texte erkennt, die etwas festhalten, etwa ein Lernjournal oder ein einfaches Protokoll, und diese Merkmale beim Schreiben einsetzen.

Codes nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz, Umschreibung in eigenen Worten. Wann genau das Thema drankommt, legt das Lehrmittel der Schule fest. Alle Themen nach Lehrplan 21

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was ist ein Protokoll?

Ein Protokoll ist ein sachlicher Text, der festhält, was an einer Sitzung besprochen und beschlossen wurde oder wie ein Versuch ablief. Es dient zur Erinnerung, informiert alle, die gefehlt haben, und ist ein Nachweis für Abmachungen.

In welcher Klasse lernt man ein Protokoll schreiben?

Einfache Protokolle, etwa vom Klassenrat, schreiben Kinder oft schon in der 5. und 6. Klasse. Genau gelernt werden Verlaufs- und Ergebnisprotokoll meist in der Sek, das Versuchsprotokoll in Natur und Technik. Je nach Schule kann es früher oder später sein.

In welcher Zeitform schreibt man ein Protokoll?

Meist im Präsens: «Die Klasse beschliesst …». Wichtig ist, dass du im ganzen Protokoll bei einer Zeitform bleibst. Was jemand gesagt hat, gibst du in der indirekten Rede wieder.

Was ist der Unterschied zwischen einem Protokoll und einem Bericht?

Ein Bericht erzählt im Präteritum, was geschehen ist, und beantwortet die W-Fragen. Ein Protokoll hält eine Sitzung oder einen Versuch in einer festen Form fest, mit Kopf, Traktanden, Beschlüssen und Unterschrift, und steht meist im Präsens.

Stand 08.11.2026. Alle Erklärungen und Aufgaben hat Fokus Nachhilfe selbst geschrieben, nach dem Lehrplan 21 der Deutschschweiz. Trainer und Lösungen rechnet ein Programm, nicht eine KI. Fehler gefunden?